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Kneipe - Zum Tänzelnden Pony

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Kneipe - Zum Tänzelnden Pony

Beitrag von Gast am Mi Apr 01, 2015 2:16 am

Ziemlich zentral gelegen in Kazaguruma befindet sich eine Kneipe, welche auf den Namen 'Zum Tänzelnden Pony' hört, schließlich gab es hier einmal Pferde zum Verkauf, allerdings wurden diese langsam Mangelware, so war alles was blieb, der Name. Wie in ganz Kazaguruma ist der Stil schlicht gehalten, von Außen erwartet man auch nichts besonderes, allerdings ist es ein besonderes Gefühl, wenn man durch die Holztüren in die Holzbaracke schreitet, man fühlt sich zeitlich sofort in einer anderen Welt, denn hier wird noch Wild direkt über dem Feuer gebraten, während man selbst Bier abzapft und selbst Teeblätter im Garten anbaut. Im Inneren befinden sich zwei Etagen, die Schlafetage im oberen Geschoss und eben die Bar, die Kneipe im Erdgeschoss, mit ein paar Tischen und Stühlen, sodass auch mehrere Leute hier Platz hatten, sich einen schönen Tag zu machen. Natürlich besitzt das Gebäude auch einen Keller, allerdings ist der für Unbefugte gesperrt. An der Seite findet man auch einen kleinen Geräteschuppen, in welchen man wie der Name schon sagt, Handwerksutensilien findet, wie Hämmer, Nägel, Sägen, aber auch anderes wie zum Beispiel Sensen und Schwerter, denn man weiß nie, was kommen mag.



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Re: Kneipe - Zum Tänzelnden Pony

Beitrag von Gast am Mo Apr 13, 2015 9:11 pm

CF: Luxusyacht ‚Almedon‘

Es war vielleicht nicht das beste Wetter, allerdings hatte es etwas positives, man konnte den verdammten Seegeruch nicht mehr riechen und schmecken, sondern eher wieder etwas Land, es duftete nach Vegetation. Deans Begleitung selbst, war immer aufgeregter, je näher sie dem Festland kamen, schließlich hatte sie sich schon auf das Land gefreut, sie selbst war auch keine Meerjungfrau, sondern eher eine Landratte in diesem Sinne, eine Katze, also typisch wasserscheu. Mit ‚Meine Fresse endlich‘ aus ihrem Munde, hatte sich das Bild natürlich perfektioniert, denn sie freute sich einfach, diese Freude war, unheimlich. Unheimlich traf es relativ gut. In der Zwischenzeit, wo sie noch auf Reisen waren, hatten sich die beiden ein wenig besser kennengelernt, so gut es die beiden eben taten, sie küssten sich auch schon, nun kamen sie in der nächsten Zeit, also die Zeit nach dem Kuss, körperlich nicht wirklich aneinander, als herrschte eine Blockade zwischen den Beiden, irgendwie. Er konnte es sich nicht erklären, hatte natürlich auch keine Ambition es zu tun, schließlich nahm er es so hin, wie es kam. Es war gut, es war wahrscheinlich…. Einmalig? Der Biomechaniker hatte eben wenig Erfahrung auf solchem Gebiet, war allerdings auch nicht abgeneigt, Erfahrungen zu sammeln, oder doch? Schließlich hatte er den ersten Kuss mit ihr, eigentlich, musste man nach dem Motto, die Person heiraten, mit welcher man den ersten Kuss hatte. War er damit zufrieden? Irgendwie, irgendwie hatte er damit keine Abneigungen, er fand es auch, relativ gut, schließlich. Er hätte, auch, anders reagieren können? Wie würde seine Schwester reagieren, wenn er es ihr beim nächsten Mal erzählen würde, dass er seinen ersten Kuss mit einer ‚Fremden‘ hatte, ob Bella dann noch auf seiner Seite wäre, um mitzulauschen und mitzureden? Stören würde es Merilyn sicherlich nicht, Dean ebenso nicht, seine Eltern schon gar nicht, schließlich war ein Weibchen an der Seite von Dean pures Geld, vielleicht konnte sie auch Bonsais pflanzen oder gut mit Geld umgehen, dann war sie sofort wie eine leibliche Tochter, die Eltern würden sie lieben. Die Schiffsglocke ertönte, sie gingen an Bord, so war es für den Biomechaniker natürlich Zeit, der Kleinen etwas zu erklären, doch gab sie ihm eine schroffe Abfuhr, betitelte ihn als ‚Nicht Mr.-Universum‘ und er solle die Jacke ausziehen, sonst bekäme er noch einen Hitzeschlag. Rusty, welcher nur eines machen konnte, nämlich zu meowen machte das auch, so fasste das die Katzendame als ein ‚Ja‘ auf, rieb es dem Biomechaniker auch wie Honig unter die Nase.

„Ich möchte auch nicht Mr. Universum sein, ich bin hier, um einen Auftrag zu erfüllen, anschließend geht’s zurück ins Hauptquartier, außer ich bekomme noch einen Auftrag direkt vom HQ hierher gesendet, Jiyu ist außerhalb dem Aufgabenbereich des Rats ERA, aber bei denen weiß man ja nie.“ Antwortete er nur darauf, kratzte sich dabei leicht in den Haaren, ehe er mit Bella das Schiff so verließ, wie sie auf es gekommen sind, nur eben mit einem kleinen Schönheitsfleck, er wurde nass, er landete direkt im Wasser, sank natürlich im Sand auch ein, doch stieß er schnell auf harten Untergrund, so war er nicht zwingend zum Sterben verurteilt. Die Abenddämmung hatte bereits zur späten Stunde geschlagen, die Sonne fand den Weg immer weiter nach unten, bald würde es Nacht werden, perfekt für Diebe und Spione zu agieren, allerdings nicht für einen Kommandanten, obwohl es Bella wahrscheinlich gewöhnt war, in der Dunkelheit zu ziehen, wenn sie etwas für ihre Eltern machen musste. Dean berührte Bella leicht an der Schulter, gab ihr mehr oder weniger eine halbherzige Umarmung, flüsterte ihr dabei ins Ohr, er wollte einfahc noch einmal sichergehen. „Unseren ersten Schritt haben wir erfolgreich geschafft, nun wäre es gut, wenn wir uns eine Unterkunft suchen. Es war ein langer Tag, du bist sicherlich müde, Bella.“ Sprach er mit frohen Mutes zu seiner weiblichen Begleitung, „Er wahrscheinlich auch.“ Fügte er hinzu, während er mit seiner Hand leicht Rustys Kopf streichelte, denn schließlich haben die beiden Männer auch schon ein kleines Band der Freundschaft geknüpft, wenn es so etwas zwischen Menschen und Tieren überhaupt gab, oder eher in dem Falle zwischen Cyborg und Tier, denn es war mehr mechanisch und metallisch am Kommandanten wie menschlich, jedoch störte ihm das wenig, es freute ihn eher, schließlich war er mehr oder wenige, eine rollende Festung. Man konnte ihn vielseitig verwenden, zum Beispiel als Türstopper oder als Kühlschrank, Bella hatte sich schon einiges ausgedacht, machte auch das ein und andere mit Dean, störte ihm allerdings immer noch nicht, schließlich hatte sie nichts falsches oder böses gemacht, so konnte er ohne weiteres ein Auge zudrücken. Der Kommandant, welcher sich zuvor erst mühsam aus dem Wasser befreite, war nun komplett durchnässt, so mussten sie eventuell auch eine Feuerstelle suchen, es sei denn, Bella hätte nichts dagegen, dass sie einen neue Inkarnation von Adam und Eva sein könnten, doch wagte sich Dean zu behaupten, dass es nicht so wäre, auch, wenn sie ihm schon einmal so sah. Licht. Dean konnte Licht sehen.

„Hier, dort müssen wir hin.“ Sprach er zu seiner Begleitung und rannte los, achtete dabei auf Bella, welche nicht so schnell laufen konnte, da sie keine mechanischen Beine hatte, außerdem war sie weiblich, so konnte man nicht zu viel von ihr verlangen, er zumindest nicht. Nach ein paar Minuten der Lauferei kamen sie endlich an, vor einer großen, hölzern-steinernen Hütte, mit der Aufschrift ‚Kneipe‘ – also nicht das beste, allerdings gut genug, um eine Nacht darin zu verbringen, oder auch zwei, schließlich brauchten sie einmal ein Art Hauptquartier, zu welches sie immer zurückkehren konnten, einen sicheren Unterschlupf, ein Dach über den Kopf, welches sie im Kalten nicht stehen ließ. Langsam öffnete Dean die Tür, sofort kam ihm ein warmer Wind entgegen, gefolgt von einer Duftwolke von Fleisch und Bier, ebenso mit einem Hauch Tee, es fühlte sich an wie Zuhause. „Guten Abend, werter Herr, schöne Dame.“ Sprach der Barkeeper sie sofort an, es war nicht gerade viel los – um ehrlich zu sein, waren alle Tische leer – so freute sich der ältere Herr sicherlich, dass um diese späte Stunde noch jemand an die Türe klopfte. „Wie darf ich euch helfen, ihr jungen Täubchen?“ fügte er hinzu, bereitete dabei zwei Tassen Tee vor, natürlich konnte man Alkohol nachschenken, wenn das so gewünscht war, hatte Bella nicht eine Vorliebe für Tee mit Alkohol, hatte sie da nicht etwas erzählt, oder verwechselte er sie gerade? Nun, es war auch nicht so wichtig. „Guten Abend, werter Herr. Zunächst bedanke ich mich für die Begrüßung. Meine edle Begleitung und ich, wären auf der Suche nach einem Zimmer, sind wir hier richtig. Vielleicht, könnten wir auch Klamotten bekommen??“ fragte Dean den alten Mann, welcher sich zuerst einen Schluck von seinem Krug zu Gute führte, ehe er antwortete.

„Ein Zimmer für eine Nacht, oder eine Art Wohnung? Bei dem Zweiten, ist natürlich der Preis höher. Klamotten sind kein Problem, in den Schränken sollte noch etwas sein.“ Antwortete der alte erneut darauf, allerdings war es für den Biomechaniker kein Wunder, dass der Preis in die Höhe gehen würde, doch störte es ihm nicht, griff in die Tasche und holte eine Goldmünze heraus, nun hatte er nur noch eine. Auf diese musste er aufpassen. Dean reichte die Goldmünze den Barkeeper, welcher große Augen machte, als hätte er solch eine Münze noch nie gesehen. „Aus Fiore also. Ich habe gehört, dort soll es Magier geben, Kriege und Unheil. Seit ihr Magier!?“ fuhr der Alte Dean schnell an, doch er schüttelte nur den Kopf, er wollte nichts damit zu tun haben. „Touristen, mehr nicht.“ Antwortete der Junge wieder kurz und knapp darauf. Als wäre nichts passiert, lächelte der Alte wieder, er schien Dean zu glauben, was gut war, denn nun konnte man die Bewohner von Jiyu und Magie ungefähr vergleichen, in deren Anwesenheit sollte man keine Fehler machen, noch weniger Magie benutzen, sonst wandelte man vom Jäger, gleich zum Gejagten, oder eher zum Erjagten, denn die Leute von Jiyu waren hier überall, Dean und Bella wären mehr oder weniger Eindringlinge, sie könnten dann von überall gesucht werden, ein Szenario, welches der brünette, gutaussehende Kommandant nicht wollte. Mit einem Lächeln wurden die Schlüssel übergeben, so gingen sie auch gleich die Treppe hoch, in ihr Zimmer, welches erneut nur ein Bett auffand, doch hatten sich die Beiden schon daran gewöhnt, schlief er eben halt wieder auf der Couch.

„Du schläfst im Bett, ich auf der Couch, die alte Leier?“ fragte er Bella, während er es sich nicht bequem machte, sondern eher die Lage analysierte, er dachte über die Reaktion des Alten nach. „Bella, ab nun verwenden wir das Wort ‚Magie‘ nicht mehr. Stattdessen benutzen wir… ähm… Mantra. Mantra ist ein gutes Wort! Soviel ich weiß, oder eher gelesen habe, bedeutet Mantra so etwas wie ‚innerer Frieden‘. Ich weiß, ich glaub ja selbst nicht an so einen Schwachsinn, doch anscheinend die Bewohner hier, so sollten wir uns auf sie einstellen, schließlich wissen wir nicht, wie lange wie hier sein müssen. Je schneller wir die nötigen Informationen sammeln, den Anführer ausschalten, desto schneller können wir auch wieder nach Hause, ich ins Hauptquartier und du… wo auch immer du dann hingehen willst, wohin dich deine Wege führen.“ Antwortete er darauf, nun hatte er genug gesprochen, nun war er dran. In der Zwischenzeit zog Dean die Jacke aus, das Hemd, ebenso seine Schuhe, die Hose, schließlich war alles durchnässt, suchte sich in seinen Boxershorts Klamotten aus dem Schrank, ehe er auch diese, nun, wechselte. Zum Glück hatte er sein Reservepaar im Bauch mit, sonst wäre es wohl nicht so sauber für ihn gelaufen. „Wenn du dich umziehen willst, kann ich gerne rausgehen.“ Fügte er noch hinzu, als er bereits angezogen war, nur noch die letzten Knöpfe seines Mantels zuknöpfte, es sah aus wie ein Frack, als wäre er für eine edle Nacht gedacht gewesen, dem Biomechaniker stand er natürlich, oder eher, der Frack stand Dean, so viel Ego musste natürlich sein.

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Re: Kneipe - Zum Tänzelnden Pony

Beitrag von Gast am So Mai 03, 2015 5:16 pm

Oh was war das? Dieser Ton.. dieses Geräusch, dass sich wie nicht vorhandenes Öl auf einer quietschenden Tür anhörte? Wer nur, wer konnte solche Laute von sich geben? Was?
Ach ja, richtig. 

Es war Mr. Universum, der Bella wieder Mal eines besseren belehrte. Von wegen, direkt zurück ins Hauptquartier. So, wie Bella Dean mitterlweile kannte, würden sie wahrscheinlich nächsten Monat in Alaska sitzen und bepissten Hai essen müssen. Aber gut. Das Thema mal beiseitegeschoben, hoffte sie doch wirklich anständig, dass er Recht behalten würde. Sie selbst wollte diese Mission, die sie von ihren Eltern bekommen hat, zwar immer noch nicht so wirklich ausüben, doch war es doch ganz Recht, wenn sie immerhin auf dem richtigen Faden sich entlang bewegte. Und Dean hatte ihr diesen Faden sprichwörtlich abgerissen und wo anders fest gebunden.
Und irgendwie - war es sein Männliche Charme, oder ihre Gott verdammten Weiblichen Hormone - schaffte sie es, sich wohl zu fühlen, als er seine Arme leicht um sie schlang. Er flüsterte ihr ins Ohr, sein Atem strich entlang ihres Ohrläppchens, kitzelte die empfindliche Stelle. Sie hätte gekichert, wäre sie die Person dazu gewesen, doch so lehnte sie sich nur still gegen ihn. Auch wenn es nur ein paar Herzschläge lang dauerte, so musste sie doch gestehen, dass es angenehm war, mal ein paar starke Arme um ihren eigenen, zierlichen Körper zu spüren. 

Als Dean von Rusty sprach, und ihn dabei das kleine, fellige Köpfchen streichelte, musste sie nun doch schmunzeln. Sie hatte den kleinen Kater so lieb gewonnen, seitdem sie ihn aufgegabelt hat, halb verhungert und frierend. Nun sah er aus wie eine kleine, rollende Speckkugel, die mit Fell überzogen ist und hin und wieder ein paar süße Laute von sich gab.
Und ehe sie sich versah, schrie Dean sowas wie "Licht" und sprintete davon, ließ sie verdutzt stehen für einen Moment. Wo waren seine Arme? Diese lieblichen Worte?
Schnell schüttelte sie die Gedanken ab. Jetzt war dafür keine Zeit. So gut sie eben konnte watete sie durch das seichte Wasser, passte dabei höllisch auf, so wenig wie möglich das kalte, unangenehme Nass an ihre Beine zu bekommen. Gott, wie sehr sie es doch hasste. Kaum zu glauben dass sie einige Wochen auf See verbracht hatten - und für sie, schon zum zweiten Mal in diesem Jahr.
Als das waten endlich zu Ende war, Gott sei Dank schneller als sie es wahrnahm, standen sie vor einer alten Kneipe, mit irgendeinem Pony Namen. War auch nicht so wichtig. Manchmal kam sich Bella wirklich zurück in eine andere Zeit versetzt vor, wenn sie solche Aufschriften sah. Doch besser, als eine weitere Nacht auf einem Frachter zu verbringen. Da würde sie lieber auf einem Heuboden schlafen, wenn es sein musste, sogar auf Dean - Mr. Nicht Universum - selbst. Sie kicherte über den neuen Spitznamen und machte sich eine innerliche Notiz, um ihn sich ja für später aufzuheben. Nicht vergessen, Schätzchen, sagte sie sich. Der könnte noch wichtig werden. 

Als Dean die schwere Holztür öffnete, schlug ihr sofort ein alter, modriger, Holziger Geruch entgegen - und dies war wohl der Moment, als sie sich in dieses Gasthaus verliebte. Es war leer, es war altmodisch und der Typ hinter dem Tresen erinnerte sie für einen Moment an die Leiche aus der Wäscherei. Vielleicht ein entfernter Verwandter? Grabgenossen?
Wer weiß, was im späteren Leben, alles noch zu erleben ist.
Sie wollte es auf jeden Fall noch nicht wissen.
Die Stimme des Alten war nicht mehr als ein Krächzen, doch immer noch gut zu verstehen. Er schien sich zu freuen über ein wenig Gesellschaft, und als Dean ihn ansprach, schien er aufmerksam zu lauschen. Sie konnte seine Ohrenhaare regelrecht zucken sehen, wäre sie nicht zu sehr von der Behaarung in, auf und um seiner Nase abgelenkt worden. Dieses Gesicht war ein einziger, liebenswerter Haar ball. Vielleicht erinnerte er sie unterbewusst an eine Katze?
Als Dean um ein Zimmer bat - oder besser gesagt, um eine Art Quartier - und es an die Bezahlung ging, schien der Mann große Augen zu machen. Wenn es möglich gewesen wäre. Immerhin schienen diese Augen so sehr aneinander zu kleben, wie zwei trockene Lippen einer heiligen Dienerin Gottes. Sie schüttelte den Kopf bei diesem Gedanken, versuchte die dreckigen Bilder aus ihrem Kopf zu bringen. Nicht jetzt, Bella, nicht jetzt.
Kurz zuckten ihre Brauen, als Dean die Lüge über ihre Magie leichter als alles andere über die Lippen glitt, doch weiteres verzog sie keinen Muskel. Man musste es ja nicht in die Welt raus posaunen, und Dean konnte in der nächsten Zeit ruhig mal ein paar Sachen in ihrer Tasche verstauen. Es war dann doch ein wenig auffällig, mit einem Loch im Bauch herum zu laufen. 

Bald schon hatte der Blonde den besagten Schlüssel und müde schleppte sie sich nach ihm die alte, knarrende Treppe hoch. Sie wunderte sich, ob der alte Kerl den Laden alleine schmiss, oder ober er Weib und Kinder hatte. Sicher musste er irgendwelche Angestellten haben, ein solch riesiges, altes Haus konnte nicht von einer lebende Leiche geleitet werden.
Knarrend fiel die Tür ins Schloss, als Dean sie öffnete und hinter ihnen zu schlug, und sofort sprang Rusty freudig auf den Holzboden um die Umgebung zu erkunden.
Was für ein Abenteurer er doch war, dachte sie sich. Ihr kleiner Racker. Manchmal sorgte sie sich um ihn, als wäre es ihr Sohn.
Bella nickte nur, auf Deans Bett-Couch Argument, und hörte ihm zu, als er den nächsten Wortschwall von sich gab.
Er gab etwas von Mantra und Dorfbewohnern von sich. Das alles hatte Bella nicht gestört - wäre da nur nicht dieser letzte Satz gewesen. Wohin dich auch immer deine Wege führen, hatte er gesagt. Was sollte das heißen? 

Sie wusste, sie konnte nicht ewig hierbleiben, doch wenn sie so innerlich darüber nachdachte, tat s weh, daran zu denken, dass ihr kleines Abenteuer mit Dean irgendwann enden sollte. Nein, nicht daran denken Bella. Du weißt nicht, was die Zukunft bereit hält, noch liegt es in deinen Händen, wie du sie schreibst und gestaltest.
Als sie wieder hochsah, sah sie, dass Dean sich bereits umgezogen hatte. Innerlich schmollte sie auf. Sie hatte zu spät hingesehen - immerhin hatte er nun einen eleganten Frack an, der ihm natürlich auch stand. Doch zu gern hätte sie noch einmal Deans Körper gesehen, diesen muskulösen, starken Bau.
Mit einem Schulterzucken antwortete sie ihm und schlüpfte aus dem Sommerkleid, hing es über die Fensterbank.
Manchmal kam sie sich schon vor wie Bonny und Clyde - nur dass Dean der Gute war. Sie selbst? Darüber konnte sie noch nicht nachdenken. Wollte sie gar nicht. Sie wusste nicht was die Zukunft bereit hielt und hin und wieder machte es ihr Angst darüber nach zu denken. Deshalb ließ sie es gleich bleiben.

