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Vor dem Gildengebäude

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Vor dem Gildengebäude

Beitrag von Toshiro am Fr Nov 14, 2014 12:00 am

An diesem Ort befindet man sich vr dem Gildengebäude von Lost Souls, ist aber immer noch in den Mauern der Festung. Von hier aus sind alle anderen Bereiche gut zugängig, die nicht mit dem Gildengebäude an sich direkt verbunden sind. Der Traningsplatz, der Garten und andere Plätze sind erreichbar. Hier findet man auch oft Mitglieder die grade auf Aufträge gehen, oder von welchen zurückkommen. Allerdings ist es nicht mit dem Hof der Gilde zu verwechseln, denn dieser liegt zentraler und gilt als eigener Ort, auch wenn man von diesem auch vieles begehen kann.




cf: Büro des Gildenmeisters

Es wirkte irgendwie nicht real, die Ganze Sache schien nicht echt zu sein, die Vorstellung war so irre, dass man meinen könnte, er würde träumen. Toshiro war kurz davor, mit der Gilde auf eine Mission zu gehen, die mit einer hohen Wahrscheinlichkeit sogar seine letzte sein könnte, das alles tat er nur für das Wohlergehen von Toto, der Mann der ihm eine Familie und ein Dach über dem Kopf gab, der Mann ohne den er heute nicht existieren würde. Hatte der Weißhaarige Angst ? Nicht wirklich. Aber Respekt, großen Respekt vor dem was dort kommen würde, ob er dem gewappnet war, den Kreaturen die sich seine Feinde nannten. Zudem lastete ein großer Druck auf ihm, der Druck der Verantwortung. Er führte diese Mission mehr oder weniger an, fühlte sich dafür zuständig, was die Sicherheit seiner Mitglieder anging, er brachte die ganze Sache schließlich erst ins Rollen, für den alten Herren. Besonders was Kyoko anging, hatte er ein zum Teil schlechtes Gewissen. Vor einer kurzen Zeit trafen sich ihre Lippen, sie waren sich so nah, sie willigte ein ihn zu begleiten, und das obwohl sie es eigentlich nicht konnte, sie verriet ihren Vater für einen Jungen wie Toshiro, hatte er das überhaupt verdient? War der Weißhaarige das Wert ? Grade jetzt, wo alles feststand, nagten sich diese Gedanken in seinen Kopf, nahmen seine grauen Zellen in Anspruch, fesselten ihn in seiner Phantasie, er konnte nicht entkommen, war gepeinigt an den Ketten seiner eigenen Imagination bis er des Rätsels Lösung gefunden hätte. Diese war eigentlich nur, erfolgreich zu sein, niemanden zu verlieren. Leichter gesagt als getan, das stand fest. Allerdings durfte er seine Bedenken und Sorgen nicht zeigen, er musste stark und vorbildlich wirken, wie ein Anführer der sein Heer nie im Stich lassen würde, unabhängig davon wie die Schlacht steht. Das wollte er sein, der Mann auf den sie zählen konnten, in jeder Lage. Dabei hatte er ein besonderes Auge auf Kyoko, für sie würde er wohl alles geben, was er noch hatte, seinen letzten Atemzug, auch wenn er das nicht so ganz leicht zum Ausdruck bringen konnte, es fiel ihm einfach nur schwer. 

Da saß er nun, wartend und in sich gekehrt, die Ruhe vor dem Sturm genießend. Er lehnte sich an die Wand des Gildengebäudes an, hatte sein Zeug was er brauchte bereits zusammengesammelt, war also so gut wie bereit. Nun hieß es auf die anderen warten, ohne sie konnte er schlecht losgehen. Die erste die sich zu ihm gesellte war Kyoko. Als sie heraustrat, machte sich ein Gefühl in Toshiro breit, was ihm eigentlich signalisierte dass er sich in ihrer Nähe wohlfühlte, doch er brachte nicht wirklich einen Ton zu ihr heraus, war einfach angespannt, seine Muskeln wirkten verkrampft , noch nie erlebte er sowas in einem solchen Zusammenhang wie diesem. Eines beschloss er für sich selbst, wenn er diesen Auftrag beenden konnte, würde er endlich mit Kyo Klartext reden, ihr sagen, was er wirklich für sie empfand, nicht nur Andeutungen und leere Worte, damit konnte schließlich niemand was anfangen. Auch wenn sie sich mehr oder minder geküsst hatten, war er davon so überrascht, dass er gar nicht in dem Maß reagieren konnte, wie er es gerne gewollt hätte, vielleicht wirkte das ihr gegenüber unpassend. Wieder schweifte er ab, darüber sollten seine Gedankengänge jetzt eigentlich nicht handeln. Nun war es soweit, nach und nach kamen sie heraus, diejenigen die sich bereit erklärt hatten, mit dem Kansou Magier diesen Auftrag anzutreten, die Reise ins ungewisse , auch wenn sie bis in den Tod führte. Mutig waren sie schon, das musste man ihnen lassen, oder waren sie einfach nur Lebensmüde? Trieb sie die Liebe zur Gilde und zum Meister an ? Oder taten sie es nur, weil sie Toshiro dringlich mit einem Schreiben darum gebeten hatte? Egal, aus welchen Gründen auch immer, ihre Hilfe war das auf was er zählen konnte, und das war wichtig ! Da gab es allerdings einen in der Gruppe, zu dem der Weißhaarige nicht unbedingt einen guten Draht in letzter Zeit gehabt hatte, der aber dennoch ein Teil dieser Truppe war, was bedeutete dass er mit ihm zusammenarbeiten musste, was auch kommen möge. Natürlich meinte er damit niemand geringeren als Yuuto, der Blondhaarige Junge. Toshiro wusste um seine Bedenken, er war nicht der tapferste Krieger von allen, nicht der stärkste, aber er entschied sich trotzdem mitzugehen, auch nach alldem was ihn erwarten könnte, trotzte er den Gefahren die auf ihn lauerten, und das als ein kleiner Junge. Scheint so, als hätte er bereits etwas gelernt, sich weiterentwickelt. Da stand er nun, kam als letzter aus dem Büro von Toto heraus. Vorsichtig begab sich der junge Mann zu ihm hin, blieb vor ihm stehen und platzierte eine Hand auf seiner Schulter, kniete sich hin um auf einer Höhe zu sein. "Hör mir zu. Ich weiß, wir haben unsere Probleme miteinander, die wir vielleicht gar nicht haben bräuchten. Aber jetzt müssen wir sie vergessen, müssen als ein Team arbeiten, besonders wir beide. Vor kurzer Zeit waren wir zusammen unterwegs, haben gegen diese Dämonen gekämpft, du hast mir gezeigt, dass du dich wehren kannst. Ich zähle auf dich, auf dich und deinen Mut. Yuuto, hab keine Angst, okay ? Sei dir sicher, ich lasse dich schon nicht im Stich, auch wenn du aufhören solltest, an meine Schwester zu denken" sprach er direkt zu ihm, aber allerdings nicht leise, so dass es jeder hören konnte, der ein offenes Ohr hatte. Aprospros Schwester, Fumiko hatte auch noch etwas zu sagen. 

Grade als der Weißhaarige die Hand von der Schulter des Jungen nahm, hörte er wie jemand seinen Namen laut rief, die Stimme war definitiv von seiner kleinen Schwester. Es kam zu 100% aus dem Gildengebäude. Gespannt drehte er seinen Kopf, blickte in diese Richtung. Heraus kam Fumiko gerannt, außer atem und fast stolpernd. Sofort reagierte der Kansou Magier und näherte sich ihr, fing sie sozusagen auf, nahm sie in den Arm, er merkte sofort dass etwas nicht mit ihr stimmte, hörte sie schluchzen...sie weinte. "Ich will nicht dass du gehst" flüsterte sie leise, griff sich fest in seine Kleidung. Diese Worte in ihrem Zustand gingen ihm nahe, mehr als das. Er wusste schließlich, dass er nichts versprechen konnte. Sie war das letzte bisschen seiner wahren Familie auf der ganzen Erde, sein allerheiligstes. "Ich habe an der Tür vom Büro gestanden, ich habe alles gehört, Toshiro! Bitte, du kannst nicht gehen, ich will nicht dass dir etwas passiert!" fügte sie hinzu, weinte stärker, immer verzweifelter. Mittlerweile musste sich der Weißhaarige vor allem anderen mächtig zusammenreißen, er war an seiner Gefühlsgrenze angelangt. "Ich muss gehen, Fumiko, es blieb mir nichts anderes übrig. Ich habe schon so viel für die Gilde getan, war so oft auf Aufträgen und bin immer nach Hause gekommen, auch wenn du dir Sorgen gemacht hast, haben wir uns nach einiger Zeit wieder in die Augen gesehen und wussten dass alles gut war, dass wird sich nicht ändern, auch nicht dieses mal" brachte er leise und brüchig heraus, seine Stimme signalisierte dass, was er im Inneren fühlte. Ein kurzer Moment der Stille herrschte, sie versuchte sich zu beruhigen, allerdings gelang dies kaum. "Versprich mir, dass du du zurückkommst" verlangte sie von ihm. Kurz wartete Toshiro ab, antwortete dann. "Ich verspreche es dir, Fumiko, als dein großer Bruder" sagte er, während ihm einige Tränen über die Wange liefen, er sie noch etwas fester in den Arm nahm. "Jetzt solltest du wieder reingehen, schaue nicht zurück,warte bis ich wieder da bin, okay?" flüsterte noch hinterher. Langsam ließ sie von ihm ab, wischte sich die Tränen ab und nickte kurz. Mit dem Kopf gesenkt, alle anderen ignorierend bahnte sie sich nach diesem Abschied ihren Weg zurück in das Haus der Gilde. Toshiro hingegen versuchte sich wenig anmerken zu lassen, wendete sich von den anderen ab, um seine Tränen zu trocken, dabei blieben natürlich noch die etwas geröteten Augen, was sich schlecht vermeiden ließ. Er musste wieder einen klaren Kopf bekommen, sich wieder auf die Mission konzentrieren. "Entschuldigt mich, dass war nicht geplant" gab er kleinlaut preis, wollte keine weiteren Worte daran verlieren, sondern weiter im Kontext gehen. Da gab es vielleicht erstmal noch ein paar kleine Fragen die geklärt werden mussten. Wie wollten sie sich nach Caldium fortbewegen? Ganz einfach : Getragen auf ihren eigenen Beinen. "Den Weg bis nach Caldium werden wir laufen, aus einem einfachen Grund. Kyoko ist eine Dragonslayerin, was bedeutet dass sie empfindlich gegenüber Transportmitteln ist. Unser Motto lautet auch in diesem Fall, alle für einen, einer für alle. Also solltet ihr diese Entscheidung respektieren. Wir machen Pausen, wenn ihr müde vom Laufen seid, aber müssen darauf achten, dass wir nicht zu viel Zeit verlieren, Zeit die Toto brauch" machte er nochmal endgültig klar. "Nehmt euch einen kurzen Moment, denkt nochmal einmal vernünftig über eure Entscheidung nach, denn wenn wir aufgebrochen sind, gibt es für keinen mehr von uns ein zurück. Wenn ihr soweit seid, packt eure Hand auf meine, und sprecht : Ich bin bereit" verlangte er noch und hielt seine Hand dann als erster nach vorne. "Ich bin bereit" kam es aus seinem Mund, natürlich wohl wissend was das bedeutete, schließlich machte er das selbst grade für alle klar. Er hatte den Entschluss gefasst alles zu geben, bis zum Augenblick an dem er das Licht der Welt ein letztes mal erblickte.
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Re: Vor dem Gildengebäude

Beitrag von Gast am So Nov 16, 2014 1:52 pm

cf.: Büro des Gildenmeisters

Es war eine bedrückende Situation, eindeutig. Alle waren mit ihren Gedanken komplett woanders. Als Kyoko nach Toshiro draußen vor der Gilde ankam, verließen keine Worte ihre Lippen, sie hatte einfach nichts zu sagen. Die anderen waren noch nicht da, bloß der Weißhaarige Vielleicht war es nur ein kurzer Moment, vielleicht sogar der Letzte, den die beiden unter sich verbringen konnten. Langsam und ruhig ließ sich die Slayerin neben ihm nieder, zog ihre Beine an. Sie wirkte abwesend, ruhig und nachdenklich. Kein Wunder, nach allem was in den letzten Minuten geschehen war. Sie konnte Toshiros Verschwiegenheit kaum deuten und noch weniger ertragen und dennoch versuchte sie ihren eigenen Gedanken nachzuhängen. Später hätte sie sicher keine Zeit dazu gehabt. Gedankenverloren starrte sie auf ihre Hand und dachte nach. Sie versuchte ihre Hand zu fixieren, bemerkte aber schnell, dass es ihr mit nur der Hälfte ihres Augenlichtes garnicht so leicht viel. Es war noch garnicht so lange her, als der Unfall auf ihrer Reise geschah und sie dabei ihr rechtes Auge verlor. Die Wunden waren noch lange nicht verheilt und wirklich umgehen konnte sie damit auch nicht. Klar, sie war ein Dragonslayer, die mit wesentlich besseren Sinnen gesegnet waren aber dennoch riss die Sache mit ihrem Augen eine ziemliche Lücke in alles hinein. Sie konnte nicht sagen in wie weit sie eine Hilfe oder Belastung für die Gruppe darstellen würde. Sicherlich würde sie so ihre Schwierigkeiten bekommen. Leicht biss sie ihre Zähne zusammen und ballte die Hand zu einer Faust, wirkte zerknirscht. Sie war einfach nicht hundert prozentig fit, dass war ein Fakt und dennoch ließ sie sich dazu hinreißen, die Gruppe zu unterstützen. Und dann war da noch der Verrat an ihrem Vater, für den sie sich schon wieder ohrfeigen hätte können. Sie wusste nicht, wie sie ihm so jemals wieder entgegentreten konnte. Es war belastend für sie, so sehr, dass sie sich davon beeinflussen ließ, sogar einen Streit mit Toshiro angefangen hatte. Letztendlich hatte es eh keinen Sinn sich darüber den Kopf zu zerbrechen, erst einmal mussten sie heil wiederkehren und ob dies gelang, stand auf einem ganz anderen Blatt geschrieben. Langsam aber sicher trudelten auch die anderen Mitglieder ein. Yuuto war der Erste und Toshiro richtete einige wichtige Worte an ihn. Kyoko blieb einfach nur still sitzen, lauschte seinen Worten, kommentierte diese allerdings nicht. Es war einfach unangebracht. Danach war es Fumiko, Toshiros Schwester die nach draußen trat. Sie weinte, wollte nicht das er ging. Sie versuchte ihn zu überzeugen, zu bleiben. Kyoko tat es leid sie so zu sehen und auch hier verlor sie keine weiteren Worte, da es etwas zwischen den beiden Geschwistern war. Sie hielt sich zurück, so wie sie es auch in Zukunft tun würde. Doch ob Toshiro sein Versprechen ihr gegenüber halten konnte, wagte die Dragonslayerin zu bezweifeln. Wie konnte er ihr solche falschen Hoffnungen machen? Sie verstand es nicht, er würde sein Versprechen sehr wahrscheinlich eh nicht halten könnten und sie für ewig verletzen. Nachdem das Mädchen wieder, wenn auch missmutig in die Gilde gegangen war, trafen die beiden letzten der Gruppe ein. Diese beiden, die Kyoko noch nicht kannte. Sie wusste ja noch nicht einmal wie sie hießen und es interessierte sie im Moment auch kaum. Als endlich alle versammelt waren, ergriff Toshiro das Wort und erklärte ihre Reisestrategie. Aus Rücksicht auf Kyoko verkündete er, dass sie den Weg bis zum Ziel laufen würden. Sehr zuvorkommend und dennoch hielt Kyoko es nicht für nötig ihr eine Extrawurst zu braten. "Nicht wegen mir...es gibt eine andere Möglichkeit für mich zu reisen ohne herkömmliche Transportmittel zu verwenden. Wir haben keine Zeit für Verzögerungen, also sollten wir nicht laufen." mit diesen Worten bewegte sich etwas unter dem Mantel der Magierin und sogleich kam ein kleiner schwarzer, pelziger Kopf zum Vorschein. Als hätte er darauf gewartet, maunzte der Kater freudig. Mit einem leichten Lächeln blickte Kyoko zu ihm und ließ den schwarzen Kater hinausspringen. "Also nehmt keine Rücksicht, wir dürfen keine unnötige Zeit verlieren." sprach sie noch einmal zu der Gruppe, während sich der Kater in eine Sandwolke hüllte und wenige Augenblicke später in seiner entfesselten, wesentlich größeren Form, vor der Gruppe erschien. Ein riesiges katzenartiges Wesen aus Sand, fast als wäre es auch der Zeit der Pharaonen entsprungen. Überhaupt nicht mehr niedlich blickte der Kater zu der Gruppe. Damit war diese Sache auch geklärt, zumindest für Kyoko. Nachdem Toshiro dann noch einmal darum bat, sicht zu entscheiden rief er den gemeinsamen Schlachtruf aus, der alle irgendwie motivieren sollte, legte auch sie als erste von den anderen ihre Hand auf die des Kansou Magiers. "Auch ich bin bereit!" kam es aus ihr heraus.

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Re: Vor dem Gildengebäude

Beitrag von Gast am Do Nov 20, 2014 10:57 pm

Da kam nun der Blonde Junge als letzter aus der Gilde, mit dem Blick auf den Boden und mit den Gedanken zurzeit ganz woanders, aber er merkte das er sich jetzt konzentrieren musste, da jetzt gleich die Reise losging. ,,Ah.. Gomen! ich hab wohl etwas Zeit vergeudet als ich mich fertig gemacht hab" Sagte Yuuto und kratzte sich dabei am Hinterkopf. Doch gerade dann ging Toshiro zu ihm und legte seinen Arm auf Yuuto's Schulter, der Blick des Jungen war voller Verwirrung, denn er wusste ja nicht was der Silberhaarige von ihm wollte. Der Weißhaarige sprach darüber das sie schon mal zusammen gekämpft haben, das sie als Team arbeiten müssten und er keine angst haben sollte, da Toshiro ihn schon im Stich lässt. Gerade als Toshiro fertig geredet hat schlich sich ein lächeln auf Yuuto's Lippen, als hätte man ihm wirklich gerade alle Angst genommen, er vertraute komischerweise Toshiro sofort, obwohl sie nicht gerade die "besten Freunde" waren. ,,Ich... ich hab keine angst, ich werde helfen so gut ich kann." Erwiderte Yuuto und sah in Toshiros Augen. Der Blonde hörte aber wie man die Tür zur Gilde öffnete, der Blonde drehte seinen Kopf in die Richtung des Geräusches und sah Fumiko, aber sie wollte eh bestimmt mit Toshiro reden, also ging Yuuto zu den anderen und sah zu wie Fumiko mit ihrem großem Bruder redete. Er wollte da gar nicht stören weil das wohl so ein besonderer Moment für Tosh und Fumiko war, also kontrollierte er nochmal ob er alles in seinem Rucksack hat was er braucht, das dauerte nicht lange nur ein paar Minuten. Nachdem er fertig war, konnte Tosh sich nun endlich von Fumiko verabschieden und begab sich zu der Gruppe. Doch dabei bemerkte Yuu das Tosh leicht gerötete Augen hatte, hinterfragen sollte er dies wohl lieber nicht, nun begann Toshiro alles zu erklären. Sie müssten wohl zu Fuß da Kyoko nicht mit Fahrzeugen klar kommt und das es alle für einen ist, doch die Braunhaarige machte klar das sie keine Extra wurst braucht und holte eine Katze raus, diese verwandelt sich in ein größeres "Sandmonster" damit sollte Kyoko also reisen können. Yuuto war beeindruckt das so ein großes Vieh wohl komplett aus Sand bestand. Dazu erwähnte Toshiro das es kein zurück gebe wenn man jetzt mitkommt und wenn man bereit ist man seine Hand auf die der anderen legen soll. Toshiro und Kyoko taten es, Yuuto zögerte auch nicht lange und legte seine Hand auf die der anderen und sagte laut "ich bin bereit!".

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Re: Vor dem Gildengebäude

Beitrag von Gast am Sa Nov 22, 2014 12:15 pm

Als Edward die Gilde verließ, auf den Hof nach außen in den Regen trat, ließ er seinen Blick schweifen. Die Rothaarige war noch nicht zu sehen, alle anderen hingegen waren bereits vor Ort. Dabei auch eine junge Frau, von der er nicht wusste, dass sie die Reise mit angetreten hätte. Bei genauerer Betrachtung erkannte er sie. Toshiros Schwester, so wahr er sich nicht irrte. Plötzlich verließ sie die kleine Gruppe, lief an dem Schwarzhaarigen vorbei und schenkte ihm keine Aufmerksamkeit. Im Vorbeigehen glaubte er zu erkennen, dass sie weinte, ihre Tränen unterdrückte. Keine Frage, sie sorgte sich um ihren Bruder. Sie wusste von der Mission und höchstwahrscheinlich hatte sie vor ihn von seiner Idee abzubringen. Tosh hingegen blieb konsequent. Er hatte sich in den Kopf gesetzt Toto zu retten, das zog er durch. Edward schloss nun auf. Er trat zu den anderen und kaum angekommen sah er auch, wie Beatrix sich durch die Tür des Gildengebäudes schob. Überrascht beobachtete er, dass sie sich nicht einmal dem äußerst miserablen Wetter entsprechend gekleidet hatte. Sie war gar nicht eingestellt auf Regen und Unwetter, doch wieso nicht? Sie war doch vorhin erst mit dem Schwarzhaarigen durch den Sturm gelaufen, hatte ihn am eigenen Leib gespürt. Ob es auf ihren ungünstigen Gesundheitszustand zurückzuführen war? Während die Rote sich auch zur Gruppe bewegte, verkündete Toshiro ein paar organisatorische Dinge. Edward setzte seine Tasche ab, legte sie auf den kalten, verregneten Boden. Seine Aufmerksamkeit galt Beatrix, doch hörte er was der Gruppenanführer von sich gab. Man würde laufen. Kyoko sei ja eine Dragonslayerin und ihr würde unwohl, sollte sie gewisse Transportmittel nutzen. Nachdenklich legte sich Edwards Stirn in Falten. Soweit er wusste, sorgte diese Reisekrankheit für eine unangenehme Übelkeit. Doch sollten sie wirklich aus diesem Grund auf eine Kutsche verzichten? Wegen der einen jungen Frau? Sie würde keineswegs sterben, nur mit Übelkeit zu kämpfen haben. Auf der Gegenseite lag Toto im Bett seines Büros. Er kämpfte um sein Leben, für ihn war jeder Augenblick der gespart werden konnte wichtig. Eigenartige Prioritäten, die der Weißhaarige sich da setze. Die junge Frau, die grade eben als Kyoko bezeichnet wurde, stellte jedoch sogleich alles richtig. Sie selbst hatte die richtige Einstellung. Sie wollte nicht, dass man auf sie Rücksicht nahm. Sie wusste, dass Toto im Vordergrund stehen musste und man Zeit zu sparen hatte. Darum verzichtete Kyoko auch auf derlei Sonderbehandlungen. Mittlerweile war die Rothaarige vollständig angekommen. Kurz fummelte Edward an seinem Mantel herum, streifte ihn ab. Dann tat er einen Schritt auf Beatrix zu, warf ihr den Mantel mit Schwung um, knöpfte ihn dann am Halse zu. Aufgrund ihrer Körpergröße reichte er sogar bei ihr fast bis zum Boden. „Erkälte dich nicht.“, sprach er daraufhin ruhig aber bestimmt. Währenddessen forderte Tosh eine Geste des Zusammenhaltes ein. Er verlangte, dass jeder die Hand auf seine legte und aussprach, dass er bereit war. Kyoko, wie es schien so etwas wie seine Freundin, zögerte keinen Moment und sie war die erste, welche die Geste verübte. Während auch der Blondschopf es ihr gleichtat, schaute Edward nur fragend in die Gruppe. Seine Blicke sprachen Bände. Sie sprachen ‚Ernsthaft?‘, oder ‚Das ist nicht euer Ernst.‘ Der Magier zögerte. „Ist das wirklich notwendig?“, murmelte er kaum verständlich. Mittlerweile erfüllte selbst Beatrix ihren Soll. Sie legte ihre Hand auf die anderen. Nach langer Zeit des Zögerns gab Edward dann nach. Beatrix zur Liebe. „Oh man….“ Stöhnte er. Während er zögerlich seine Hand auf die von Beatrix legte, wandte er seinen Blick leicht genervt ab. Er blickte in Richtung Ausgang des Hofes. „Kann losgehen.“, zischte er wiederwillig, verwendete mit Absicht nicht das vorgegebene ‚Bereit‘. Eine kindliche Aktion, so fand er. Unnötig. Sie sollten lieber aufbrechen statt so einen Heck meck zu veranstalten. Wenn Toto wegen solcher zeitkostenden Spielchen verstarb, dann brach der Zeitmagier sein Versprechen der Rothaarigen gegenüber. Er versprach ihr Toto zu retten. Ein Bruch dieses Versprechens konnte er sich nicht leisten. Es würde ihn in ein verdammt schlechtes Licht rücken und das wollte der Schwarzhaarige auf jeden Fall vermeiden. Das Edward ‚bereit‘ war, hatte er in seinen Augen schon deutlich genug gemacht. Das mit dem Sterben war in seinen Augen ohnehin so eine Sache. Er war sich recht sicher das Ganze zu überstehen. So sicher, wie vielleicht sonst kein anderer der Gruppe. Noch nie musste Edward den Tod fürchten, warum also plötzlich auf dieser Mission? Vielleicht lehrte ihn das Leben ja etwas anderes, doch bisher erfüllte ihn seine Magie mit einem enormen Selbstvertrauen. Für ihn rückten eher andere Leben in den Vordergrund. Edward selbst machte es sich zur Aufgabe die anderen zu schützen, ihnen zu helfen. Kämpfen war nicht sein Steckenpferd, doch konnte er den anderen mit seiner Gabe dennoch behilflich sein. Er musste sie am Leben halten, wenn es notwendig war. Er musste Beatrix am Leben halten. Irgendwie rückte sie Stück für Stück ins Zentrum seines Lebens. Der Magier verspürte immer mehr den Drang sie zu schützen, nichts auf sie kommen zu lassen.

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Re: Vor dem Gildengebäude

Beitrag von Gast am Sa Nov 22, 2014 12:55 pm

Cf: Beatrix‘ Zimmer

Schritt für Schritt machte sich Beatrix auf den Weg zum Treffpunkt, welcher vor der Gilde war, denn dort versammelten sich alle, zumindest dachte sie das, denn das wäre der einzige Ort gewesen, welcher zum Treffen geeignet war, von wo man zumindest direkt auf Reisen gehen konnte. Zwar bemerkte Bea den Sturm draußen, welche sie vor wenigen Minuten, vielleicht sogar schon Stunden oder Tage miterleben durfte, am eigenen Leib spürte, denn die rauen Wellen prasselten auf ihre Haut, der Regen nässte sie ein, sodass sie sich erkältete, zumindest irgendwie, was sie allerdings nicht nach Außen zeigen wollte, da es ihr peinlich war. Eine erkältete Inquisitorin, eine Lachnummer in den Augen der Roten, so musste sie sich konzentrieren, deswegen zog sie sich auch unpassend zum Wetter an, sodass sich ihr Körper daran gewöhnen konnte, das war ihr Plan! Sie wollte Feuer mit Feuer bekämpfen, in diesem Falle Erkältung gegen Kälte und Regen. Sie versuchte stark zu sein, keineswegs irgendwelche Schwäche zu zeigen, da spähte die Rothaarige vorsichtig aus dem Tor heraus, konnte die anderen sehen, so machte sie sich langsam auf dem Weg zu ihnen zu gehen, wo sie permanent ein Niesen unterdrückte, nun durfte sie es sich wirklich nicht erlauben. Langsam ging sie zu ihren Freunden, eher zu ihren beiden männlichen Freunden, dem Blonden und der Frau, denn Tosh kannte sie ja und war eigentlich auch ziemlich dicke mit ihm, eigentlich. War er immer noch sauer auf sie, dass sie sich so eine lange Zeit nicht blicken ließ, oder hatte es einen anderen Grund, einen Grund welchen sie nicht wissen durfte? Beatrix war nicht einmal einen Moment angekommen, schon hatte sie einen warmen Mantel an, ein Mantel welcher sie wärmte. Langsam kitzelte es in ihrer Nase. Es wurde immer stärker, plötzlich war es so weit, Beatrix nieste, wie ein kleines Mädchen, so süß hörte es sich an, sodass sie sofort errötete als Edward das hörte, allerdings im ersten Moment nichts dazu sagte, wahrscheinlich musste er sich beherrschen zu lachen, oder etwas anderes? Das einzige was er sagte, war, dass sie sich nicht erkälten sollte, was sie allerdings dank dem Sturm und des freiwilligen Tauchgangs bereits tat, denn das Breschen der Wellen war bei weitem nicht angenehm, wahrscheinlich auch nicht für Edward, welcher sie wie ein Fischer aus dem Wasser angelte und an Land brachte,  zumindest versuchte, denn Beatrix rettete ihm, auch wenn sie es nicht glauben konnte, es war wirklich so, die Rote hatte ihn gerettet. „Ich erkälte mich doch nicht!?“ sprach sie, als hätte sie recht, in einem beschämenden Ton, allerdings war die Aufmerksamkeit von Edward schnell dahin, denn Bea bemerkte, dass sie ihre Hände aufeinander legten, auch wenn Edward ziemlich genervt davon war, machte Beatrix den Anfang, denn schließlich war es ein gemeinsamer Auftrag, ein Auftrag welcher nur ein Ziel hatte: Den erfolgreichen Abschluss und Heimkehr zu Wohle von Toto! „Mischen wir sie auf!“ sprach Beatrix seelenruhig aber komplett ernst, denn sie hatte wirklich kein anderes Ziel als diesen Auftrag zu schaffen, auch wenn sie schwer verletzt werden würde, selbst wenn sie ihr Leben verlieren würde, denn immerhin hatte sie noch Verbündete und vor allem Edward, welcher ihr das Versprechen gab, Toto zu retten, so wollte er es gewiss nicht brechen, so viel wusste die Rote, denn irgendwie wurde Edward ihr immer wichtiger, lag es daran, dass der Zeitmagier sie so oft rettete oder einfach… Sie wusste es nicht. Beatrix bemerkte erst jetzt, dass diese Frau – welche sie kurzerhand als Freundin von Toshiro einstufte – ein Sandmonster beschwor, welches große Ausmaße annahm, so bestaunte Beatrix es schnell, wandte sich dann leicht enttäuscht von ihr ab, als wäre sie eifersüchtig. Ihr Verhalten war anders wie sonst, lag es daran, dass sie Toshiro mit einer Frau sehen musste, oder, dass Edward wegen ihr ungeschützt im Regen stand? „Ähm.. Edward…“ fing Beatrix leise an zu reden, denn schließlich hatte sie immer einen kleinen Regenschirm dabei, welcher sozusagen in eine Tasche passte, so erinnerte sie sich jetzt erst daran, ihn mitgenommen zu haben. Schnell zog sie den Mantel aus und reichte ihn Edward zurück, sah dabei auf den Boden, sie war errötet. „Du kannst den Mantel haben…“ murmelte sie leise vor sich hin, ehe sie den Griff des Regenschirms herausholte, den Zeitmagier kurz ansah, allerdings – als hätte sie einen Geist gesehen – wieder zu Boden blickte. „Du kannst aber den Regenschirm für mich halten…“ murmelte sie noch leiser, sodass es Tosh, die Frau und der Milchbubi nicht hörten, wer war der Junge überhaupt? Auf diese Frage wollte sie erst später eine Antwort haben, denn zuerst wollte sie die von Edward hören – war sie gerade zu weit gegangen? Hatte sie etwas Falsches gemacht? Beatrix wusste es nicht, aber die Worte waren gesprochen, so konnte sie nur darauf warten, eben auf die Antwort des Schwarzhaarigen, welcher sie mit seinen Augen ansah, immer noch genervt aussah von dem Schwur, dass alle bereit seien. „Oh.. wenn du nicht willst… dann nicht…“ sprach Beatrix ein wenig enttäuscht und wandte sich von Edward ab, denn anscheinend hatte er keine Lust, ihr zu helfen, oder doch?

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Re: Vor dem Gildengebäude

Beitrag von Toshiro am So Nov 30, 2014 1:52 pm

Es war soweit, alle hatten sich versammelt. Wie es im Inneren von ihnen aussah, konnte man schlecht als Außenstehender beurteilen, allerdings zählte es, dass sie sich bereit erklärt hatten, alles für den Meister zu tun und auf diese Mission zu gehen. Niemand hatte sie schließlich dazu gezwungen. Sie wollten ihrem Meister helfen, die Gefahren die auf sie lauerten in Kauf nehmen, obwohl sie eindringlich mehrmals gewarnt worden sind. Irgendwie war Toshiro glücklich darüber, dass sich so viele zu dieser Mission gesellt haben, aber das machte den Druck und die Verantwortung nicht grade kleiner, im Gegenteil sogar. Aber nun war es nun mal so und ändern konnte er nichts, wollte er auch gar nicht. Jedenfalls konnte es nun so gut wie losgehen, als Motivationsschub packten alle ihre Hände aufeinander und sprachen davon dass sie bereit waren, so war es zumindest gedacht. So gut wie jeder war auch ohne einen Kommentar oder sonst etwas dazu bereit. Es kam ihm nur so vor, als wenn es diesen Edward nervte, eine solche Geste zu machen. Sollte er nur machen, der Weißhaarige kümmerte sich nicht darum, schließlich zählte es letztendlich nur, dass er mitkam und irgendwie produktiv war, ansonsten hätte er einfach zuhause bleiben können, um es direkt zu sagen. Nachdem diese kleine Aktion abgeschlossen war, konnten sie auch schon die Gilde verlassen. Da wäre noch die Frage um das Transportmittel , da Kyoko eine Dragonslayerin war und somit nicht Fahrzeugen reisen konnte. Toshiro schlug vor, dass alle laufen konnten, da sich jeder für den anderen einsetzen müsste, sie waren schließlich ein Team. Allerdings wollte Kyo das nicht, sie wollte nicht im Mittelpunkt stehen. Allerdings hatte sie eine andere Idee. Ihre Art Katze sollte ihr als Fortbewegungsmittel dienen, anscheinend wurde sie davon  auch nicht beeinträchtigt. Schnell verwandelte sich der kleine niedliche Kater in eine Bestie aus Sand, auf der sie reiten konnte. „Nun gut“ sprach Toshiro schließlich. „Wir haben noch eine Kutsche von der Gilde. Diese werden die anderen dann nutzen“ machte er klar und machte sich schon auf den Weg um alles vorzubereiten. Die Kutsche fuhr ohne Pferde, basierte auf magische Vorräte die für den Antrieb sorgten. Als dann alles bereit gestellt war, konnte es auch schon auf die unerwartete Reise gehen. Die genaue Dauer wusste selbst der Weißhaarige nicht, aber das spielte auch nicht unbedingt eine wichtige Rolle, die Hauptsache war dass sie überhaupt irgendwann ankamen. Toshiro war der erste der Einstieg, sicherte sich einen Platz am Steuer, dass sich vor der Kabine befand. Irgendjemand musste die Truppe schließlich auch nach Caldium bringen, dafür sah er sich zuständig. Als alle bereit waren, also in die Kutsche einstiegen war es soweit, alle setzten sich in Bewegung. Die einen in der Kutsche, Kyo auf ihrer Sandkatze. Der Weißhaarige selbst wirkte sehr verschwiegen, so als wenn er in der nächsten Zeit kein einziges Wort verlieren wollte. Wozu auch? In seinem Kopf schwirrten nur Gedanken rum über den Auftrag, die Mission und das Ziel was es zu erreichen galt, für etwas anderes war grade kein Platz. Auch wenn es mehrere Dinge gab die ihm Sorgen bereiteten, musste er sie verdrängen, bis er das Kraut in seinen eigenen Händen hielt, sich einfach sicher war, dass er Toto wirklich retten konnte, darum ging es ja überhaupt erst. So also verließ die Truppe die Festung von Lost Souls und begab sich auf direktem Weg zum Ufer der Insel. Tosh schaute nach hinten zu den anderen in der Kabine. „Wir werden jetzt durch eine Art Floß auf die andere  Seite transportiert, vielleicht wackelt es ein wenig“ warnte er sie schon mal vor und fuhr dann auf die hölzerne Plattform. Schnell stieg er ab, befestigte die Kutsche und wartete bis Kyoko mit ihrem Gefährten ebenfalls drauf war, denn einen anderen Weg hinüber gab es sonst nicht, außer vereinzelte Boote, oder man war lebensmüde und schwamm. Das Wetter hatte sich zwar noch nicht ganz beruhigt, aber die See war jedenfalls nicht mehr so stürmisch wie zuvor, was ihnen wirklich gut in die Karten spielte. Lange Rede, kurzer Sinn, sie setzten zum nächsten Ufer über. Die relativ kurze Fahrtdauer verlief ohne weitere Probleme. Zuerst machte er das Floss fest, so dass es nicht davon treiben konnte. Er brauchte es auch nicht zurück auf die Insel bringen, denn es war einzig und alleine für die Überfahrt der Kutsche gedacht, welche ja nun bei der Gruppe war. Nachdem er die Kutsche an Land befördert hatte, konnte die Fahrt auch weitergehen, ein großes Stück hatten sie ja jetzt erst vor sich. Währenddessen schmiedete der Weißhaarige einige Pläne, dachte schon an Strategien und Taktiken für Kämpfe. Aber so genau ließ sich das alles noch nicht bestimmen, schließlich wusste er nicht was dort auf sie zukam und ob er einiges nochmal ändern musste. Aber eine ungefähre Idee für den Ablauf zu haben konnte sicherlich nicht so schlecht sein, dachte er sich zumindest. Solange sich die Gruppe hinten in der Kabine verstand war alles in Ordnung, Zusammenhalt und Teamgeist waren wichtige und wertvolle Dinge für eine solche Aktion. Zusammen konnten sie viel erreichen, alleine eher weniger. Auch der stärkste Magier gerät gegen eine gut organisierte Truppe in Schwierigkeiten und darauf wollte Toshiro setzen. Auch wenn er selbst für diesen Auftrag ein Vorbild sein wollte, derjenige der die Fäden  zog und seine Kameraden leitete, er war derjenige dem sie diese gefährliche Mission zu verdanken hatten. Deshalb musste der Kansou Magier auch dafür grade stehen, wenn etwas passierte, musste sich einsetzen. Egal wer oder was, und wann und wo auf sie zukam. Mittlerweile fuhren sie durch ein wunderschönes Tal. Toshiro besah sich der Natur. Einen Vorteil hatte eine solche Reise natürlich auch, man konnte die ungeahnte Schönheit die sich einem bot, viel besser wahrnehmen, sah Orte die man vielleicht nie zu Gesicht bekommen hätte.
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Re: Vor dem Gildengebäude

Beitrag von Gast am Do Feb 05, 2015 8:40 pm

Nachdem die kleine Geste beendet war, erklärte das sie eine Kutsche vor der Gilde haben, Nach einigem Gerede stieg fast alle ein, außer Kyo sie setzte sich auf ihre komische riesen Sandkatze. Nachdem alle bereit waren fuhr man auch schon los. Yuuto hatte neben dem Fenster ein Platz gefunden, er versuchte sich Mental noch etwas bereit zu machen und schaute so mit seinem Gedanken aus dem Fenster der Kutsche. Die Kutsche wurde nicht mit Pferden gezogen wie eine Normale Kutsche, nein sie wurde durch Magie betrieben, Yuuto würde gerne wissen wie das Funktioniert aber er konnte sich schon denken das die Lacrima's eine wichtige Rolle dabei spielten. Aber eigentlich sollte Yuuto sich nicht mit der Kutsche verfassen sondern eher mit der Mission und den Konsequenzen. Doch dies ist eigentlich schwerer als gedacht, was sollte er denn denken? "ja ich könnte sterben aber damit muss ich mich ampfinden?" Nein sowas ging nicht. während die Kutsche langsamer wurde zog es Yuuto wieder zurück in die Realität. Anscheinend sind sie am Ufer angekommen, gerade als das Gefährt langsamer wurde hatte sich der Kansou Magier zu seinen Fahrgästen gedreht und erklärte ihnen das sie nun mit einem Floß auf die andere Seite kommen. Schnell stieg also der Weißhaarige ab und befestigte die Kutsche damit es nicht runterrollt aber ob Kyo es genauso gut verkraftet wie die anderen ist eine andere Sache, schließlich wird ihr auf Transportmitteln schlecht. Jedenfalls kam das bunte Häufchen nach einiger Zeit auf der anderen Seite an. Also entsicherte Toshiro die Kutsche und sie fuhren alle weiter zu ihrem Missionsort. Doch wirklich Zeit hatte Yuuto nicht zum Anschauen der Gegend, er blieb wie üblich schnell in seinen Gedanken hängen, klar vertraute der Blonde Toshiro, er war ja auch Stark, aber was ist wenn was schiefläuft? Nein von diesen Gedanken durf sich Yuuto nicht abbringen lassen schnell schüttelt er seinen Kopf um diese Negativen Gedanken loszuwerden. Nachdem er sich endlich davon abgewendet hatte schlich Yuuto doch ein Gefühl der Freude auf, denn er musste dann wenigstens nicht alleine Kämpfen und hätte Hilfe bei sich. Langsam wanderte der Blick von ihm in der Kabine rum und schaute sich jedes Gesicht an, jeder schien wohl anders damit Fertig zu werden. Aber sie dürften sich jetzt nicht einschüchtern lassen, sonst wird die Mission kein Erfolg. ,,Lasst uns.. alles geben.. Okay? es gibt keinen Grund warum wir versagen sollten.." Sagte Yuuto um die Stille im in der Kabine aufzulösen, er klang jetzt sicher nicht sehr selbstbewusst aber bestimmt hat jeder die Nachricht aufgenommen.

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Re: Vor dem Gildengebäude

Beitrag von Gast am So Feb 22, 2015 2:35 am

Dass Edward diese Geste nicht zusagte, dürfte wohl jeder, der über einen Hauch Menschenkenntnis verfügte und ihn zufällig betrachtete, gesehen haben. Dabei beabsichtigte er gar nicht, der Spielverderber zu sein. Er betrachtete die Gesamtsituation nur mit sehr viel Ernst. Nicht, dass die anderen dies nicht taten, doch der Schwarzhaarige ließ sich eben nur ungerne durch den typischen, mentalen Kram davon ablenken. An das Gute glauben, alles für den Sieg geben und „Gemeinsam sind wir stark“. Das Glück beschwören, Schicksal. An all diese Dinge glaubte er nicht so wirklich. Er betrachtete das Ganze eher trocken und hielt sich an Fakten. Sicher, Zusammenhalt der Gruppe war wichtig. Sehr sogar. Darum ließ sich Ed, wenn auch etwas verspätet und eher gedrungen, auf die Geste ein. Mit seinem Kopf war er jedoch zu diesem Zeitpunkt ganz woanders. Plötzlich drang etwas an sein Ohr. Eine Stimme, sie riss ihn aus seinen Gedanken. Fragend schaute er sich um, bis sein Blick an Beatrix haften blieb. Sie war es, die zu ihm gesprochen hatte, nur war er zu abgelenkt gewesen, um es zu verstehen. Nachdenklich analysierte Edward ihre Haltung, ihren Ausdruck. Sie hielt einen Schirm in der Hand. Offensichtlich verlangte sie von ihm, dass er ihn halten sollte. >> Oh. Lass mich das machen. <<, sagte er, so als hätte er keine Ahnung was die Rothaarige grade sagte. Dabei umfasste er mit beiden Händen die ihrige, um sie kurz darauf ihrem Schirm zu entledigen. Erst dann viel ihm auf, dass die Magierin ihm auch seinen Mantel reichte. Edward war so abgelenkt gewesen, dass er nicht einmal mitbekam, wie sie ihn auszog. >> Bist du dir sicher? Der Wind wird trotz des Schirmes unangenehm sein…<<, meinte er. Drum zögerte er auch, den Mantel wieder entgegenzunehmen. Jedenfalls öffnete er den Schirm, um ihn über das Haupt der Magierin zu halten. Dies tat er, bis sie schließlich gemeinsam zu einer Kutsche traten, die von diesem Zeitpunkt aus erst einmal das Gefährt für die Reise sein sollte. Dort angekommen ließ er Beatrix den Vortritt, lieh ihr einen Arm, damit sie sich an ihm stützen und somit die Kutsche leichter betreten konnte. Gleich nach ihr betrat er ebenfalls das Gefährt, um sich dann gleich neben sie zu setzen. Den ersten Teil der Reise herrschte eine unangenehme Ruhe vor. Ob es daran lag, dass man sich kaum kannte und niemand den ersten Schritt machen wollte, oder dass alle mit ihren Gedanken bei dem waren, was vor ihnen lag, konnte der Zeitmagier nicht sagen. Bei ihm jedenfalls traf Letzteres zu. Edward lehnte sich zurück, legte den Kopf in den Nacken und schloss die Augen. Er schlief nicht, keineswegs. Er machte sich nur seine Gedanken. Durch seine Fähigkeiten fühlte er sich etwas verantwortlich. Er war nicht der effektivste Kämpfer, doch besaß Edward andere Talente. Er konnte sich um das Wohl der Gruppe sorgen, dafür sorgen, dass sie so gut es eben ging unversehrt blieben. Dafür mussten sie ihm allerdings vertrauen und vor allem auf ihn hören, wenn er ihnen Hinweise, ja fast schon Befehle gab. Natürlich war von Gefahrensituationen die Rede. Edward lag nichts daran die Befehlsmacht an sich zu reißen, die anderen herumzukommandieren. Toshiros Stimme ertönte, sie würden übersetzen, ein Floß dafür nutzen. Den Stillstand der Kutschenräder nutzte Edward aus. Ohne ein Wort zu verlieren, bahnte er sich seinen Weg durch den relativ engen Innenraum des Gefährts, hin zur Tür. Er stieg aus, schloss die Tür hinter sich und schaute sich um. Sicher war es ein riskantes Unterfangen bei diesem Wetter die Insel zu verlassen. Auch wenn das Wetter sich schon um einiges gebessert hatte, so sah es noch nicht nach wolkenlosem, blauem Himmel aus. Die Ruhe konnte trügen. Beatrix und Ed hatten vor nicht annähernd allzu langer Zeit ja erst diese Erfahrung gemacht. Doch es sollte alles gut gehen. Die Überfahrt verlief ohne weitere Komplikationen. Zum Glück. Als es dann weiter gehen sollte, also als das Floß auf der anderen Seite ankam und sich die Kutsche wieder von alleine bewegen sollte, nahm Ed allerdings nicht wieder im Innenraum des Gefährts Platz. Er entschied sich dazu dem vermeintlichen Anführer etwas Gesellschaft zu leisten. Er nahm neben Tosh Platz. Er agierte, als sei es eben selbstverständlich. Was war auch dabei? Darüber hinaus gab Ed ihm Zeit um in irgendeiner Form darauf zu reagieren, ehe er dann von alleine das Gespräch suchte. >> Tosh. Ich möchte nur, dass du weißt, dass du wirklich nicht alleine bist. << Eine kurze Pause folgte. Natürlich war Tosh nicht alleine, er war in Begleitung dreier seiner Kameraden. Doch glaubte Ed auch zu wissen, dass er verstand worauf der Magier hinaus wollte. Jedenfalls fuhr Ed nach einer kurzen Pause fort. >> Wenn ich dir irgendwie unter die Arme greifen kann, dann lass es mich wissen. << Der Schwarzhaarige nahm es sich heraus und legte eine Hand auf die Schulter seines Sitznachbarn. Zwar waren die beiden sicher nicht die besten Freunde, doch sollte er schon darüber Bescheid wissen, was Edward auszeichnete. So wie dieser auch über Toshiros Fähigkeiten Bescheid wusste. Auf jeden Fall wollte der Zeitmagier seinem Kollegen die Last nicht alleine auferlegen. Nur weil er das Ganze ins Rollen gebracht hatte, musste er nicht heißen, dass er auch alleine die Verantwortung tragen musste.  Von einem Lächeln war allerdings wenig zu sehen. Ed setzte eine eher Neutrale Miene auf.