Anmutig, und mit einer Gänsehaut über den dünnen Gliedern, schritt sie zum Schrank und kramte darin. Und kramte. Und kramte. Und doch, egal wie lange sie kramte - das einzige was sie fand, war ein alter Bauernlumpen. Und ein total aufgeplustertes Kleid, dass aussah, als ob es einer russischen Zarin persönlich vom Leib gerissen wurde. Das wäre zu auffällig. Doch sie würde sich nie in einfache Bauern Lumpen stecken. 

"Ich warte bis meine Sachen trocken sind.", meinte sie trocken und schlug die Schranktür fest zu, blickte sie schmollend und mit Wut um. Da fiel ihr etwas auf. "Und zu deiner Info, dieses Zimmer hat keine Couch. Nur ein Bett. Also wenn du dich mir auf fünf Zentimeter näherst, bist du ein Loch in der Wand."

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Re: Kneipe - Zum Tänzelnden Pony

Beitrag von Gast am So Jun 07, 2015 3:38 pm

Es dauerte nicht wirklich lange bis sich der Kommandant etwas passendes im Kleiderschrank fand, schließlich ist sein Geschmack nicht zwingend wählerisch, allerdings sollte schon sein Lebensstandard zu sehen sein, oder zumindest sein Rang als Kommandant des Rates, schließlich legte er wirklich viel Wert darauf, auf seinen Titel. Seine Schwester, Mery, war sicherlich auch höchst erfreut, wenn der Biomechaniker die kleine Tüftlerin irgendwann mal wieder besuchen käme, sollte es natürlich seine Zeit erlauben, denn er war gerade nicht wirklich in Fiore, oder auch in der Nähe, nein, er hatte seinen Fuß nach Jiyu gesetzt, um dort den Auftrag zu beenden, welchen er in Hargeon startete. Zumindest hatten seine Augen einen Frack entdeckt, mit welchen er zumindest nicht wie ein Obdachloser in einer heruntergekommenen Gasse in einer Metropole wie Magnolia oder Crocus wirkte, nein, man könnte fast schon meinen, er wäre aus einem adeligen Haus, doch sollte ihm das nicht zu Kopf steigen, denn Bella, seine Begleitung, welche ebenfalls mit nach Jiyu reiste und ihm hin auf Strich und Faden begleitete, war auch im Zimmer, direkt hinter ihm. Als er den Frack gefunden hat, bemerkte er auch, dass Rusty zwischen seine Beine herumlief und dann wieder verschwand, wahrscheinlich freute er sich wirklich, auch mal wieder ein wenig festen Boden unter den Füßen zu haben, schließlich war eine Katze auch kein Tier des Wassers, sondern eher wie Dean eine Landratte, welche im Wasser ohne Hilfe wohl oder übel das Ende fand.

Nebenbei war es sicherlich auch einmal interessant zu erfahren, wo genau sie sich überhaupt in Jiyu befanden, schließlich legte die Luxusyacht nur Anker, um am nächsten Tag wieder weiter zu fahren, ob das hier überhaupt schon das neue Königreich war? Natürlich, muss es wohl, allerdings sollte man das lieber nicht hinterfragen, denn der Kommandant des Rates bemerkte, dass der Mann nicht wirklich auf Magie zu sprechen war, aus welchem Grund auch immer. Wenn sie in Jiyu waren, dann wahrscheinlich im östlichen, im traditionellen Teil. Zum Glück hatten die beide keine Magie, welche sich automatisch nach Außen bemerkbar machte, wie zum Beispiel das Element des Feuers, sollten sie plötzlich unabsichtlich etwas in Brand setzen, wäre das wohl wie ein eigener Pranger, ein Scheiterhaufen auf welchem die Magier brannten. Da waren die wohl Abenteurer, doch dann hätten sie einen Pfeil ins Knie bekommen, oder jemand hatte ihre Süßigkeiten geklaut. Nichts desto trotz, Magie war hier ein Tabuthema und das sollte es auch bleiben. Noch hatte Dean seinen Frack in den Händen, so entledigte er sich kurz seines Oberteils, holte sich ein neues Hemd und zog den Frack darüber an, bemerkte im Augenwinkel nur, dass Bella irgendwie auf den Boden sah, oder bildete er sich das nur ein?

Hatte sie etwas Falsches gegessen oder war sie traurig, da Dean irgendetwas sagte, was er nicht sagen sollte? Sie nickte nur, zog dann ihr Kleidchen aus, sodass sie erneut in Unterwäsche vor dem Kommandanten stand, allerdings hatte er den Anblick auf der Luxusyacht ein paar Mal sehen dürfen, doch machte es ihm immer noch verlegen, die kleine, zierliche Gestalt, die hübsche Oberweite der Dame so auf dem Silbertablett zu sehen, schließlich war Dean auch nur ein Mann, sie eine Frau, eine hübsche ohne jeden Zweifel. Sie war anmutig, eine Naturschönheit, doch sollte sich der Kommandant nicht vom Äußeren blenden lassen, auch wenn sie wahrlich einer Göttin gleich wirkte, waren sie immer noch auf einen Auftrag, sie waren Partner, Kollegen. Schnell bemerkte Dean auch, dass ihr zierlicher Körper Gänsehaut aufwies, also war ihr kalt, sehr kalt sogar, denn sie fand nichts zum Anziehen und meinte nur, dass sie warten würde, bis ihre Sachen trocken wären. Sie blickte sich um, doch da wurden ihre Augen groß, was hatte sie denn bemerkt? Hatte sie schlussendlich doch etwas zum Anziehen gefunden? Auch der Biomechaniker blickte sich um. Sein Blick wandte sich nach links, nach rechts, nach oben und unten, doch Kleidungsstücke konnte er nicht erspähen, da sprach Bella nur, dass dieses Zimmer keine Couch habe, sondern nur ein Bett. Sollte er sich auf fünf Zentimeter nähern, wäre er ein Loch in der Wand. Kurz sah der Große zur Kleinen.

Meinte sie das wirklich ernst? Nun, einmal durfte er die Kraft von Bella schon spüren, als sie ihn in Hargeon, war es doch?, oder so war, wo sie ihn an der Hand zog, sie wirkte, als hätte sie eine starke Magie, doch, schlussendlich wurde sie zur Katze, also, woher nahm sie damals diese Kraft? War sie überhaupt ein Mensch oder ähnlich wie Dean ein Cyborg? Er wollte zuerst die erste Frage beantworten, denn schließlich sollte sie nicht frieren. Schnell griff er zu einer kleinen Decke und wickelte sie um ihren Körper, schließlich sollte sie nicht krank werden. „Hier, nimm‘ solange die Decke, vielleicht können wir deine Sachen schneller trocknen.“ Die erste Sache war abgehakt, nun musste er sich wohl um die zweite kümmern, denn das Bett alleine war wohl, etwas eng, schließlich war es nur ein Einzelbett, nun, ein Bett zum Kuscheln für Pärchen würde es wohl auch gut beschreiben, so musste er eine Lösung oder eine Alternative, eine Option für sich selbst suchen, denn er konnte sie als Gentleman nicht vom Bett verbannen, sondern eher sich selbst. „Ich kann auch am Boden schlafen, wenn ich einen Polster und Decke bekommen könnte, wäre das kein Problem. Du bist sicherlich viel erschöpfter wie ich, du hast verdient deinen Schlaf auf einem weichen Bett zu machen.“ Seine Antwort war bescheiden, denn auch als Kommandant des Rates und dadurch auch als Autoritätsperson und Vertreter der öffentlichen Gewalt und des Gesetzes, sollte er eigentlich auf Samthandschuhen in einer Sänfte getragen werden, doch genug vom Eigenlob, denn hier standen sich zwei Aspekte gegenüber. In der einen Seite, der Gentleman und in der anderen der Kommandant, als Gegner eine wundervolle, hübsche Frau. In diesem Kampf musste wohl der Gentleman gewinnen, denn eine verärgerte Frau war schlimmer, wie ein wütender Vorgesetzter.

„Wie auch immer, Bella. Ich denke, wir sollten demnächst schlafen gehen, schließlich haben wir morgen, übermorgen und vielleicht noch den Tag danach einiges zu tun, vielleicht findet man auch einige Accessoires, welche man mit nach Fiore bringen konnte. Ich würde sagen, eine Kette oder Ohrringe würden dir passen, aber genug von dem. Schlaf du auf dem Bett, ich werde es mir am Boden gemütlich machen, wenn etwas ist, wecke mich einfach, dann werd‘ ich versuchen dir zu helfen. Gute Nacht!“ sprach er noch zu ihr, ehe er sich einen Polster und eine Decke nahm und sich in eine gemütliche Ecke auf der anderen Seite des Raumes lag, schließlich wollte er der Dame beim Schlafen nicht die Stimmung vergeigen oder sie bei unmoralischen Dingen stören. Wie auch immer. Langsam aber sicher schloss der Biomechaniker seine Augen, denn es war ein harter Tag. Nur ab und zu kam Rusty vorbei um seinen Kopf gegen den Kopf von Dean zu rammen, wollte er ihn wecken, oder nerven? Ab und zu krabbelte der Kater auch in das Gesicht des Biomechanikers, doch dann schlief er ein, alles wurde schwarz um seine Augen und so spürte er auch nicht mehr Rusty und alles um sich herum, was sich abspielte, was sich bewegte und hegte. Er war nun in einem anderen Reich, bis er von alleine aufwachte oder vielleicht sogar geweckt wurde, denn möglich war alles.

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Re: Kneipe - Zum Tänzelnden Pony

Beitrag von Gast am So Jul 26, 2015 6:40 pm

So war es also entscheiden. 

Dean wollte wirklich auf dem Boden schlafen - gut, im Allgemeinen sollte das kein Problem für Bella darstellen. Wirklich, sie hatte ehrlich gesagt kein Interesse an Deans Wohlbefinden oder an seinem Tun und Handeln, aber... Nun ja. Leider aber war das nicht mehr der Fall. Hätte dieser "wichtige" Mann Bella noch vor einem Monat gesagt, er würde ihr das Bett geben und würde statt ihr auf dem Boden schlafen, hätte sie ihn wohl ins Gesicht gelacht und ihn gefragt, wieso es überhaupt eine Option war, dass sie ihren Körper auf den harten, dreckigem Boden legen müsse?
Was machte sie hier eigentlich noch schnell? Genau, ihr Zielobjekt. Doch dieses war nun leider am anderen Ende des Meeres, über das sie nun einige Wochen gesegelt sind. Wieso tat sie das eigentlich alles? Aus reiner Nächstenliebe konnte es doch nicht sein, schließlich hatte sie noch nie etwas für Andere getan. Gut, ihre Geschwister zählte sie nun nicht mit.
Aber für wen sonst, wenn nicht für sie selbst? Für Dean wohl ganz bestimmt nicht.
Sie konnte es sich nicht Recht erklären, zu übereilt war die ganze Situation doch. Seufzend kuschelte sie sich in das strohige Bett und zog sich die kratzige Decke über den Kopf. Mit großen Augen sah sie zur Decke hoch.
Wie es ihrem Bruder wohl ging? Was ihre Schwester grad wohl machte? Ob es ihren Eltern gut ging? Was wohl gerade passierte zu Hause, in ihrem Land? Fern von jeglicher Welt, die wie eine Märchenwelt in ihren Augen aussah. Eine Märchenwelt, in die sie nicht passte. Eine Welt, die nicht die ihre war. Würde sie sich hier je wohl fühlen? 

Aber warum fragte sie sich das? Sie würde nicht lange hier bleiben. lediglich, bis ihre Mission zu Ende war. Und dennoch... sie zog es in die Länge, sie hatte noch nicht einmal ihre Zielperson in die Augen genommen. Sie war, würde man es einfach ausdrücken, einfach "Durchgebrannt" mit diesem Typen. Warum half sie ihm nochmal? Es war als hätte sie es vergessen... Ah, genau. Er hatte ihr gesagt, er würde ihr helfen. Oder war es anders?
"Du musst das nicht mehr machen, Bella."
Das hatte er gesagt. Aber, welche Wahl hatte sie schon? Was wusste er schon über sie, außer dass sie die jüngste Tochter der Braginski's war? Ein nicht gerade prickelnder Fakt, wenn man sie fragen würde. 

Grimmig drehte sie sich auf die Seite. Was machte sie sich eigentlich Gedanken über all diese Sachen? Sie sollte nun wirklich schlafen gehen - der nächste Tag würde sicher wieder lang werden. Dean hatte viel vor mit ihr, sie würden jemanden aufspüren müssen für ihn. Aber ob nun morgen oder in einer Woche.. so genau wusste sie das nicht. Der Feind schlief nie, und so sollte man selbst jede Minute nutzen um sich mal friedlich aufs Ohr zu legen.
Mit einem Seufzen presste sie das Gesicht in das harte Kissen und schloss die Augen. Auf ein neues, dachte sie, bevor auch sie in einen tiefen Schlaf glitt.

*******

Feucht, es war so feucht. Was zur Hölle-
Mit einem Schwung ihres Armes stieß sie das Fremdobjekt von sich, weit aufgerissene Augen musterten den Raum. Was war hier los? Ihre Wange... was war das?
Ihr Blick fiel auf eine Bewegung und ein klägliches Mauzen aus der Ecke. Und da wusste sie. 

"Rusty!", zischte sie, krabbelte aus dem Bett und beugte sich über den Kater, den sie gerade einen kräftigen Kick gegeben hat. Sie streckte den Arm nach dem kleinen Kater aus, doch dieser gab ihr nur einen beleidigten Taps. "Tut mir leid, Kleiner.", sagte sie und seufzte. Hier saß sie nun, mit einer abgeleckten Wange und Unterwäsche auf dem Boden, die Knie auf dem harten Holz.
Mit einer schnellen Bewegung war sie wieder auf den Beinen und ihr Blick fiel auf Dean, der ja in der Ecke geschlafen hatte. Es musste sicher hart gewesen sein.. wortwörtlich.

So lautlos wie sie nur konnte, schlich sie zu ihrem Kleiderstapel und schnappte sich das gekaufte Sommerkleid, dass sie damals von diesem Franzosen empfohlen gekriegt hatte. Schnell schlupfte sie hinein, schnappte auch ihre Handtasche und warf einen letzten Blick auf Dean.
Nachdem sie in ihre Schuhe geschlüpft war, beugte sie sich zu Rusty hinab.
"Pass gut auf ihn auf in der Zwischenzeit." Ein Blick auf den schnarchenden Kommandanten. "Nicht das er erstickt an seinem Ego."
Ein Meow und schon war sie aus dem Zimmer verschwunden, ließ die Tür leise ins Schloss fallen. Der Himmel hatte sich gerade erst gelichtet, und der Jahreszeit zu beurteilen war es relativ früh noch.
Bella schätzte die Zeit auf 5 bis 6 Uhr und so fand sie auch keine Menschen im Schankraum vor, lediglich einen Schlafenden Mann, der wohl die Nacht zuvor zu tief ins Glas geschaut hatte. Ein Schmunzeln glitt über ihre Lippen als sie dem Mann einen kleinen Kick ins Gesicht gab. Keine Reaktion. Es war immer wieder schön mit Betrunkenen zu spielen.
Wer Alkohol nicht vertrage, sollte auch nicht davon naschen.
Als sie vor die Kneipe trat, traf sie die kühle, angenehme Morgenluft. Mit einer frischen Luft wie dieser hatte sie schon gerechnet, doch dachte sie, dass es mehr nach Meer riechen würde, da es ja gleich nebenan lag. Doch Gott sei Dank schien der Wind in die andere Richtung und so roch sie lediglich die frische Luft, die von den Bergen herab geweht wurde. 

Doch nun hatte sie keine Zeit, über belanglose Dinge wie die Luft nachzudenken - sie musste ihre Mission zu Ende bringen. Und die lautete "Rusty und ihr etwas zu Essen besorgen." Natürlich war auch Dean inkludiert, aber für den Mission Namen wäre es zu lang geworden.
Mit stetigem Schritt schlich sie zuerst durch den eher abgelegen Weg, der vom Wirtshaus zu einer kleinen Abbiegung führte und stand dann vor einer Art Kreuzung.
Das Dorf nahm hier seinen Anfang und von der Ferne aus konnte sie den schon belebten Hafen hören, der wohl nie zur Ruhe kam. Wie denn auch, sagte sie sich und schüttelte den Kopf. Immerhin war es sicher ein wichtiger Handelsposten.
Sie schnallte sich die Tasche enger um und schritt Richtung rechts, auf eine Reihe von Gebäude zu, die aussahen wie Geschäfte. Gut es war viel zu früh um sich etwas besorgen zu können... auf Legale Weise. Aber anders ging es eben auch. Und sie war nicht Dean. Hm. 

Mit einem Schulterzucken schlich sie durch die leeren Gassen, von irgendwo hörte sie einen Hahn krähen. Mit leisem, sicheren Schritt bahnte sie sich ihren Weg durch eine besonders schmale Gasse, als ihr Blick auf eine Art Imbissbude fiel.
Es war ein kleiner, geschlossener Stand, lediglich eine Plane vor der Öffnung, damit es wohl nicht nass werden würde. Sie blickte sich um, schaute, ob sich nicht doch der Ladenbesitzer oder ein Passant in der Nähe befand. Als die Lage rein schien, schlich sie um den Laden herum.
Es gab eine Art Tür, doch Bella konnte nicht sicher sagen ob der Besitzer sich darin befand oder nicht, deswegen würde sie es für einfacher halten durch die Plane zu kommen. Doch sie wäre nicht Bella, wenn sie es nicht auf die komplizierte Art machen würde. 

Mit einem schnellen Blick links und rechts ließ nahm sie den Haarreifen mit der Schleife ab und zog eines der Enden ab, enthüllte eine Art Sticknadel. Mit konzentriertem Gesicht versuchte sie das Schloss zu knacken und - zu ihrer Verwunderung - ging es schneller als sie dachte. Mit einem Klick fiel das Schloss zu Boden und ein zufriedenes Grinsen schlich sich auf ihre Lippen. Genau so sollte es laufen, alles nach ihrem Plan. Wie sonst sollte sie-

Das nächste was sie spürte war die Tür. In ihrem Gesicht. Sie fiel zu Boden, prallte gegen die Hausmauer und blieb schnaufen liegen. Was zum-
"Na sag mal, wat zur Höll denkste du eigentlich wer du biste, he?"
Bella blickte auf, in zwei blau graue Augen. in zwei ihr bekannte blau graue AUgen. Woher kannte sie diesen Augen? Warum war dieser Typ h- genau! Das war der Würstchenverkäufer auf dem Schiff! Dean hatte sie schon getadelt, weil sie ihm so viel Geld zugesteckt hatte - auch nur, weil er ihr nicht erklärt hatte, wie diese Währung funktionierte, aber dennoch - und sie hatte sich geschworen, dass ihr so etwas nie wieder passieren würde. Und nun, stand sie genau diesem Typen gegenüber, der wohl nun ein halbes Vermögen mit sich rumschleppte. Wüten erhob sie sich, klopfte sich den Dreck aus den Kleidern.
"Wer ich bin? Bella, Bella Braginski."
"Be- Ey du bisd ja die Olle vom dat Schiff. Mit viel Gelt. Danke dafür nock mal. Hat mir geholfen - ein blaues Aucke zu kriegen."
Sie beugte ihren Kopf nach links. Was zur Hölle redete dieser Typ da? Und wer zum Teufel glaubte er , wer er war, sie in den Dreck zu schubsen.
"Hör mal, du kleiner Wurm."
"Hey-"
Sie kam auf ihn zu und packte ihn an der Gurgel, drückte ihn gegen die Buden Wand.
"Spar's dir, du Insekt. Ich will mein Geld wieder. Und zwar jetzt. Du niederträchtiges Wesen."
"I-ick habs nisch mehr-"
"Wie meinst du, du hast es nicht mehr?", zischte sie, presste seine Gurgel zusammen.
"Mir wurds- gekla-"
"Geklaut?"
"Joa-"
"Hmpf!" Sie schmiss ihn auf den Boden, trat ihn in sein Rückgrat. "Und wo ist es jetzt?"
"La Volpe .."
"Wer? Was zum Teufel fang ich mit diesem Scheiß an-"
Doch bevor sie etwas ergänzen konnte, hörte sie eine Stimme von hinter ihr.
"Hände hoch! Das ist die Justiz! Sie haben gerade-"
"Ach fickt euch doch!"
Mit einem Schwupps schnappte sie sich ihren haarreifen und rannte Richtung Gasse, aus der sie gekommen ist. Ein Schuss, zwei Schuss und ein dritter fielen Knapp an ihr vorbei, doch Gott sei Dank war sie flink. Wie eine Katze eben. Und sie hatte Dean versprochen keine Magie zu benutzen.
"Stehen bleiben!"
"Als ob!"
Mit keuchendem Atem lief sie durch die wirren Gassen des Dorfes, allmählich konnte sie schaulustige aufmachen "Kein Aufsehen erregen!", fielen ihr Deans Worte wieder ein und sie hätte sich auf die Lippe beißen können. Verdammte Deutschen und ihre Würste - zumindest dachte sie, es wäre ein Deutscher gewesen. Als sie in die Ecke bog, dachte sie schon sie hätte triumphiert. "Ha!", wollte sie schon rufen - als sie gegen eine Mauer prallte. "UWA!" Mit schmerzenden Kopf rieb sie sich ihn mit den Händen. "Das kann doch nicht wahr sein...", murmelte sie und sah sich um. Eine stink normale Sackgasse, nicht einmal Mülltonnen waren zu sehen. Sie sah sich um, auf der Suche nach einem Weg, in der sie nicht gerade Magie benutzen musste. Sie hatte schon ein Versprechen gebrochen, es musste nicht auch noch das Zweite dran glauben. Mit einem Seufzen fiel ihr Blick auf einen Abwasserkanal.
"Gott verdammt!", kreischte sie leise vor sich hin und zog den Deckel beiseite. Sie konnte das stinkende Fischwasser förmlich riechen. Mit zu gekniffenen Augen und viel Widerwillen sprang sie hinein und ertrank schier in einem Gesöff aus Fäkalien, Abwasser und Fischresten. Eine in der Tat verstören ende Sache.
Und das einzige an was sie denken konnte, als sie so vor sich hintrieb, war.
"GOTT VERDAMMT DEA ICH BRING DICH UM ICH BRING DICH UM ICH BRING DICH UM!!!!"