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Re: Vor dem Gildengebäude

Beitrag von Gast am So Feb 22, 2015 6:48 pm

Es wurden immer mehr Personen, welche sich vor der Gilde versammelten, ihren großen Marsch vorbereiteten, schließlich gab es doch noch viel zu klären, nach Bea zumindest schon, denn eine Reise braucht viel Geduld und Vorbereitung. Nun standen sie da, es war nicht gerade das beste Wetter, allerdings hatte die Inquisitorin auch nicht die richtige Kleidung an, welch Glück, dass sie von Edward den Mantle bekam, sonst wäre es für sie wirklich kalt geworden, für ihn jetzt wohl auch, das tut ihr fürchterlich leid, allerdings war es seine eigene Entscheidung. Auf die Geste, dass Edward ihren Regenschirm halten sollte, reagierte er für einen Moment nicht, denn er hörte diesem Blondi zu, welcher davon sprach, dass sie gemeinsam stärker wären – war natürlich auch richtig war, allerdings sollte es für ihn keine Entschuldigung sein, denn wie leid es Bea doch tat, sie kannte ihm nicht, wusste deswegen auch nicht von seinen Fertigkeiten Bescheid. Nebenbei zählte der Blonde auch noch auf, dass es keinen Grund gebe, warum die Gruppe verlieren sollte, diesen gab es auch nicht, es war teilweise töricht, von so etwas anzufangen, so beschwor man meistens ein böses Omen hervor, Beatrix war überzeugt davon, es würde etwas schlimmes passieren, zu ihm, für einen Moment, oder doch länger? Eine Vorahnung? Nichts destotrotz bemerkte Edward – endlich – auch einmal, dass Beatrix mochte, dass er den Regenschirm tragen sollte, so machte er das natürlich auch, allerdings schien er ein wenig abwesend gewesen zu sein, dachte er über die Aussage des Jungen nach? Warum war ein junger Bursche dabei, hatte er besondere Kräfte, konnte man ihn als Joker einsetzen, sollte jeder versagen? War er ein Dragonslayer, ein Godslayer, oder noch etwas Stärkeres? Wenn Tosh ihn mitnahm, dann musste er wahrlich stark sein, eine Bereicherung für das ganze Team, ohne Frage. Edward umfasse sie mit beiden Händen, um ihren Schirm elegant abzunehmen, eine Tat welche ihm wieder bei Bea hoch ansiedelte. In diesem Moment, zog sie den Mantel von Edward aus, sie hatte doch ein schlechtes Gefühl deswegen, schließlich, war er ungeschützt und Beatrix hatte schon schlimmere Wetterverhältnisse überstanden, so war ein kleiner Regen auch nichts, im Gegenteil, es würde ihr Immunsystem stärken, außerdem trug sie Kreuzchen an ihrem Oberteil, diese beschützen sie auch, zumindest in ihren Gedanken. Ed erkundigte sich nochmal, denn der Wind könnte trotzdem unangenehm werden, allerdings war sie sich völlig sicher, sie wollte es so. 

„Natürlich, danke dir, Edward. Ich werde das schon schaffen, keine Sorge. Ich habe schon..“ kurz blieb die Inquisitorin stecken, denn sie erinnerte sich an ihre Vergangenheit, versuchte so schnell wie möglich zu lächeln, um das Ganze zu überspielen. „Ich habe schon anderes erlebt.“ Lächelte sie dem Zeitmagier dann entgegen, folgte dann auf Schritt und Tritt Edward, schließlich machten sie sich auf den Weg. Vor der Kutsche blieb der Gentleman dann stehen, hielt Beatrix den Arm, sodass sie einfacher betreten konnte. „Danke sehr, Edward. Du bist.. etwas.. besonderes.“ Sprach sie zu ihm, war natürlich auch dementsprechend schnell in der Kutsche verschwunden. Sie machte es sich in einer Ecke bequem, Edward setzte sich neben sie, als wären sie ein Paar, das hatte schon etwas romantisches an sich, allerdings wusste Bea, dass er, nein. Darüber konnte sie nicht nachdenken. Beatrix sah nach Außen, sah die Bäume, Felder und Flüsse an, bemerkte allerdings, dass ihre Augen immer schwerer wurden, immer schwerer und schwerer. „Edward..“ flüsterte sie leise, zog dabei leicht an seiner Hand, dann kippte ihr Kopf auch schon nach vorne, sie schlief. In einer nicht gerade guten Haltung, oder zu einem guten Zeitpunkt, vielleicht musste sie sich einfach noch von vorhin regenerieren, wie sie halbtot Edward an die Küste ziehen musste, oder sie selbst unterging und Unmengen an Wasser schluckte. Vielleicht war es einfach für den Anfang zu viel für ihren kleinen, zähen aber zierlichen Körper, Schlaf schadete so nie. Ein paar Minuten bemerkte sie noch, was um sich vorging, sie hörte auch die ganzen Männer reden, allerdings hatte sie dann nichts mehr im Visum, nun schlief sie, wahrlich.

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Re: Vor dem Gildengebäude

Beitrag von Toshiro am Mo Feb 23, 2015 9:49 pm

Die Reise hatte begonnen. Nachdem sich die Gruppenmitglieder vor dem Gildengebäude versammelt hatten, wurden die letzten Dinge geklärt. Nach einer Geste, die den Zusammenhalt förderte, noch einmal zeigte dass sie bereit waren, brachen sie auf. Vielleicht passte die Art und Weise nicht jedem, aber darum ging es nicht. Wenn man mit mehreren Leuten unterwegs war, musste man sich wohl oder übel fügen, sonst würde es nicht funktionieren. Und wenn es nicht funktionierte, dann konnte irgendwas nicht stimmen. Die Mitglieder von Lost Souls hatten keine andere Wahl außer zu kooperieren, das Leben ihres Meister stand auf dem Spiel. Toshiro würde schon dafür sorgen, dass es irgendwie funktionierte, zumindest so dass es reichte. Alle außer Kyo benutzten die Kutsche, sie selbst ritt auf ihrer Sandkatze. Sie konnte als Dragonslayer keine normalen Fortbewegungsmittel nutzen, daher musste sie darauf zurückgreifen. Der Weißhaarige nahm darauf Rücksicht, wollte zuerst dass alle liefen, aber sie lehnte es ab. So kam es dazu, dass sie Fahrt mit der Kutsche losging. Mit Hilfe von einem Floss konnten sie die Insel Galuna verlassen und aufs andere Festland übersetzen. Von dort aus, konnten sie beruhigt weiterfahren. Die magische Kutsche wurde von dem Kansou Magier gesteuert, somit saß er also vorne, die anderen nahmen in der Kabine Platz. Eine Weile würden sie mit Sicherheit brauchen, bis sie am Zielort ankämen. Daher hatte Toshiro ein wenig Zeit zum Nachdenken. Die Atmosphäre war gut, die Natur bildhaft schön. Sie kamen an Orten vorbei, die er noch nie gesehen hatte, es bot sich ihnen ein Schauspiel, welches man auch nicht jeden Tag betrachten. Schließlich war man nicht immer und überall in der Natur unterwegs. Vielleicht war ein wenig Ruhe auch gar nicht schlecht, einfach mal den Freiraum, über bestimmtes nachzudenken. Solange ihn niemand ansprach oder irgendwas von ihm wollte, war das durchaus möglich. Seine Probleme mit Kyo, bzw. seine Gefühle zu ihr, stellte er erstmal in den Hintergrund, er hatte irgendwie das Gefühl, es mehr und mehr zu vergeigen, obwohl er nicht wusste wieso und weshalb, es passierte einfach. Ein Prozess den er nicht recht aufhalten konnte. Seine Aktionen ihr gegenüber konnte er nicht einschätzen, war es nun richtig oder falsch was er tat? Was hatte es für Auswirkungen? Alles Dinge die ihn sonst beschäftigten, doch nicht in diesem Augenblick, es war ihm grade einfach egal. Es wäre einfach zu viel im Augenblick, eine Art Überlastung und auch Belastung die er jetzt nicht gebrauchen konnte. Daher lehnte er sich zurück, schaute in den grade wolkenlosen Himmel und versuchte seinen Kopf etwas frei zu machen. Lange alleine blieb er dabei nicht. Die Kutsche war nur einen kurzen Moment nach der Übersetzung unterwegs, da leistete jemand dem Anführer Gesellschaft.
 

Es war Edward, derjenige der zurzeit viel mit Beatrix unterwegs war. Der Weißhaarige konnte noch nicht wirklich viel mit ihm anfangen, sie kannten sich kaum, hatten so gut wie nichts miteinander zu tun. Es blieb ihm nur in Erinnerung, dass er diese Geste etwas verweigert hatte, mehr bekam er nicht mit. Ein paar Worte drangen nun zu ihm durch, er wollte ein kleines Gespräch anfangen, dem Kansou Magier versichern, dass er mit dieser Bürde nicht alleine war, die Gruppe stand hinter ihm. Noch sagte Toshiro keinen Ton dazu, nahm es stillschweigend zur Kenntnis. Plötzlich spürte er, wie Edward seine Hand auf der Schulter vom Weißhaarigen platzierte. Langsam drehte er seinen Kopf etwas in die Richtung seines Sitznachbarn. „Danke, das weiß ich zu schätzen“ sprach er eher etwas ausdruckslos, brauchte einen Augenblick um mit der Situation auch umzugehen. Wieder schaute er schweigend in die Ferne, während die Kutsche in Richtung Zielort fuhr. Das Tempo war nicht zu schnell, aber auch nicht zu langsam. Es wird vielleicht eine Dauer von ungefähr einem ganzen Tag, ohne Pausen natürlich. Allerdings hatte Toshiro vor, in der Nacht zu halten und dann zu ruhen. Dafür schlug er ein Lager auf und gab darauf Acht, die anderen konnten etwas schlafen. Es war wichtig dass die Truppe fit war, ansonsten nützte es schließlich nicht. Er selbst konnte wohl eh nicht schlafen, es machte ihm alles zu schaffen, ließ ihm gar keine Ruhe, keinen freien Moment. Daher ging es schon irgendwie in Ordnung, noch war es nicht mal soweit. Nun wieder zurück zu Edward. Toshiro seufzte einmal. „Es ist schon eine Art Last und Verantwortung die man mit sich trägt. Die Angst zu versagen ist groß, besonders wenn man weiß, dass so viele Leben auf dem Spiel stehen. Denn ich sagte, die Wesen die uns begegnen werden, sind mehr als nur mächtig. Von daher ist der Ausgang unseres Abenteuers ungewiss, obwohl ich natürlich nur das Beste hoffe. Mehr als alles geben kann ich auch nicht“ erklärte er seinem Kameraden. „Daher bin ich froh, dass ihr versucht mir ein wenig Last abzunehmen, auch wenn ihr das kaum könnt. Es reicht wenn ihr reinen Gewissens alles gebt, was euch zur Verfügung steht. Mehr kann ich mir gar nicht wünschen“ fügte er hinzu, war dann wieder einen Augenblick lang ruhig. „Um ehrlich zu sein, habe ich mich sogar darauf eingestellt, wenn ich sterben sollte. Ich kann damit leben, habe keine Angst davor. Doch der Gedanke, dass ich meine Schwester zurücklassen würde, obwohl ich ihr versprach dass ich zurückkehre, macht mich so traurig. Ich wäre kein guter Bruder wenn ich nicht einhalte was ich verspreche. Also gibt es nur eine Chance, und diese lautet siegreich sein. Ich denke auch du bist dir bewusst, was das alles bedeutet“ brachte er erneut heraus, musste sich einfach ein paar Kleinigkeiten von der Seele reden. „Ist ja auch egal, wir werden sehen was dabei rauskommt“ damit hatte er eigentlich vor, die kleine Konversation auch schon wieder zu beenden und sich auf die Fahrt zu konzentrieren. Sein Blick wanderte kurz nach hinten, durch ein kleines Fenster konnte er in die Kabine sehen. Beatrix war wohl eingeschlafen, auch sie war von den Strapazen der letzten Zeit anscheinend geschafft, obwohl der Weißhaarige nicht genau sagen konnte, was ihr widerfahren war. Yuuto hingegen machte es sich gemütlich, wusste wohl noch nicht was ihn erwarten würde. Er war der Jüngste der Gruppe und hatte dennoch nicht unbedingt weniger Erwartungen auf sich zu liegen. Somit musste er agieren wie jeder andere auch, sonst hätte man ihn auf diese Mission wohl kaum mitgenommen. Kyo war noch immer auf eigene Faust unterwegs, schien der Kutsche nur zu folgen, nicht mehr und nicht weniger. Nun ja, ein ganzes Stück an Weg lag ja auch noch vor ihnen. Bis zur nächtlichen Ruhe dauerte es noch seine Zeit. 
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Re: Vor dem Gildengebäude

Beitrag von Gast am Mi Feb 25, 2015 10:59 pm

Die Fahrt ging weiter und Edward hatte sich bei der überfahrt zur Küste zu Toshiro gesellt. Doch der Blick des jungen Burschen blieb bei der Natur die er aus seinem Fenster beobachten konnte. Nach einiger zeit bemerkte das einer der Fahrgästen eingeschlafen ist, dieser Fahrgast war Beatrix, eine Person die Yuuto eigentlich kaum kannte, genauso wie diesen "Edward" aber beide scheinen wohl nützlich zu sein und ihnen der Gildenmeister am Herzen zu liegen, sonst wären sie wohl kaum mitgekommen. "Kyo ist ja auch mit von der Partie, ritt aber auf ihre Sandkatze nun ist die Frage, wie kann die Katze das? Entweder ist das die Magie der Katze oder es ist ein komplett anderes Wesen, naja über sowas sollte man sich nicht wundern wenn man in einer Welt voller Drachen, Magien und Wunderkräuter lebt." dachte sich Yuuto und gähnte ausgiebig, aber nicht wirklich weil er müde ist sondern eher weil ihm Langweilig war wie noch nie, also dachte der Blonde Junge nach womit er sich jetzt beschäftigen könnte. Dann kam Yuuto eine Idee, wie er seine Fähigkeiten sich noch ein tick verbessern könnte während der Fahrt. er hielt seine Hand offen und ließ eine kleine Flamme auf seine Handfläche erscheinen, natürlich passte er darauf auf das er nicht diese Kutsche in flammen steckt. Nun in dieser Flamme versuchte er seine Magie immer weiter zu konzentrieren und zu Bündeln damit die Flamme mächtiger wird. Dies macht er nun eine weile und bis er an seine Grenzen kommt und sie nicht mehr weiter konzentrieren kann und so versucht er sie zu halten, über seine Magie machte er sich keine sorgen, die Fahrt müsste lang genug dauern um seine Magischen Reserven zwischendrin aufzustocken. Doch irgendwann ging Yuuto die Geduld und die Energie aus und er seufzte auf, irgendwie dachte er schon das die Fahrt wohl anstrengender als die Mission sein wird, bei diesem Gedanken gang musste er schon ein bisschen Kichern und wendete seinem Blick zu Toshiro den er durch ein Fenster sehen konnte. "Toshiro? wann sind wir da?" Fragte der Blonde wie ein kleines Kind ungeduldig endlich sich mal die Beine vertreten zu können, Ja klar mag der Feuermagier es zu sitzen, aber stunden hintereinander ist genauso erschöpfend irgendwann wie 10 Minuten laufen. Irgendwie deprimierte ihn die Fahrt sogar irgendwie, es war für ihn die ganze Zeit zu ruhig und er hatte nicht wirklich einen Gesprächspartner hier, zwar redeten Toshiro und der andere Typ ab und an miteinander aber trotzdem ist jeder die meiste zeit mit seinen eigenen Gedanken alleine, die ihn sogar irgendwann selber langweilten. Seufzten strich sich Yuuto durch die Haare und holte seine Uhr raus, aber er wollte sie jetzt nicht ohne Grund öffnen, also steckte er sie wieder ein. Vielleicht sollte er auch einfach eine runde schlafen. Gesagt getan, also machte sich der Blonde lang und Schloss die Augen, wenn er dann aufwacht müssten sie ja fast da sein. Nach einigen Minuten schlief der Blonde schneller ein als er vorher gedacht hätte und erholte sich ein wenig, die Zeit verging ja wie im Flug wenn man schlief und es entspannt, also war es keine schlechte Entscheidung von ihm.

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Re: Vor dem Gildengebäude

Beitrag von Gast am Mo März 02, 2015 7:26 pm

Die Reise würde einiges an Zeit kosten, dessen war sich die junge Magierin bewusst und dennoch hatte sie zugestimmt zu helfen. Obwohl sie eigentlich gerade erst von ihrem eigenen Abenteuer zurückgekehrt war, ließ sie es sich nach einiger Überzeugungskunst nicht nehmen der Gruppe beizuwohnen. Dass Toshiro RÜcksicht auf sie und ihre Schwächen nahm oder nehmen wollte, rechnete sie ihm hoch an, jedoch fand sie es nicht fair den anderen gegenüber, weswegen sie sich gegen seine Extrabehandlungen für sie entschied. Es ging um Zeit und genau diese hatte die Gruppe nicht. Kyoko entschied sich also für ihre eigene Art zu reisen, so musste sie zumindest keine halbe Ewigkeit mit dem Gefühl des Erbrechens durch die Weltgeschichte dingeln. So kam es, dass sich die eigentliche Gruppe in der magischen Kutsche befand und sie eben auf ihrem Vierbeiner das Schlusslicht bildete und eher gemütlich hinterher ging. Dabei störte sie sich auch nicht daran, dass sie ein wenig zurückfiel, denn auch ihrem Kater wollte sie nicht zu viel zumuten. Er sollte seinen eigenen Rhythmus laufen und das war auch völlig in Ordnung. Immerhin kostete seine Verwandlung Kraft, die er für die lange Reise brauchen würde. Jedoch gab es bald eine Sache, bei der sie wohl oder übel mit ihrer Reisekrankheit leben musste. Das Floß mit dem sie übersetzten um die Insel zu verlassen. Auch ihr blieb dieser Gang nicht erspart. Umso glücklicher war sie, als sie endlich das Festland erreichten und sie wieder sicheren Boden unter den Füßen hatte. Die Reise ging weiter, mehr oder weniger ruhig. Sie selbst war zwar kein wirklicher Teil der Konversationen innerhalb und auf der Kutsche, jedoch bekam sie mehr mit als ihr eigentlich lieb war. Ihre Fähigkeiten als Dragonslayer erlaubten es ihr, die Gespräche unbeabsichtigt mitzuverfolgen. Das Gespräch zwischen Edward und Beatrix, wie sie miteinander umgingen aber auch was Yuu zu sagen hatte. Sehr optimistisch, vielleicht auch ein wenig zu viel. Immerhin wusste Niemand so recht, was auf sie zukommen würde. Im Kopf ging die Slayerin noch einmal alle Personen durch. Da war einmal Yuuto, der Jüngste in der Runde...Feuermagier soweit sie informiert war. Über Beatrix und Edward wusste sie eigentlich nichts. Weder wie sie waren, wie sie kämpften noch was sie überhaupt für Fähigkeiten besaßen. Jedoch schien der Dunkelhaarige einer der ernsteren Sorte Mann zu sein. Er schien sich Gedanken zu machen, genauso wie es Toshiro tat. Und bei diesem wusste Kyoko zumindest ziemlih genau, was ihn ausmachte. Oder sie glaubte dies zumindest. Bei den Gedanken kam sie zurück auf ihre erste Mission, die sie mit ihm bestirtt. Ohne Frage, er war ein Fähiger Magier, jedoch bezweifelte sie, dass er diesen Druck bis zum Ende standhalten würde. Es bereitete ihr Sorgen, denn ihn traf all das wohl am meisten. Das Gespräch zwischen ihm und Edward, dass entstand war voller Informationen die die Magierin sicherlich noch für eine Weile beschäftigen würden. Edward bot ihm seine Mithilfe an, ihm ein wenig die Last zu nehmen und sprach ihm gut zu. Während der Weißhaarige sich einige wichtige Dinge von der Seele sprach. Seine Ängste, vorallem die, zu versagen und sein Versprechen gegenüber fumiko nicht halten zu können. Sehr gern hätte sie ihm jetzt etwas positives erzählt, ihm gut zugesprochen, doch dies war nicht wirklich möglich. Zum einen wollte sie sich nicht in die Konversation einmischen und zum anderen wusste sie nicht ob es richtig war. Die Situation, dass Verhalten zwischen den beiden hielt sie irgendwie davon ab, stimmte sie unsicher als wäre dort eine unsichtbare Wand zwischen ihnen. Daher entschied sie sich erst einmal zu schweigen und sich Gedanken darüber zu machen. Dazu hatte sie ja jetzt schließlich Zeit genug. Außerdem würde sie die Zeit der Reise benötigen um sich ein wenig zu erholen, da sie immerhin auch nicht wirklich zu hundert Prozent fit war. Sie würde ja sehen wie weit sie kamen, jedoch all zu optimistisch war sie da erst einmal nicht. So ging die Reise weiter, die sie überwiegend schweigend etwas abseits verbrachte. Sie saß oder lag eher gelangweilt auf dem Rücken ihres Katers und betrachtete den Himmel, der noch immer nicht besser aussah als zuvor. Der Regen ergoß sich über ihr Gesicht und spülte für einige Zeit all ihre Gedanken, ihren Kummer und Gefühle hinfort.