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Re: Kneipe - Zum Tänzelnden Pony

Beitrag von Gast am Fr Aug 14, 2015 12:43 am

Dean hatte wie es sich für einen Gentleman gehörte die unsanftere Art des Schlafens gewählt, indem er sich auf den Boden legte, sodass es die edle, blonde Dame kuschelig in ihrem Bett hatte. Er selbst hätte auch nichts gegen ein Bett gehabt, allerdings wollte er einerseits Bella nicht erzürnen und anderseits war sie eine Dame. Eine Frau ließ man nicht am Boden schlafen, während man selbst es sich im Bett bequem machen konnte. Er musste da durch, da hatte er eben das Los eines Mannes erwischt. Da konnte er nicht fliehen. Außerdem genoss er es mitanzusehen, dass es der Blonden gut ging. Sie hatte ihm ja vor einiger Zeit erzählt, dass sie es nicht so gut hatte, dass sie immens unter Druck ihrer Familie stand und dass sie auch etwas für sie machen sollte. Nein, sie musste viele Sachen machen, den Befehl von oben ohne nachzudenken ausführen, nicht sie selbst, sondern eine Marionette des Hause Braginsky sein. Sie wollte das nicht, verständlich, keiner außer eine Person die auf Anerkennung aus war, wollte das machen. Auch sie hatte es, trotz ihres anderen Charakters verdient, glücklich zu sein und sich geborgen zu fühlen. Sie hatte wohl kein leichtes Leben erwischt, denn so viel er auch auf der Luxusyacht ‚Almedon‘ erfahren hatte, war sie aus einem Königreich, von welchem Dean nur vage hörte. Aus Russland oder wie auch immer man das nannte. Hörte sich auf jeden Fall nicht nach dem an, was man gewohnt war. Aber als Kommandant des Rates kam man schon mal in die verschiedensten Ecken von Fiore, da hörte man von vielen Geschichten, Mythen und Sagen über andere Königreiche. Man sagt, dass in Russland der Winter so streng wäre, dass man erfrieren würde, wenn man rausging. Dean musste Bella darauf einmal ansprechen, wenn er selbst es nicht vergaß. Was wohl in ihren Gedanken vor sich ging? Hatte sie Heimweh, dachte sie überhaupt noch an ihre Familie? Ob sie an den Vorfall auf der Luxusyacht dachte? Wieso hatte sie ihn damals geküsst, hatte sie einen Grund dafür oder war es einfach im Affekt der Handlung, weil es gerade passte, weil sie in dem Moment von ihren Gefühlen und Trieben geleitet wurde und seine Lippen suchte. Oder wollte sie dort einfach nur spüren, dass noch etwas menschliches in dieser Hülle steckte, welche von ihrer Familie von einem Auftrag zum Nächsten geschleudert wurde, wobei sie kaum Zeit für sich selbst hatte, sich einfach nicht entspannen und entfalten konnte. Dean hatte immer noch die Situation vor Augen, wie Bella ihn damals aus der Wäscherei zog, was eigentlich unmöglich für eine Person mit solchem Körperbau sein sollte. Immerhin hat Dean sicherlich das drei, wenn nicht sogar das Vierfache von ihr und das in passiver Form. In aktiver könnte das Gewicht sogar noch zunehmen, also was genau war sie? Der Biomechaniker wusste, dass sie sich in eine Katze verwandeln konnte, doch wie konnte sie ihn damals so wegziehen? War sie kein Mensch? Nun, ihr Körper sah zumindest sehr menschlich und sogar äußerst weiblich aus, so viel er sich erinnern konnte. Vielleicht handelte sie einfach im Affekt und bekam für einen Moment übernatürliche Fähigkeiten, er hatte keine Ahnung, es war auch dementsprechend ziemlich egal. Solange sie glücklich und zufrieden war, passte alles.

Der Kommandant bemerkte, dass Bella schon eingeschlafen war, so nutzte er die Zeit um selbst noch ein wenig nachzudenken und die Handlungen für den nächsten Tag zu planen, denn schließlich hatten sie auch einen Zeitdruck. Sie konnten hier keinen Urlaub verbringen, zumindest Dean nicht. Er hatte seine strikte Anweisung sein Subjekt entweder zu eliminieren oder mit zurück zum Justizgebäude, zurück zum Rat zu bringen, wo seine Verhandlung sein sollte. Doch das stellte sich als schwerer heraus als gedacht, schließlich waren sie jetzt hier in einem unbekannten Königreich, in einem wo man nicht gerne von Magie sprach, sie noch weniger sehen wollte und sie sogar noch weniger mochte. Dean hatte gehört, dass man Magier in diesem Teil des Landes verfolgt, allerdings soll es im Westlichen Teil egal sein, dort wären sie willkommen. Ob es ein Fehler war mit der Yacht nach Jiyu zu kommen? Immerhin konnten die Bewohner von diesem Dorf nicht die Aura der beiden spüren, auch wenn Dean seine verschlossen hielt, schließlich brauchte er sie nicht. Sowohl sein Arm als auch sein Skelett liefen passiv mit und verbrauchten keine Magie, was auch keine Aura gab. Bei Bella war er sich nicht so sicher. Er persönlich spürte schon ihre Aura, aber ob das auch die anderen taten, das wusste er nicht, er hoffte einfach auf das Beste. Langsam aber sicher bekam auch die Müdigkeit bei Dean die Oberhand, sodass sich der Wissenschaftler es sich bequem am Boden machte und nach ein paar Minuten einschlief.

Der nächste Morgen. Die ersten Sonnenstrahlen erhellten den Morgenhimmel und färbten ihn in ein sanftes Rot, welches auch in das Gesicht von Dean schien und ihn somit sanft weckte. Zumindest hatte er nicht die Katze im Gesicht, so wie in vielen Nächten auf der Yacht, oder wurde plötzlich von Bella beinahe getötet, wenn sie sich auf ihn warf, wenn ein Gewitter war. Es war einmal eine Nacht, in welcher seine Ruhe hatte, die genoss er auch. Er selbst hatte sich bis auf seine Boxershorts entblößt, viel zu sehen gab es ja nicht, das meiste, nein, alles sah sie schon auf der Yacht, bei diesem einen Vorfall. Langsam aber sicher setzte er sich auf, denn er wurde noch ein wenig von der Müdigkeit geplagt. Nach ein paar Augenblicken sah er sich um, bemerkte Rusty, welcher neben ihn lag und eingerollt schlief. Er schien irgendetwas Schönes zu Träumen, denn er schnurrte ein wenig. Oder hatte ihn Bella einfach gestreichelt und ordentlich gefüttert und er träumte gerade davon? Oder vielleicht auch von anderen Katzen? Nun, das lag nicht in der Hand des Biomechanikers, so wollte er gerade Bella aufwecken, doch, nun, so sollte es nicht kommen. Die kleine Dame lag nicht mehr in ihrem Bett.  „Ach Gott, wo ist sie denn schon wieder?“ seufzte Dean vor sich hin, denn irgendwie hatte er schon ein schlechtes Gefühl als er bemerkte, dass sie nicht in ihrem Bett war und schlief. Hoffentlich hatte sie sich nicht in die Scheiße geritten, anders konnte man das nicht sagen, denn irgendwie war sie immer ein Auslöser für Konfrontationen, welche nicht nur freundlich waren. Sie war mehr oder weniger eine tickende Bombe, welche wartete wieder irgendwie Chaos anzurichten, oder zumindest negativ aufzufallen. Aber von der Macke abgesehen, war sie ein unschuldiges, nettes und vor allem hübsches Fräulein, welches sich meist verschlossen und eiskalt hielt um sich einfach selbst zu schützen. Also, wahrscheinlich war es so. So sah es zumindest der Wissenschaftler. So zog sich Dean an, richtete seine Frisur, machte sich selbst noch ein wenig schick, denn er wollte nicht als Obdachloser außer Hause gehen. Inzwischen war auch seine Uniform und sein Schal getrocknet, so zog er diese an. Dead End durfte er auch nicht vergessen, seinen goldenen cal. 50 Revolver, ein Markenzeichen von ihm. Sie verbreitet wahrlich Demokratie unter den Menschen, welche sie brauchen, ebenso das Gesetz. Dean hörte ein Schnurren, so blickte er zu Rusty. Der kleine Racker war wohl aufgewacht und hatte Hunger. Was sollte er ihm nur geben? Was fraß denn so eine Katze? Fleisch wahrscheinlich, vielleicht auch Fisch? So oder so, irgendwas musste sie fressen, nur hatte er nichts da. „Warte Kleiner, ich hab eine Idee.“ Sprach er zu ihm, während er ihn langsam in die Höhe hob und ihn auf seinen Kopf setze. Rusty konnte sich schon festhalten, und wenn er wirklich runterfallen sollte, dann würde Dean den kleinen Abenteurer auffangen. Angezogen, gestylt und mit Rusty auf dem Kopf ging Dean nach Außen, er wollte sich ein wenig umsehen. Er wollte schauen, welche verschiedene Arten der Infrastruktur in diesem Dorf vorhanden waren, denn neben einem Arzt und einem Nahrungslieferanten wäre vielleicht auch eine Bibliothek nicht so schlecht gewesen, denn schließlich würde er gerne mehr über dieses Königreich erfahren, außerdem wollte er ebenso Infos über sein Ziel haben. Die Leute sahen ihn an, als hätte er eine Katze auf dem Kopf. Oh, das hatte er ja. Rusty schien das Ganze zu gefallen, denn er hatte es sich auf seinem Kopf bequem gemacht und hatte keine Probleme das Gleichgewicht zu halten.

Kam es dem Biomechaniker nur so vor, oder hörte er in der Ferne Tumult? Mit verzogener Mine und mit Hoffnung, dass sie es nicht war, ging er in die Richtung. Je näher er kam, desto näher schien auch der Tumult zu kommen, bis er schließlich sah, dass eine Art Justizeinheit nach jemanden suchte. „Seid gegrüßt, Kollegen.“ Sprach er zu ihnen und zeigte seinen Ausweis her, welcher in einer kleinen Ledertasche war, mit so einem Klappdeckel. Er freute sich, wenn er das machte, denn da fühlte er sich immer gut dabei. Die mussten ja nicht wissen, dass er von Fiore kam, das Herzeigen und das auf ‚Cool‘ machen reichte ja meistens. „Guten Morgen, Kammrade. Wir suchen nach einer jungen Dame mit Kleid, längere Haare, blondes Haar, mit einer Schlaufe zwischen den Haaren. Hast du sie gesehen, wenn ja, dann händige sie bitte uns aus, der Justiz dieses Ortes!“ sprach der eine von sich selbst. Derjenige fühlte sich wohl ein wenig zu übermächtig, allerdings legte es Dean nicht darauf an, doch diese Beschreibung, sie passte doch so perfekt zu Bella. Was hatte die denn jetzt schon wieder gemacht? Wieso konnte sie es einfach nicht schaffen, keine Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen. War das überhaupt so schwer? Er seufzte. „Diese Dame, ich bin auf der Suche nach ihr, doch werde ich sie unter meine Obhut, unter meine Aufsicht stellen. Das ist ein Befehl von oben.“ Antwortete er mit kalter Stimme und sah die beiden Polizisten an, welche ihn anhand seines Auftreten glaubten. „Gut, dann viel Erfolg. Die Justiz ist hier für Ordnung und Recht, behandelt dabei jeden gerecht.“ Sprachen sie noch bevor sie endlich wieder aus dem Blickfeld von Dean verschwanden, sodass er sich seine Hand auf den Kopf hauen konnte. Er brauchte nach diesem Tag wohl mehr als genug Tee um das zu verkraften, doch musste er jetzt Bella finden, das war oberste Priorität. Zumindest konnte er der Exekutive hier klar machen, dass er für sie zuständig war, was wäre wohl passiert, wenn die sie bekommen hätten. Es war erstaunlich, dass die Polizisten ihn ernst nahmen, obwohl er Rusty auf dem Kopf hatte, doch das war jetzt auch egal. Er musste Bella finden, verdammt nochmal, so suchte er eine gute Stunde nach ihr, überall im Ort. Keine Spur. Nun musste sie warten, denn Rusty hatte noch nichts gegessen, so sah er schnell beim Fischhändler vorbei, kaufte mit seinem restlichen Geld Fische und machte es sich auf einer Bank in der Nähe der Kneipe bequem. Eine Stunde würde er sie noch geben, dann müsste er sie wohl wirklich ernsthaft suchen, doch er hatte Vertrauen in sie, sie würde schon zurückkommen, das roch er bis hierher. Zumindest hatte er es im Gefühl, denn langsam wurde es schon Mittag.

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Re: Kneipe - Zum Tänzelnden Pony

Beitrag von Gast am Mi Aug 19, 2015 10:27 pm

Sie seufzte.
Wäre sie wohl eine normale Frau gewesen, hätte man es wohl noch als ein solches bezeichnen können.
Aber da sie nun mal nicht an der Normalität glich, konnte man schon fast meinen das es ein Schnaufen war. Ein Knurren. Ein innerlicher Sturm der sich zusammen braute. 

Gott, wie sie es doch hasste in ihrer Haut zu sein. Nie konnte man es irgendjemanden Recht machen, nicht einmal einem dummen Wurstbuden Verkäufer. Dean würde sowas von auf sein Maul bekommen, das Schwor sich Bella bei Haut und Haar.
Angewidert verzog sie die Mine und machte sich nicht einmal die Mühe ihr Kleid hoch zu krempeln. Gut. Ihr neues Kleid war wohl nun ruiniert - würde sie also in der Hitze wieder mit ihrem alten Lappen rumlaufen müssen.
Hin und wieder fragte sie sich, ab welchen Punkt sie die Geschenke ihres Bruders als "alten Lappen" bezeichnete. Sie konnte sich nicht erinnern ob so etwas schon jemals ihre Gedankenwelt gestreift hatte.
Doch recht viel Raum zum nachdenken blieb ihr nun sowieso nicht und mit gerümpfter Nase machte sie den nächsten Schritt. Und den nächsten und den nächsten, so oft, bis sie sich in einem stetigen Gülle mit dem Wasser Gemisch befand.

Sie hatte Mühe mit der doch ganz schön starken Strömung mit zu halten, und doch nicht ganz darin zu versinken. Es stand ihr bis über die Hüften und sie hatte kaum etwas an dem man sich festhalten konnte. Nichts als glitschige Wände, an denen Exkremente und Fischabfälle klebten. Hi und da schwamm eine Ratte an ihr vorbei, würdigte sie eines kurzen Blickes und passierte sie dann wieder. Als ob es normal wäre, als ob die Leute hier tagtäglich ein uns ausschlendern würden. Bella spuckte ins Abwasser. Kann ja nur sauberer werden.
Die Luft in dem Kanal war sonderlich kühl. Eigentlich hätte sie gedacht, es würde stickig hier werden - von dem Gestank mal abgesehen, aber von irgendwoher wehte eine angenehme Hafen Brise. Was wohl hieß, dass es hier wo einen Ausweg geben musste. Mit stetigem Stemmen gegen die stärker werdende Strömung stolperte sie den Kanal entlang, glücklich, dass es keine Abbiegungen gab. Nicht, dass sie noch tiefer in die Scheiße rutschten konnte.
Ihre Nackenhaare stellten sich auf, als etwas ihr Bein streifte. 

"Nicht dran denken, Bella, einfach nicht dran denken.", dachte sie verkrampft, ballte ihre Hände zu Fäusten. Mit Müh zog sie ihr Bein ein und - wie es der Zufall so wollte - rutschte aus. Direkt in das Abwasser, das sie nun mit sich trug. Mit einem Zischen schlug sie im Wasser auf, das Drecksgerinn lief ihr in Nase, Ohren und Mund. Keuchend kam sie hoch und strampelte wild um sich.
"ARGH!", kreischte sie furios und fand sich in einer schwimmenden Stellung wieder.
"SCHEIßE!!"
Es war egal. Es war sowas von egal! Jetzt konnte sie auch schon schwimmen, dreckiger konnte sie nicht werden. Sie hatte das Drecksgesöff beinahe GESCHLUCKT!
Sie hasste es, sie hasste es, sie hasste es. Konnte dieser Tag noch beschissener werden? NEIN!
"NEIN NEIN NEIN NEIIIIN!!!", Sie fauchte es schon beinahe und strampelte, wütend und kräftig. Die Strömung wurde stärker, die Brise kräftiger und mit Wut in den Augen sah sie einen Hellen Punkten im dämmrigen Tunnel.
Näher und näher kam sie dem Wind, sie konnte ihn schon praktisch an ihrer dreckigen haut fühlen. Sie sah das Licht heller werden, sie lief ihm entgegen, rannte, schwamm, was sie eben am schnellsten sein ließ. Es war nahe, so nahe, es blendete sie, sie konnte danach greifen.
Fast, sie war fast da-
Und prallte dagegen. Gegen das Licht. Was zum-
Ihre Finger krallten gegen kaltes Eisen, die Wucht der Fäkalien presste sie gegen die Gitterwand. Mit einer Wange am Gitter gepresst, verdrehte sie die Augen. Jetzt auch das noch.
Oh Gott, wie sie dieses Königreich doch hasste! Und dabei konnte sie sich nicht einmal den Namen davon merken. Zum kotzen war das alles - hätte den Kanal wohl auch noch ein wenig verschönert.
Sie knurrte.
"Tut mir leid Dean.", dachte sie sich, doch wusste, dass es nicht stimmte. Sie würde Deans Geld auf einen Haufen werfen und verbrennen, nach dieser Aktion.
Was konnte er eigentlich dafür?
Im Endeffekt gar nichts - und doch.
Aber irgendwer musste der Sündenbock sein und da sie es nicht sein konnte, musste es wohl oder übel Mr. Universum sein.
Sie erstrahlte. 

Energie floss durch sie und einen Augenblick später konnte sie sich i den Fäkalien wieder finden, ihr nun kleiner, geschmeidiger Körper umhüllt. Mit grazilen, kleinen Pfötchen, an denen dünne Schwimmhäute lagen, schwamm sie auf das Gitter zu - und bemerkte dass sie, wohl oder übel, immer noch zu fett war. Nett ausgedrückt. Ein Fauchen wäre ihr entkommen, hätte sie sonst nicht die Gülle geschluckt.  Wütend kratze sie an den Gittern. Ihre Schuppen bebten und ihr Schwanz peitschte im Fluss der Gülle. Sie fauchte.
Und feuerte zwei Wasserdüsen gegen das Gitter. 

Mit einer gewaltigen Explosion aus Fäkalien, Wasser, Fischresten und einer fauchenden Katze flog sie durch die Luft, wusste nicht was oben und unten war. Sie wurde von etwas hartem getroffen, Erde bröckelte um sie herum. Was war das? Ein Stein? Eine Zaunlatte? 

Ein Schaf?!? 

Mit einer Wucht prallte sie am - höchst wahrscheinlich - Boden ab und wurde von der Fäkalien Flut mit gerissen. Einige Meter weiter kam sie zum stehen, die Flut ging zurück und sie lag in einer Lacke aus Dreck, Scheiße und Erdbrocken. Sie keuchte. 

Ihre Gestalt war klein und doch. Hätte sie nicht gedacht dass eine einfache Düse mit Wut kombiniert so viel Schaden anrichten könnte.
Sie blickte sich um, keuchend.
Das Loch, aus dem der Abfluss eigentlich hätte fließen müssen war um... ein vielfaches Gewachsen. Die Gülle sammelte sich in einem kleinen Rinnsal, ehe sie ins Meer hinab glitt. Widerlich solche Menschen.
Ein Schaf mähte irgendwo an der Küste. 

Sie blickte sich um. Keine Leute zu sehen. Sie war also unentdeckt geblieben. Gut so. Dean hätte sie wohl umgebracht, wäre es anders gekommen. Sie hätte sich einfach zurück verwandeln sollen. Das wäre das einfachste gewesen um jeglichen weiteren Schaden zu vermeiden. Und dennoch - instinktiv begann ihre raue Katzenzunge sie sauber zu lecken, auch wenn es ihr die Schuppen davon sträubte. Sie würgte und röchelte und doch putzte sie sich wie eine Irre. Jetzt, wo sie so auf das hinabtreibende Schaf blickte, sah das Meer gar nicht so unverlockend aus. Widerwillig machte sie ein paar Plätscher ins nass, suhlte sich im Wasser, bedacht darauf, nicht in das verschmutzte Gülen Gebiet zu steigen.
Nach getaner Wäsche sprang sie ans Ufer, sah sie noch einmal und - und lief Richtung Stadt, bedacht darauf, nicht auf unwillkommene Menschen zu treffen.
Als sie sich am Rande der Stadt befand, noch einmal umblickte um nicht gesehen zu werden, und sicher war alleine zu sein, setzte sie sich hin und erbebte ein weiteres Mal. Ein helles Funken und Maunzen später und schon war sie wieder Bella.
Eine verdammt stinkige Bella.

Mit grummeliges Miene schritt sie die Hausmauern entlang, bedacht darauf, niemanden entgegen zu treten. Das wäre nun das letzte gewesen, was sie wollte. Das sie jemanden in diesem Zustand sah. Nicht nur, dass sie das Geld nicht erwischt hatte, oder Futter, so war sie auch wortwörtlich auch durch die Scheiße gelaufen. Sie fauchte. Am liebsten hätte sie die nächst beste Person heran gerissen und diese mit ihren Krallen zerfetzt. Bis in alle Einzelteile. Soweit, dass nicht einmal mehr die Eltern der Person sie wieder identifizieren hätten können.
Ein weiteres Fauchen.

Und so stapfte sie, schnauzend und missmutig - wenn auch verwundert, dass sie keiner dieser Justiz Schwuchteln schnappte - Richtung Herberge, hoffend darauf, einen Fleischhaufen, der eigentlich aus Eisen bestand, Namens Dean zu zerreißen.
Und Rusty endlich zu füttern.

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Re: Kneipe - Zum Tänzelnden Pony

Beitrag von Gast am Do Aug 20, 2015 1:51 am

Im Großen und Ganzen war es doch ein idyllischer Tag für Dean, denn er hatte kaum etwas zu tun, außer eben seinem Auftrag, und konnte die Zeit so genießen, wie er das wollte. So tat er das auch. Zwar hatte er sich den Anfang des Tages anders vorgestellt, denn er ahnte schon, nachdem er Bella nach dem Munter werden nicht in ihrem Bett sah, dass etwas Böses geschehen würde, das hatte er im Intus und sein Gefühl wurde ihm durch zwei Männer der Justiz bestätigt, welche Dean gerade so austricksen konnte. Entweder waren die Menschen hier in Jiyu, oder ganz genau in Kazaguruma. Kazaguruma, ein kleineres Dorf mit einer Windmühle ziemlich zentral und einer Küste, an welcher man zwar baden gehen konnte, allerdings ein Strand war das nicht wirklich. Die Luxusyacht konnte damals nicht näher an das Ufer schwimmen, vielleicht gab es unter dem Wasser solch‘ eine plötzliche Erhöhung, dass die Yacht stecken bleiben würde, so oder so, Dean freute sich, dass er hier sein konnte, denn auch für ihn war es etwas Neues. Zwar hatte er auch den Dieb, vor allem auch Bella im Schlepptau, aber das war das kleinere Übel. In der Zeit, in welcher die beiden sich ein Zimmer in der Yacht teilten, fanden die beiden auch zusammen, nun, zumindest küsste Bella Dean. Der Biomechaniker wusste immer noch nicht ganz, wieso sie das damals tat, allerdings haben sie sich auch schon nackt gesehen und er muss zustimmen, ihr Körper ist wirklich ein feiner Anblick, doch genug von diesen Abschweifungen. Mit Rusty auf dem Kopf wartete Dean auf einer kleinen, hölzernen und modrigen Bank vor ihrer Übernachtungsmöglichkeit, vor der Kneipe zum Tänzelnden Pony.

Der Kater schien Gefallen mit den Haaren des Wissenschaftlers gefunden zu haben, denn mit seinen kleinen Pfötchen spielte er immer wieder mit den Haaren des Kommandanten, welcher sich freute, dass zumindest der Kater eine Ablenkung hatte. Nach dem Motto ‚Spätestens wenn sie Hunger hatte würde sie zurückkommen‘ saß Dean da, sah in den Himmel. Vor lauter Langeweile sah er den Wolken bei ihrem Treiben zu, bemerkte, dass einige Wolken schneller wie die anderen waren. Sie gaben sich wahrlich ein Wettrennen, zumindest sah es so aus, denn ein kleiner Sturm würde wohl in den nächsten Stunden aufziehen, denn von Osten kamen, über das Meer, dunkle Wolken. Die sahen nicht gerade einladend und freundlich aus, so hoffte der Mann mit der Vorliebe zu Bonsais einfach, dass die Katzendame demnächst ihren Weg zurück in die Kneipe finden konnte, denn eine Katze würde sicherlich nicht gerne nass werden. Was konnte Dean nur gegen seine Wartezeit machen. Er wollte sich nicht wirklich fortbewegen, denn sonst würde er Bella gerade erst wieder verfehlen und dann hatte sie erneut Ärger am Hals, denn das konnte sich der Brünette schon fast denken. Irgendwie war sie ein Magnet für Ärger und sonstige Dinge, welche Dean Kopf und Kragen kosten konnten. Machte sie das absichtlich, oder war es einfach in ihrem Blut, in ihrer Natur Ärger zu verursachen? Die Wolken verdichteten sich ein wenig, sodass nur noch einzelne Sonnenstrahlen den Weg durch das Himmelsdach fanden. Doch gerade die Abschnitte, welche noch von den Strahlen getroffen wurden, wurden in einem helleren Schein erleuchtet wie eh und je. Vielleicht war das auch nur Einbildung. Jedenfalls schien Rusty sich beruhigt zu haben, oder schlief er? So oder so, er hatte einen festen Halt auf dem Kopf von Dean, das spürte der Biomechaniker zu gut, denn der graue Kater vergrub die Krallen in seiner Haut, doch das störte den Wissenschaftler kaum, denn durch sein Exoskelett wurde er nicht verletzt.

Es war wohl an der Zeit eine zu rauchen. Zum Glück gab es auf der Yacht eine Menge Geschäfte wo Tabak verkauft wurde, sodass er zumindest eine Schachtel Zigarren er sich besorgen konnte. Er mochte es, wenn der Qualm zwischen seinen Lippen, durch seine Nase, durch seine Lunge, wo auch immer, sich seinen Weg bahnte. Es beruhigte ihn, es passte zu ihm. Mit seiner linken holte er eine silberne Zigarrenschachtel heraus, in welcher sich noch drei Stück befanden. Gut gestopfte, originale Zigarren aus den Inselstaaten aus Caelum. Was man nicht alles an Importware bekam. Solange der Preis stimmte, hatte auch er keine Abneigungen daran, einmal eine neue Marke auszutesten, so wie es hier war. Caelum Deluxe hießen die Zigarren. Dean hegte schon einige Ansprüche für das Suchtmittel, so griff er mit seiner rechten zu seinem Feuerzeug. Mit einer Fingerbewegung entfachte sich eine kleine Flamme, welche die Zigarre zum Brennen brachte, auch wenn man eigentlich Zigarren mit einem Streichholz anbrannte, er hatte leider keine zur Verfügung. Um Rusty nicht die giftigen Dämpfe auszusetzen platzierte er den Kater auf seinem Schoß, denn Rauch stieg immer nach oben. Dort unten war er sicher. Mit dem ersten Zug was er machte spürte er, dass sich der Qualm in seinem Körper breit machte, seine Gedanken wurden beruhigt, er machte sich weniger Sorgen, obwohl diese natürlich immer noch da waren. So einen wichtigen Punkt sollte die Zigarre dann auch nicht einnehmen, denn schließlich hatte er auch noch anderes vor, außerdem auch anderes im Kopf. Rauchen war nicht alles für ihn, da waren noch Bonsais, der Rat, Tee, Dead End und… nun, irgendwie auch Bella. Auf eine komische Art und Weise, aber immerhin war sie da. Nicht aktuell, aber sie war da, mehr oder weniger zumindest. Dean wollte gerade zu einem erneuten Zug ansetzen, plötzlich explodierte irgendwo etwas und der Biomechaniker hörte die Menschen kreischen und schreien. Irgendwie hatte er schon ein Gefühl, dass es sich hier auch um Bella handelte, doch schlief Rusty so sanft, so konnte er sich nicht bewegen. „Bella.“ Seufzte er vor sich hin, dabei verdrehte er die Augen. Sie war wirklich ein Magnet für Gefahren und sonstigem Ärger, doch das mochte Dean an ihr. Sie erzählte ihm, dass sie es nicht immer leicht hatte und es auch nicht in der Familie zu aktuellen Stande leicht hat, vielleicht beflügelte sie das zu diesen Taten? Wollte sie Aufmerksamkeit, wahrgenommen werden? So oder so, die Aufmerksamkeit von Dean hatte sie, denn seitdem die Kleine ihn damals küsste, musste auch der Kommandant anders über sie denken.

Hatte sie Gefühle für ihn? Die beiden waren sich ja nicht mehr näher gekommen, sie blieben auf einem höflichen, distanzierten Abstand zueinander, auch wenn sie mehr und mehr miteinander sprachen, lachten und unternahmen. Der Sohn aus dem Hause Yamato entspannte sich, denn schließlich hatte er nichts für was er sich mühen oder beeilen musste, denn der Dieb würde sich auch so oder so nicht allzu schnell aus dem Staub machen. Jiyu war unbekanntes Gebiet, doch genauso unbekannt waren auch Bella und vor allem Dean hier, sodass sie, zumindest im östlichen Teil, sich eigentlich frei bewegen konnten. Gerade als der Kommandant seine Zigarre fertig geraucht hatte, also einige Minuten später sah er auch eine kleine, zierliche Silhouette in Richtung Herberge kommen, doch diese war ganz und gar nicht glücklich laut ihrer Mimik. Das waren wohl die Momente in welchen Dean um sein Leben bangen musste, zumindest im theoretischen Teil. War es wirklich Bella? Sie sah irgendwie so gebräunt, so braun aus. Waren das Fliegen, welche um ihren Kopf, um ihren ganzen Körper schwirrten? War das sie, welche solch‘ aromatische Duftwolke schon hunderte Meter vor sich hatte. Wenn ja, dann sperrte sich Dean erstmal freiwillig nach Außen, denn mit ihr in einen Raum zu gehen, wenn sie das wirklich war – Selbstmord. Erstmal sollte sie duschen, danach durfte sie ihrem Reisepartner eine Entschuldigung erklären, denn er hatte sie mehr oder weniger von mehr Tumult herausgehalten. Ärger konnten die beiden nicht gebrauchen, also sollte sie eigentlich unauffällig sein, doch sie kannte dieses Wort wohl nicht. Nun auch denn, Dean freute sich, dass sie kam, denn je näher diese Silhouette ihren Weg fand, desto mehr sah sie auch die Bella aus. Wie eine braune Bella mit Fliegen. Es sah fast so aus, als hätte sie sich einmal quer durch das Darmsystem eines Riesen geschlagen, oder vielleicht ist sie auch einfach auf Fäkalien ausgerutscht, so oder so, der Kommandant musste bei ihrem Anblick nicht schlecht grinsen, aber nicht nur, weil er sich freute dass sie wieder da war.

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Re: Kneipe - Zum Tänzelnden Pony

Beitrag von Gast am Do Aug 20, 2015 10:38 pm

"Ein. Wort."

Es war alles was sie sagte, alles was sie sagen konnte. Mehr außer einem Fauchen brachte sienicht heraus - wollte sie auch gar nicht. Sie musste sich die Kraft für später, wenn sie Dean dieses widerliche Grinsen aus dem Gesicht schlug, aufheben. Im Endeffekt war sie keine offensive Kämpferin - wenn man sie überhaupt als solche bezeichnen kann. Und doch. Am liebsten hätte sie die Krallen ausgefahren, auf die Zuckerpeitschen Taktik verzichtet und ihn gleich so schlimm malträtiert, das selbst alles Geld seiner verdammten Familie ihn nicht wieder hätten richten können.
Wieso musste es sein Grinsen sein?
Am liebsten wäre sie mit einem wütenden Stampfen an ihm vorbei marschiert, hätte die Tür zugeknallt, am liebsten den Opa am Tresen verdroschen und das Gasthaus mit dazu - doch wo wäre der Spaß geblieben.
Eben.
Und deswegen setzte sie das falscheste Grinsen, dass es in der Geschichte der Bella Braginski je gegeben hatte auf und wandte sich an Dean. 

"Oh Deeeeeeeeean. Weißt du wenn ich wirklich vermisst habe? Dich, ganz genau! Und weißt du wer jetzt eine dicke Umarmung braucht? Ganz richtig!" Und bevor er ihr entwischen konnte, warf sie sich auf ihn, die Augen weit offen, als würde sie sich auf ihr Stück Beute stürzen.
Rusty konnte sich noch in Deckung bringen, brutal wurde er aus seinem Schlaf gerissen und als Bella gegen den stämmigen Körper des Kommandanten prallte, kippte sie samt Bank mit ihm nach hinten um. Mit einem schnellen Schreck krallte sie sich in seine Kleidung, doch wieder bei Fassung, rieb sie sich an ihm, küsste ihn am Hals und Kleidung, berührte ihn, einfach, wo sie nur konnte. Ihr Körper begann zu brennen und schon bald merkte sie, dass es ihr nicht mehr nur um die... naja, Rache ging sozusagen, 

Sie stand regelrecht in einem Bann, der Körper unter ihr, war sie auch gerade noch so ekelig, schien sie nahezu an zu ziehen.  Sie blickte hoch - und ehe der Kommandant, wie er sich doch so schon nannte, etwas sagen konnte, sprang sie von ihm weg. Sie fauchte.
Wie oft sie das an diesem Tag wohl schon.
Sie fühlte sich einfach nur... schlecht. Nicht nur.. ach Gott noch mal.
Sie war verwirrt. 

Dieser Typ verwirrte sie. Womit hatte sie es nur verdient, so aus der Kurve gekriegt zu werden, wegen einem Justiz Schwuggele?
Das war doch nicht zu fassen.
Wie ein Schulmädchen, dass man ausschimpfte stand sie da, wollte nicht aufsehen und blickte auf den Boden. Sie konnte ihn nicht ansehen, nicht jetzt, nicht nach diesem hundsmiserablen Tag. 

"Es..", sie wollte etwas sagen, irgendwas, einfach etwas um mit ihm zu reden.
Sie seufzte, setzte sich auf den erdigen Trampelpfad und versank den Kopf in ihren Knien. 

"Es-"

Sie wollte sich entschuldigen, sie wollte es wirklich. Er konnte nichts dafür, sagte sie sich. Sie sagte es sich immer und immer wieder, bis sie diese Lüge schon selbst glaubte. Aber im Endeffekt war er es. Auch wenn er es nicht verstehen würde. Es waren die Gefühle, die sie für ihn hegte, die Gedanken, die sie an ihn verschwendete, dass sie zu solch unüberlegten Taten greifen musste. Es war wie... eine Reaktionskette, die nicht mehr aufzuhalten war. Und sie hatte etwas großes ins Rollen gebracht, ob die Beiden nun wollten oder nicht. 

Sie spürte einen Stups an ihrer Hand und blickte hoch. Rusty leckte ihr Händchen ab und verzog die Miene, fauchend.
"Ich weiß, Kleiner.", dachte sie "Wenn du nur wüsstest."
Sie blickte hoch. Sie konnte Deans Emotionen nicht deuten, zu unklar war die Sicht - und plötzlich bemerkte sie, dass sie weinte. 

"ES WAR SCHRECKLICH!" , kreischte sie und versank heulend in ihren Knien. "Dean! Es war grauenhaft! Es war.. Es war beschissen!!!! " Sie schluchzte auf und schüttelte den Kopf. "Es tut mir leid! Bitte - Hass mich nicht! Es tut mir leid Dean!"


Und ein weiteres Mal hatte sie es geschafft - hatte Er es geschafft, sie durcheinander zu bringen. Sie war eine Tochter der russischen Mafia, nein, DIE TOCHTER der Braginski's und trotzdem saß sie hier heulend vor einer Taverne mit Scheiße bedeckt.
Dieser Tag war einfach alles in allem beschissen.

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Re: Kneipe - Zum Tänzelnden Pony

Beitrag von Gast am Fr Aug 21, 2015 2:24 am

Die Vermutung von Dean bestätigte sich, denn je näher die noch am Horizont erschiene Silhouette kam, desto mehr sah sie auch aus wie Bella, nur eben in einer gebräunten, braunen Version. Er wollte es ja nicht zugeben, aber der Kommandant roch sie leider schon ein paar hundert Meter gegen den Wind, was zum Teufel hatte sie denn schon wieder gemacht. Sie selbst war nicht besonders begeistert von dem Grinsen, welches im Gesicht von Dean vorherrschte. Sie mochte es wohl nicht, oder hatte sie einfach was dagegen, wenn er lächelte? Wollte sie ihn mit neutraler Mine sehen? Er solle nicht ein Wort riskieren, denn sie fauchte ihn sogar an. Wie eine Katze eben. Die Magie von Bella passte auch zu ihrem Verhalten, denn sie war angriffslustig, aber tief im Inneren sicherlich ein Schmusekätzchen, doch bis dorthin einmal vordringen, das war die andere Frage. Der Biomechaniker machte sich bereit die Duftwolke beim Vorbeigehen von Bella nicht einzuatmen, doch es kam völlig anders wie er es geplant hatte, sie wandte sich ihm zu. Als das es nicht schon schlimm genug war, dass sie so roch, nein, sie wollte mehr. An diesem Ort, schön und gut, aber. Nein, das konnte sie nicht machen. Sie war wie ein wandelndes Stück Fäkal, zumindest rock sie so. Was hatte sie schon wieder gemacht. War sie Ratten jagen in der Kanalisation, in den Untiefen dieses Ortes? Ihr falsches Grinsen im Gesicht stellte Dean in einem Augenblick die Nackenhaare auf, denn er wusste schon, das etwas kam, mit was er nicht rechnete. Mit einer ganz ‚lieben‘ Stimme fragte sie ihn, wenn sie doch ganz wirklich vermisst hatte. Ihn. Er solle auch raten, wer eine ganz dicke Umarmung bräuchte? Richtig, Dean auf keinen Fall, doch konnte er sich aus den Fangklauen der Katze nicht mehr retten, denn sie sprang auf ihn zu wie eine Raubkatze – war sie ja auch, oder nicht? Immerhin konnte sich Rusty in Sicherheit bringen, sodass immerhin er noch ein normales Leben führen konnte, denn auf den Anblick Bellas und das, was vielleicht folgen konnte, wollte er eigentlich liebend gerne verzichten, denn sie roch, wie schon so oft genannt, nicht gut. Bestialisch. Zwar war die junge Dame nicht schwer, allerdings prallten die beiden durch den Aufprall nach hinten, hatte sie das geplant? Jedenfalls lag Bella nun auf dem Kommandanten, Gesicht an Gesicht.

Mit ihren Fingern krallte sie sich in seine Kleidung, sie rieb sich an ihm, küsste ihn am Hals und an seiner Kleidung, sie berührte ihn wo auch immer sie konnte. Was machte sie überhaupt, was hatte sie vor? Ihre Berührungen waren rasant und doch sanft zugleich, als würde sogar in ihr etwas Zärtlichkeit stecken, welches sie gerade zeigte. Ihre Zähne knabberten auch während den Küssen leicht an seinem Hals, sodass er nicht einmal was sagen konnte – sogar wenn er wollte. Sie hätte ihn dann einfach totgebissen oder so, bei ihr konnte er mit alles rechnen. Bella war nämlich ein ungeschriebenes Buch mit einer Vorliebe beim Auslösen von Ärger. Ihr Körper schmiegte sich an seinen, sie umgarnte ihn wie eine Dame, welche einen Mann zu ihrer Beute machen wollte, war er das auch für sie? Beute? Warf sie sich deswegen so auf ihn, sodass er nicht bei ihrem Annäherungsversuch fliehen konnte? Doch so schnell dieser interessante Moment seinen Ursprung genommen hatte, genauso schnell war er auch wieder vorbei. In einem Ruck stand sie auf und sprang weg, sie fauchte erneut. Dean hatte es sich immer noch bequem auf der Bank gemacht, nun, zumindest saß er jetzt diagonal zum Himmel. Aber das Prinzip war das gleiche. Bella, welche nun ein paar Schritte hinten war, schien nicht ganz in Ordnung zu sein, denn ihr Gesichtsausdruck, nein, sie musste etwas bedrücken. Sie sah traurig aus. Konnte die Tochter aus dem Hause Braginsky gerade Dean nicht ansehen, obwohl sie eigentlich schon relativ lange zusammen auf Reisen waren? Stotternd wollte sie etwas aussprechen, sie fing mit einem ‚Es‘ an, doch hörte es auch so schnell wieder auf. War sie nervös? Hatte sie Angst?