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Re: Vor dem Gildengebäude

Beitrag von Gast am Do März 05, 2015 6:19 pm

Beatrix war in Sicherheit. Eine Tatsache, die in letzter Zeit eher zur Seltenheit wurde. Jedoch lag sie zur Zeit im Innenraum der Kutsche. Nur Yuuto war bei ihr, doch ihm vertraute der Zeitmagier. Schließlich gehörte er, wie die anderen auch, der gleichen Gilde an. Außerdem war Ed ja nicht weit weg. Das hieße, selbst im schlimmsten Fall wäre er gleich bei ihr. Mit dem Gefühl, dass Beatrix in Sicherheit war, ging Edward also nach vorne, besuchte Tosh, der etwas einsam und alleine am Steuer der Kutsche saß und sie antrieb. Er war die erste Anlaufstelle für Ed. Zwar kannte er ihn grob, doch seiner Meinung nach nicht genug. Für den erfolgreichen Ausgang einer solchen Mission konnte es sicher nicht schaden, wenn man eng zusammen rückte. Zunächst war es dem Zeitmagier wichtig, dass er Tosh den Rücken stärkte. Er sollte wirklich spüren, dass die anderen zu ihm halten würden, ihn unterstützen würden. Es war sicher von Vorteil für seine Entscheidungen, konnte ihm vielleicht sogar Auftrieb verschaffen. Zunächst wirkte Tosh so, als antworte er lediglich mit Floskeln. Trashtalk eben. Er bedankte sich für die Unterstützung. Seine Worte drückten tiefste Dankbarkeit aus, doch sein Ausdruck untermalte dies nicht wirklich. Mochte vielleicht auch einfach nur typisch Toshiro sein, doch so gut kannte Edward ihn eben noch nicht. Es folgte wieder eine Pause. Schweigen. Edward tat es seinem Nebenmann gleich, er ließ seinen Blick durch die Ferne schweifen, sagte keinen Ton mehr. Es war der Weißhaarige, der das Schweigen wieder brach. Nun wurde Ed klar, dass sich Tosh zuerst die richtigen Worte zurechtlegen musste. Nun sprach er sich nämlich wirklich das von der Seele, dass ihn belastete. Edward hörte aufmerksam zu, ließ Tosh komplett ausreden und wartete auch danach noch etwas ab. Er wollte wohl überlegt antworten. >> Ich weiß, ich wiederhole mich. Aber denk stets daran, es ist wichtig, dass du es dir vernünftig einprägst. Du bist nicht alleine. Wir sind alle aus freien Stücken mit dir gegangen. Ich gehe einfach mal davon aus, dass jeder hier genau weiß, auf was er sich einlässt. Ich verstehe dich gut. Du hast recht damit, wenn du sagst, dass es eine enorme Last ist, die du dir aufträgst. Genau darum sage ich es dir ja. Gib von deiner Last ab, wenn es zu viel wird. Damit wären wir auch auf einem Guten Wege, dass deine Schwester in Zukunft nicht auf ihren Bruder verzichten muss. Ich weiß, dass du ihr das nicht antun willst. Niemand würde so etwas wollen. Du kannst dich glücklich schätzen, dass du sie hast... << Edward pausierte. Er schwieg und verlor sich selbst in Gedanken. Er selbst reiste nun schon seit Ewigkeiten durch die Weltgeschichte, sogar durch Zeiten. Seine Eltern kannte er nicht und seinen Ziehvater verlor er im Kindesalter. Doch dies war nicht der Zeitpunkt um über seine Vergangenheit zu sprechen. Ed dachte darüber nach, dass er diese arme, junge Frau davor beschützen wollte, ihrem Bruder hinterher trauern zu müssen. Tosh durfte nichts zustoßen. >> Wir werden die Kiste schon schaukeln. Bevor ich es vergesse: Wir sollten uns bei der nächsten Rast mal alle zusammen setzen, uns vernünftig kennenlernen. Ich halte es für enorm wichtig, dass wir uns gegenseitig einschätzen können. Und das am besten noch, bevor wir Feindkontakt haben. << Das war es so ziemlich. Edward hatte seine Gedanken herausgelassen. Er hielt noch eine Weile Inne, lehnte sich zurück und starrte in den verregneten Himmel. Nach einer gefühlten Ewigkeit rappelte er sich wieder auf, als er hörte wie Yuuto eine, wenn nicht DIE nervigste Frage stellte, die man auf einer Reise überhaupt aussprechen konnte. Nicht zuletzt der Feuermagier bewegte ihn also dazu, wieder in die Kutsche zurückzukehren. >> Wenn was ist, zögere nicht das Gespräch mit mir zu suchen, okay? <<, sprach er zu Tosh. Der Ansatz eines Lächelns machte sich sich auf dem Gesicht des zuvor so ernsten Magiers breit. >> Ich werde mich wieder zu den anderen gesellen. << Mit diesen Worten machte sich Ed wieder auf. Die Kutsche fuhr ein vernünftiges Tempo, sie war nicht wirklich zu schnell. Aus diesem Grund sah der Schwarzhaarige es nicht als nötig an, sie anzuhalten um umzusteigen. Vorsichtig kletterte er an der Seite der Kutsche entlang und öffnete die Tür. Kurz bevor er einstieg fiel sein Blick noch auf Kyoko, welche in Gedanken versunken mit etwas Abstand hinter dem Gefährt her ritt. Worüber sie wohl nachdachte? Edward müsste raten, hatte keine Idee. Doch war es ihm auch nicht so wichtig. Auch Kyo müsste erst einmal etwas näher kennenlernen. Er betrat den rettenden Innenraum. (rettend vor dem kühlen Nass, welches noch immer vom Himmel fiel)
Beatrix schlief noch immer. Sie sah so unschuldig aus, wie sie mit geschlossenen Augen da lehnte. Dabei steckte in ihr so viel zerstörerische Kraft, so viel Potenzial. Edward fuhr sich kurz durch sein nasses Haar, strich das Wasser an seinem Mantel ab und setzte sich wieder neben sie, ergriff sanft ihren Arm und schaukelte damit ihren Körper leicht hin und her. >> Bea? Beatrix, wach auf. Du solltest nicht zu viel schlafen, hinterher liegst du die ganze Nach wach. << Der Schwarzhaarige achtete darauf, dass er sie auch wirklich aufweckte, ehe er wieder von ihr abließ. Dann wendete er sich an den blonden Magier, der ihm mehr oder weniger gegenüber saß. >> Edward. Wir hatten wohl verpasst uns richtig vorzustellen. <<, sprach er mit einem gewissen Ernst in der Stimme, während er dem jungen Magier seine Hand reichte.

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Re: Vor dem Gildengebäude

Beitrag von Gast am Sa März 07, 2015 12:47 pm

Edward, die Person welcher Beatrix jetzt schon zwei, dreimal das Leben rettete, mit welchem sie sich schon auf gefährliche Reisen begeben hatte, welcher versprach, mit Beatrix Ayane, ihre beste Freundin, außerhalb der Gilde zu suchen. Die Augenlieder der Roten wurden immer träger, immer schwerer. Sie kämpfte mit sich selbst, sie kämpfte mit dieser Müdigkeit, sie war doch nicht müde, warum sollte sie nun einschlafen, sie wollte nicht? Sie mochte den Schlaf nicht, nicht, nachdem was ihr schon alles passierte in der letzten Zeit, doch die Augenlieder wurden schwerer, sodass sie schließlich sich ganz schlossen und Beatrix ein wenig zur Seite kippte, in die Seite, wo sie sich anlehnen konnte, zum Glück nicht in die Seite, wo dieser blonder Magier war, wer wusste, was er mit ihr anstellen würde. Beatrix, die Inquisitorin, welche keine Gefühle offenbaren wollte war eingeschlafen. Sie spürte noch ein paar Momente das Auf und Ab-Wippen der Kutsche, da sie über mehrere Steine fuhren, ebenso das Reiten dieser Katze, auf welchem diese Frau ritt, welche sich Toshiro gefährlich nahe näherte, dann war es aus, dann herrschte Stille. Nun war sie nicht mehr in der aktuellen Welt, sondern in einer komplett anderen, in einer Welt aus Träume, Hoffnung und allerdings im Falle von Bea auch viel Dunkelheit, Dunkelheit, welche sie von ganz früher verfolgte.

„Inquisitor!“ hörte sie schreien, was wollte diese Person von ihr, war es Edward? Schritte, Fußstampfen konnte sie wahrnehmen, ebenso eine kalte Durchzugsluft, was passierte mit der Kutsche? Erneut kam das Wort ‚Inquisitor‘ in ihre Ohren, kannte Edward eigentlich diesen Titel, welchen sie trug? Inquisitorin Beatrix Pablo de Santá? Hatte sie es jemals erzählt? Rasch öffnete sie ihre Augen, da sie auf der Schulter angegriffen wurde und… bemerkte etwas, was sie nicht wissen wollte, sie war nicht mehr in der Kutsche, sie war an einem Ort, einen vergangenen Ort, an welchen sie niemals zurückkehren wollte, sie war im Folterkeller der Kirche! „Edward… Toshiro?!“ murmelte sie leise von sich her, während sie sich einen Überblick über ihre aktuelle Lage warf, sie war an einem Pranger gebunden, nicht an den üblichen Pranger wo man stehen musste, sondern eher ein Konstrukt aus Holz, an welchem man angebunden wurde, ähnlich wie bei einem Tod am Kreuze. Der Puls der Roten stieg, was sollte sie machen? Sie wollte hier nicht sein, nein, sie wollte weg, weit weg, doch wo waren Edward, Toshiro und die Anderen? Auch wenn sie diesen blonden Magier, oder dieses komische Weib, welches was von Toshiro nicht mochte, wo waren diese, schließlich gehörten sie auch zur Gilde, wo waren sie? Erneutes Fußstampfen, neben ihr war nun keine Person mehr, es existierte nie eine Person neben ihr, wurde sie geblendet durch eine Halluzination, nein? Erinnerungen? Wahnvorstellungen? Oder war das Ganze eine Illusion, wie die Reise enden sollte, ein Ende mit Beatrix am Kreuze, wo sie durch die Pieke den Tod durch Leugnung fand? Wie konnte die Kirche sie überhaupt finden, niemand kannte ihren wahren Namen, für jeden war sie einfach nur Bea, oder eben Beatrix, aber nicht die Inquisitorin Pablo de Santá. „Edward! Toshiro!?“ schrie sie durch den Keller, sodass es öfter zurückhallte, als es sie es schrie, allerdings bekam sie keine Antwort, was war los mit ihnen, waren sie nicht hier? Beatrix ließ nicht locker, versuchte immer wieder sich zu befreien, doch war es eine Kette aus Seestein, welche ihre Magie unbrauchbar machte, diese Kette machte sie schwach und anfällig gegenüber jeden Anderen, welcher nicht an die Kette gebunden war. „Inquisitor! Im Namen der Kirche, des heiligen und göttlichen Erlösers, biete ich euch nun vier Personen zum Tribut an, dann könnt ihr die volle Stärke erreichen, meine Dame.“ – sprach ein unbekannter Mann zu ihr, welcher vor ihr auf die Knie fiel, was wollte dieser von ihr? Warum nannte er Beatrix einen Inquisitor? Diesen hohen und einzigartigen Rang hatte sie doch niemals gewollt, sie war immer nur ein niedriger Inquisitor, allerdings war die Stimmlage bei dem aktuellen so, als würde man denken, er spreche zu jemand Ranghohen. „Bringt die Gefangenen für unseren Inquisitor!“ schrie er, plötzlich kamen andere Männer rein, da traute Beatrix ihren Augen nicht, nein, das konnte so nicht sein. Das war nicht möglich, warum? Warum? Sie wollte es nicht wahrhaben, sie wollte es nicht realisieren, sie konnte auch nicht hinsehen, wie die Gefangenen vor ihr knieten und warteten, schließlich sollten sie als Tribut gezollt werden, Beatrix wollte das nicht, wie war das überhaupt möglich? „Vollbringe es, Quästor.“ Sprach der unbekannter Mann, welcher immer mehr und mehr zum Anführer des Bösen wurde, er kommandierte die Anderen herum, plötzlich holte dieser ein Messer heraus und ging langsam auf Edward zu, legte das Messer an seiner Kehle an…

„Bea, Beatrix?“ hörte sie nur von Edward heraus, was wollte er, was waren seine letzten Worte? Sie spürte ein Rütteln an ihrer Schulter, da öffnete sie langsam ihre Augen, erblickte einen frohen und lächelnden Edward vor ihren Augen, so musste sie ebenso lächeln, denn sie hatte Angst, Angst ihn zu verlieren, ebenso Toshiro, denn der Weißhaarige und die Rote waren früher enge Freunde, welche viel miteinander machten, allerdings war die rote Magierin nicht allzu oft zuhause, was er ihr wahrscheinlich auch nachtrug. „D.. Danke Edward.“ Lächelte sie ihm nur zurück, bemerkte, dass sich der Zeitmagier auf den Weg machte, um den Blonden zu begrüßen, er wollte sich ihm vorstellen. Beatrix sah den Blonden mit großen Augen an, musterte ihn, doch mehr als ein „Hmpf“ kam nicht aus ihren Mund, denn sie machte sich auf den schnellsten Weg zu Toshiro, denn sie musste mit ihrem Kameraden noch etwas besprechen, oder einfach nur tratschen, je nachdem was war. So öffnete sie die Tür der Kutsche, sah in diesem Moment auch diese Frau, welche sich unglaublich nahe an Toshiro begeben wollte, nicht aktuell, aber allgemein, emotional. Wer war sie, um sich das zu erlauben? Beatrix sah sie genauer an, musterte sie, warf ihr dementsprechend auch einen bösen Blick zu, bevor sie sich zu Tosh begab. „Tosh, ich hoffe ich störe dich nicht. Ich wollte mich bei dir entschuldigen, dass ich so lange außerhalb der Gilde war und dich mit deinen Angelegenheiten alleine gelassen hab, wo du mich vielleicht brauchtest. Ich wollte nur sagen, dass ich ab nun mehr für die Gilde gebe, ich habe bemerkt, dass ich nicht… alleine bin.“ Lächelte sie, sah dabei zu Boden, denn sie war ziemlich beschämt und traurig darüber, dass sie ihrer Gilde nicht viel Chancen gab, bevor sie eben Edward traf. Sie bereute es, denn mit Toshiro hätte sie sicherlich viel Spaß gehabt, außerdem konnte sie so die anderen Mitglieder auf kennenlernen, vielleicht wüsste sie dann schon über diesen Blonden oder über diese… komische Magierin, welche gerade auf ihrem ‚Monster‘ ritt mehr Bescheid. So sehr es ihr leid tat, allerdings kam Beatrix mit dieser Frau nicht klar, hoffentlich würde man das nicht allzu stark merken, sie wollte nicht, dass zwischen Toshiro und Beatrix eine Kluft deswegen entstand, noch weniger wollte sie, dass Edward sie nicht mehr wollte. „Du kannst es besser beurteilen, wie geht es Toto? Wie lange ist er schon in diesem Zustand? Ich weiß, ich weiß… diese Sachen wurden schon mal gesagt, allerdings, wenn es dich nicht stört, könntest du mir die Einzelheiten sagen, schließlich weißt du, wie ich zu Toto stehe. Ich war nicht für ihn da, allerdings er für mich, wie ich es am meisten brauchte, ich muss mich unbedingt revanchieren! Für das Wohle von Toto, für das Wohle der ganzen Gilde!“ Fügte sie hinzu, zeigte dabei auf ihr Wappen, welches sich am Oberschenkel befand, welches von der Strumpfhose ein wenig verdeckt wurde, allerdings war es da, es war sichtbar, sie war ein Mitglied von Lost Souls, der besten Gilde auf Galuna und hoffentlich auch die Beste von ganz Fiore, man musste nur noch die Gilden Sabertooth, Fairy Tail und Fallen Angels besiegen oder sich mit ihnen verbünden, dann wäre Lost Souls ganz oben, dahin wo sie hingehört.

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Re: Vor dem Gildengebäude

Beitrag von Toshiro am Di März 10, 2015 7:54 pm

Das Gildengebäude von Lost Souls war mittlerweile nicht mehr zusehen, genauso wenig wie die Insel Galuna. Dafür war die Gruppe einfach schon viel zu weit in die Natur geschritten, auf den Feldwegen fahrend, direkt auf den Weg nach Caldium, der Stadt in dem sich das Kraut befinden sollte, welches Toto das Leben retten konnte. Der Legende nach zumindest. Mehr als dem Ganzen auf den Grund zu gehen, konnten sie nicht. Um das Leben ihres geschätzten Gildenmeisters zu retten, mussten sie sich auf den Weg machen und nachsehen, egal wer oder was sich ihnen in den stellte, oder was sie erwartete. Toshiro wäre auch alleine gegangen, einfach um Toto die letzte Ehre zu erweisen. Der alte Herr sollte irgendwann in Frieden sterben können, nicht Qualen erleiden müssen. Er sollte mit einem Lächeln im Gesicht ins Jenseits schreiten können. Dafür würde Toshiro alles geben, einfach nur, um etwas davon zurückzugeben, was Toto ihm schenkte. Nichts materielles, doch etwas was man mit keinem Geld der Welt kaufen konnte. Zuneigung und Verbundenheit, einfach jeden Moment den der alte Herr mit Toshiro verbrachte, war für ihn als wenn alles gut war, sein Leben war gut. Er konnte die Sorgen mit seiner eigenen Familie vergessen, konnte beruhigt sein, denn auch Fumiko ging es gut. Selbst wenn der Gegner eine Krankheit war, die man nicht einfach besiegen konnte, würde der Kansou Magier alles tun, um seinem Vater im Geiste zu helfen. Jedoch war er nicht alleine, viele Magier von Lost Souls waren bereit, ihn auf seiner Reise zu begleiten, auch wenn dies den Tod bedeuten konnte. Kyoko, Edward, Beatrix und sogar Yuuto folgten ihm auf diesem Weg. Wie dankbar er dafür war, konnte er selbst nicht in Worte fassen, es fiel ihm einfach schwer, dies ohne Probleme zu zeigen. Aber man würde schon merken, dass es ihm gut tat, nicht alleine unterwegs zu sein. 
 
Das Unwetter nahm etwas ab, doch es war noch nicht ganz verschwunden. Leichte Regentropfen prasselten noch auf das Haupt von Toshiro, während er damit beschäftigt war, die Kutsche in Richtung der Stadt zu steuern, wie es auf seiner kleinen Karte beschrieben war. Ohne diese, würde er ohne Orientierung durch Fiore fahren, auf der Suche nach Caldium, der Stadt die niemals war. So heißt es. Fokussiert blickte er auf die Straße, dachte nach während die magische Kutsche ihren Weg fuhr. Hinten drin waren die anderen. Außer Kyo. Sie war selbst auf ihrer magischen Katze unterwegs. Als Dragonslayer ging es durch die Transportmittelschwäche nun mal nicht anders. Allerdings wurde Toshiro gestört, seine Ruhe und Einsamkeit unterbrochen. Edward kam zu ihm, führte ein kleines Gespräch mit dem Hiyuga. Nichts allzu großes, eher etwas Smalltalk, könnte man meinen. Es ging nur darum, dass Edward ihm versicherte, dass Toshiro nicht alleine war, sie wollten ihm Last abnehmen. Er selbst reagierte froh gestimmt darüber, sprach darüber, was ihn belastete. Viel mehr gab diese Unterhaltung nicht her. Außer dass Edward auch noch auf die Sache mit seiner Schwester einging, was kein leichtes Thema war, zumindest nicht in diesem Zusammenhang. "Du hast Recht Edward. Wir werden das schon machen. Ich vertraue auf unsere Stärke" meinte Toshiro dann, als Edward noch die Sache mit dem Zusammenhalt der Gruppe ansprach. Viel mehr blieb ihm auch gar nicht übrig, außer auch daran zu glauben. Jedenfalls ging der Schwarzhaarige wieder nach hinten, ließ Toshiro erneut am Steuer zurück. Das kleine Gespräch war vielleicht gar nicht so schlecht, etwas Unterhaltung war nie verkehrt, besonders wenn man sich was von der Seele reden konnte, was einen beschäftigte. So fühlte man sich eigentlich um einiges besser. Immer noch prasselte der Regen herunter.
 
Die Frage die Yuuto vorhin stellte, ignorierte Toshiro einfach gänzlich. Es war einfach nur kindisch. Er würde mit Sicherheit bemerken, wann sie ankommen würden. Vorher gab es ja sowieso nicht eine Nachtruhe, diese Phase in der sie sich vor einem Lagerfeuer besser kennenlernen sollten, wie Edward meinte. Abwarten wie das verlaufen würde. Jedenfalls blieb Toshiro nicht lange ungestört, denn bereits die nächste Person machte sich auf dem Weg aus der Kabine, direkt zum Steuer, wo der Kansou Magier Platz genommen hatte.  Es war keine geringere als Beatrix, eine gute Freundin von Toshiro. Er hatte sie eine Weile nicht gesehen, schließlich war sie immer unterwegs, kaum traf man sie im Gebäude der verlorenen Seelen. Nun ja, in letzter Zeit war das bei Toshiro wohl auch nicht anders, kann man sagen. Er war auch nur mit Aufträgen beschäftigt gewesen. Irgendwie musste man schließlich Geld verdienen und die Ehre der Gilde vertreten. Daher konnte er es ihr nicht übel nehmen, wenn sie sich kaum blicken ließ.  Jedenfalls hatte sie wohl ausgeschlafen und wollte nun ebenfalls das Gespräch mit ihrem Freund suchen.  Worum es ging, erfuhr er einen kurzen Augenblick danach. Es sollte sich ebenfalls um ein keines Gespräch handeln, nichts verbindliches, auch eher Smalltalk mäßig.  Doch bevor es dazu kam, packte Beatrix noch eine Entschuldigung aus, die sie ihrer Meinung nach für angebracht hielt. Einfach dafür, dass sie die Gilde so selten aufsuchte, und dabei Tosh mit seinen Aufgaben alleine ließ. Nun wollte sie wieder zur Stelle sein, sie fühlte sich nun am rechten Ort aufgehoben.  Langsam drehte er seinen Kopf zu ihr herüber, blickte sie mit seinen kristallklaren Augen an, die nach so viel aussahen, doch nicht aussagten. Einige Augenblicke sagte er nichts, schaute die Rothaarige nur weiterhin an. „Ich verstehe schon. Jeder hat doch seine Last zu tragen, deshalb brauchst du dich für sowas nicht entschuldigen. Meine Angelegenheiten sind ein Kampf den ich selbst austragen muss, direkt kann mir niemand dabei helfen, ich würde es auch nicht wollen. Ich hoffe du kannst das verstehen. Solange du der gesamten Gilde eine Hilfe bist, bist du es auch für mich“ gab er ruhig als Antwort wieder, richtete dann seinen Blick wieder auf die Straße. Jedenfalls war Beatrix noch nicht ganz fertig. Sie hatte noch eine Frage. Diesmal betraf es Toto, den Gildenmeister.  Das was sie wissen wollte, wurde bereits vom Weißhaarigen in Ansätzen geklärt, doch sie wollte es nochmal genauer wissen. Schließlich war Toto ja auch oft für sie da, daher war es verständlich dass sie einfach mehr wissen wollte, sich vielleicht ein wenig sorgte. Daher war ihr Toshiro nochmal schuldig, ein paar Worte darüber zu verlieren. „So genau kann ich dir alles auch nicht beantworten, ich weiß nun mal nicht was im Kopf des Alten vorgeht.  Jedoch kann ich dir sagen, was er mir sagte. Wie du schon mitbekommen hast, geht es ihm überhaupt nicht gut. Seine Kraft hat ihn verlassen, mehr als im Bett zu liegen und um sein Leben zu kämpfen, kann er nicht.  Irgendwie ereilte eine seltene Krankheit, die unheilbar ist, so sagte der Alte zumindest. Jedenfalls fast unheilbar. Es gibt eine Möglichkeit, und genau nach dieser sind wir auf der Suche. Ein Kraut, das so sagt man, alle Krankheiten der Welt heilen kann, mit nur einem kleinen Blatt. Allerdings ist es Mythos, niemand hat sie mitnehmen können. Angeblich liegt sie in einer längst vergessenen Stadt, wo sie von Wächtern bewacht wird, die stärker sein sollen, als viele Magier aus Fiore es zusammen je sein könnten. Doch wenn wir diese Reise nicht antreten und das Kraut mitnehmen, wird Toto sterben. Lange ist seine Lebensdauer nicht mehr. Daher bin ich mehr als angespannt, was das betrifft. Ich sehe mich ein wenig in der Rolle des Anführers, verstehst du? Ich habe euch alle dort mitreingezogen, euch automatisch in Gefahr gebracht, auch wenn ihr aus freien Stücken mitkommt, bin ich für jeden Kratzer den ihr erleidet, schuldig. Ich will einfach nur zusammen mit euch allen wieder nachhause fahren können. Das Kraut im Gepäck. Das würde mich glücklicher machen als vieles andere. Solange du Alles gibst, hilfst du Toto am meisten“ meinte er schließlich zu seiner rothaarigen Freundin. Er atmete tief durch, blickte in den Himmel hinauf, während ein paar Regentropfen auf sein Gesicht trafen und an der Wange wieder herunterliefen. „Ich will einfach nur dass es euch gut geht“ fügte er hinzu, während man meinen könnte, dass seine gesprochenen Wörter kaum wahrnehmbar waren, so leise und gehaucht, wie er sie herausbrachte. Doch man konnte es verstehen. „Ich denke, du solltest besser zu Edward und Yuuto gehen. Hier draußen ist das Wetter nicht unbedingt gut. Du musst nicht auch noch Krank werden, dort wo wir hinfahren, lauern schließlich noch ein paar andere Sachen“  er meinte es nur gut mit ihr. Es brachte Beatrix nicht viel, wenn sie die ganze Zeit neben dem Weißhaarigen saß und sich möglicherweise noch etwas einfing. Bei Toshiro ging es nicht anders, irgendjemand musste die Kutsche ja steuern.  Kyoko war auch noch da, allerdings hatte er schlecht die Möglichkeit ihr zu sagen, dass sie sich irgendwo unterstellen sollte, immerhin war sie alleine unterwegs. Neben der Sache mit Toto, machte er sich auch immer wieder um Kyo Gedanken, egal wie sehr er versuchte es in den Hintergrund zu stellen oder zu verdrängen. Die Gefühle die er zu ihr aufgebaut hatte, waren einfach zu stark, als das er über alles hinweg sehen konnte. Egal wie das hier ausging, ein paar Worte an sie musste er verlieren. Das Wichtigste musste er ihr einfach sagen, sie sollte wissen wie viel sie ihm bedeutete. Vielleicht stellte er sich manchmal etwas schlecht an, war ungehobelt oder einfach nicht so, wie Kyo sich ihn vorstellte, doch so war Toshiro nun mal. Für jemanden der in seinem Leben schon viel durchgemacht hatte, mehr als oft um alles kämpfen musste, kam er klar. Auch Kyoko hatte ihre Probleme, was eigentlich nur ein Zeichen dafür war, dass wenn sie zusammenhalten würden, sich gegenseitig eine Stütze wären. Nur war das irgendwie alles nicht so einfach, wie es sich vielleicht anhörte. Zumindest nicht für Toshiro.  Nachdenklich blickte er etwas nach hinten, fokussierte die Dragonslayerin kurz, schaute dann wieder auf die Straße. Mit einem Kopfschütteln versuchte er sich die Gedanken aus dem Kopf zu schlagen und sich weiter aufs wesentliche zu konzentrieren. Leichter gesagt als getan, wenn einem der Kopf vom ganzen nachdenken fast anfing zu explodieren.

So ging es noch eine Weile, bis die Sonne sich langsam verabschiedete. Ein seichtes Rot zierte den Himmel. Während der große gelbe Planet Stück für Stück unterging, die Nacht bracht herein. Das war das Zeichen für die Gruppe, erstmal zu rasten um am nächsten Morgen weiterzufahren. Der Regen verzog sich langsam, das Unwetter war zumindest beendet. Optimale Bedingungen um die Nacht unter freiem Himmel zu verbringen. Wirklich schlafen konnte Toshiro in diesem Zustand sowieso nicht. Die Anderen konnten beruhigt in der Kabine der Kutsche bleiben um sich auszuruhen, denn der nächste Tag würde mit Sicherheit eine große Herausforderung darstellen, daran war nicht zu zweifeln.  Toshiro suchte nun nur noch einen perfekten Ort um anzuhalten. Da sie grade durch einen kleinen Wald fuhren, bot sich möglicherweise dort eine gute Gelegenheit.  Schnell fand sich auch etwas Angemessenes für die Nacht. Es war eine kleine Lichtung am Wegesrand. Vorsichtig stoppte der Kansou Magier die Kutsche und stieg ab. Er ging zum anderen Ende und öffnete die Türen zu den Kabinen. „So, da es Nacht ist, werden wir erstmal rasten. Ihr könnt in der Kutsche bleiben um zu schlafen, oder sonst etwas machen, solange ihr am nächsten Morgen alle wieder da seid. Ich suche nach Feuerholz und versuche dann ein Lagerfeuer zu machen. Ich werde bald wieder zurück sein, denke ich“ sprach er zu der kleinen Gruppe, auch Kyoko dürfte das mitbekommen haben, da sie wohl auch anhielt als die Kutsche schließlich stoppte. Lange Rede kurzer Sinn, da machte sich der junge Mann auch schon auf den Weg, direkt in das kleine Waldstück. Er hoffte nur dass das Holz nicht allzu feucht vom Regen war, denn ansonsten war es fast nutzlos, für ein Lagerfeuer, es würde zu schwer brennen. Langsam und gewarnt setzte er Schritt für Schritt durch das Laubdickicht. Es war schwer bei dieser Dunkelheit noch alles gut zu erkennen. Zwar war die tiefste Nacht noch nicht angebrochen, doch hell war es definitiv nicht mehr. Er suchte Baum für Baum ab, fühlte ob man die Äste benutzen könnte. Falls sie brauchbar waren, Schnitt er sie mit einem gekonnten Hieb mit Yamato ab.  Das Mondlicht kam durch die Blätter, erhellte den Nachthimmel ein bisschen. Plötzlich nahm der Weißhaarige etwas wahr, eine Art Präsenz.


 Was war das? Irgendwie kam es ihm bekannt vor, es schien so nah…und doch so fern. Er schaute sich um, da war definitiv etwas! Ein blaues, sanftes Licht erstrahlte hinter einem Baum. Vorsichtig legte Toshiro den Stapel Holz ab, hielt seine Klinge bereit während er auf das Licht zuschritt. „Wer oder was bist du? Zeige dich mir, das Versteckspiel kannst du dir sparen!“ sprach er aus, wartete ungeduldig darauf, zu erfahren was das Ganze auf sich hatte. Auf einmal trat etwas hervor, womit Toshiro in diesem Augenblick nun wirklich nicht gerechnet hatte. Es war der Geist seines verstorbenen Vaters, der sich damals schon zeigte, als es Kyoko nicht gut ging. Er hatte seinem Sohn geholfen, das Mädchen zu retten, welches ihm so sehr am Herzen lag. Er zeigte sich dann, wenn Toshiro ihn am meisten brauchte. „Vater? Warum hier? Warum jetzt? Erkläre es mir, ich habe genug Zeit“ verlangte sein Sohn, von der Seele eines Verstorbenen. Wie manche vielleicht wussten, war es Toshiro selbst, der seinen eigenen Vater damals getötet hatte. Doch nicht weil er geisteskrank war, sondern weil er sein eigenes Leben schützen wollte, vor einem Mann der nicht mehr bei Sinnen war. Anscheinend hatte er im Nachleben begriffen, dass er seine Existenz auf Erden, nicht so genutzt hatte, wie er es vielleicht hätte können. Zurück ließ er einen jungen Mann, mit seiner kleinen Schwester. „Ich merke dass du mich brauchst, mein Sohn. Du weißt doch, dass ich nie für dich da war. Daher versuche ich etwas gutzumachen, auch wenn ich das nicht kann. Ich habe gespürt, dass in dir so viel vorgeht, ein Vater und sein Sohn haben eine starke Bindung, die viele Brücken überwindet, weißt du?“  äußerte der Mann, der ebenfalls eine weiße Haarpracht auf dem Kopf trug, doch hier nur als eine schimmernde Erscheinung auftrat. „Du kannst mir nicht helfen, das konntest du noch nie wirklich. Du hast mich damals im Stich gelassen, als ich ein Kind war, hättest mir beinahe mein eigenes Leben genommen. Doch ich will darüber keine Worte mehr verlieren. Als du das letzte Mal aufgetreten bist, habe ich dir alles gesagt, was ich gedacht habe. Du hast mir geholfen Kyoko zu retten, dafür bin ich dir sehr dankbar, doch mehr kannst du nicht tun, Vater. Geh einfach wieder und lass mich das machen. Ich musste schon immer alles alleine machen, dieses Mal wird es wohl auch noch klappen“ antwortete Toshiro leicht angesäuert, innerlich etwas verwirrt und ein wenig traurig. Sowas zu seinem eigenen Vater sagen zu müssen, schmerzte nun mal, aber es war notwendig. „Ich verstehe dich gut, ich selbst hätte wohl nicht anders reagiert. Allerdings habe ich bemerkt, dass es dir mit dem allen nicht gut geht.  Ich weiß, dass dich diese Sache bedrückt, das Toto dir mehr am Herzen liegt, als ich es je getan habe, zu Recht. Daher will ich auch diesmal helfen, einen Menschen vor dem Tod zu bewahren, den du liebst…Toshiro“  gab sein Vater daraufhin zurück. Der junge Hiyuga ballte seine Hand zur Faust.  „Geh einfach, hierbei kannst du keinen Zaubertrick anwenden und alles ungeschehen machen. Diesmal nicht. Diesmal bezahle ich mit meinem eigenen Leben, wenn es sein muss. Dann stehen wir wieder als gleichberechtigt voreinander.  Doch jetzt  hau einfach ab. Ich muss eine Mission leiten, meine Freunde warten auf mich“ meinte er eiskalt und steckte die Klinge weg. „Du wirst sehen, Toshiro. Ab dem Moment, an dem du eine wichtige Entscheidung triffst, die alles verändert, werde ich dir zur Seite stehen, und dich auf deinem Weg begleiten. Sei dir dessen bewusst, zu jeder Zeit“ das war das Letzte was er sagte, bevor er sich auflöste, einfach verschwand. Die Augen hielt Toshiro geschlossen, er zitterte vor Wut und musste sich gleichzeitig zusammenreißen, keine Träne zu verdrücken. Er wusste nicht wohin mit all den Gefühlen die er in sich trug. Er holte einfach aus, schlug mit der Faust gegen den Stamm eines Baumes, stieß aber keinen Laut aus. Nur ein paar Blätter segelten hinunter, während seine Hand leicht anfing zu bluten. Schleunigst nahm er das Holz in die Hand und verließ den Wald wieder, begab sich zurück zur Gruppe, die sich noch bei der Kutsche befanden. Wortlos legte er das Feuerholz ab, platzierte es ordentlich.  „Yuuto ? Tu mir einen Gefallen und entzünde dieses Holz, okay?“ bat er den Jüngsten im Bunde. Dieser zögerte nicht lange, tat das was man von ihm verlangte. Nun loderte das Feuer, erzeugte ein sanftes Knistern. Toshiro selbst ging ein Stück und setzte sich dann an den Stamm eines Baumes, fokussierte seine Hand, die noch etwas schmerzte. Allerdings stoppte die Blutung, immerhin etwas.  Warum musste er nur in diesem Augenblick auftauchen? Er hatte doch selbst gesagt, dass Tosh so viel um die Ohren hatte, damit hatte er ihm nicht grade geholfen. Im Gegenteil. Nun musste er auch noch darüber nachdenken, was sein Vater damit meinte, dass er bei seiner Entscheidung dabei sein würde, um ihn auf dem Weg zu begleiten. Naja, die Nacht war lang, genug Zeit um darüber zu philosophieren und sich mental auf den nächsten Tag vorzubereiten. Jetzt war eigentlich der Moment gekommen, um Edwards Idee in die Tat umzusetzen, auch wenn sich der Weißhaarige nicht wirklich bereit dafür fühlte. „Also, diejenigen die ihre Ruhe haben möchten, können sich nun schlafen legen, alle anderen können gerne am Feuer Platz nehmen, um sich etwas zu wärmen. Je nachdem, Hauptsache ihr vertragt euch alle. Wenn ich bemerke, dass es Streitigkeiten in der Gruppe gibt, schließe ich diejenigen aus der Mission aus. Mit Leuten die sich selber anstatt den Feind bekämpfen, kann ich nicht arbeiten. Ihr seid dann eine größere Gefahr für uns, als das was dort lauert. Mehr will ich auch nicht gesagt haben. Tut mir leid, falls ich etwas angespannt und nervös wirke. Ihr wisst, dass mir das nicht leicht fällt, aber ich zähle sehr auf euch und will, dass ihr das auch wisst. Ihr seid meine Familie“ mit diesen Worten beließ es Toshiro erstmal dabei, blickte mit seinen kalten Augen in das flackernde Feuer, verlor seinen Blick etwas darin.
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Re: Vor dem Gildengebäude

Beitrag von Gast am So März 15, 2015 11:22 pm

Der Halbschlafende Yuuto wurde wieder geweckt nach dem der Schwarzhaarige wieder durch die Tür in die Kabine rein kam, wie in Routine saß sich der Junge Blonde wieder Kerzengerade hin, wie ein Schüler der gerade vom Lehrer erwischt wurde während dieser im Unterricht schlief. Beatrix schien auch wach zu sein, und unterhielt sich mit dem Schwarzhaarigen, sie schienen sich gut zu kennen, oder einfach nur viel zusammen erlebt zu haben. Jedenfalls unterhielten sich beide Personen kurz, dann schenkte der Schwarzhaarige Yuuto seine aufmerksamkeit, er reichte ihm die Hand und stellte sich vor. Yuuto's blick wanderte kurz zur Hand und dann zum Gesicht der Person die sich Edward nannte. "Yuuto.. Freud mich sie kennen zulernen" erwiderte der Blonde mit den Smaragdgrünen Augen. Gerade als die beiden sich vorgestellt haben meldete sich die Rothaarige die auf den Namen "Beatrix" hörte, sie sah Yuuto kurz an und gab ein einfaches "Hmpf" ab und verschwand zu Toshiro, mittlerweile fragte sich der Blonde ob sie alle Hummeln unterm Hintern hatten oder warum alle zu Toshiro und dann zurück kletterten, Naja Yuuto sollte es nicht kümmern. "Also Edward, vorher kennen sie Toshiro?" Fragte der Blonde um ein kleines Gespräch mit ihm anzufangen um die Zeit in der Kutsche zu überbrücken. Nach einigen Stunden verzog sich der Regen und die Sonne ging unter, ein schöner anblick war es schon mit dem roten Himmel, an sowas könnte sich Yuuto nie gewöhnen. Sie fuhren durch einen Wald und kamen an eine Lichtung an und Toshiro hielt die Kutsche an, Toshrio gab noch einige Anweisungen aber Yuuto stieg schon aus, endlich konnte er sich mal etwas die Beine vertreten. Toshiro ging schnell Feuerholz holen und verschwand tiefer in den Wald, während Yuuto sich erstmal streckte um seinen Körper etwas bewegung zu schenken. Der Blonde lief ein bisschen umher um sich ein eindruck vom Standort zu machen wo sie die Nacht über parkten. Er hoffte natürlich das es Toto einigermaßen gut geht, was natürlich nicht so wirklich ging bei seiner Krankheit, aber das war schließlich ihre Mission sie sollten das Kraut finden was Toto's Krankheit heilt. Toshiro, braucht schon eine weile um Feuerholz zu holen, natürlich musste er nach trockenem suchen aber trotzdem dauert es länger als erwartet, als er schließlich wiederkam drückte er Yuuto das Holz in die Hand und sagte er soll das Feuer anmachen. Der Blonde nickte kurz und legte das Holz hin, dann "zündete" er seine Hand an und legte sie auf das Holz und wartete bis es Feuer fing. Als das Feuer anfing zu knistern setzte sich Yuuto auf einen großen Stein und legte seinen Blick auf die Flammen. Dann fing Toshiro an zu reden und sagte wer müde ist sollte schlafen gehen, und der Rest könnte sich am Feuer unterhalten, aber wer sich streitet wird raus geworfen, nebenbei erwähnte er das er angespannt und nervös sei. Also auf Yuuto konnte man sich an solchen punkten verlassen, eher er sich streitet verschwindet er in der Regel. Aber egal, die anderen schienen auch Platz zu nehmen und in das Feuer zu gucken oder andere dinge zu machen. Jedenfalls fehlte Yuuto gerade etwas der Kontakt, aber das legt sich bestimmt gleich, er braucht nur etwas Geduld normalerweise fängt bestimmt jemand gleich das Gespräch in der Gruppe an.