Die ach so starke und emotional eiskalte Bella, hatte sie gerade bemerkt, dass auch sie verletzlich war, denn sie ging in die Knie, versank den Kopf in ihren Knien. Sie nahm eine Position ein, eine Verteidigungsposition. Sie wollte keine Probleme mehr haben, einfach sicher sein in ihrer kleinen Welt. Erneut versuchte sie Dean etwas zu sagen, erneut misslang ihr Versuch. Der Biomechaniker hatte sich in der Zwischenzeit aufgerappelt und sich den, zumindest den nicht fäkalen Dreck von seinem Oberteil geputzt. Langsam aber sicher bekam das Bild rund um Bella eine neue Schärfe, denn der Biomechaniker musste leider mitansehen, wie erneut die Tränen einer wundervollen, wunderschönen jungen Frau über ihr hübsches Gesicht glitten, nein, so etwas hatte sie nicht verdient. Ihre Tränen waren für Dean so etwas wie eine Schere, welche langsam die Blätter und Äste eines Bonsais abschnitten, die Hölle pur. Eine kurze Stille machte sich breit, sie schniefte ehe sie zu ihrem Endspurt ansetzte. Mit kreischender, lauter Stimme schrie sie herum, dass es schrecklich war und versank heulend in ihren Knien. Sie wollte ihm einfach sagen wie grauenhaft es war, beschissen, dieses Wort traf den Zustand wohl perfekt, da hatte sie den Nagel auf dem Kopf gefunden.

Sie schluchzte. Sie atmete laut. Sie weinte. Sie schüttelte den Kopf. So viele Dinge, welche Dean nicht mochte, doch griff er noch nicht ein, sie war nicht fertig, sie brauchte wohl noch einen Moment, da kam es. Da kam etwas Unerwartetes. Sie entschuldigte sich. Bella Braginsky entschuldigte sich. Sie flehte förmlich darum, dass Dean sie nicht hassen solle, es würde ihr so leidtun. Diese Worte gruben sich wie ein Dolch langsam durch seinen Körper. Stück für Stück weiter, bis er schließlich sein Herz traf, sein Leben beendete. So ungefähr fühlte sich der Schmerz an, welcher Dean gerade fühlte, doch sofort stürmte er zu Bella, nahm sie unter den Schultern, hob sie ihn die Höhe, umarmte sie. „Ich hasse dich nicht, Bella. Ich nehme deine Entschuldigung an, doch bitte, nie mehr Fäkalien.“ Lächelte er ihr entgegen, doch das hier war definitiv nicht der Platz um sie weinen zu lassen, nein. „Lass uns rein gehen, Bella. Keiner soll deine Tränen sehen, welche du für mich vergießt, keiner soll sehen, dass du im Inneren noch eine verletzliche Seele hast. Ich werde es keinen sagen.“ Fügte er noch hinzu, dann nahm er seine Dame in seine Hände, wie eine Braut trug er sie durch die Türschwelle. Der alte Barkeeper nahm seinen Hut vom Kopf und wünschte ihnen viel Glück. Auch wenn es vielleicht so aussah, dass die beiden nun ein Paar waren, waren sie das? Nun, irgendwie waren sie noch weit davon entfernt, doch diese Annäherungen von Bella konnte er nicht ignorieren. Nach ein paar Momenten waren sie zurück in ihrem Zimmer.

Sofort öffnete Dean das Fenster, sodass sie in diesem Raum nicht wie in einer Gaskammer um ihr Leben kamen. „Weißt du, Bella. Vielleicht kann ich dich auch nicht hassen, weil du mich ebenso an meine verstorbene Schwester erinnerst. Merilyn hätte dich sicherlich gemocht.“ Sprach er mit einem traurigen Unterton in seiner Stimme, denn ihr Tod belastete ihn immer noch schwer. Der Kommandant konnte dem Begräbnis nicht beiwohnen, da er eben auf diesen Auftrag geschickt wurde, wahrscheinlich konnte er ihr auch nicht den letzten Wunsch erfüllen. Es war wie eine Leere in seinem Herzen, eine Leere welche Bella füllen konnte. „Du bist etwas Besonderes, Bella Braginsky. Vergiss das nicht, aber bitte... ich lasse dich kurz alleine…“ schluchzte er bevor er in die Dusche ging, denn er wollte einfach nicht, dass er noch eine geliebte Person verlor, seine Schwester war genug Verlust für ihn. Bella durfte nicht von ihm gehen! Er musste stärker werden, viel stärker! In der Dusche konnte niemand seine Tränen sehen, sondern nur einen auf den Boden sitzenden Dean, welcher sich seelisch gerade auflöste. Ob Bella hereinkommen würde oder nicht, der Anblick würde sie sicherlich verwundern, denn für sie war er ja immer Mr. Universum, Mr. Unverletzlich oder Mr. Autorität. Doch in Wahrheit hatte er auch ein Herz, welches den aktuellen Schmerz nicht aushielt. Vielleicht brauchte er auch einfach eine Pause, oder eine Dame, welche ihm beistand. Die Dusche war heiß aufgedreht, sodass sich der kleine Raum im Dunst relativ nebelig wurde. Doch das störte ihm nicht, das heiße Wasser konnte ruhig seine Haut verletzen, verbrennen. Er konnte einfach nicht für seine Schwester da sein, das machte ihn fertig! Er musste es bei Bella besser machen! Er musste….!

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Re: Kneipe - Zum Tänzelnden Pony

Beitrag von Gast am Mo Aug 31, 2015 12:24 am

Sie seufzte.
Manchmal kam es ihr so vor, als ob sie in den letzten Tagen in denen sie Zeit mit Dean verbrachte, viel zu viel seufzten musste. Zuerst waren sie durch das Moor marschiert, sind auf dieses Gasthaus zugesteuert und das alles nur, damit sie die halbe Stadt aufwuseln konnte und ihm Probleme bereitete.
Bella fühlte sich miserabel. Dean hatte nie etwas mit ihr zu tun gehabt und selbst wenn. Das einzige dass er ihr je angetan hat war, sie in den Dreck zu schubsen und nicht mal das war mit Absicht geschehen. Manchmal hasste sie sich wirklich selbst dafür, dass sie so beschränkt war mit ihren Worten. Zu gern hätte sie alles, was ihr im Kopf herum wirrte, ausgespuckt, ihn ins Gesicht geschleudert, einfach dass er sie verstehen würde. Aber sie tat es nicht, konnte es nicht. einfach weil sie Bella war.
Und sie hatte Bella schon vor langer Zeit zu hassen begonnen.
Sie wusste nicht ob es vor dem Zeitpunkt war, als ihre Mutter sie ins Familien Geschäft ein rekrutiert hatte oder danach, aber sie wusste ganz sicher, dass es schon eine sehr lange Zeit her war, seitdem sie das letzte Mal etwas Gutes über sich selbst gedacht hatte. Zumindest auf dieser Ebene. Dean hatte etwas so viel Besseres verdient. Es musste auch schwer für ihn sein, denn auch er schien weit weg von seiner Heimat zu sein. 

Und dann noch seine Schwester. Bella wusste dass er eine besaß, er hatte ihr während der Reise ein, zwei Mal davon erzählt. Aber sie hatte nicht gewusst, dass sie das Zeitliche gesegnet hatte.
Wann war das Geschehen? Während ihrer überfahrt? Oder als sie schon auf dieser Insel waren? Gestern? Vor drei Wochen? Sie konnte es nicht sagen, doch ein weiteres Mal fühlte sie sich umso schlechter, da Dean es mit sich mit zu schleppen schien. 

Sie hasste es, ihn leiden zu sehen.
Sie konnte es nicht ertragen und auch wenn er es nicht gestehen würde, sie hatte seinen Schmerz gespürt - ihn in seinen Augen, seiner Stimme gesehen. Wie konnte ein solcher Mann nur so stark sein? Bella würde es wohl nie zugeben, doch insgeheim beneidete sie den Kommandanten dafür - für seine Stärke, seinen Mut, seinen Willen. Seine Erhabenheit. Seine Güte - selbst wenn er geizig wie kein Zweiter war - er hatte Bella dennoch ein Dach über dem Kopf gegeben und zu Essen. Hatte ihr seine Zeit geopfert, ihre Launen ertragen und sie beschützt und mit ihr gelacht. Sie getröstet, sie umarmt, sie geküsst.
Was war dieser Mann?
Was war nur los mit ihm? Und ihr?
Und warum um Himmels Willen stand sie immer noch dumm in der Gegend herum, während ER in der Dusche verschwunden war?
Ein wenig unfair, oder nicht, fragte sie sich. Immerhin war sie es, die durch die halbe Kanalisation geklettert ist, und nun durfte er auch noch zuerst das Bad benutzten. Ja, mehr als nur unfair. Und doch tat ihr das Herz weh.
Sie wollte Dean nicht leiden sehen. Sie wollte nicht, dass er unglücklich war, schon gar nicht wegen ihr. Sie wollte nicht. Sie wollte es wirklich nicht.
Und so fasste sie einen Entschluss.
Mit geballten Fäusten marschierte sie schnurr stracks Richtung Badezimmer, hielt davor an und fragte sich, ob sie klopfen sollte oder nicht. Sie entschied sich dagegen. Dean hatte... Nein. Es wäre nicht nötig gewesen, dass wusste sie. nicht wegen ihren Körpern, dass machte ihr keine Sorge. Doch wegen seiner Laune. War es ok ihm jetzt gegenüber zu treten?
Ja.
Es war notwendig, sowohl für sie, als auch für ihn. Und so schlüpfte sie aus ihrem dreckigen Lumpen und knüllte sie zusammen. Dean hatte sie ihr geschenkt, ihr erstes Kleid von ihm. Es würde schwer werden es weg zu werfen, aber ob man den Gestank noch einmal raus bringen würde, war fraglich.

Sie seufzte.
Wie schon so oft an diesen Tagen.

Als sie bis auf die Haut ausgezogen war, verdeckte sie ihre Blöße - sie hatte das Gefühl, es wäre unpassend in einem solche Moment einfach rein zu rauschen wie eine gewisse Person damals nach Polen gerauscht war - und legte die Hand auf den Türgriff. Sie nahm einen letzten tiefen Atemzug und drückte die Klinke hinab.
Augenblicklich prallte ihr eine Schwade heißem, feuchten Dunst entgegen und berührte ihre Haut. Der Dampf fühlte sich angenehm wohl an und mit einem unangenehmen Murmeln tapste sie ins Bad, schloss die Tür hinter sich.
Da saß er, zusammen gekauert wie ein Häufchen Elend. Weinte er? Sie wusste es nicht, war sich aber fast sicher. Was sonst würde ein Mensch in einer solchen Situation tun? 

Ohne auf ein Gegenargument zu warten, nicht wissend ob es kommen würde, machte sie einige Schritte nach vorn und setzte sich neben ihn. Ihre Haut, die nun nass vom warmen Duschstrahl wurde, berührte die seine und mit einem leisen, kaum vernehmbaren Seufzen legte sie den Kopf auf seine Schulter und zog die Beine an. Ihre Arme darum geschlungen, fing sie an zu erzählen, ohne wirklichen Grund.

"Weißt du, bevor ich auf diese Mission aufgebrochen bin, hab ich nicht gewusst was ich tun soll. Ich hab nicht gewusst was ich einpacken soll, nicht gewusst, was ich anziehen soll, nicht gewusst wo ich eigentlich hin soll. Was das für ein Ort ist. Was dieser Ort mit mir machen wird - ganz zu Schweige von dem Kerl, den ich suche."
Sie sprach leise, kuschelte sich gegen seine Schulter und hoffte inständig, er würde sie nicht abweisen.
"Ich denke ich hab es dir schon gesagt, aber ich habe auch zwei Gewischter. einen älteren Bruder und eine noch ältere Schwester. Weißt du, als ich aufgebrochen bin, tat ich es eigentlich nur, um meinen Bruder zu schützen. Ich... Ich war in ihn verliebt. Dean, weißt du wie krank man sein muss, um seinen eigenen Bruder zu lieben? Nun ja... Ich weiß nicht wie es in dieser Gesellschaft aussieht, aber bei uns zu Ort wirst du dafür nicht gerade angelächelt. Eher das Gegenteil. Und er begann mich zu hassen. Das tat wohl am meisten weg. Egal. Das ist nicht der Punkt." Sie quasselte wirres Zeug, das war ihr bewusst, und dennoch - sie musste ihn ablenken, auf andere Gedanken bringen, irgendwas. Einfach irgendwas.
"Ich kann nicht nach vollziehen, wie du dich fühlst. Das will ich denke ich gar nicht. Aber weißt du, würde mein Bruder oder meine Schwester sterben, wäre ich nicht vor Ort... Nun ja. Ich kann mir denken, dass du dir die Schuld gibst. Dass du dich nutzlos fühlst. Das du denkst, du seist zu nichts zu gebrauchen. Aber.. Aber Dean. Das bist du. Du trägst keine Schuld daran. Es hätte keinen Unterschied gemacht ob du hier oder am anderen Ende der Welt gesessen hättest. Es war..." Sie seufzte, knabberte an ihrer Unterlippe. Was sollte sie nur tun? 

"Dean.. Du. Argh. Dean. Ich. "
Sie vergrub ihr Gesicht in seiner Halsbeuge. Das Wasser des Wasserhahns prasselte auf sie ein und sanft schlang sie einen Arm um ihn, danach den zweiten. Und während sie ihn so umarmte, nicht kümmernd ob nun nackt, mit Scheiße besudelt oder nicht, kam sie zu dem Entschluss, dass sie Alles dafür tun würde um ihn wieder Lächeln zu sehen. Von ihr aus konnte er sogar wieder Grinsen. Sie wollte ihn einfach nur noch glücklich machen wieder.
eine ganze Weile saß sie einfach nur schweigend da und ging eine innerliche Strategie durch. Plan "Bring Dean dazu glücklich zu sein" hat begonnen, und es wird die wohl wichtigste Mission in ihrem Leben werden! Oberste Prioritäten und höchste Ausbildung war gefragt. 

"Dean.", setzte sie an, ihre Lippen strichen beim sprechen sanft über die nasse Haut des Kommandanten. Was sollte sie nur machen?
Wenn man alles was sie hier tat rein Objektiv betrachtete war es im Grund einfach nur Falsch.
Sie war eine schwer gesuchte Verbrecherin in ihrer Heimat, er ein Kommandant mit einem hohen Rang.
Sie sollten nicht so eng aneinander hier liegen, sollten nicht mit diesen Worten spielen. Sie sollte nicht hier sein, genau so wenig wie er es sollte.
Und doch waren sie es.
Schicksal oder nicht, die Welt war schon komisch auf ihre Art und Weise.
"Dean. Du weißt dass ich eine Verbrecherin bin. Ich habe Menschen getötet. Ich habe Dinge gesehen, die nicht alle ganz legal sind. Ich habe Väter, habe Mütter, habe Kinder geraubt. Und doch. Und doch würde ich das alles aufgeben. Ich- Dean." Sie krallte sich an seiner Haut fest, versuchte dennoch ihm nicht weh zu tun. 

Entscheidung über Entscheidungen dachte sie. So oder so, ihr Leben würde nie wieder das Selbe sein.
Das Leben war ein Spiel, und sie waren die Spielfiguren. Das Ziel war es, zuerst zum Würfler und dann zum Sieger zu werden. Denn nur derjenige, der die Würfel in der Hand hatte, konnte gewinnen, nicht?
Bella hatte schon lange Zeit geglaubt, sie sei bereits der Würfler - und doch. Sie war nicht einmal eine Figur. Sie war nicht Teil des Spiels. Es war, als würde sie das Brett wechseln, würde sich unauffällig in das Spiel anderer schummeln und deren Brett auf den Kopf stellen.
Bella wusste es.
Und Bella gefiel es.

"Dean. "

Sie musste ihn doch irgendwie auf andere Gedanken bringen. Und im Endeffekt war sie sich auch sicher. Sie wusste es schon die ganze Zeit irgendwie. Sie wollte diesen Ketten entspringen, wollte einen anderen Weg einschlagen, als den ihrer Eltern. Wollte nicht mehr als Schatten der Nacht wandern müssen.
Sie wollte leben.



"Weißt du, ich seh vielleicht nicht so aus, aber ich bin gut trainiert. Ich hab Ausbildungen hinter mir. Ich kann mit Waffen umgehen. Und hab Magie. Also Dean." Sie rutschte ihren Kopf wieder hoch, so dass sie auf seiner Schulter lag und die Wand betrachtete. 

"Dean, bitte. Nimm mich mit in diesen Rat. Es muss doch einen Weg geben, da rein zu kommen. Ich möchte bei dir bleiben. Ich möchte Gutes tun. Dean bitte."

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Re: Kneipe - Zum Tänzelnden Pony

Beitrag von Gast am Mi Sep 02, 2015 12:05 am

Für Dean ist der Tag nicht so verlaufen wie er es eigentlich geplant hatte. Er wollte Informationen über sein Ziel beschaffen, vielleicht ein oder zwei Bürger in ein paar Stunden unscheinbar befragen, mit ihnen einen Tratsch anfangen um sich bekannt zu machen und deren Vertrauen zu erlangen, sodass man langsam eine Infiltration starten konnte. Danach hätte er – gemeinsam mit Bella – sein Ziel aufgespürt und eliminiert. Ob es nun tot oder lebendig war, spielte keine Rolle mehr, der Auftrag wäre erfüllt gewesen und sie konnten wieder abziehen, doch so sollts‘ nicht kommen. Der Tag entwickelte sich in die völlig falsche Richtung. Es geschahen zu viele Dinge um den Biomechaniker auf einmal. Als er aufwachte, wusste er schon, dass Bella Probleme machen würde, auch wenn er es nicht hoffte, doch das war nicht das ausschlaggebende, nein. Er lief noch mit der Information herum, dass seine Schwester Merilyn sich verabschiedet hätte, ihr Leben als Mechaniker aufgegeben hätte, nur leider nicht von ihrer Seite aus. Man fand sie tot. Dean erfuhr dies während der Überfahrt, behielt aber Stillschweigen, denn er wollte die kleine Bella nicht noch mehr Belastungen aussetzen, selbst wenn es ihn zerfraß. Er musste stark sein, für sie. Nachdem Bella zurückkam überfiel sie ihn mit ihrem Körper. Sie warf sich auf ihn, umgarnte ihn, küsste ihn. Sie wollte beinahe nicht mehr von ihm ablassen und doch tat sie es. Was wollte Bella überhaupt? Es war egal, denn schließlich fanden sich die beiden nach einer Zeit in ihrem Zimmer wieder, was sie vor ein paar Tagen gemietet hatten. Der alte Barkeeper lächelte jedes Mal wenn Bella oder Dean eintraten, allerdings auch wenn sie es verließen. Insgeheim freute sich der alte Sack schon, dass sie hoffentlich bald wieder abziehen würden. Dann dieser Blick, diese Haltung. Alles erinnerte ihn irgendwie an Mery, doch wollte er es nicht realisieren, nein, er wollte es nicht wahrhaben. Ein Zurückkommen nach Fiore und dann das Begräbnis von seiner Schwester beiwohnen? War das überhaupt möglich? Wohl kaum, wahrscheinlich hatte er es schon verpasst. Innerlich nagte und zerrte das schon seit der Kreuzfahrt an ihn, machte ihn schwächer, anfälliger. Schließlich hatte er seiner Schwester viel zu verdanken, unter anderem seinen geliebten Revolver, Dead End. Diese Waffe haben die Geschwister mit viel Schweiß, Blut und Freude gemeinsam gebaut, zusammengebaut. Ausgetüftelt, Prototypen angefertigt, die Munition erstellt, das Optische an Dead End verbessert, die Ladungshemmung entfernt, sie schwerer gemacht, einen höheren Durchschlag eingebaut und vieles mehr. Es war einfach eine Arbeit von mehreren hundert Stunden. Gemeinsam, als Familie, doch das konnte nicht mehr sein. Ihr Tod, war er überhaupt darauf vorbereitet? Nein, wohl kaum. Wahrscheinlich nagte es deswegen auch so an dem Kommandanten, welcher sonst einen glücklichen und ruhigen Charakterzug lebte.
 