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Re: Vor dem Gildengebäude

Beitrag von Gast am Fr März 20, 2015 8:49 pm

Noch immer verließ die Reise ohne besondere Vorkommnisse. Es regnete, die Stimmung war allgemein etwas am Boden, kaum Jemand sagte etwas. Nun ja, abgesehen von den Gesprächen die vorn auf der Kutsche statfanden, handelte es sich im Groben eher um Banalitäten wie es die junge Magierin mitbekam. Sie selbst hörte mittlerweile nur noch mit einem Ohr zu, hatte sich mittlerweile auf den Bauch gedreht, alle Viere von sich gestreckt, so dass diese am Körper ihrer Katze hinunter baumelten. Ihr war langweilig, denn da sie nun einmal nicht mit in die Kutsche konnte, musste sie eben allein hinterhergehen. An sich nicht schlecht und dennoch über eine lange Strecke hinweg, konnte es schon ein wenig öde werden. So entspannte sie sich einfach, spürte wie der Regen weiterhin auf ihren Mantel niederprasselte und sich ihr Kater hin und wieder die Nässe vom Leib schüttelte. Dabei kam die Slayerin selbst hin und wieder ins wanken, wenn sie sich nicht richtig festhielt. Die Ruhe war jedoch für etwas sinnvoll, denn so konnte sie ungestört ihren eigenen Gedanken und Sorgen nachhängen. Niemand würde sie dabei unterbrechen. Und so kam es auch. Urplötzlich befand sich die Magierin mehr als zehn JAhre in der Zeit zurückversetzt, an einem Ort, der ihr wohlbekannt war. Mit einem Lächeln quittirte sie diese Erinnerung, denn es war der Ort an dem sie ihren Ersatzvater zum ersten mal traf. Ein endlos weites Wüstenmeer bei Nacht. Das sternenbedenkte Himmelszelt reichte bis zum Boden, der Horizont schien unendlich. Und plötzlich diese riesen Kreatur. Zuerst fürchtete sich das damals noch ziemich kleine Mädchen, stellte aber in ihrer kindlichen Naivität fest, dass der Drache ihr garnichts Böses wollte. Augenblicklich schweiften ihre Gedanken vons Positive ins Negative über und ihr Blick veränderte sich. Aus dem Lächeln wurde ein trauriger, sorgenvoller Blick, denn sie erinnerte sich noch ganz genau an den Tag an dem er verschwand, sie allein zurückließ und sie ihm dieses Versprechen gab. Das VErsprechen, dass sie nun bereit war für einen Menschen zu brechen. Es bereitete ihr Bauchschmerzen, dass sie ihn verriet und dennoch lag es einfach nicht in ihrer Natur, Jemanden in Not geratenen nicht zu helfen. War es nicht selbstverständlich und natürlich für einen Menschen auch seinesgleichen zu unterstützen? Ob ihr Vater ihr böse sein würde, wenn er davon erfuhr? Ihr Leben für den alten Mann aufs Spiel setzte? Das Leben, dass er so lange umsorgt und beschützt hatte? War es das wirklich wert? Sie konnte die Antwort nur finden, wenn sie es versuchte. Zumindest glaubte sie dies, außerdem stand sie in Toshiros Schuld. Sie wollte dies begleichen und wenn nicht jetzt wann dann? War dies nicht der pefekte Zeitpunkt dazu die Schuld auszugleichen? Ihre Gedanken kreisten, so dass sie die Blicke der anderen garnicht wirklich bemerkte. Nicht einmal der komische Blick, der Rothaarigen, dessen Namen Kyoko noch nicht kannte oder schon wieder vergessen hatte. Wirkliches Interesse hatte die Dragonslayerin daran allerdings auch nicht. Sie würde es sicherlich früher oder später eh erfahren. Während die Reise weiterging kamen ihr auch einige aktuelle Bilder ihrer gerade vergangenen Reise in den Sinn. Sie erinnerte sich noch genau daran, wie sie gegen dieses komische Monster kämpfte um den kleinen Kater auf dem sie nun ritt zu retten. Bei dem Gedanken als sich eine der Klauen ihres Gegners in ihr rechtes Auge bohrte, durchfuhr sie ein heftiger Schmerz und augenblicklich hielt sie sich die Hand an die betroffene Stelle. Es ist noch immer nicht vollständig verheilt... ging es ihr schlagartig durch den Kopf. Immerhin war es noch garnicht so lange her und sie wusste auch noch nicht so recht, wie sie mit dieser Einschränkung einen ernsthaften Kampf bestreiten sollte? Mit halber Sehkraft würde es wohl schwierig werden, es sei denn es gab jemanden in der Gruppe, der sich für sie als nützlich erwies und diesen Sinn ausgleichen konnte. Der für sie das sehen übernahm. Auch wenn ihre restlichen Sinne noch komplett funktionstüchtig waren, stellte dies doch eine schwerwiegende Behinderung dar. Ein Seufzten entkam ihr, ehe sie bemerkte, dass die Kutsche an Geschwindigkeit verlor und letzlich zum stehen kam. Auch Bakura drosselte sein Tempo ehe er selbst stehen blieb. Sobald die Magierin abgestiegen oder eher von ihm hinuntergesprungen war, verwandelte dieser sich in das kleine niedlich schwarze Kätzchen zurück, dass er normalerweise war. Sofort sprang er auf den Arm der Slayerin, mauzte kurz und vergrub sich im Innern ihres MAnteln. Mit einem leichten Lächel, gefolgt von einem Nicken willigte sie stumm ein, dass er sich nun ausruhen und erholen konnte. Der Weißhaarige verkündete, dass sie nun rasten würden und verschwand dann für eine Weile in Mitten des Waldes, in dem sich die Gruppe nun befand. Ohne ein Wort zu sagen, ging auch die Slayerin erst einmal ihrer Wege, kämpfte sich durch das Gestrüp und die Dunkelheit ehe sie stehen blieb und zum Himmel sah. Sie erblickte den Mond, der hoch am Himmel thronte und als einziges Licht neben den Sternen etwas Helligkeit in die Dunkelheit brachte. Es verging eine Weile bis, sich die Magierin wieder von dem Anblick löste und langsam wieder zu den anderen zurückkehrte. Toshiro war inzwischen zurückgekehrt, hatte Feuerholz besorgt, dass von Yuuto entzündet wurde. Wirklich Gesprächslust verspürte Kyoko nicht, jedoch wollte sie sich der Gemeinschaft auch nicht weiter entziehen wie zuvor. Auch wenn sie nicht viel zu sagen oder erzählen hatte, so würde sie sich doch wenigstens dazugesellen. Nachdem sich der Blonde und Weißhaarige ihre Plätze am Feuer gesucht hatten, tat sie es ihnen gleich und setzte sich auf den Boden und lehnte sich an einen Baum, der ihr als Lehne gerade recht kam. Nachdem Toshiro unmissverständlich klargestellt hatte, was passieren würde, wenn es Zwist gab, sollte eigentlich alles friedlich ablaufen. Die Slayerin selbst hatte keinen Grund in irgendeiner Weise Streit vom Zaun zu brechen, daher schätzte sie die Situation erst einmal recht unproblematisch ein.

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Re: Vor dem Gildengebäude

Beitrag von Gast am Mi März 25, 2015 4:36 pm

Das Gespräch mit Tosh lief eigentlich recht zufriedenstellend für Edward. Er hatte das Gefühl, dass seine Nachricht angekommen war, dass der Weißhaarige ihm wirklich abnahm, was er sagte. Vertrauen war wichtig, ja elementar wichtig sogar. Vor allem für eine solche Mission. Wer würde schon wirklich sein Leben aufs Spiel setzen, wenn er den Menschen, für die er es tat nicht vollkommen vertraute? Beatrix, Toshiro, Yuuto, Kyoko, auch Edward. Sie riskierten ihr Leben nicht nur für Toto, zumindest sollten sie das nicht. Auch untereinander mussten sie einander Helfen, aufeinander Acht geben. Auch untereinander müssten sie füreinander einstehen, wenn sie die Mission erfolgreich abschließen wollten. Was Tosh anging, so war der Zeitmagier davon überzeugt, dass er seinen vollen Einsatz zeigen würde. Er hatte verstanden, worum es ging. Bei den anderen musste Ed noch nachhaken. Beatrix übermittelte ihm ein positives Gefühl, sie würde sicher viel für ihn geben, doch täte sie es auch für die anderen? Toshiro war ihr wichtig, für ihn täte sie sicher auch alles. Doch wie stand es mit dem Blonden und der Slayerin? Und würden sie ihren Einsatz erwidern? Um das zu erreichen und wirklich als Gruppe zusammenzuwachsen, mussten sich alle besser kennenlernen. Der nachfolgende Abend war wichtig, genau zu diesem Zweck. Da Edward also erreicht hatte, was er wollte, verließ er Toshiro wieder. Er kraxelte zurück nach hinten, kletterte an der Kutsche entlang und stieg erneut in den Passagierbereich ein. Beatrix schlief und auch Yuuto schien nicht ganz wach zu sein. Das Augenmerk des Magiers lag jedoch eher auf der Rothaarigen. Er war der Meinung, dass sie nicht allzu viel schlafen solle. Nicht am Tage. Drum weckte er sie auf. Sie wirkte ohnehin nicht so, als ginge es ihr gut.

Schweißperlen lagen auf ihrer Stirn. Sie war unruhig, zuckte hin und wieder und ihre Atmung war schwer. Allem Anschein nach träumte sie etwas unschönes. Sicher ein Alptraum. Ob sie des öfteren von solchen heimgesucht wird? Unwichtig, zumindest für den Moment. Vorsichtig stieß Ed sie an, sprach zu ihr. Es dauerte wirklich nicht lange, da öffnete Beatrix ihre Augen. Sogleich bildete sich ein Lächeln auf ihren Lippen. Der Zeitmagier wendete sich dann der zweiten Person innerhalb der Kutsche zu, Yuuto. Es war noch eine menge Zeit, ehe sie Rasten würden. Da konnte er ja schon mal den Anfang machen und sich wenigstens mit dem Blonden etwas austauschen, ihn etwas näher kennenlernen. Er erwiderte Edwards Geste, nahm also seine Hand und schüttelte sie. >> Wo wir doch bei Vornamen sind, sollten wir auch das Du verwenden, etwa nicht? Ich hoffe es macht „dir“ nichts aus?<< , antwortete Ed auf die Frage des jüngeren, ehe Beatrix plötzlich durchs Bild huschte. Wortlos verließ sie die beiden Magier, kletterte nach draußen. Sie war wohl ebenfalls auf dem Weg zum Fahrer der Kutsche. Überrascht schaute Edward ihr hinterher. >> Sei vorsichtig. <<, sprach er ihr noch hinterher, ehe er mit dem Gespräch fortfuhr. >> Toshiro? Ich kenne ihn lediglich aus der Gilde. Ich hatte nie wirklich mit ihm zu tun, doch es gibt halt den ein oder anderen Magier, der in einer Gemeinschaft auffällt. Ich weiß eigentlich nicht mehr über ihn als das, was in der Gilde so seine Runden macht. Gerüchte, aufgefangene Gespräche, Berichte. Derlei Kram. Kennst du ihn näher? << Das Gespräch nahm seinen Lauf. Man tauschte sich aus, sprach über die Gilde, über gewisse Mitglieder und über weitere, eher belanglose Dinge. Die Mission ausgenommen, denn sie war sehr wohl alles andere als belanglos und dennoch zwangsweise Teil des Gesprächsstoffs. Von der letzten Person im Bunde, Kyoko, bekam er noch immer wenig mit. Sie hielt sich ohnehin bisher eher abseits der Gruppe auf, ritt der Kutsche mit gesundem Abstand hinterher. Eigentlich führte sie doch eine engere Beziehung mit Toshiro, zumindest glaubte Edward etwas davon mitbekommen zu haben. Warum ritt sie also nicht weiter vorn, unterhielt sich mit ihm? Nun ja, es waren Dinge, die den Zeitmagier nichts angingen und dennoch, sich selbst durfte er so etwas ja wohl fragen.

Wie dem auch sei, er hoffte, dass sie sich bald mehr in die Gruppe einfügen würde. Einen „Außenseiter“ bei sich zu wissen, war kein aufbauendes Gefühl. Grade, wenn man erneut an das Gruppengefüge dachte. Bei Zeiten würde sich das jedoch sicher klären, dessen war der Schwarzhaarige sich sicher. Nach einiger Zeit kehrte auch Beatrix zurück. Sie hatte wohl einiges mit Toshiro zu bereden, doch die beiden kannten sich ja auch länger. Auch wenn es Edward interessierte, was wohl so in dem Gespräch für Worte fielen, wollte er nicht weiter nach bohren. Der Tag verstrich ohne weitere, nennenswerte Kenntnisse. Schlussendlich senkte sich die Sonne gen Himmelsrand, tauchte Earthland in ein rotes Schimmern. Zumindest an den Stellen, an denen das Licht durch die Regenwolken brach. Doch das Unwetter begann ohnehin sich Stück für Stück aufzulösen. Der Regen versiegte so langsam, die Wolken verschwanden, hinterließen einen Wasserfilm auf Bäumen, Straßen, Untergründen. Pfützen hatten sich gebildet, versickerten jedoch langsam wieder im Erdboden. Mit Ende des Regens und Anbruch der Nacht, war es auch höchste Zeit für eine Rast. Toshiro hielt die Kutsche an, es ging darum ein Nachtlager aufzuschlagen. Edward blickte durchs Fenster, versuchte sich einen ersten Überblick darüber zu verschaffen, wo sie sich befanden. Wirklich viel konnte er jedoch durch das recht kleine Fenster nicht erkennen. Es war zu unübersichtlich und vor allem zu dunkel draußen. Aus diesem Grund wollte der Zeitmagier die Türe öffnen, doch kurz bevor er den Knauf in die Hand nahm, öffnete sie sich bereits. Überrascht blickte er in das Gesicht des Magiers, der zuvor noch das Gefährt steuerte. Wie gedacht kündigte er die Rast an. Sie würden die Nacht bleiben, wären quasi freigestellt, solange sich jeder am nächsten Tag zur Abreise wieder an der Kutsche versammelte. Dann verabschiedete er sich für eine Weile, da er noch Holz für ein Feuer sammeln wollte. Der Plan stand also fest. Da die Tür ja nun geöffnet war, trat Ed etwas bei Seite, lud Beatrix mit einer Geste ein, an ihm vorbei zutreten und ihr eine Hand zu reichen, um ihr dabei behilflich zu sein. Auch Yuuto ließ er vorbei, natürlich reichte er ihm nicht die Hand. Er würde es sicherlich auch ohne seine Hilfe schaffen. Schlussendlich verließ der Zeitmagier als letztes die Kutsche. Er hatte eine ganze Weile gesessen, also war Strecken und Recken die erste, logische Handlung. Tosh war sogleich, wie angekündigt verschwunden. Auch seine Freundin, die bis dato eher weniger mit der Truppe zu tun hatte, machte ihr eigenes Ding. Es war nicht grade erfreulich für Ed, dies zu sehen, doch solle sie nur machen. Er seufzte, ehe er sich wieder zu Beatrix drehte. Im Hintergrund hüpfte Yuu herum, doch versuchte er sich nicht zu sehr davon abzulenken zu lassen. >> Gut. Ich bin dann auch mal kurz weg. Gehe am besten nicht zu weit weg. Du weißt schon, meine Magie. Ich werd mich beeilen. Bis gleich. << Zum Abschluss des „Gesprächs“, legte er ihr noch kurz eine Hand auf die Schulter, lächelte sie an. Dann wendete er sich von ihr ab, um ebenfalls ein paar Meter in den Wald zu gehen. Jedoch ging er in eine andere Richtung, als seine beiden Gildenkameraden zuvor. Was er dort machte? Nun, er ging seinen menschlichen Bedürfnissen nach. Dies war die erste Pause, die die Gruppe überhaupt hatte. Bei einer solchen Reise füllte sich die Blase schon mal. Ed tat also, was er tun musste. Das Nötigste, konnte man sagen. Fertig mit seinem kleinen Geschäft, spürte er plötzlich etwas, dass ihn hellhörig werden ließ. Es war eine Präsenz, etwas eigenartiges. Es war kein Magier, zumindest glaubte Edward dies zu wissen. Allgemein fühlte sich diese Aura nicht wie ein Mensch an. Doch war es auch kein Drache, kein Wesen wollte ihm in den Sinn kommen, dem er dieses Gefühl zuordnen konnte. Es stammte aus der Richtung, in die Toshiro gegangen war. Doch dem Schwarzhaarigen kamen keine Zweifel auf, er hätte schon alles unter Kontrolle. Allerdings ließ dieses Ereignis den Magier zu dem Schluss kommen, dass er doch lieber wieder zu den anderen, zu Beatrix zurückkehren sollte. Schnell die Hände notdürftig am Regenwasser gereinigt, welches sich in einem umgekippten Baumstamm gesammelt hatte und dann ging es für ihn also wieder zurück. Unterwegs brach er sich noch einen großen, handlichen Stock von einem Baum. Den würde er später noch gut gebrauchen können, denn ihm war eine nette, kleine Idee gekommen. Im „Lager“, also bei der Kutsche, war alles unverändert. Auch sahen weder Yuuto, noch Beatrix danach aus, als sei ihnen jemand begegnet. Sie wirkten völlig unaufgeregt, was den Schwarzhaarigen beruhigte. Den Stock nutzte er zunächst als eine Art Spazierstock. Kurzerhand trat Edward erneut an Beatrix heran. Er hatte etwas vor, er arbeitete an etwas. Eine Technik, die für die Mission vielleicht gar nicht so unpraktisch sein konnte, doch steckte sie noch in den Kinderschuhen. Sie war ihm erst kürzlich eingefallen und bedurfte noch einer menge Zeit und Übung, ehe sie funktionieren konnte. >> Du, Bea? Tust du mir einen Gefallen? << Die Frage war eine eher rhetorische. Zeit zu antworten hatte die Rothaarige keine, denn sofort fuhr Ed fort. >> Schlag mich. << Der Magier wusste genau, wie sie darauf reagieren würde und so kam es auch. Verwundert schaute sie ihn an. >> Keine Panik, schlag mich einfach. Mir wird schon nichts geschehen, du kennst meine Fähigkeiten. Ich will nur etwas ausprobieren. Tu einfach so... << Edward überlegte. Er suchte nach einer Möglichkeit sie etwas aus dem Konzept zu bringen. Er wollte sie irgendwie überzeugen, denn er benötigte jemanden, der einen Angriff auf ihn ausführte, damit er seine Technik testen konnte. Dann kam dem Schwarzhaarigen eine Idee. >> Ja genau! Tu einfach so, als wäre ich dir an die Wäsche gegangen. <<, meinte er daraufhin. Doch der gewünschte Effekt blieb aus. Beatrix war nicht bereit dazu, ihn zu schlagen. Der Zeitmagier wollte seine Begleiterin natürlich nicht weiter bedrängen, sie zu nichts zwingen. Also gab er schon bald auf. >> Ja... Ja. Du hast recht. War eine blöde Idee. Ist schon gut. << Erneut lächelte der Magier etwas. Er wollte ihr nicht das Gefühl geben, etwas falsch gemacht zu haben, denn das hatte sie nicht. Dann musste er sich eben etwas anderes einfallen lassen, um seine Technik zu proben und zu entwickeln. Sein Blick fiel auf den Stock, den er nun mit sich führte. Der Magier machte ein paar Schritte von Bea weg, ging etwas um die Kutsche herum, denn was folgen sollte, war nicht für die Augen der anderen bestimmt. Er seufzte. >> Oh man... <<, murmelte er noch, ehe er die Augen schloss und sich konzentrierte. Er sammelte seine magische Energie an, fokussierte sich auf das, was kommen sollte. Als er dann soweit war, öffnete er die Augen und warf den Stock grade nach oben. Der Magier schaute dem Stück Holz hinterher, beobachtete seine Flugbahn. Als der Stock seinen höchsten Punkt erreichte, dort kurz inne hielt, um dann wieder herab zu fallen, atmete Edward tief ein. Er senkte seinen Kopf und schloss erneut die Augen. ~ JETZT! ~, dachte er sich, woraufhin er versuchte die gesammelte, magische Energie zu nutzen und den Zauber zu wirken. Das nächste, was zu hören war, war ein lautes >> AU! <<, gebrüllt voller Zorn und Wut. Natürlich hatte der Zauber nicht funktioniert.

Die ganze Aktion war ein Reinfall. Alles was Ed nun davon hatte, war eine Beule am Hinterkopf. Genau an der Stelle, an welcher der Stock ihn traf. >> Hätte ich mir denken können. Schnapsidee. << murmelte Ed, ehe er den Stock aufhob und wieder hinter der Kutsche hervortrat. Hoffentlich hatte das niemand gesehen, dachte er sich. Man würde ihn noch für verrückt halten. Wieder bei den anderen angekommen, tat er so, als sei nichts geschehen. Er überspielte die Situation einfach. Toshiro war mittlerweile auch zurückgekehrt. Das Holz, welches er gesammelt hatte, lag nun bei Yuuto, der seine Magie dazu nutzte es zu entfachen. Auch Kyoko war zurückgekehrt, doch blieb sie vorerst genau so stumm, wie Edward sie kennengelernt hatte. Wie viele Worte hatte sie wohl vom Büro des Gildenmeisters, bis dorthin verloren? Im Büro blieb sie komplett stumm, soweit Ed sich erinnerte. Auch auf der Reise öffnete sie nicht einmal den Mund, bewegte sich sogar fernab der Gruppe. Einzig und allein vor der Gilde sagte sie kurz etwas, als sie Tosh widersprach. So etwas fiel auf, besonders, wenn sie die Einzige war, die sich so verhielt. Wie dem auch sei. Das Feuer war schnell entfacht. Es erhellte die direkte Umgebung und spendete neben dem Licht auch Wärme. Toshiro nahm am Feuer Platz und auch Yuuto setzte sich. Natürlich konnte man niemanden dazu zwingen, es ihnen gleich zu tun. Darum stellte der Weißhaarige es ihnen auch frei, zu tun und zu lassen, was man wollte. Zu Edwards zufriedenheit setzte auch Kyoko sich nieder. Sicher würde Beatrix die Gruppe auch mit ihrer Anwesenheit beglücken. Für Ed jedenfalls stellte sich die Frage nach dem Verbleib nicht. Er nahm seinen Mantel, legte ihn über das feuchte Grün und setzte sich darauf. Dabei ließ er noch Platz über, um der Rothaarigen die Möglichkeit zu bieten, sich direkt neben ihn zu setzen, wenn sie denn so wollte. Unmissverständlich machte der Urheber und Leiter dieser Mission dann klar, dass er keine, wirklich absolut keine Streitigkeiten innerhalb der Gruppe dulden würde. Eine klare Ansage des Magiers. Doch schwenkte die Atmosphäre sogleich wieder von angespannt auf familiär. Denn genau das war es, was Toshiro ausdrückte. Er nannte alle Anwesenden seine Familie. Es war schwer zu übersehen, wie viel ihm an Lost Souls und damit auch an Toto hing, gewissermaßen der Hauptgrund, warum die Magier in dieser Nacht alle zusammen saßen. Den Schluss des Kansoumagiers, fasste Edward dann auch direkt auf. >> Welch große Worte. Familie... Ich fühle mich wahrlich geehrt. Dann lasst uns mal näher zusammenrücken und dem Wort gerecht werden. Bildlich, meine ich. Ich habe Toshiro bereits von meiner Idee unterrichtet. Wir sollten einander vernünftig vorstellen, den Zusammenhalt untereinander festigen. Was auch immer in Caldium auf uns wartet, wir müssen einander vollends vertrauen. Wirklich zweifelsohne Vertrauen. Bei einem so gefährlichen Unterfangen könnte das geringste Zögern, der kleinste Hauch Misstrauen entscheidend sein und Menschenleben fordern. << Edward hielt kurz inne, ließ den anderen einen Moment zum durchatmen und Zeit, seine Worte aufzunehmen und zu verarbeiten. Auch wartete er ab, ob jemand darauf eingehen wollte. Dann fuhr er fort. >> Ich will den Anfang machen. Manch einer kennt mich vielleicht schon, manch einer mag von mir in der Gilde gehört haben, oder eben auch nicht. Ist ja nicht weiter wichtig. Ich bin jedenfalls Edward, meines Zeichens Zeitmagier. Meine Aufgabe wird es wohl sein, euch im Kampf zu unterstützen. Auch könnt ihr gerne jederzeit zu mir kommen, solltet ihr Probleme mit abgenutzten oder kaputten Gegenständen haben. << Das war es soweit. Sollte niemand noch Fragen an ihn haben, so hatte er sich wenigstens einmal vorgestellt. Fragend schaute der Schwarzhaarige sich um. Natürlich hoffte er, dass alle langsam etwas warm wurden und damit war nicht das Lagerfeuer gemeint. Die Gruppe wirkte nicht sehr redselig. Der Magier bekam das Gefühl, dass jeder Einzelne das Ganze eher als Zweckgemeinschaft sah. Natürlich konnte man sie zu nichts zwingen und im Grunde genommen saß man auch nur beisammen am Feuer, weil alle das selbe Ziel verfolgten, nämlich dem gemeinsamen Gildenmeister, Toto zu helfen. Als Qual sollte die Reise jedoch niemand sehen. Keiner wurde gezwungen mitzukommen und darum sollte man sich auch nicht so benehmen.