Doch dem starken Kommandanten wurde es zu viel. Mit einer Träne im Gesicht suchte er den Weg ins Bad auf um dort eine heiße Dusche zu nehmen. Auch wenn er Wasser nicht mochte, es in zu großen Maßen, wie unter anderem Flüsse, Seen oder Meere auch für ihn tödlich waren, war es ihm hier egal. Er drehte das Wasser beinahe auf höchste Stufe, setzte sich in eine Ecke und ließ das Heiße auf seinen Körper prasseln, sodass sich ein Dampf bildete, welcher sowohl Dean, als auch seine Tränen verdecken sollte. Wieso weinte er? Wieso konnte er überhaupt weinen? War er nicht der unbesiegbare Mr. Universum mit einer Vorliebe zu Bonsais und Geld? Bella nannte ihn doch immer Mr. Universum, weil er sich keiner Blöße, keiner Schwäche und keiner Tadel gab, doch was war das hier? Er kauerte in einer Ecke, weinte. Wurde aus Mr. Universum nun Mr. Heulsuse? Es verging eine Zeit. Dean wusste nicht ob Sekunden, Minuten oder Stunden. In der Ecke sitzend verlor er sein Zeitgefühl und wollte eigentlich nur vergessen, verdrängen. Wieder zum alten Dean werden, nicht zu diesem hier. Das war nicht er. Der Wissenschaftler bemerkte Bella wie sie splitternackt langsam in den Raum kam. Ob das nun positiv oder negativ war, ließ sich nicht beantworten. Jedenfalls suchte die Katze sofort den Biomechaniker auf, setzte sich zu ihn, legte ihren Kopf auf seine Schulter, zog ihre Beine an. Sie wollte ihm Nähe zeigen? Für ihn da sein? Wieso? Wieso tat sie das? Er blickte auf ihre Beine, auf ihren Kopf, auf ihre Haare. Ins Gesicht konnte er ihr nicht schauen, schließlich war er keine Giraffe. Mit leisen Worten fing die Katze zu sprechen an. Im Hintergrund hörte man das Plätschern des Wassers, spürte man die Hitze auf dem Körper, sah den Dunst welcher sich bildete und das Wasser welches in den Abguss floss, ehe Bella richtig zu sprechen begann. Sie sprach davon, dass sie nicht einmal wusste, was sie überhaupt hier tat. Sie wusste nicht was sie einpacken, nicht was sie anziehen sollte, nicht einmal was überhaupt ihr Ziel war. Sie wusste nicht einmal von dem Ort, wo sie hingebracht wurde, war noch nie in Fiore. Sie war hier fremd. Sie wusste auch nichts von dem Kerl, welchen sie eigentlich suchte. Dean spürte immer wieder Annäherungsversuche der Dame, ließ diese nicht abblitzen, sondern er genoss es, dass sich die Schönheit an ihn schmiegte.
 
Es folgte eine kurze Pause. Bella konnte sicherlich den Herzschlag des Kommandanten spüren, denn er war heftig. Wieso? Wieso hatte er gerade solch‘ einen Herzschlag? War er nervös? Was war dieses Gefühl? Nun sprach sie von ihren Geschwistern. Dean erinnerte sich, sie hatte ihn schon einmal etwas über sie erzählt. Über diesen Ivan oder wie er hieß. Er mochte ihn nicht. Wie konnte man solch‘ einen Idioten schon mögen, nachdem was er Bella alles angetan hat? Jedenfalls in den Augen von Dean. Nun erzählte sie dem Wissenschaftler den Grund wieso sie überhaupt aufgebrochen war. Sie wollte nur ihren Bruder schützen, denn sie war in ihn verliebt. Dean traute seinen Ohren nicht, hatte sie das wirklich gesagt? In ihren eigenen Bruder verliebt? Bevor er eine Theorie aufstellen oder fragen konnte erzählte sie weiter, sprach davon, dass man krank sein musste um so etwas zu tun. Auch betonte sie, dass man in ihrer Gesellschaft zuhause nicht wirklich gut angesehen wurde, wenn man seine Geschwister liebte. Also wirklich liebte. Wusste sie überhaupt, was sie da sprach oder wollte sie ihn einfach nur mit wirren Worten aufmuntern? Ihn ablenken? Zum Lachen bringen? Der Biomechaniker nahm sich das wirklich zu Herzen, dass sie so etwas versuchte. Es war ja nicht mehr selbstverständlich. Außerdem war er überrascht, dass sie doch auch so freundlich konnte, er freute sich für sie. Endlich hatte sie ihre schwere, umständliche Panzerung ihm gegenüber abgeworfen, auch wenn es nur der eine Moment war. Sie konnte nicht verstehen wie er sich fühlt, daran denken möchte sie genauso wenig, doch sprach sie ihm gut zu. Sie versuchte ihn mit Worten aufzumuntern, irgendwie abzulenken, schaffte es zu einem Teil auch. Sie sagte auch, dass er sich keine Schuld geben solle, doch das tat er nicht. Er war sich keiner Schuld bewusst. Trotzdem hätte er ihr vielleicht helfen können. Sie seufzte. Was hatte sie nun vor? Sie vergrub ihr Gesicht in seiner Halsbeuge, als würde sie weinen, versuchte zu sprechen, schaffte es nur stotternd. „Ja, Bella?“ fragte der Biomechaniker nach, doch für eine Zeit war wieder eine Stille. Sie schlang ihre Arme um seinen Körper, sie wollte ihn wohl nicht mehr loslassen. Erneut nannte sie seinen Namen, doch Stille. Versuchte sie etwas zu sagen? War es ihr zu peinlich? Was würde sie wohl wollen? Der Kommandant des 12. Bataillons war auf jeden Fall gespannt, wartete auf ihre Aussage.
 

Es dauerte ein paar Augenblicke, doch dann schien sich die Katze gefangen zu haben und die Worte flossen nun auch in einem Stück zu seinem Satz geformt aus ihrem Mund heraus und fanden ihren Weg in die Ohren Deans. Sie erwähnte nochmal, dass sie eine Verbrecherin wäre. Sie habe Menschen getötet, illegale Dinge gesehen, Väter, Mütter und Kinder geraubt, doch würde sie alles aufgeben. Aufgeben für was? Für was wollte sie das alles aufgeben? Das Wichtigste wurde ihm wieder vorenthalten, hatte sie so sehr Angst davor es ihm zu sagen? Sie krallte sich mit ihren Fingern in seine Haut, in seinen Arm, in seine Schulter. Sie hatte schon eine ordentliche Kraft und krallte sich wirklich tief ein. Er spürte, dass es ihr wichtig war, was sie eben sagen wollte. Wäre es nicht wichtig, wäre sie wohl auch nicht hier, generell nicht in Jiyu, wäre niemals auf die Yacht mitgekommen und hätte Dean damals wohl einfach stehen gelassen und wäre ihres Weges gegangen. Also, wieso folgte sie ihm? Wieso? Erneut sprach sie seinen Namen aus. Erneut herrschte eine folgende Stille. Wieder vergingen ein paar Momente. Langsam aber sicher bemerkte Dean, dass das Wasser langsam an Temperatur verlor, wer weiß wie lange sie hier auch schon saßen. Ohne Zeitgefühl vielleicht ein paar Minuten, Stunden? Er konnte es nicht sagen, aber sie sollten sich dann wohl bald aus der Dusche begeben. Auch Bella begann zu sprechen, meinte, dass sie gut trainiert wäre, hätte eine Ausbildung hinter ihr, sie könnte mit Waffen umgehen und hätte Magie. Sie wollte doch etwas von Dean, sonst hätte sie das nicht so ausgebaut. Die Frage war nur, was. Bella wollte wirklich in den Rat. Sie war wirklich bereit ‚jeden Weg‘ zu gehen um dorthin zu kommen, solange sie an seiner Seite bleiben und etwas Gutes tun durfte. Bella mit zum Rat zu nehmen war keine schlechte Idee, aber zuvor müsste an sie aus den Akten löschen. Als Kommandant war das kein Problem, wenn ein ‚Krimineller‘ zum Wohle des Rates Befehle ausführte, durfte dieser eine Besänftigung erwarten. Bella hatte eben ein wenig mehr gemacht, vor seinen Vorgesetzten konnte er das auch so präsentieren. „Auch wenn du eine Ausbildung hast, werde ich dich noch trainieren. Sowohl im Nahkampf, als auch mit der Pistole, mit dem Messer und auch mit deiner Magie, doch musst du mir etwas schwören.“ Sprach er, dabei klang seine Stimme nicht mehr so traurig wie vorhin. „Treue.“ Sprach er als einziges Wort aus, danach erhob sich der Biomechaniker, reichte der feinen Dame ebenso die Hand, sodass sie aufstehen konnte, wenn sie wollte. „Wenn du dir sicher bist, dann nimm meine Hand, dann werde ich dich ab den heutigen Tag als offizielles Mitglied des Rats ERA behandeln, du mich als deinen Vorgesetzten, Bella. Es werden vielleicht Dinge auf uns zukommen, welche schwer werden könnten, doch darfst du dir keiner Schwäche bewusst sein, denn ich bin da.“ Fügte er hinzu, kratzte sich am Hinterkopf, denn irgendwas hatte er doch bezüglich der Aufnahme vergessen. Doch was war das nur? Irgendwie war es ausschlaggebend um Leutnant im Rat zu werden, doch die Vergesslichkeit des Bordmechanikers war zu stark. Irgendwann würde er sich schon erinnern, spätestens wenn sie vor dem Vorgesetzten standen und er Bella hineinbringen wollte. „Wenn es wichtig war, wird es mir schon wieder einfallen.“ Lächelte Dean, denn er freute sich, dass er Bella bald als seine Partnerin begrüßen durfte, selbst wenn sie noch keine Ahnung davon hatte, diese Stelle hatte sie fix. Sie war in seinen Augen als Leutnant des 12. Bataillons geeignet, nun mussten es nur noch die oberen Stellen willkommen heißen.

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Re: Kneipe - Zum Tänzelnden Pony

Beitrag von Gast am Mi Sep 02, 2015 1:09 am

Dieser Abend, diese ganze Nacht, die darauf folgte, schien wie verhext zu sein. Äußerlich gesehen konnte man es als eine ganz normale Nacht ansehen, doch Bella wäre nicht Bella, würde sie sich nicht nun in ihrem Bett hin und her wälzen, verzweifelt nach ein wenig Schlaf lechzend und versuchend, die Augen für nur wenige Sekunden offen zu halten. 

Es war so gut verlaufen, dachte sie sich.
Alles hatte damit angefangen, dass sie Dean trösten wollte. Sie wollte ihn wirklich aufheitern, hatte all ihre Karten ausgefahren und versucht, ihn immerhin auf andere Gedanken zu bringen. Zu einem Teil glaubte sie sogar, dass sie dies geschafft hatte - ansonsten hätte Dean sie nicht gleich nach einem solchen Gelübde abverlangt. 

Die Hand hatte er ihr entgegen gestreckt und ihre Treue abschwören wollen, als wäre sie irgendein Ritter der Leibgarde einer Königin. Aber sie hatte gelächelt.
Es hat sicher komisch ausgesehen, unter dem prasselnden Wasser, dass aus dem Schlauch spritzte und ihr die Haare ans Gesicht klebte, die Hände um die nackten Beine geschlungen und mit violetten, großen Augen auf ihn hinauf blickend. Aber sie hatte gelächelt. Und das war das wichtigste. Dean hatte ihr beigebracht, wie man aus vollem Herzen Lächeln kann. Hin und wieder brachte sie sogar ein herzhaftes Lachen zusammen. Und dass alles hatte sie Dean zu verdanken.

Sie konnte es sich selbst nicht erklären wieso, wann und wie überhaupt möglich aber er hatte es geschafft und sie sollte es nicht weiter kümmern. Sie liebte es, wie leicht sich diese Lächelnden Lippen auf ihr anfühlten, wie warm ihr dann ums Herz wurde. Wie schön Dean aussah, wenn sie auf einmal lächelte, wie viel wärmer und attraktiver er gleich wirkte. Die Welt schien einfach ein weniger heller zu sein und das ist genau dies, was Bella in jenen Tagen brauchte.
"Dean.", hatte sie gesagt und eine Pause gemacht, gewartet bevor sie seine Hand ergriff. Das Lächeln immer noch auf den Lippen hatte sie sich erhoben, während sie aufstand nach seiner Hand gegriffen und anstatt sie zu drücken - oder was auch immer er erwartet hatte - ihn umarmt. Sie waren sowieso schon durch so viele Sachen nackt gegangen da konnte eine Umarmung nun auch nicht schaden.
Außerdem hatte sie ein Verlangen danach empfunden, es hatte dem ganzen etwas tieferes wie einen einfachen Händedruck gegeben. Sie lächelte immer noch, presste ihre Lippen mit einem sanften Kuss gegen seinen Hals und sagte: "Treue, Dean. Ich werde dir Treu sein. Ich werde dich beschützten, da ich weiß, dass du das selbe tun wirst. Ich werde dir zuhören, wenn du mir etwas beibringst, werde mich aber auch über deine Künste lustig machen, sobald ich sie besser beherrsche wie du. Ich werde dich unterstützen wo ich nur kann, aber im Endeffekt dich von einem Problem in das nächste reisen. Ich werde dir folgen, aber nur solange, bis ich dich eingeholt habe und du meinen Rücken ansehen musst. Dean, ich werde dir Treu sein. Aber ich bin kein leichter Brocken." Wäre der Moment passend gewesen hätte sie gekichert. Aber da das nun keine Bella gewesen wäre, ließ sie es bleiben.
Ihr Körper hatte sich mit neuer Kraft gefüllt. All das, all diese Worte, diese Bedeutungen dahinter, dieses Gefühl gaben ihr unbändige Kraft die ihren Körper beinahe durchflutete. 

Sie lächelte immer noch als sie die Umarmung löste und streichelte Dean Wange.
"Aber lass dir eines gesagt sein, Deani Boy - ich werde dich nicht als meinen Vorgesetzten ansehen, sondern als meinen Partner. Egal was du nun bist in diesem Rat, für mich kannst und wirst du nur Dean, mein Freund und Partner bleiben. Ich werde deinen Befehlen lauschen, aber sobald ich sie anzweifle, werde ich dir das ins Gesicht sagen und dich fragen ob du einen Schuss hast." Sie hatte ihn an die Stirn getippt und gelächelt. Dieses Lächeln, es hatte sich in ihre Lippen eingraviert.
"Und nun frag ich dich, Dean, willst du diese Bürde wirklich auf dich nehmen und MICH, Bella Braginski, ehemaliges Mafia Mitglied , Auftragskillerin aus Familiengründen und Straftäterin als deine Partnerin akzeptieren ?"
Sie wartete auf seine Antwort, das Lächeln immer noch auf ihren Lippen.

 
***TIMESKIP - in etwa eine Stunde ***


Nun lag sie da, in ihrem Bett, dachte über den Tag nach und stoß frustrierend den Atem aus, als ihr der Gestank wieder in die Nase wehte. Bella hatte vor dem Bett all die wenigen Fenster, die das Zimmer besaß aufgerissen und Rusty hatte sie seit ihrer Ankunft nicht gesehen. Dieser lag wahrscheinlich zusammengerollt unter dem Bett, hoffend, dass er sich nicht an ihr ersticken würde. Oder es ihm die Haut abätzen würde. Möglich wäre beides, auch wenn Bella fand, sie schlug sich wacker und heldenhaft damit herum! 

Eine echte Dame musste nun eben hin und wieder stinken. Und was war ein bisschen Gestank getauscht durch das eigene Leben?
Nachdem sie Deans Antwort vernommen hatte, Das Lächeln immer noch auf den Lippen, hatte sie genickt, seine Entscheidung respektiert und ihm auf Zehenspitzen einen Kuss auf die Wange gedrückt. Sie hatte sich verabschiedet und ihm mitgeteilt, sie würde nun schlafen gehen. Er könne tun, nach was immer es ihm auch beliebte.
Sie hatte sich nicht die Mühe gemacht sich trocken zu rubbeln und sich einfach, nass wie sie war, ins Bett geschmissen. Und nun lag sie in ihren Lacken, an die Wand gedrückt und hoffend, dass Dean vielleicht doch noch in ihr Bett krabbeln würde. Natürlich hatte sie ihn geschimpft, würde er es auch nur wagen, wäre er ein Loch in der Wand, aber insgeheim misste Bella die Nähe, die sie einst in der stürmischen Nacht mit ihm geteilt hatte. Selbst diesen Roboterwürgegriff misste sie, musste sie sich eingestehen und sah seufzend gegen die Wand vor sich.
Sie hatte Dean weder kommen noch gehen hören, doch um ehrlich zu sein war sie sich nicht sicher was er tat. Er hätte genauso gut auf dem Boden auf dem er schlief liegen können, Bella hätte es, wäre er leise gewesen, nicht mitgekriegt, da sie den Blick gegen die Wand gerichtet hatte.
Sie seufzte in sich hinein, nicht wissen was sie nun tun sollte. Die Decke hatte sie fest um den Körper geschlungen, die frische Meeresbrise drang kalt durch die Fenster der Nacht. 

Rusty miaute aus einem entfernten Winkel und immer noch keine Ahnung von Dean. Sie wagte es nicht, sich umzudrehen und nach zu sehen. Sie hatte das Gefühl er würde gleich hinter ihr sein und dann doch Meilenweit entfernt.
Ihr Atem wurde warm, als sie an den Gedanken dachte. Er ging schneller, und umso fixierter starrte sie gegen die Wand. Was zur Hölle war nur los mit ihr!? Konnte sie dem Kommandanten nun nicht einmal mehr ins Gesicht sehen? Vor wenigen Stunden noch hatten gemeinsam nackt unter einer Dusche gesessen und sich die Seele ausgelabert. Bella verstand sich wie so oft selbst nicht.
Es war ja nicht so, als ob sie-

Und auf einmal traf es sie wie einen Schlag.

Es war als würde ihr Körper mit einem anderen Planeten kollidieren, als würden zwei Welten verschmelzen und sich verhemmt dagegen wehren. Es war, als würde ein Asteroid auf die Erde einschlagen, mit einer Geschwindigkeit, die sich die Menschheit selbst nicht erhoffen hätte können. Es war, als würde die Welt still stehen und doch im gleichen Moment explodieren. Es war die Ruhe vor dem Sturm. Die Stille, vor der Implosion.
Sie hasste es, Sie hatte es gewusst, sie liebte es, sie schmeckte es, sie fühlte es, sie hätte sich übergeben können.


Sie liebte ihn.

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Re: Kneipe - Zum Tänzelnden Pony

Beitrag von Gast am Fr Sep 04, 2015 2:14 am

Hätte ihm jemand erzählt, dass jemals eine Frau nackt zu ihn in die Dusche kommen würde, hätte Dean wohl gelacht. Denn wieso sollte eine Dame nackt in seine Dusche kommen, andere Frage. Wieso eigentlich nicht? Die Ausnahme bestätigte die Regel und so passierte es in Jiyu, genauer gesagt in Kazaguruma, was übersetzt so viel wie Windrad bedeutet. Dort passierte das eigentlich ‚unvorhergesehene‘, denn Bella kam splitterfasernackt in den Raum wo Dean gerade, nun, nicht seinen Mann stand. Sie setzte sich zu ihm, sprach mit ihm schöne Worte, versuchte ihn aufzuheitern. Sie sprach auch von ihrer Familie, von ihrer Beziehung zum Bruder, welchen sie liebte. Der Biomechaniker verstand es allerdings nicht, wie im Namen Gottes man seinen Bruder auf diese Art und Weise lieben konnte, aber andere Länder, andere Sitten. Für ihn war nur wichtig, dass es der Katze gut ging und sie sich keine Sorgen mehr über ihre Familie machen musste, denn er war da, wenn es hart auf hart kommen sollte. Auch wenn es nicht so schien, Dean hat doch ein paar interessante Fähigkeiten im Kampf, von Dead End mal abgesehen. So verging die Zeit. Dies bemerkten die beiden nur, weil langsam das Wasser aus der Dusche kälter wurde. Niemand wollte bei so einer Laune kalt duschen. Oder doch? Vielleicht gab es welche, die Dean im Rang als Mr. Universum in den Schatten stellen konnten? Nein, wohl kaum, schließlich bekam er den Spitznamen von Bella. Entweder mochte sie ihn wirklich, oder sie liebte es einfach nur ihm Hoffnungen zu machen, welche sie dann unter den Tisch kehren und zerstören konnte um ihn dann erneut Hoffnungen zu machen. Nein, sie war zwar relativ unfreundlich zu Fremden, am Anfang auch zu Dean, doch so war sie nicht. Sie hatte schon eine besondere Beziehung zum Biomechaniker, ja, vor allem nach diesem Tag. Diesem Tag auf der Luxusyacht ‚Almedon‘ wo einerseits sich die beiden nackt sahen und anderseits sich auch die Lippen berührten. Damals schritt Bella auf ihn zu, umgarnte ihn und schon hatte sie ihre Lippen an seine gepresst, als hätte sie nur darauf gewartet. Ob so etwas ähnliches nun auch passieren konnte? Das blieb abzuwarten, war aber nicht ausgeschlossen. Bella war immer unvorhersehbar, vor allem wenn es sich um die Gebiete: Ärger, Aufmerksamkeit und Emotionen ging. Die 3 Sachen hatten in ihrem Individuum wohl ganz oben einen Stellenwert. Sie war eine Meisterin im nicht Verborgenen bleiben, indem sie einfach etwas in die Luft bombt. Das nannte sie, keine Aufmerksamkeit erregen. Doch war es egal. Es zählte nicht mehr. Das wichtigste war, dass die folgenden Worte von Bella vieles besiegeln konnten. Sie musste sich nur noch entscheiden.
 
Dean stand auf, reichte ihr seine Hand. Da sie ja in den Rat ERA wollte sprach nichts dagegen, dass sie noch länger an seiner Seite sein konnte. Allerdings kam man nicht einfach ohne weiteres in den Rat, da musste man schon einige Voraussetzungen erfüllen, oder ein Kommandant wählt die Person zum Leutnant. Aber, ob Bella das Zeug für einen Leutnant hatte, er war sich nicht sicher. Aber das wäre die einfachste und schnellste Möglichkeit gewesen. Außerdem wollte sie ja Gutes tun. Als Leutnant des Rates konnte man sich einen Namen machen, anschließend zum Kommandanten aufsteigen, danach zum General. Und danach zu einen der 10 Ältesten, wie es Siegfried der Drachentöter geschafft hatte. Neben Kenji Byakuya war Siegfried eine der Personen, die er am meisten im Rat respektierte. Da kam ihn der Gedanke, eher eine Frage. Ob Zhang Fei seine Operation damals überhaupt überlebte? Von ihn hörte Dean seit Langem nichts mehr, könnten schon Monate gewesen sein. Auf was für Sachen Dean kommen konnte wenn ihm die Zeit gelassen wurde. Der Wissenschaftler wurde auch nur aus seinen Gedanken gerissen, da die wunderschöne Dame ihm umarmte. Von Händeschütteln hielt sie wohl nicht viel. Immerhin wollte er vorkommend sein. Ein wenig Körperkontakt zwischen den Beiden schadete sicherlich nicht, denn immerhin waren rund 90% der Fäkalien von ihrem Körper gewaschen. Wenn nicht sogar mehr. Immerhin hatte sie jetzt kein gedämpftes Braun mehr in ihrem Gesicht und am Körper kleben. Sie umgarnte ihn mit ihren Händen, presste ihre zierlichen Lippen gegen seinen Hals – küsste ihn. Sie schenkte ihn einen Kuss, ehe sie zu sprechen begann. Bella würde ihm treu sein, sie würde ihm beschützen, da sie das Gleiche auch von Dean erwarten konnte. Sie würde ihm zuhören, wenn er es ihr beibringe und umgekehrt. Sie würde über ihn lachen, wenn sie ihn überbieten konnte, im Endeffekt würde sie ihn nur in ein Problem nach dem anderen reinreiten. Sie würde ihn folgen, wo auch immer der Weg sie führte, doch war sie kein leichter Brocken. Dean hörte ihr ganz genau zu, verstand auch was sie sagen wollte. Sie war bereit.
 
Sie war bereit. Ja, das war sie definitiv. Langsam, mit einem Lächeln im Gesicht, löste sie ihre Umarmung und schritt ein wenig zurück dabei streichelte sie die Wange des Kommandanten mit einer zärtlichen Berührung. Die Berührung war sanft, voll Liebe, zumindest kam es Dean so vor. Ob sie es auch wirklich so machen wollte? War nun wirklich mehr dahinter außer heißes Gerede um den Brei? Mochte sie ihm wirklich? Die Zeit würde es schon herausfinden. Mit einem Lächeln im Gesicht hatte sie anscheinend die Intention noch etwas zu sagen, meinte, dass ihm eines gesagt sein solle ‚Deani Boy‘. Was hatte sie sich denn mit diesem Spitznamen gedacht? Nicht einmal seine Eltern nannten ihn so, weder Leute die ihn hänseln wollten – Hätte es das jemals gegeben. Der Name war interessant, er lehnte ihn allerdings kategorisch nicht ab. Schließlich kam er von Bella. Sie meinte, dass sie ihn nicht als Vorgesetzten ansehen würde, sondern als Partner. Egal was er in diesem Rat war, egal welchen Posten oder welches Prestige er belegte, für die Katze würde er einfach nur Dean bleiben. Ihr Freund und Partner. Sie würde auf seine Befehle hören, doch ebenso anzweifeln. Sie wollte eben auch mit einer eigenen Meinung dahinschreiten und keine Marionette von oben werden, was er bewunderte. Er mochte diese Einstellung. Sie tippte ihn an die Stirn. Ein Wunder, dass sie dort überhaupt ohne weiteres hinkam. Sie lächelte immer noch, das brachte auch ein Lächeln in das vorhin gerade noch müde und schlapp, am Boden zerstörte und verzweifelte Gesicht von Dean. Ihr Lächeln war wie ein Segen. Erneut fragte sie ihn, ob er sie wirklich im Bunde haben würde, schließlich wäre sie Bella Braginsky, Mitglied einer Mafia Familie, Auftragskillerin und Straftäterin. Auch wenn sie viele Delikte begonnen hatte, ab nun war für sie eine neue Ära angebrochen. Eine Ära, in welches sie Gutes tun durfte!
 
Dean genoss ihr Lächeln noch ein paar Momente, sah tief in ihre violetten Augen. Er schmolz förmlich bei diesen Anblick. Sie war wirklich hübsch, eine Schönheit. Er freute sich, dass er so eine Partnerin bekam und keine Vogelscheue vom Dienst. Solch‘ Vogelscheuchen gab es nur im 1. Bataillon des Rates unter Kommando von Liron Rage. Irgend so ein vollkommen Verrückter, welcher den allmächtigen Mr. Universum nicht das Wasser reichen konnte. Immerhin hatten sie es noch nie direkt versucht. Dean wollte auch nicht, sonst fing er sich vielleicht noch eine Krankheit ein. Beim 1. Bataillon wusste man nie. Das war nun aber auch egal, immer diese Gedanken des Biomechanikers. Er sollte sich auf die wichtigen Sachen konzentrieren: Bella. Einen Moment noch sah er ihr in ihre Augen, ehe er langsam zu sprechen begann. „Bella Braginsky. Im Namen meines Amte, des Kommandanten des 12. Bataillons und Wissenschaftler des Rates, wie auch immer. Es ist gut, dass ich für dich Dean bleibe, aber trotzdem. Sollten höhere Tiere da sein, versuch immerhin so zu tun, als wäre ich dein Vorgesetzter.“ Sprach er zu ihr. Denn sollten hohe Tiere wie Kenji vor ihm stehen und ein Leutnant behandelte einen Kommandanten ohne Respekt, dann durfte der Leutnant laufen, auch wenn es vor Senbonzasakura kaum Möglichkeiten zu fliehen gab. Das Schwert Kenjis war einfach mächtig.  „Wo war ich? Achja, stimmt, genau.“ Murmelte er vor sich hin, kratze sich am Hinterkopf. Seine Vergesslichkeit machte ihn manchmal wirklich das Leben zur Hölle, ohne Wenn und Aber. Solange er nicht vergaß wer er war, oder was seine Berufung war, beziehungsweise auch nun Bella nicht vergessen sollte, war alles im Lot. „Der einfachste Weg in den Rat zu kommen ist von einem Kommandanten oder höher rekrutiert zu werden. Zum Glück bin ich einer. Da du aber an meiner Seite bleiben willst, wirst du wohl mein Leutnant werden müssen, dann wäre ich zwar, auch wenn es für dich niemals so sein wird, dein Vorgesetzter, aber du wärst bei mir. Solange du möchtest.“ Fügte er hinzu, kratze sich erneut am Hinterkopf. Wollte sie überhaupt Leutnant werden? Leider Gottes würde ihr wohl nichts anderes übrig bleiben, wenn sie wirklich an seiner Seite verweilen mochte. „Sobald wir in ERA, so heißt die Stadt, zurück im Ratsgebäude sind, kann ich dich offiziell vorstellen. Bis dahin bist du noch ‚Undercover‘ unterwegs. Es ist immerhin ein Anfang, würde ich meinen.“ Lächelte er ihr entgegen, denn er freute sich wirklich, dass sie so eine Freude hatte. Es war schließlich nicht selbstverständlich.
 

Über diese Fragen wollte sie wohl schlafen, denn er bekam keine Antwort mehr von ihr. Das musste sie sich wohl wirklich überlegen. Da Bella sich auf den Weg ins Bett gemacht hat, hatte ebenso Dean seinen bestritten. Immerhin hatte er von dem alten Mann eine zweite Decke bekommen, welche er als Unterlage benutzen konnte, sodass er nicht an kalten Boden schlafen musste. Eine Decke als Unterlage, eine Decke zum Wärmen und einen Polster. Den Rest konnte ja sein Kommandantenumhang wärmen. Er hatte kein Problem damit der Dame das Bett zu überlassen, wo es sich sicherlich gut und flauschig darin schlafen konnte. Dort würde er sicherlich in wenigen Momenten einschlafen und einen schönen Traum haben, nicht so wie hier. Aber immerhin hatte sie es gemütlich, das freute ihm, das reichte ihm auch. Er lag noch ein paar Minuten wach, dachte über ein paar Sachen nach, ehe er einschlief. Auch wenn es sich um einen Boden handelte schlief er doch relativ gut darauf, lag vielleicht auch an seinem Exoskelett, dass er nicht so viel spürte, vor allem wenn er es ja aktivierte. War zwar ein wenig hart, aber relativ herzlich. In seinen letzten Augenblicken wo er im Halbschlaf lag, bemerkte er einen kalten Zug vom Fenster, wahrscheinlich war es nicht ganz abgedichtet und hoffte einfach, dass der nächste Morgen nicht mit so einem Tumult um Bella beginnen würde. Ein zweites Mal konnte er sie nicht daraus bringen, das würde zu viel Misstrauen und Aufmerksamkeit erregen. Das konnten sie nicht riskieren. Sie hatten noch einen Auftrag den sie erfüllen mussten, danach konnten sie zurück nach Fiore. Bella hatte es sich nach diesem ‚Ausflug‘ wirklich verdient.

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Re: Kneipe - Zum Tänzelnden Pony

Beitrag von Gast am Mo Sep 14, 2015 9:27 pm

In dieser Nacht hatte sie kaum ein Auge zugekriegt. Sie hatte sich auch nach ihrer Erkenntnis Stunden lang hin und her gewälzt, hatte sich den robusten Kopf zerbrochen und war wütend strampelt anschließend in einen leichten Halbschlaf gedriftet. Der Morgen dämmerte viel zu früh, kaum hatte sie die Dunkelheit umschlungen, mit ihren zarten, kalten Griff, so schlug das Licht schon wieder auf ihre Lider, als der Nachthimmel sich verabschiedete und die Sonne den Himmel empor jagte. 

Verzweifelt und zum Teil auch frustriert hatte sie sich die Decke über den Kopf gezogen und gegrunzt. Beinahe bettelend um ein wenig Schlaf hatte sie schließlich aufgegebene und nun saß sie da, an ihrer Bettkante, und starrte stur in die andere Richtung. Im Endeffekt war es egal wo ihr Blick hinfiel, das einzige, was sie vermeiden wollte, war nur ein einziger, keiner Fleck. Doch gerade dieser Haufen Fleisch war schwieriger als alles andere zu umgehen - Dean.
Dean, wie er da in seiner harten Holz-ecke am Boden lag und sich die Decke um den Leib geschlungen hatte. Wann hatte er eigentlich angefangen, so nett zu ihr zu sein? Oder war er das schon immer gewesen, nur war es nicht in ihren Dickkopf rein gegangen? Sie seufzte leise, sodass sie ihn nicht weckte und reckte ihre müden Glieder. Wieso hatte sie das Gefühl, als ob dieser Tag kein Stückchen heiterer werden würde, als der gestrige?
Für einen Moment lang saß sie einfach nur da, ließ die Beine und Arme hängen, und gähnte vor sich hin. Dieser Tag fing so grottenschlecht an und doch fühlte sich ihr Bauch wärmer an als je zuvor. Er fühlte sich voll und .. anders an. Ihr ganzer Körper schien zu kribbeln, als ob Insekten in ihren Adern umher schwirrten und für einen Moment bekam sie Panik, es könnte wirklich so sein.
Bei ihrem Bruder war es nie so gewesen.
Es war-
"Verdammt.", flüsterte sie und schlug die Lider zu. Genug gedacht! Es wurde Zeit aufzustehen.
Als sie sich auf die schlappen Glieder erhob, fiel ihr Blick auf Dean. Rusty lag an seiner Seite gerollt und schnurrte vor sich hin. Er hatte zugenommen, bemerkte sie und das zauberte ihr ein Lächeln aufs Gesicht. Sie war froh ihn damals gerade noch rechtzeitig gefunden zu haben.
 
Vielleicht konnte sie Frühstück holen? Es wäre das mindeste was sie nach dem gestrigen Tag und den harten Nächten am Boden für Dean hätte tun können. Und mit diesem Vorsatz schlich sie so leise sie konnte in ihr altes Kleid - das neue hatte ja etwas.. Dreck abbekommen - Sie musste es noch verbrennen - und schlüpfte, barfuß wie sie war, aus dem Zimmer hinaus.
Der Morgen hatte gerade erst begonnen. Sie wusste nicht woher, aber von irgendwoher wehte der frische Geruch warmen Brotes. Hoffentlich besaß diese Kneipe eine einigermaßen angenehme Küche, ansonsten müsste sie wieder in die Stadt - und das wollte sie Dean und vor allem sich selbst ersparen. Die Dielen knarrten unter ihren Schritte und leichtfüßig, wie ein Raubtier, schlich sie durch den Gang. Je mehr sie sich bewegte, die Müdigkeit aus ihren Knochen schüttelte, hellte sich ihre Stimmung auf. Vielleicht würde dieser Tag doch nicht so schlecht werden? Vielleicht würde es sogar ein einigermaßen guter Tag.
Sie wusste zwar noch nicht weiß sie Dean nach ihrer Erkenntnis gegenüber treten sollte, aber auch das würde sie schon meistern. Immerhin war sie Bella Braginski - ehemalige Mafia Erbin und baldige... wie nannte Dean es? Sie hatte es schon wieder vergessen. Hm. Was solls, er würde sie sowieso wieder daran erinnern, wenn er das nächste Mal seinen wichtigen Titel in den Vordergrund schob. Sie lächelte. Gott verdammt, wann hatte sie angefangen, diesen Möchtegern Idioten zu .. lieben? Sie konnte es sich beim besten Willen nicht vorstellen. Und doch. Sie tat es, da war sie sich nun sicher. 

Ihr Lächeln wurde breiter. 

Mit einem Schwung schwang sie sich das aufgebürstete Haar zurück, kratzte sich am Rücken und streckte sich ein weiteres Mal, ehe sie die knarrende Treppe hinab hüpfte. Die Müdigkeit vergessen - oder war es eben, weil sie so müde war? - betrat sie die Bar und schielte entlang der Bänke. Der einzige Gast schien eine wandelnde Leiche zu sein, der Bart länger als der Greis selbst und mit einem müden Blick stützte er sich am Tisch ab. Vor ihm stand eine leere Schüssel und ein dreckiger Löffel und Bella fragte sich unwillkürlich, ob der Knackie überhaupt noch Zähne zum kauen hatte. Sie schüttelte den Kopf - sie war wegen etwas anderem gekommen.
Dreckig und ungepflegt wie sie war, schritt sie zur Bar und dem Typen, dem der Olle Schuppen wohl gehörte hin und nickte Richtung Küche. Oder zumindest das was sie als Küche vermutete.
"Serviert ihr hier auch was Essbares? Ich brauche zwei Mal Frühstück, wenn das Möglich wäre."

Sie starrte dem Mann geradewegs in die leeren Augen, begann sich unwohl zu fühlen, als er nickend hinter dem Tresen verschwand und in die Küche marschierte. Sie hörte einen Schlag, als ob man einer Dame an den Hintern klatsche oder an die Wange - was sie diesem Alten eben eher zutraute, und Gekreische auf einer anderen Sprache.
Ob diese Leute wohl auch von fern stammen?
Sie verspürte einen kleinen Stich Heimweh. Irgendwann würde sie Dean ihre Heimat zeigen, doch zur Zeit gab es wichtigere Dinge. Um einiges wichtigere.

Es verging eine gewisse Zeit, in der Bella einfach nur da stand und gelangweilt eine Melodie auf die Tresen platte klopfte, als der Kerl wieder kam mit einem Tablett und Essen darauf. Brot, Butter und Wurst und Käse kannte man in diesem Dorf immerhin, doch der Fisch wiederfiel ihr. Den könnte sie immerhin Rusty geben, dachte sie sich und bedankte sich bei dem Typen. Sie hoffte inständig Dean hatte das Essen mit eingerechnet in seiner Nächtigung und Gott sei Dank hielt er sie nicht auf, als sie wieder die Treppe hinauf schlich. Die Dielen, immer noch knarzend unter ihren Beinen, knarrten im Beat zu ihrem Schritt und schon bald war sie wieder vor der Zimmertür. Die Sonne stand nun weit entfernt am Horizont und sie schätzte, dass es um die 8 Uhr sein müsste. 

Mit unruhigem Herzschlag öffnete sie die Tür und lugte hinein, Rusty, der sich sofort um ihre Beine schlang, brachte sie fast zum stolpern.  Im letzten Moment fing sie sich wieder und seufzte erleichtert, als sie einen mahnenden Blick Richtung Rusty sendete. Sie lugte um die Ecke. Dean lag noch am selben Platz, doch ob er wach war oder nicht wagte sie nicht herauszufinden. Deshalb schritt sie zielstrebig zum Tisch und platzierte das Essen darauf. Sie nahm die Fischschüssel und platzierte sie für den Kater am Boden, der sich mauzend darüber hermachte.
Sie lächelte.
Mit einem Räuspern Richtung Blondschopf setzte sie sich auf den Stuhl und ließ das Geschirr extra klirren. 

"Essen.", sagte sie, mehr nicht. Und danach begann sie, ihr Brot aufzuschneiden und Butter darauf zu schmieren, hoffend, dass sich Dean zu ihr gesellen würde.

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Re: Kneipe - Zum Tänzelnden Pony

Beitrag von Gast am So Sep 20, 2015 12:30 am

Ob die Zeit in Jiyu wohl schneller verging als in Fiore? Dem jungen Mann kam es jedenfalls so vor, denn auch wenn sie eine lange Zeit auf See waren, dort wahrscheinlich das Zeitgefühl verlernten, verflog die Zeit hier wie im Flug. Dean hatte keine Antwort auf dieses Gefühl, doch irgendwie stimmte es. Lag es an der neuen Kultur? An dem frischen, leicht wärmeren Wetter? An der anderen Klimazone? Nein, wohl kaum. Es lag wohl eher an der Begleitung, welcher er bekommen hatte. Die kleine Dame, die ihm schon durch Dick und dünn folgte, auch wenn sie damals auf der Luxusyacht ein paar Würste im Wert von mehreren tausend Jewel kaufte. Da kannte sie immerhin den Wert der Münzen noch nicht. Ein zweites Mal sollte dieser Fehler allerdings nicht passieren, sonst müsste er wirklich einmal mit ihr reden. Sie anlächeln, das sollte für den Anfang reichen. Nicht, dass sie wieder ihre Triebe nicht im Zaum halten konnte und ihn dann ansprang. Wie vor der Dusche, wo sie ihm in Dreck gesuhlt umgarnte. Nicht gerade der erotischste Gedanke, doch war er auch nicht schlecht. Es war einfach ein wenig komisch, von einer Dame gehüllt in Fäkal so ‚geliebt‘ zu werden. Vielleicht hatte sie ja doch etwas für den Biomechaniker übrig und wollte es ihm einfach nicht wissen lassen, nein. Das Thema hatte doch schon einmal. Er versuchte sich zu erinnern, auf der Luxusyacht. Da war doch so etwas Ähnliches. Nur was hatte Bella da genau gesagt? Er vergaß es. Wie schon so viel. War jetzt auch egal, denn es war Zeit zu schlafen. Es war an der Zeit langsam die Augenlieder zu schließen und vielleicht sogar in einen Traum zu sinken. Es könnte sich um einen schönen Traum handeln, oder um einen Alptraum, niemand konnte es wissen. Das einzige was gewiss war, war, dass nach dem Schlafen immer wieder ein Morgen kam. Ein Morgen wo man alles neu anfangen konnte, ein Morgen wo erneut alles möglich war. Einfach auch ein Morgen mit Bella, der Dame an seiner Seite und zukünftige Leutnant im 12. Bataillon des Rats. Wenn sie das war, dann musste sie auch im Labor mithelfen, doch das war sicherlich die kleinste Aufgabe. ‚Deany-Boy‘ so wie Bella ihn nannte bemerkte, dass die Lieder immer schwerer wurden und nach ein paar Minuten der Regungslosigkeit auch zufielen. Es war schön, schlafen zu können. Auch wenn so ein Bett im Gegensatz zu seinem Holzboden ein Luxus wäre, doch der war Dean vorbehalten, schließlich durfte die Prinzessin darin liegen. Es war einfach das Los eines Gentlemans und er beschwerte sich deswegen auch nicht. Solange er schlaf fand, sie glücklich war, passte alles.

Es war unangenehm. In seinen Träumen verfolgte ihm immer noch das Lächeln seiner Schwester, wo sie so glücklich und lebendig aussah. Mit ihrer freundlichen und offenen Art, mit welcher sie gerne ihrem Bruder half, mit ihm sprach und lachte. In seinem Traum sah er Merilyn an einem neuen Suit arbeiten. Diese Suits halfen ihr beim Kämpfen, sie hatte viel Spaß daran sie zu bauen, sie weiterzuentwickeln. Sie war auch sehr gut darin, doch sollte es so kommen, wie es kommen musste. Bei ihrem neusten Suit, dem ‚Crisis-Suit‘ überanstrengte sie sich leider ein wenig, sie schaffte es nicht. Beim Probieren des Suits wurde ihr Körper über die Grenzen belastet, sodass ihr Werk nur wenige Minuten hielt, genauso wie ihr Leben in diesem Traum. Dean konnte es einfach noch nicth realisieren, dass sie weg war. Ob er sie jemals vergessen konnte, wohl kaum. Ob jemand die Lücke in seinem Herz zu schließen vermag, sodass es ihm gelüste nach anderem Gedanke? Nein, er wusste es nicht. Die Alpträume plagten ihn, doch ließ er nach Außen nichts anmerken. Konnte er nicht als Gentleman. Wer wäre er denn gewesen, wenn er vor Bella etwas Schwäche zeigte? Nun, außer das in der Dusche. Seine Emotionen hatten da wahrlich die Oberhand, aber hallo. Dean war da wirklich nicht er selbst, sondern eher eine weinerliche, schwächelnde Ausgabe von sich selbst. Aber es stimmte schon, es tat verdammt weh, dieser Schmerz. Der Verlust von Mery.