Die Zeit verstrich, doch ehe der erste zu „Bett“ gehen würde, wollte Edward noch etwas hinter sich bringen. Eine kleine Showeinlage quasi. Eine Person hatte er sich dafür bereits herausgepickt. Er wollte ihr einen kleinen Streich spielen, gewissermaßen. Yuuto bot sich dafür prima an. Er schien in die Kategorie an Leuten zu passen, mit der man so etwas machen konnte. Wortlos drehte Edward sich kurz, nahm den Stock zur Hand, mit dem er zuvor noch vergeblich an einem neuen Zauber gearbeitet hatte. Die Umgebung war finster. Bis auf das Lagerfeuer und den Mond, war keine nennenswerte Lichtquelle in der Nähe. Das Licht des Feuers beleuchtete den Magier von vorn und ermöglichte Einsicht in einen Prozess, den er wortlos in Gang setzte. Wenige Augenblicke später saß dort nicht mehr der Schwarzhaarige, junge und * hust* attraktive Mann im Kreise der verlorenen Seelen. Ein alter, grauhaariger Greis, mit krummem Buckel hatte seinen Platz eingenommen. >> Sooooo, lasst mich euch eine Geschichte erzählen. <<, sprach er mit zittriger Stimme, die wahrlich die eines sehr alten Mannes war. >> Wisst ihr? Ich habe in meinem Leben bereits viele Bücher durchforstet und so einiges gelesen. << Das war nicht einmal eine Lüge. Edwards Hauptbeschäftigung war es, durch das Land zu reisen und in Bibliotheken nach Anhaltspunkten seiner Vergangenheit zu suchen. Dabei las er nebenbei das ein oder andere interessante Buch gleich mit. Natürlich war seine Aussage jedoch auf sein augenscheinlich hohes Alter bezogen. >> Ich habe die gesamte bisherige Reise überlegt, meine grauen Zellen angestrengt und nun ist mir doch tatsächlich eingefallen, was ich unbedingt loswerden möchte. << Edward überlegte, stöhnte, krächzte. Die Geräusche eines alten Menschen, der es wohl nicht mehr lange tun würde. >> Caldium... << Eine kurze Pause. >> Kennt ihr Caldium? Wohl kaum. Niemand kennt Caldium. Manch einer behauptet sogar, Caldium gäbe es nicht und es hätte die Stadt auch nie gegeben. Die Stadt, die niemals war, ist ihr Beiname. Mysterien, Rätsel schwirren um diesen Namen. Doch ich kann euch sagen, es gibt genügend Berichte, Augenzeugen, die von diesem Ort erzählten, ihr gesehenes niederschrieben. Es heißt sogar aus anderen Erzählungen, dass Caldium einst die größte Stadt Fiores gewesen sei. Kaum zu glauben also, dass es sie nie gegeben hat. Die Einen sagen jedenfalls so, die anderen so, doch wir werden es sicher ohnehin bald erfahren. Doch bevor wir dort ankommen, also dort, wo die Stadt die niemals war liegt, oder eben nicht, möchte ich euch etwas erzählen, dass ihr unbedingt wissen solltet. Neben den Mythen, die sich um die Stadt ranken und von denen man in ganz Earthland Zeugnisse finden kann, gibt es da noch eine Sage, die man sich um den Ort herum erzählt, an dem die Grundmauern der geheimnisvollen Stadt stehen müssten. << Nun kam der Punkt, an dem man Edward wohl vollkommen für durchgeknallt halten musste. Es gab viele Menschen, die bei diesem Thema nur genervt die Augen rollten. Es sollte um eine Bestie, ein Ungeheuer gehen, dass der Hauptteil der Weltbevölkerung für eine Märchengestalt hielt. >> Dr- << Edward hustete, schien sich kaum mehr ein zu bekommen, ehe es dann wieder ging. >> Drachen... << Nun pausierte er absichtlich. Der Blick des Zeitmagiers wanderte umher, sprang von einem Gesicht zum nächsten, ehe er bei Yuuto hängen blieb. Das Kyoko eine Magierin war, die sehr wohl wusste, dass es Drachen gab, war Ed bewusst. Yuuto hingegen wirkte so naiv, in seinem eher jüngerem Alter. >> Die Sage handelt von einem Drachen, der Caldium einst befiel, ihm seine Reichtümer abnehmen und die Bewohner zu knechten versuchte. Dies war jedoch nicht das Ende der Stadt, nicht direkt. Man schaffte es das übermächtige Wesen zu besiegen, jedoch nicht zu töten. Notgedrungen, mit einer List, viel Verstand und noch wesentlich mehr Glück, gelang es den Bewohnern den Drachen zu bannen. Eines wollten sich die naiven, selbstherrlichen Menschen dann nicht nehmen lassen. Sie bannten den Drachen direkt unter der Stadt. Es war die Verspottung schlecht hin. Man machte dem Wesen klar, wer der stärkere war, machte sich lustig über ihn... Und dann... Ja. Dort brachen die Erzählungen ab. Mir ist nicht bekannt, woran die Stadt gescheitert sein soll, was sie aus den Geschichtsbüchern löschte und sie in Vergessenheit geraten ließ. Doch wer weiß, vielleicht ist der Drache, den man nicht getötet hatte, nicht ganz unbeteiligt am Untergang Caldiums. Wie war denn noch sein Name... << Wieder ein nachdenkliches Stöhnen des Greises. >> Hios... Hyphos... Haa...<<, murmelte er in seinen langen Bart hinein, ehe der Geistesblitz kam. >> Hypherion! Merkt euch diesen Namen gut, er verheißt nichts gutes, nichts gutes. Sei es, wie es ist, doch vor ihm nehmt euch in Acht! Wie waren die Worte, die ich las... << Edward kramte in seinem Gedächtnis, rief sich die Seiten des verrotteten Buches hervor.


>>„Tief unter Keller und Kanal,
Hypherion liegt, ein einem großen Saal.
Schlummernd, schnarchend, voller Wut,
er wartet, dass sich sein Siegel lösen tut“<<

Ein mysteriöser Hall schwang mit diesem Zita mit. Mit weit aufgerissenen Augen starrte Edward den blonden Jungen an. Die Flamme des Lagerfeuers baute sich unter einem lauten Zischen und Knistern auf, versiegte jedoch sogleich wieder. Edward saß wieder da, als sei nichts geschehen. Eben so, wie man ihn schon zuvor sah. So jung wie eh und je. Seine Miene war eine ernste. So „lustig“ er die Erzählung auch gestaltete, er meinte sie ernst. Die Botschaft dahinter war nicht gespielt, sie mussten vorsichtig sein, wollten sie die Ruinen der Stadt betreten.

Edwards kalte Mimik brach erst wieder, als er bemerkte wie das Auflodern der Flamme Beatrix beeinflusste. Sie wirkte ängstlich, gar panisch, murmelte etwas, was aufgrund der Lautstärke wohl lediglich Ed hörte, der eben genau neben ihr saß. Mit weit aufgerissenen Augen starrte sie ihn an. >> Bea? Was ist mit dir? <<, fragte er, doch sie reagierte kaum. Nun tat der Schwarzhaarige etwas, was er bereits eine ganze Weile vorhatte, es jedoch ständig aufschob. >> Verzeih mir, Beatrix. << hauchte er mit einer Stimme aus, die nach tiefster Reue klang. Sein linkes Auge leuchtete auf, das Rot der Iris flammte auf und die sonst so blassen, römischen Ziffern um das Auge herum begannen förmlich zu glühen. >> Oculus praeterita <<, sprach er, ehe es ihn förmlich in das Auge der Rothaarigen hineinzog. Für die anderen hingegen, saß er einfach da, schaute der Magierin in die Augen. Er selbst jedoch tauchte in ihre Vergangenheit ein. Dabei fiel er in ein Loch, einen Tunnel, einen Strudel. Etwas ähnliches jedenfalls. Als der Fall stoppte, fand Edward sich in völliger Finsternis wieder. Es war so dunkel, dass er seine eigene Hand vor Augen nicht erkennen konnte. Verwirrt schaute der Zeitmagier sich um, doch er erkannte nichts. Sein Gehör jedoch, fing plötzlich etwas auf. Schreie. Ohne zu zögern bewegte Edward sich in die Richtung, aus der die Schreie stammten. Einige Schritte weiter konnte er dann ein Schimmern erkennen. Es trat aus einer Tür. Als er an diese Tür ankam, bemerkte er jedoch, dass sie vergittert war. Das Licht schien durch die Zwischenräume der Gitter, doch er kam nicht in den Raum herein. Neugierig schaute der Ed in den Raum herein. Er hatte eine Vorahnung und diese wurde sogleich bestätigt. Die Person, von der die Schreie stammten, hing dort angekettet an der Wand. Es war Beatrix, die Person, in dessen Vergangenheit er geschlüpft war. Eine Person stand vor ihr, sie kehrte Edward den Rücken zu und machte sich an dem Mädchen zu schaffen. Die Person, der Statur nach ein Mann, ließ ein glühendes Stück Metall neben sich fallen und griff nach einer Peitsche. Mehrfach schlug er damit zu. Knallen hallte durch den Raum, gefolgt von Schmerzensschreien. Edward war außer sich vor Wut. Am liebsten hätte er die Gitter zum rosten gebracht, wäre durchgebrochen und hätte sich den Kerl geschnappt, doch es waren lediglich Erinnerungen. Er konnte keinen Einfluss darauf nehmen, was geschah. Er sah sich lediglich Illusionen an, Abbilder von dem, was einst geschah. Der Mann verschwand und Ed beruhigte sich langsam. Aus einem Nebenraum schallte dumpf tiefer Gesang. Männerstimmen, die irgendetwas fanatisch religiöses sangen. Der Magier hatte genug fürs erste. Er ahnte ja, dass Beatrix es nicht leicht hatte, doch hatte er sich nicht ausmalen wollen, was sie alles durchgemacht hatte. Grade als er sich umdrehte, von Beatrix abließ und zurück in die reale Welt kehren wollte, hörte er plötzlich ihre Stimme. Verwundert schaute Ed auf, drehte sich hastig um und sprang an die Gitter. Sie nannte seinen Namen, flehte um Hilfe. Das konnte nicht sein! Edward war nur Gast in einer Vergangenheit. Er sah doch nur das, was bereits geschah. Die Illusion, Beatrix aus der Vergangenheit, sie konnte ihn nicht kennen, nicht seinen Namen aussprechen. Edward wollte mit ihr sprechen, ihr antworten und der Sache auf den Grund gehen, doch urplötzlich riss es ihn zurück. Wie eine gewaltige Hand, die seinen Kragen packte und ihn von jetzt auf gleich davon zog.


Edward atmete tief ein, fiel etwas nach hinten, doch konnte sich noch halten und sitzen bleiben. Dieser gewaltige Riss, der ihn aus der Vergangenheit der Magierin zog, es war ihre Gegenwehr. Beatrix hatte ihren Blick abgewandt, den Augenkontakt zu Edward gebrochen und somit auch seinen Zauber beendet. Es waren nur wenige Sekunden in der Realität vergagnen. Fassungslos schaute er sie weiter an. Er wusste nicht so recht, was er sagen sollte. Tröstende Worte fand er nicht. Vielleicht war es ohnehin besser, ihr etwas Zeit zu geben, nicht gleich auf sie einzureden. Wortlos drehte er sich wieder zum Feuer, legte den Arm um Beatrix und zog sie sanft etwas zu sich heran. Er wirkte etwas abwesend, warf einen leeren Blick auf die tänzelnden Flammen.

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Re: Vor dem Gildengebäude

Beitrag von Kiseki am Fr März 27, 2015 6:11 pm

-Shadow

Der Schatten schweifte über die Ebenen, die See und auch um die Insassen der Kutsche. Würden sie ihn bemerken? Wohl kaum, denn bekanntlich Schatten nimmt man nur als Schatten war und bei dieser hohen Konzentration würde eine kleine Menge Magie nicht erkenntlich sein. Der Weg von Shadow war anstrengend. Durch seine Schattenform hat er sich schon mehr Weg einsparen können doch unbemerkt sollte er trotzdem bleiben. Während die anderen den See überqueren wollten schlich er sich an Deck und machte sich im Schatten von Beatrix sicher. Schlafende Menschen waren natürlich die geeignetesten Verstecke. Während er im Schatten von Beatrix war, lauschte er den Worten von Edward. Sie haben ein enge Beziehung, das soll man ihr schon lassen. Plötzlich aber wachte sie auf, bemerkte aber gottseidank nicht die Anwesendheit des Schattens und machte sich zu Toshiro um sich mit ihm zu unterhalten. 
Nebenbei tauschte er von Beatrix zu Toshiro. Die Kälte, die von außen auf sie prasselte war ebenfalls eine gute Versteckmöglichkeit, wobei Beatrix sich demnächst wärmer als vorhin fühlen wird. Während den gesamten Gesprächen ist Shadow viel zu Ohren gekommen und hatte ein Lächeln aufgesetzt. Kiseki wird sich hier wohl fühlen, da bin ich mir sicher.. Doch ich habe wichtigeres zu tun. Ich werde helfen, herauszufinden wo sich diese Blume befindet. Das habe ich meinem Meister versprochen...


Als sie ihre Pause machten machte sich Shadow umbemerkt an der Kutsche gemütlich bis er den richtigen Zeitpunkt für sein Aufenthaltsort preisgeben wolle. Als nämlich Leute gingen und wieder kamen, wäre es eher mehr als eine Art Überfall geplant. Doch Shadow hatte größeres vor. Als nun alle beisammen waren und etwas von weitem wie "Familie" ertönt hatte, stand der Schatten auf und bewegte sich laut auf die Gruppe zu. Dafür, das du deiner Gilde so viel Treue schwörst, seit ihr wirklich erstaunlich. Kiseki bewundert so welche Menschen wie dich Toshiro. Die Situation hatte es nicht anders gewollt. Wenn sie wirklich so sind wie man behauptet, werden sie vorsichtig handeln. Davon ist Shadow sogar ausgegangen. 

-Crystal

Sofort als er gen Tor tritt waren die Gildenmitglieder verwundert, wieso er als einziger die Tore verließ. Das neue Mitglied sollte sich mal zu seinem Ebenbild gesellen, da dieser wahrscheinlich Mist bauen wird. Waren die Worte vom hellblauhaarigen Bunshin. Anders als sein Schattenebenbild war er bei jemanden in der Stadt und hat sich ein Pferd besorgt um damit in Richtung der Fährte seines Ebenbildes zu machen. Während dieser Reise hatte er den Vogel gesehen, der sich auf den Weg machte, die Nachricht zu überbringen, das Kiseki keine Gefahr ist. Mit bestimmten Tönen und Bewegungen gleitete der Vogel in Richtung von Crystal und landete auf seiner Schulter. Jeder braucht mal ne Pause. Über das Ufer und dann noch weiter. Der Vogel war nun schon fast da und Crystal hatte nurnoch kaum eine Sicht, da schon bald die Nacht eintrat. Shadow würde wahrscheinlich schon dort sein. Nach mehreren Minuten Gallopp war er schon in der Nähe von einem Feuer gestanden.
Natürlich hörte man das Treten des Pferdes und das Wichern. Der Vogel, auch außer Atem hatte sich am warmen Lagerfeuer Platz gemacht und piepste, damit man merkt, das er eine Nachricht dabei hatte. Macht euch euer eigenes Bild. Mehr habe ich nicht zu sagen.Was haben die Beiden nur vor?
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Re: Vor dem Gildengebäude

Beitrag von Gast am Do Apr 02, 2015 3:54 am

Das Wetter war nicht gerade das berauschendste, der Regen strömte nur so vom Himmel herab, Blätter und Äste wurden wegen des Windes hin und her geweht, sodass das ein oder andere Blatt auch mal in das Sichtfeld flog, was natürlich nervig war, vor allem als führende Person einer Kutsche, wie Toshiro im Moment, bei welchem sich Beatrix ja befand, denn sie wollte ihn etwas fragen, gleichzeitig auch entschuldigen, da sie nicht die treuste Magierin in der Gilde war, dass sie ihre Verpflichtungen links liegen gelassen hat, sie wollte einfach ihre Vergangenheit vergessen, doch diese quälte sie doch so, sie konnte nicht ruhig schlafen, ohne Angst schon gar nicht einschlafen, das war nicht möglich, es war zum Haare raufen, doch, es kam eine Person in ihr Leben, welche es schaffte, dass es der Roten für ein paar Momente besser ging, es war Edward, der Zeitmagier von der gleichen Gilde, aus welcher auch Bea kam, Lost Souls, dank ihm, ist sie glücklich, mit ihm hatte sie etwas, was sie sonst nie hatte – Freude, Vertrauen, Hoffnung und Zuneigung. Der Wind blies stark, sodass die langen, roten Haaren der Inquisitorin durch die Gegend flogen, was der Roten natürlich nicht passte, denn das letzte, was passieren sollte, war so etwas, nebenbei war sie mit ihrem leicht bekleideten Kleidungsstil ein wenig falsch angezogen, doch so konnte sie wenigstens die Kälte und den Regen auf ihrer Haut spüren, einfache Sachen, welche ihr trotzdem viel bedeuteten, denn diese signalisierten, dass sie noch fühlen konnte, etwas, was lange Zeit, nicht der Fall war.

Als Bea sich entschuldigte, antwortete Toshiro darauf, dass jede Person eine Last zu tragen hat, so müsse sie sich selbst nicht fertig machen, ebenso nicht entschuldigen, denn es gibt Personen die aktiver und passiver helfen, allerdings solange sie eine Hilfe für die gesamte Gilde war, also für ganz Lost Souls, war sie auch eine Hilfe für ihn, eine Hilfe für einen guten Freund, für einen Freund, welchen sie wohl niemals verlieren möchte, nicht einmal an eine andere Person. Natürlich verstand es die Rote, denn die Worte des Kansoumagiers hatten ihr immer viel bedeutet, tut es natürlich auch immer noch, denn schließlich stand er ihr ziemlich nahe, hoffentlich empfand es der Weißhaarige auch so, wie sie, vielleicht konnte er sie auch als gute Freundin bezeichnen, vielleicht hatte sie diesen Status verloren, da er doch relativ oft diese andere Frau ansah, welche auf ihrem ‚Was-auch-immer-das-war-ich-will-nicht-mit-den-anderen-reisen-Monster‘ ritt, ans wäre sie etwas Besseres, als hätte sie es nicht verdient mit den anderen Magiern in einer Kutsche zu fahren, sie musste herausstechen, wollte sie Toshiro begeistern, wollte sie ihm ihre Künste zeigen? Eigentlich konnte es Beatrix egal sein, doch irgendwie wollte sie das nicht, Toshiro als Freund an so eine dahergelaufene Tusse verlieren, schließlich hatten die beiden schon viel erlebt, außerdem viel Spaß miteinander gehabt, viel gelacht, allerdings auch Unstimmigkeiten gehabt, allerdings vergaß man alles, man vertrug sich, man stand sich einfach nahe.

Ebenso fragte die Rote nach dem aktuellen Gesundheitsstatus von Toto, welcher ihr natürlich auch viel bedeutete, denn dank ihr durfte sie das Wappen ihrer Familie tragen, das Wappen von Lost Souls, welches er damals auf den Oberschenkel von Bea verewigte, auch wenn sie sich damals noch dafür schämte, schließlich hatte sie ein Kleid an, auffällige Unterwäsche, frühere Mädchenprobleme eben, doch, aus diesem Alter war sie raus, sie war nicht mehr die alte Beatrix, sondern eine neue, eine neue, welche auf jeden Fall Fuß fassen will, der Gilde so gut es geht zu helfen, zu unterstützen, in guten sowie in schlechten Zeiten, dann natürlich sowieso. Tosh sprach, dass es eine seltene, unheilbare Krankheit wäre, die Toto befall, welche man nur mit einem Blatt heilen kann, welches allerdings bewacht wurde, so viel verstand die Rote ohne nachzudenken, allerdings sprach er auch davon, dass er deswegen angespannt wäre, schließlich zog er die Rote, allerdings auch Edward, diese Tusse und den Blonden hinzu, sie bildeten gemeinsam das kleine Einsatzteam, welches um das Überleben von Toto kämpfte, um jeden Preis!

Der Weiße äußerte sogar einen Wunsch, denn er wollte nämlich wieder gemeinsam nach Hause fahren, dabei Toto das Kraut übergeben, das wäre perfekt, das wäre eine Hilfe für die ganze Gilde, eine Hilfe, bei welcher auch Beatrix helfen konnte, was sie natürlich auch wollte, sie musste helfen, es war ihre Familie, es war mehr oder weniger ihr Vater, welcher im Sterben lag! Es herrschte eine kurze Stille, die Rote musste erstmal verkraften, dass es Toto doch so schlimm erwischt hatte, denn sie dachte immer, dass er davon verschont werden würde, da er doch so eine gute Seele war, ein jemand, welcher verlorenen, umherirrenden Seelen ein Zuhause und Zukunft schenkt, eine Perspektive, sodass sie neu ins Leben treten konnten, also warum zum Teufel erwischte es deshalb Toto, den wahrscheinlich gutherzigsten Menschen auf diesem Planeten? Warum nur?! Innerlich kochte die Inquisitorin ein wenig, allerdings bemerkte sie, dass Toshiro in den Himmel sah, dann einen Satz sprach, welcher der Rothaarigen für ewig in Erinnerung bleiben würde, denn er sprach, dass er einfach nur wolle, dass es allen gut gehe, damit meinte er auch Beatrix, also sorgte er sich doch noch um sie, es war also nicht umsonst, sie musste sich keine Sorgen mehr machen, auch wenn sie nicht mehr das naive Mädchen von damals war, hatte sie immer noch ‚kindliche‘ Eigenschaften, vor allem, wenn es um Toshiro ging, denn sie kannten sich schon länger, seit dem Einzug von Beatrix in die Gilde, eine halbe Ewigkeit also. Bevor die Rote antworten konnte, sprach der Weiße allerdings davon, dass sie lieber wieder zurück zu Edward und Yuuto, so hieß der Blonde also, gehen sollte, denn sie solle nicht auch noch krank werden, denn dort wo sie hinfuhren, lauerten noch mehrere Probleme, sie selbst sollte nicht zu einem Kloß am Bein werden.

So meinte er es wahrscheinlich, auch wenn er es nicht aussprach, denn er hatte immer eine Gabe, die richtigen Worte zu finden, sie auch perfekt rüberzubringen, dass es zu keine Missverständnisse kam, denn er war hart, aber fair und ehrlich, das konnte man so oder so nicht abstreiten, er war ein junger Mann mit Klasse. „Ich danke dir, gemeinsam, gemeinsam werden wir das schon schaffen, da bin ich mir sicher. Ja, du hast wohl recht, ich gehe zurück zu Edward und Yuuto, meine Kleidung ist dementsprechend auch nicht die passende, hoffen wir einfach, dass es an unserem Ziel, also in dieser vergessenen Stadt schöneres Wetter hat, Toshiro.“ Sprach sie mit einer ruhigen, zufriedenen Stimme, lehnte sich langsam an den Weißen an, umarmte ihn auch von der Seite, als Zeichen der Zuneigung „Danke, dass ich hier sein darf, danke, dass du mich damals akzeptiertest.“ Fügte sie noch hinzu, während sie die Umarmung wieder lockerte, langsam und sicher ihren Körper in die Höhe hievte, langsam wieder in die Kutsche ging, wo sie auch bereits erwartet wurde, denn es schien so, als würde sich Edward freuen, dass ihr nichts zugestoßen wäre, vielleicht hätte sie ja ausrutschen können, oder sonstiges, er gab sich einfach auch mit kleineren Sachen zufrieden, setzte natürlich auch nicht zu hohe Ansprüche, konnte er das überhaupt?