Es schepperte im Kopf von Dean. Was zum Teufel ging denn jetzt vor sich? Irgendwer sprach zu ihm? War es ein Geist? Langsam aber sicher öffnete der Biomechaniker seine Augen. Sein Kopf dröhnte, als hätte er schon wieder eine von Bella gefangen. Nur diesmal mit einer Pfanne oder ähnlichem. Was hatte er denn schon wieder getan, oder war es einfach nur der Schmerz nach einem Alptraum? So oder so wiederholte sich Bella einmal, sprach etwas von essen. Essen, das war definitiv etwas, was er jetzt brauchen könnte. Es dauerte ein paar Momente bis Dean sich aufsetzen konnte, dann vor sich hin gähnte. Bella schien kein Interesse daran gehabt zu haben auf ihn zu warten, so fing sie schon an zu essen. Was es wohl gab. Das war einer der ersten Gedanken von Dean, denn den Traum wollte er so schnell wie möglich vergessen. „Auch dir einen guten Morgen, Bella.“ Gähnte er erneut. Sie nickte. Ein paar Momente brauchte er noch. Erstmal richtig wach werden, bevor er sich erhob und sich zu Bella an den Tisch setzte. Er erblickte ein Tablett mit Broten, Butter, Wurst, Käse und andere Waren welche ihm allerdings noch fremd waren. Bella schien sich erstmal ein Brot zu schmieren, was wollte er nur essen? Es gab ja viel Auswahl.  Zuerst nahm er sich auch ein Brot, schnitt sich eine dicke Scheibe Butter ab und legte sie einfach so auf das Brot. Darauf platzierte er Wurst und Käse. Musste ja nicht schön aussehen um zu schmecken. „Heute werden wir uns auf die Suche nach dem Subjekt machen, Bella. Soviel ich weiß, soll er einen Decknamen namens Fuchs haben, oder so ähnlich. Habe leider die Einzelheiten vergessen, allerdings sollte er im Wald ein Lager haben. Dafür müssten wir aber eine Weile marschieren, Pferde können wir hier leider nicht mieten.“ Sprach er zu ihr, nahm einen Bissen von seinem Brot. Man bemerkte richtig, wie die Butter von ihm zerkaut wurde, langsam glitschig wurde. Naja, wenn es ihm schmeckte. „Ich würde gerne deine Unterstützung haben, denn ich weiß nicht, was mich alleine erwarten würde.“ Fügte er hinzu, dabei sah er ihr wirklich in die Augen. „Ich werde schon aufpassen, dass dir nichts passiert, Bella.“ Meinte er noch, ehe ein Lächeln sich in seinem Gesicht breit machte. Er freute sich schon, endlich den Auftrag erledigen zu können um wieder nach Fiore zurückzukehren, denn dann konnte sie der Leutnant werden, was bedeutete, dass sie an seiner Seite blieb. Irgendwie freute es Dean, schließlich war sie keine schlechte Person, auch wenn sie laut Akte eine potentielle Kriminelle mit extravaganten Standards wäre. Ihm war das egal, es zählte nur das jetzt und das, was sie machen wollte. Keine Familie, keine Brüder, keine Aufträge. Einfach nur sie und ihr Tun. Sie war frei, zumindest fühlte Dean so für sie. Musste sicherlich ein schönes Gefühl für sie sein.

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Re: Kneipe - Zum Tänzelnden Pony

Beitrag von Gast am So Sep 27, 2015 8:55 pm

Es gab viele Momente, in denen Bella wohl einfach auf gesprungen wäre, ihn die nächstbeste Flüssigkeit ins Gesicht geschüttet hätte - und hätte es ihre Spucke sein müssen - und davon stolziert wären wie ein stolzer, männlicher Pfau. Vielleicht hätte sie auch einen Aufstand gemacht und ihn angeschrien oder gefaucht, ihn vielleicht sogar geschlagen. Vielleicht wäre sie auch einfach ohne ein weiteres Wort beleidigt abgezogen.
Vielleicht, vielleicht, vielleicht.
Es schien, als würde dieses Wort in ihren Gedanken gar kein Ende mehr nehmen.
Und so musste sie zusehen, wie sie bei dem Gedanken von Dean beschützt zu werden, bei diesen Worten, die nur ihr galten und die aus seinem Mund kamen, zusammen zuckte und - rot wurde. Ja, Bella Braginsky, die vermeintliche Dampfwalze einer Frau die einem überrollen konnte mit ihrer Zunge, wurde rot weil irgendein so dahergelaufen Mister Universum ihre Welt auf den Kopf stellte für ein paar Sekunden, mit Worten, die eigentlich Alltäglich sein sollten.
Sie war sich nicht sicher ob sie sich freuen oder weinen sollte. Vielleicht - und da war es wieder, dieses schöne Wort - hätte sie auch beides getan, wäre ihr da ihr Mundwerk nicht zuvor gekommen.

"Fuchs ist der blödeste Deckname denn ich je gehört hatte."
Gut, Bella, gut. Am besten nicht darüber nachdenken, wie schön Deans Gesicht eigentlich aussah, in diesem fahlen Licht, dass durchs Fenster fiel. In der Ferne konnte sie einige Möwen hören, sicher, dass diese über das unendlich weite Meer hinaus streifen würden um nach was auch immer Möwen brauchten suchen. Sie wusste es nicht. Sie war kein Möwenexperte.
Und doch hatte sie das Gefühl, sie würde auch auf einer wirrenden Suche über die Ozeane sein.
"Wer setzt sich außerdem in einen Wald? Was soll das für eine Art Lager sein?" Die einzigen Lager die sie kannte, die von Wäldern umgeben waren, waren gewisse Lager aus einer Zeit, in der Mann noch so manch anderen Deutschen Gruß an den Mann brachte. Doch seis drum. Es wäre nur leichter für sie, würde er hinter irgendeinem Busch verrecken als in der Öffentlichkeit - es würde die Mengen fern, und den Ruhm herbei halten. Außerdem würde es die Aufgabe erfüllen. Und so biss sie eine weitere Scheibe von ihrem Brot ab, nicht darauf achtend, dass Dean wohl nicht nur Mister Universum, sondern auch Mister Ich-Esse-Gern-viel-und-noch-viel-mehr war. 

Warum also sah er trotzdem so lieblich dabei aus, wie er sich ein halbes Kilo Butter zwischen die Zähne schob?!
"Also gut Dean!", sagte sie und schnitt sich eine weitere Scheibe Käse ab. "Dann sei es so. Wir werden diesen Fuchsinger suchen und ihn ... Was machen wir mit ihm? Wirst du ihn töten? Oder brauchen die ihn... lebend?", sie war sich nicht sicher wieweit sie bei dieser Mission gehen durfte, allen voran da sie ihren neuen "Posten" nicht schon jetzt aufs Spiel setzten wollte. Sie wollte wirklich an Deans Seite bleiben und eine gute Arbeit leisten aber irgendwie fiel es ihr schwer sich einige ihrer Angewohnheiten abgewöhnen zu müssen. Sie würde es tun aber es wird ihr schwer fallen, dass wusste sie mit Sicherheit. Naja, im Endeffekt konnte sie immer noch Dean teasen. Das war ein schwacher Trost, aber immerhin.
Als Dean es ihr erklärt hatte, nickte sie, biss einen weiteren Bissen ab und streckte sich gähnend. "Dann sei es so."
Sie erhob sich und betrachtete die aufgegessenen Teller. Als Rusty um ihre Beine schlich, schlich sich auch ein Lächeln auf ihr Gesicht. Sie beugte sich hinab und streichelte den Kater, der schnurrend darauf reagierte und sich mit Stupsern bedankte. 

"Ich weiß ja nicht wie du denkst, aber ich hab Rusty schon so ins Herz geschlossen, dass ich ihn unmöglich aufgeben könnte. Aber ich weiß nicht, ob diese Mission sicher genug für den Kleinen ist. Ich will nicht dass er verletzt wird und wieder in der Gosse endet." Sie streichelte den Kater erneut, der sich an ihr Bein schmiegte.
Sie sah nicht auf als sie diese Worte zu Dean sagte, sonst hätte ihr Herz sicher wieder zu pochen begonnen unter ihrem schmutzigen Kleid. "Außerdem wären Kleider gut. Vielleicht sollte ich.. doch dieses alte Waschweib im Kleiderkasten spielen." Sie erinnerte sich an das Grauen von kleid dass sie an Tag ihrer Ankunft gefunden hatten und schauderte. Vielleicht wäre es aber besser, nicht so auffällig herum zu stolzieren, auch wenn Dean die modischeren Klamotten bekommen hatte. Vielleicht, wenn sie ihn als Frau schminken würde und sie die Männer Klamotten anziehen könnte... Aber nein das würde zu viel Zeit kosten.
Als sie sich schließlich, mit dem schnurrenden Kater im Arm, erhob, sah sie zu Dean herab, dem wohl immer noch die Butter am Kinn klebte. Bald würde sie wohl schmelzen und zu Tropfen beginnen, und Bella war sich sicher, dass sie nicht die Person sein wollte, die dann sein Kinn zärtlich umfahren wollte. Oder doch?

Aber gut!
"Ich werd in das Kleid schlüpfen und mich fertig machen, dann können wir von mir aus aufbrechen. Am besten wir lassen unsere Sachen vorerst heir. Man weiß nie was passiert. Und Rusty-"; sie sah zum Kater hinab. "Vielleicht sollten wir ihn vorerst bei dem Opi da unten lassen. Ich will nicht, das ihm was passiert. Und zum kämpfen ist er noch ein bisschen zu klein."
Und damit machte sie sich auf nach unten, nachdem sie die Kleider gewechselt hatte und machte sich auf um den alten Gasthaust Wirt zu suchen, um ihn den Kater anzuvertrauen.


Als sie später hinauf schlich, hoffte sie inständig Rusty nicht als suppeneintopf wieder vorzufinden.

TBC Mit Dean

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Re: Kneipe - Zum Tänzelnden Pony

Beitrag von Gast am Do Okt 01, 2015 4:32 pm

Bella hatte schon Recht. Fuchs war kein guter Deckname, vor allem weil man ja ein Tier wählte. Alleine der geheime Code könnte auch ebenso etwas mit Tieren gemeinsam haben, doch das konnte er nicht genau sagen, da hatte er nur seine Theorie. So oder so, jetzt konnten sie sich langsam in Bewegung setzen und den Kriminellen das Handwerk legen. Ein wenig Butter auf das Brot gehörte immer, so lernte er es schon klein auf. Okay, vielleicht war es doch ein wenig zu viel, wenn er sich eine daumenbreite Scheibe Butter auf das Brot einfach nur legte. Er versuchte es nicht einmal zu verschmieren, aber so war er eben. So war Dean halt. Es musste nicht immer kompliziert sein um das bestmögliche Ziel zu bekommen, er benutze lieber den einfacheren und vielleicht fauleren Weg. So aßen die beiden am Tisch, genossen die idyllische Stimmung welche gerade vorherrschte. Auch wenn die Blicke von Bella doch ein wenig durchbohrend waren, oder kam es nur ihm so vor? Zog sie ihn gerade mit ihren Blicken aus und stellte sich vor wie er darunter aussehen würde? Nein, wohl kaum. Das hatte sie schon gesehen, oder doch? Vielleicht bekam sie nicht genug von seinem Antlitz? Sie war schon eine Dame, welche mit allen Wassern der Meere gewaschen wurde und auch neulich mit dem aus der Kanalisation, doch das letztere wollte sie sicherlich so schnell vergessen wie möglich. Nachdem der Kommandant seine kleine Aussage getätigt hatte, kam auch die Schönheit in der Person, Bella, wieder zu Wort. Sie meinte nur, wer setze sich denn außerdem in einen Wald? Was für eine Art Lager sollte das denn sein? Anscheinend hatte die Katze nicht viel Wissen in der Verteidigung von Gebäuden insbesondere von Lagern, doch das konnte er ihr auch nicht verübeln. Ein Lager im Wald hatte immer viele Aspekte, Vor,- und Nachteile.
 
Zu den Vorteilen zählten auf jeden Fall die natürliche Schutzbarrikade vor größeren Belagerungsmaschinen wie Katapulten oder Rammböcken, da diese nicht durch das dicke Geäst manövriert werden konnten, ebenso waren sie teilweise von Beschuss geschützt. Doch so viele Vorteile eine Befestigung im Wald auch haben konnte, die Nachteile waren genauso stark. Hätte man nur ein wenig Feuer, könnte man das ganze Lager ohne mit der Wimper zu zucken auslöschen, doch dies würde viel zu viel Aufmerksamkeit erregen. In der Nacht konnte man einfach durch den Schatten der Bäume huschen und eine Infiltration starten. Wie ein Trojanisches Pferd eben, wenn der Tod in innen kam. Doch auch diese Strategie hatte ihre Vor,- und Nachteile. Dean wollte nicht auf volles Risiko gehen, doch musste er ihr vorerst noch erklären, um was für eine ‚Art‘ Lager es sich handelte. Er eröffnete erneut den Blickkontakt, konnte in ihre wundervollen Augen sehen ehe er die Luft zum Sprechen sammelte. Noch eben die richtige Formulierung im Kopf zusammengestellt, dann eröffnete er auch schon das Wort. „Eine Befestigung. Wahrscheinlich aus Holz. Wie eine kleine Burg im inneren eines Waldes, abgeschottet von der Außenwelt. Der Wald hat viele Vorteile, allerdings auch Nachteile. Wir müssen unsere Strategie als Team planen, dann effektiv und präzise vorgehen. Es soll von unserer Seite her keine verletzten geben.“ Sprach er zu ihr während er erneut einen Bissen von seinem 95% Butter und Rest-Brot nahm. Die beiden nutzten die Zeit der Stille um sich noch ein paar Kalorien in den Bauch zu schlagen, schließlich war es wohl vorerst das letzte Frühstück, oder eben Mittagessen, oder was auch immer, bevor sie zu dieser Befestigung gingen. Auch Bella stopfte sich Sachen in ihren Bauch, sodass sie bei Kräften blieb, von Dean nicht abzusehen.
 
Bella suchte die Aufmerksamkeit von Dean indem sie sich ein wenig räusperte und ihn ansprach. Da sie wahrscheinlich noch Hunger hatte schnitt sie sich erneut eine Scheibe Käse herunter, wobei diese nicht einmal ansatzweise den Magen von Rusty gefüllt hätte. Dean, welcher gerade fertig war mit seinem lieblichen Butterbrot und sich den Mund abwischte hörte natürlich zu und war interessiert was die Dame zu sagen hatte. Sie fragte, was sie dann mit diesem ‚Fuchsinger‘ machen sollte, ob sie ihn töten oder sie ihn lebend brauchen würden. Auf diese Aussage konnte er auf Anhieb keine Antwort geben, denn er war fasziniert wie schlecht doch manche ‚Spitznamen‘ für andere Leute ausfielen. Er hatte sich an ‚Mr. Universum‘ gewöhnt, aber Fuchsinger? Das war auch für sie eine komplett neue Stufe, allerdings im negativen. Doch dies war egal, es zählte nicht wie sie ihn nannte. Es zählte nur der Auftrag, welchen sie als Team bestritten. Die Frage ob tot oder lebendig war wohl dem Kommandanten überlassen. Im Interesse des Rats wäre es sicherlich, wenn er mit einem blauen Auge davonkommen würde und dann die Strafe in den Zellen des Verließ‘ absetzen würde, doch die Justiz war auch in der Hand, oder in der Pistole von Dean. Je nach Situation würde er sich wohl entscheiden müssen. Manchmal war tot besser wie lebendig, denn  Lebende konnten immer noch versuchen anzugreifen und jemanden zu verletzen. „Je nachdem, müssen wir schauen. Es wäre besser lebendig, doch sollte er sich zu weit aus dem Fenster lehnen, werde ich nicht warten um ihn das Handwerk zu legen, schließlich können Lebende immer wieder aus dem Versteck angreifen, selbst wenn du sie fesselst oder sonst was. Diese Typen finden immer wieder Wege.“ Antwortete er, sie biss ein weiteres Stück ab, streckte sich gähnend. Sie war bereit.
 
Kurz danach erhob sie sich auch, betrachtete beide aufgegessenen Teller. Plötzlich zierte ihr Gesicht ein Lächeln, Dean hörte es Schnurren. Rusty bahnte sich seinen Weg elegant durch die Beine Bellas, strich seinen flauschigen Körper, sein Fell an ihren Beinen. So wie Dean es von ihr erwartet hätte, reagierte sie auch. Sie beugte sich nach unten, streichelte ihn. Während sie ihn streichelte sprach sie zum Kommandanten,  denn sie hatte den kleinen, süßen Kater schon ins Herz geschlossen, sie könne ihn unmöglich aufgeben. Allerdings hatte sie keine Ahnung, ob diese Mission vielleicht zu gefährlich für den Kleinen war, denn sie wollte auf keinen Fall, dass er Verletzungen, vielleicht sogar anhaltende Angststörungen bekam. Außerdem hatte sie immer noch den Gedanken im Kopf, wie sie ihn damals in der Gosse von Hargeon fand. Mit dieser Gräte im Mund, verurteilt zum Sterben. Dean nickte. Er konnte sich vorstellen wie es ist etwas, was man bis ins unendlichste ins Herz geschlossen hat zu verlieren. Im guten Beispiel mit seiner Schwester, Mery. Bella sollte nicht so ein Schicksal erfahren wie es ihm erging, sie sollte es besser haben. Sie sollte nicht traurig sein, sich keine Vorwürfe oder Sorgen machen, nein. Das passte nicht zu ihr. Das wäre nicht sie. Dean konnte noch nicht auf die Aussage mit Rusty antworten, da kam schon die nächste von Bella. Sie meinte, dass doch Kleider gut wären. Eine gute Aussage, schließlich hatte ihr neues Kleid, nun, jetzt wohl eher ihr leicht verschmutztes Kleid schon bessere Tage gesehen. Wie sollte Dean nur auf Rusty antworten? Er dachte kurz nach, ehe er eine passende Antwort fand. „Du wirst dich niemals von Rusty trennen müssen, Bella. Er ist sicherlich schon ein Teil deiner Familie, denn auch mir ist er ans Herz gewachsen. Er wird glücklich sein, so sehr. Ich meine, schau ihn dir an, siehst du nicht sein Lächeln im Gesicht? Sein ‚Danke‘ dass du ihn damals gerettet hast?“ antwortete er mit einem Lächeln und strich ebenso dem Kater über seinen Kopf, sodass er sogar ein bisschen lauter wie bei Bella schnurrte. Dean lächelte. Er freut sich, denn Bella und Rusty waren wohl jetzt die einzigen, mit denen er sonst lachen und Spaß haben konnte. Er musste die Chance nutzen, ansonsten würde er wohl wie Kenji Byakuya, dem General vom Rat enden. Ohne Sinn für Humor und emotional so kalt wie eine Eiszeit auf dem kältesten Planeten hoch tausend. Alleine beim Gedanken an ihm fror das Blut in seinen Adern, auch wenn er ihn respektierte.
 
Zum Glück sprach Bella zu ihm, meinte, dass sie in das Kleid schlüpfen würde und sich so schnell wie möglich, zumindest hoffte Dean das, sich fertig machte. Es wäre in ihrem Interesse, wenn sie die Sachen vorerst hier lassen könnten, da hatte Dean auch nichts dagegen, recht viel hatte er ja nicht dabei. Doch die größte Frage war noch offen; Was mit Rusty machen? Der Kommandant bemerkte, dass sich die Worte in ihrem Hals stauten, sodass sie beinahe eine Träne vergoss, doch wollte sie das nicht zeigen. Sie wollte ihn vorerst hier lassen, bei diesem ‚Opi‘. Sie wollte nicht, dass ihm etwas passierte und zum Kämpfen wäre er noch zu klein. Dachte sie wirklich daran, dass der Kater einmal kämpfen konnte? Nun, scharfe Krallen hatte er ja, das durfte Dean schon persönlich miterleben. „Gut, dann mach du dich fertig, ich werde schon einmal nach unten gehen, schließlich kenn ich dich und du möchtest deine Ruhe während du dich umziehst.“ Neckte Dean ein wenig nach, tapste sie mit seinem Ellbogen mehrmals an, ehe er schnell wieder ernst wurde. „Es könnte schwierig für uns werden, also sei auf alles gefasst, Bella. Ich möchte nicht, dass dir etwas passiert, so pass bitte auf.“ Meinte er noch zu ihr, ehe er schon aus den Türen des Zimmers hinaus ging und es sich auf der Bank vor dem Eingang, dort wo Bella ihn zuvor noch ‚überfallen‘ hatte bequem. Die Zeit war wohl gekommen eine kleine Fuchsjagd zu veranstalten.

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