Er rettete zwar mehrmals ihr Leben, doch war er einmal Schuld, dass es beinahe endete, konnte er also Ansprüche stellen, oder war er einfach zufrieden, dass es ihm die Rote nicht nachträglich nahm, dass sie fast durch seine ‚Hand‘ gestorben wäre? Beatrix setzte sich wieder an ihren Sitzplatz, wo sie auch vorhin schon saß, machte es sich erneut gemütlich, sah nach Außen, beobachtete die Bäume, die Felder, Flüsse, Seen, was auch immer, bei was sie vorbei fuhren, den Augen Beas entging nichts, zumindest das, was sie sehen wollte. Sie war relativ still, sie konnte einfach kein Wort fassen, sie war immer noch geschockt, dass es Toto so schwer erwischt hatte, sie musste einfach eine Hilfe sein, sie musste das sein, sonst würde… sonst würde Toto sterben, vielleicht wegen ihr? Weil sie zu unfähig war? Mit einem kleinen Lächeln im Gesicht, sah sie noch eine Weile der Umgebung draußen zu, war einfach zufrieden mit dem was sie hatte, mit dem, was auch noch kommen könnte, denn sie hatte immerhin wieder ein Ziel für was sie kämpfen konnte, auch jemanden, welcher sie wahrlich neu belebte, Edward, eine Person, welcher wie Öl im Feuer wirkte, einfach alles neu entfachte. Das Ganze ging noch eine Weile so, es war eine relativ stumme Fahrt, doch nach einer geraumen Zeit, blieb die Kutsche stehen, als sich ein zärtliches Rot im Himmel zierte, es waren die letzten Sonnenstrahlen, die Abendröte, bevor der Mond die Vorherrschaft erlangte, die wohl schönste Zeit für Pärchen in den Himmel zu sehen, doch Beatrix tat es alleine, vielleicht gab es irgendwo jemanden, welcher das auch tat, vielleicht sogar in ihrer Nähe, vielleiht sogar eine bestimmte Person, vielleicht auch Edward? Wie fühlte sie sich ihm gegenüber eigentlich? Sie mochte ihn, sehr sogar, doch, irgendwie hatte sie nicht den Mumm, mehr daraus zu machen, oder doch?

Es war kompliziert, doch war es definitiv auf dem richtigen Weg, die Beziehung zu ihm verbesserte sich immer mehr, was sie natürlich auch sehr freute. Die Kutsche stand nun in einer kleinen Lichtung, ein wenig abseits vom Wegesrand, so stieg Edward aus der Kutsche aus, bot Bea natürlich die Hand, es war auch nichts anderes vom Gentleman zu erwarten. „Danke dir, Edward, nett von dir.“ Antwortete sie mit einem Lächeln darauf, denn sie freute sich, dass er auch immer auf die kleinen Dinge im Leben achtete, wie einfach nur das Reichen einer Hand, wenn es für die Inquisitorin zu steil, oder eventuell zu gefährlich war. Toshiro gab ihnen für den Rest des Abends frei, sprach davon, dass sie in der Kutsche schlafen könnte, seinetwegen könnten sie auch alles machen, solange sie am nächsten Morgen, zu der ausgemachten Stunde wieder da waren, sodass sie dann gemeinsam wieder weiterreisen konnten. In der Tat war eine kleine Pause nicht schlecht, es freute die Rote sogar ein wenig, die Personen besser kennenzulernen, auch wenn sie nicht zwingend Bekanntschaft mit dieser Dame machen wollte, es war ihr Toshiro, nicht ihrer! Das musste sie noch lernen, ganz klar, außer, was wäre… NEIN! Unmöglich, Toshiro konnte nichts für sie fühlen, dafür kannte sie ihn zu gut, aber was, was wäre wenn doch? Es bahnten sich mehr kleinere Sorgen an, welche einen dritten Weltkrieg in ihrem Kopf begannen, sie beschossen sich gegenseitig, argumentierten wild durcheinander, erschufen eine völlige Zerstörung, sodass es nur zum Haareraufen war, doch sie beruhigte sich schnell wieder, sie würde es akzeptieren, schließlich hatte er auch das Recht, glücklich zu sein. Toshiro, welcher um Feuerholz ging, ließ die Gruppe kurz alleine, so stand sie mit Edward, der Frau und Yuuto, dem Blonden da, allerdings verabschiedete sich auch Edward für einen Moment, sprach auch davon, dass sie nicht zu weit von ihm weggehen solle, wegen seiner Magie, denn diese Prozedur hatte mal schon einmal und es endete wahrlich in einem Blutbad, in welchem Beatrix in einer Sekunde auf die nächste gefangen war, doch zum Glück kam damals noch Edward um schlimmeres zu verhindern, er war wie der Retter in der Stunde, ein Allrounder, wenn es um die Probleme von Beatrix ging.

„Natürlich nicht, pass allerdings auf dich auf, Edward. Wir brauchen dich… ich brauche dich.“ Sprach sie leise und ein wenig ängstlich, doch hatte keine Zweifel daran, dass es Edward nicht hörte, so machte sie sich auch auf den Weg, irgendetwas zu machen. Seine Hand auf ihrer Schulter, das Lächeln welcher er ihr zuwarf bestätigte ihre Aussage einfach, es schien so, als wäre sie für ihn auch wichtig, als würde er sie auch nicht verlieren wollen, doch sprach es natürlich nicht aus, doch sie wusste, diese Geste musste so etwas ähnliches heißen, ganz klar, keine Widerrede, so war es und nicht anders. Im Augenwinkel bemerkte die Rote, das die Frau auch ihre Wege ging, Edward und Toshiro ebenso, also warum sollte Beatrix dann hier warten? Aus Prinzip, sie war an den Ort gebunden, sie wollte nicht wieder von innen her ‚explodieren‘, das hatte sie schon einmal, es war nicht gerade angenehm für die Rote, die Erinnerungen waren auch noch nicht verschwunden, es war ja noch nicht lange her, danach der Sturm, das beinahe Ertrinken beider, wie es Edward wohl ging? Eine Runde schlaf würde ihn so oder so nicht schlecht tun, konnte er sich eigentlich in der Zwischenzeit ausruhen, hatte er sich überhaupt schon ein wenig erholt, oder lief er auf Notreserven, auf seinem Zahnfleisch umher? Was sollte sie nun machen, hier stehen zu bleiben war bei weitem zu öde, außerdem wurde ihr schnell kalt, so wollte sie irgendwie in Bewegung bleiben, hatte also die heroische Idee, nichts zu tun. Ganz genau, nichts. Sie stand einfach da, wie ein Fels in der Brandung, oder eher wie eine Person, welche geistig ein wenig hinten geblieben war, denn schließlich wollte sie sich nicht wieder in einem halbtoten Zustand vorfinden, so bewegte sie sich einfach nicht, blieb ziemlich zentral stehen, jeder würde sie sehen, wenn sie plötzlich von innen aufreißen würde, wenn sich plötzlich ihr Blut über das ganze Gras, über den ganzen Waldboden ergießen würde. Kurz spürte Bea etwas, eine Aura, doch war diese auch wieder weg.

Nichts Besonderes also, nichts, worüber sich die Inquisitorin Sorgen machen musste, nichts, was sie mithilfe ‚Gottes‘ austreiben musste, schließlich konnte sie mit ihrem Kreuzfeuer auch reinigende Kreuze schießen, welche beinahe jeden Dämon, allerdings auch anderen Gegner in die Knie zwingen sollte, je nachdem, wie schnell und wie konzentriert sie diesen Zauber einsetzen würde. In der Zwischenzeit passierte nicht viel, Bea spürte immer nur den Wind durch die Haare gleiten, ebenso hob der Wind ab und zu ihren Rock auf, sodass es möglich war, dass man ihre Unterwäsche sah, wären da nicht die schwarzen Strumpfhosen, welche zumindest die Haut von Bea ein wenig schwerer zu sehen machte, völlig abdecken konnten sie es natürlich nicht, war allerdings auch nicht weiter schlimm. Interessiert sah die Dame, Yuuto an, beobachtete ihn ein wenig, war allerdings schnell gelangweilt von ihm, sodass ihre Augen auch schnell wieder von ihm abließen, schließlich bemerkte sie einen bei Weitem besseren Blickfang, nämlich Edward, welcher mit einem Stock in der Hand, einen Art Gehstock wiederkam, welcher auch direkt auf Beatrix zuging, wollte er wirklich ohne Umwege zur Roten gehen, war sie das Wichtigste für ihn, zumindest aktuell? „Willko…“ versuchte die Rote nur zu sprechen, doch Edward unterbrach sie, er wollte einen Gefallen von ihr einfordern, so blickte sie verwundert, doch dann kam es, die Rote sollte ihn schlagen. Ihren Retter schlagen, das.. das konnte sie nicht. Wie aus dem Nichts, erinnerte sich die Rothaarige an ihre damalige Folter, wie sie selbst unschuldige Menschen schlagen, auspeitschen und verletzen musste, die Schreie, welche niemals aus ihrem Gedächtnis verschwinden konnten, die Augen, welche einfach  nur zeigten, dass diese Gefolterten einfach lieber tot wären, als noch am Leben, im Untergrund der Kathedrale, im Auftrag der Inquisition, im Auftrag der Kirche. Ihr Atem stockte. „N..nein..“ sprach sie nur zitternd heraus, sie konnte es nicht, nein, sie durfte es nicht, sie wollte nicht so werden, sie die Folterknechte es wollten, sie hatte diese Phase doch schon überwunden, sie durfte nicht zurückfallen, nein, das durfte sie nicht, das durfte sie einfach nicht, sie würde es sich selbst nie verzeihen, niemals!

Doch das ‚Nein‘ von Beatrix war nicht genug, erneut versuchte Edward sie dazu zu motivieren, ihn zu schlagen, auch wenn er ihr versicherte, dass ihm nichts passieren würde, er sprach auch davon, dass sie einfach so tun solle, als wäre er ihr an die Wäsche gegangen, in welchem Kontext auch immer er das meinte, doch so konnte er auch keinen Schlag erzwingen, sie konnte das einfach nicht, sie verband so viele schlechte Erinnerungen, so viele schlechte Gefühle. „Nein.. ich möchte das nicht.“ Sprach sie ihn erneut an, versuchte dabei nicht allzu betroffen zu wirken, denn schließlich kannte er nicht viel über ihre Vergangenheit, sollte es auch nie, das war etwas, was sie niemals teilen wollte, das kannte nicht einmal Toto, auch nicht Toshiro. Nach der zweiten Absage von Bea, bemerkte Edward, dass es nichts brachte, sprach davon, dass es eine blöde Idee war, es war schon gut, sie müsse das nicht mehr machen, wenn sie das nicht wollte. Beatrix atmete erleichtert auf, denn sie war froh, dass Edward es trotzdem noch einsah, dass sie das nicht wollte, sie konnte einfach nicht. Hätte es etwas geändert, wenn er über ihre Vergangenheit Bescheid wusste? Würde er sie überhaupt noch mögen, wenn er über ihre Vergangenheit Bescheid wusste? Edward ging kurz weg, in der Zwischenzeit kam Toshiro mit dem Feuerholz zurück, bat Yuuto auch, es anzuzünden, was er auch gleich machte, so konnte die Rote ihn also als Feuermagier einschätzen, diesen Yuuto. Immerhin war er schon mal für etwas nützlich, freute sich natürlich darüber, denn er schien noch nicht allzu viel Erfahrung mit dem Leben gemacht zu haben, zumindest nicht mit der traurigen, harten Seite der Realität, welche auch Toshiro damals erfuhr, so viel er ihr damals erzählte, mit dem Vorfall, in seiner Familie. Ziemlich zeitgleich, als Yuuto das Feuer in Brand setzte, kam auch Edward wieder, wahrscheinlich hatte er nur gerade seine Blase entleert, dabei dachte sie doch, dass sie vorhin jemand schreien gehört hatte? Einbildung? War allerdings auch egal, das Wichtigste war, dass sie nun alle wieder hier waren, nun, bis auf die Frau, nur die konnte Beatrix eh gestohlen bleiben, doch da kam sie schon, Bea musste es ja unbedingt verschreien.

Als alle versammelt waren, machte Toshiro eine kleine Ankündigung, sprach davon, dass jeder, der seine Ruhe haben möchte, sich nun schlafen legen könnte, allerdings könnten alle anderen gerne am Feuer Platz nehmen, um sich etwas zu wärmen, um sich auch gegenseitig besser kennenzulernen, solange sie sich alle vertragen würden. Bei gröberen Streitigkeiten in der Gruppe, würde Tosh die Personen einfach ausschließen, denn sie würden das Überleben aller gefährden, sollten sie in eine gefährliche Situation kommen, das wollte er natürlich verhindern, er dachte vorsorgend, was Beatrix vorne und hinten natürlich auch verstehen konnte. Ebenso entschuldigte er sich, dass er eventuell etwas angespannt und nervös wirke, das wäre einfach, dass er sehr auf seine Kammeraden zählt, auch wenn ihm das nicht leicht fiel, immerhin wären sie auch seine Familie. Stille. Es herrschte eine kurze Flaute an Worten, ehe Edward das Wort erhob, die Worte von Toshiro lobte, denn ‚Familie‘ war ein großes Wort, bei welchem er sich geehrt fühlte, so sprach er auch davon, dass sie bildlich gesehen, auch enger aneinander rücken sollten, schließlich war es das ja, was eine Familie ausmachte, Zusammenhalt, bedingungslose Nähe, Zuneigung, Hilfe allerdings auch Liebe, Nächstenliebe zu jeder Person. Edward schlug vor, dass sich nun alle vorstellen sollten, um sich besser kennenzulernen, so machte er auch den Anfang, stellte sich als Edward vor, als Zeitmagier. Ebenso betitelte er auch seine womöglich Aufgabe im Kampf, nämlich die passive, allerdings auch aktive Unterstützung, außerdem war er mehr oder weniger so etwas, wie ein Meisterreparateur, denn mithilfe seiner Zeitmagie konnte er kaputte oder abgenutzte Gegenstände wieder in ihre Ursprungsform zurückverwandeln, ob das auch mit verbrauchbaren Objekten ging? Beatrix, welche noch ein wenig abseits stand, hatte das Gespräch natürlich mitgehört, fügte somit auch ihren Senf dazu.

„Auch mich ehren deine Worte, Toshiro. Du weißt ja, dass mir Toto, allerdings auch du, sehr am Herzen liegt, da ihr für mich einfach meine Familie seid, einfach Personen, zu welchen ich aufsehen kann, zu welchen ich immer aufsehen konnte, ich danke dir, ich kann dir nur danken. Lassen wir uns dieses Kraut holen, für Toto!“ motivierte sie die Gruppe, räusperte sich kurz, denn nun kam ihre Vorstellung. „Nun, auch zu mir. Edward und Toshiro kennen mich ja bereits, doch für die anderen hier, stelle ich mich noch einmal vor. Mein Name ist Beatrix, es reicht, wenn ihr mich Bea nennt, bin eine… ehm… nenne wir es Inquisitionsmagierin, also auf den aktiven Kampf spezialisiert, mit Schwerpunkt offensiv, allerdings kann ich auch als defensives Backup dienen, sollte das nötig sein. Ich denke, das sollte alles gewesen sein, ich bin froh, euch kennenlernen zu dürfen. Auf eine gute Zusammenarbeit!“ fügte sie ihrer Rede hinzu, war natürlich ein wenig geknickt, da sie ihre Magie sagen ‚musste‘, allerdings war sie hier in einem Bereich der Vertrauten, welche sie eigentlich gut vertraute, beziehungsweise nicht einmal kannte, so war es nicht weiter schlimm oder doch? So hatte Bea das Wort beendet, nun würde die Runde zu dem blonden Jungen weitergehen, also zu Yuuto, auf die Vorstellung hatte sie ja dezente Vorfreude, doch die Frau, nein danke. Je weniger Beatrix über sie wusste, desto besser war es wahrscheinlich, doch Edward machte etwas unerwartetes, er verwandelte sich dir nichts, mir nichts in einen alten, halbtoten Greis, mit einer Raucherstimme, als hätte er mit dem Tod persönlich um die Wette geraucht.

Der alte Mann, welcher immer noch Edward war, wollte ihnen eine Geschichte erzählen. Eine Geschichte hörte sich in den Ohren von Bea natürlich interessant an, so setzte sich Beatrix auch – ‚endlich‘ – an die Seite von Edward, welcher extra Platz für sie machte, ein wahrer Gentleman, ein perfekter Mann für so fast jede Frau, so ging sie ein paar Schritte zu, hörte Edward natürlich weiterreden, doch lag ihre ganze Aufmerksamkeit an der Flamme, welche vor ihren Augen loderte, sie erinnerte sich an Sachen, an welche sie sich nicht erinnern wollte, doch blieb sie hier, verfiel nicht in Trauer oder sonstiges, sondern hörte dem alten Mann wortlos zu, wie er von Caldium, Drachen und sonst etwas sprach, dieses Thema interessierte die Rote nicht wirklich, allerdings schien sich Edward gut informiert zu haben, sollte es stimmen. Der Graue hatte auch einen Namen genannt ‚Hyperion‘, diesen Namen sollten sich die Kammeraden gut merken, der Drache, welcher für den Fall Caldiums verantwortlich war, laut den Worten, welcher er las, schien dieser keine nette Angelegenheit für Magier zu sein, so gewiss auch nicht für den Kansoumagier, gewiss nicht für Edward, oder doch?

Konnte er den Drachen mithilfe seiner Magie jünger machen, oder älter? Kurz war es eine Stille, es schien so, als würde der graue Edward nachdenken, als würde er die passenden Worte suchen, für das anschließende, welches er erklären wollte, war es auch so? Es passierte ein paar Momente nichts, die Kameraden sahen sich einfach an, sprachen nicht, lauschten nur dem Knistern des Feuers, welches sich immer noch negativ auf Beatrix auswirkte, sahen sich gegenseitig in die Augen, außer in die Augen der Roten, denn sie sah in die Flamme, in etwas, was sie niemals sehen sollte, denn ihre Vergangenheit, holte sie aktuell ein, so hörte sie nur noch die Worte ‚Tief unter Keller und Kanal, Hypherion liegt, ein einem großen Saal. Schlummernd, schnarchend, voller Wut, er wartet, dass sich sein Siege lösen tut.‘  - Mit diesen Worten, loderte die Flamme unglaublich stark auf, das war zu viel für die Rote, sie konnte nicht mehr, sie war ängstlich, schwitzte in einer Sekunde auf die nächste komplett, sie hatte eine Wahnvorstellung, eine Illusion, eine Halluzination formte sich in ihrem Kopf, sie sah die Folterknechte vor sich, sie sah sich selbst in ihrer alten Form, das konnte nicht möglich sein. „Nein.. nein.. Ed… Edward…“ murmelte sie leise vor sich hin, zitterte dabei an ihrem ganzen Körper, bemerkte dabei gar nicht mehr, dass Edward mit ihr sprach, sie war in einem psychischen Trauma, in einer Phase, in welcher Worte nichts mehr ausrichten konnten, sie bemerkte die anderen gar nicht mehr – was sollten diese nun von ihr denken? Sahen sie die Inquisitorin nun als einen hergelaufenen Psycho? Zitternd versuchte Beatrix sich die Tränen zurückzuhalten, versuchte sich zu beruhigen, doch da bemerkte sie nur noch ein Aufflammen eines Auges, die Lippenbewegungen von Edward, plötzlich wurde der Roten schwindelig, sie wurde ein wenig träge, ähnlich in einer Trance.
 


Ohne die Augen zu öffnen, wusste Beatrix schon, wo sie war, denn dieses Gefühl, den Geruch konnte sie einfach nicht vergessen, doch, das konnte doch nicht möglich gewesen sein, es passierte schon, vor Jahren, es war sicherlich nur Einbildung, mehr nicht, ein schlechter Traum, ja sie musste einfach träumen, sie war einfach eingeschlafen, am Lagerfeuer, so musste es gewesen sein. „Einfach ein Traum.. ein Traum… ein schlechter Traum..“ murmelte die Rote vor sich hin, wollte einfach nicht wahrhaben, dass sie diesen Ort wieder sehen musste, sie hatte eigentlich mit ihm abgeschlossen, doch das Betreten riss wieder viele Wunden auf, Wunden welche sie auch bereits wieder vergessen hatte. Warum war sie hier? Wie ist sie hierhergekommen? Sie spürte es auch, sie spürte die Fesseln an ihren Händen, an ihren Füßen, sie spürte, wie die Schwerkraft ihr Gegner wurde, denn die Handgelenke wurden immer weiter ausgerenkt, den Füßen war es egal, sie hing wahrscheinlich in der Luft, wie sie das doch so oft tat. Sie spürte die Kälte auf ihrem Körper, sie wusste, dass sie nichts anhatte, außer ein Höschen, welches ihr mit Ach und Krach gegeben wurde, so öffnete sie auch langsam ihre Augen, es war wie ein Déjà-vu, welches sich hier ereignete, es konnte doch nicht real sein, nein, nein, nein! „Ich will hier raus, verdammt, ich will hier raus!“ schrie Beatrix, doch niemand antwortete, es war nur ihr Echo, welches sie mehrmals hörte, sonst nichts, sonst war absolute Stille, doch da kamen Schritte…

„Nein.. nein…“ fluchte sie panisch, versuchte sich wie von der Hummel gebissen zu befreien, als würde es um Leben und Tod gehen, als würde Toshiro sterbend vor ihren Füßen liegen und sie müsse sich nur befreien, doch nein, die Schritte, welche sie hörte, kannte sie. Sie kannte diese verfluchte Schrittreihenfolge, sie kannte dieses Profil der Schuhe, wie konnte sie diese auch vergessen, es war doch nicht möglich, keine Frage, es war der Folterknecht, aber nicht irgendeiner, sondern der Höchste, der Erzbischof, die Person, welche am wenigsten Gnade mit Beatrix zeigte, denn er wollte, dass sie zur perfekten Inquisitorin werden sollte, er suchte sie aus, er war damals für den Zwischenfall in ihrer leiblichen Familie verantwortlich, er war der Drahtzieher hinter den ganzen Abläufen, das Phantom, welches sich nur zeigte, denn die Arme und Beine von Beatrix gefesselt waren, sodass sie sich nicht wehren konnte, dieses feige Schwein! Was würde der Erzbischof nun mit ihr anfangen, würde er sie erneut brandmarken, mit einem glühenden Stück Metall, würde er ihr erneut das Wappen der Inquisition an den Bauch brennen, in welchem vielleicht einmal ein Kind gedeihen sollte? Wortlos öffnete der ältere Mann die Zellentür und der Verdacht von Bea hatte sich bestätigt, erneut das Stück Eisen, ebenso eine Peitsche, verdammt, sie musste hier raus, sie musste hier raus!

Sofort schrie sie auf, als das glühende Stück ihre Haut berührte, sie jaulte förmlich vor Schmerz, hatte Tränen in den Augen, sie konnte das nicht, sie konnte das nicht mehr miterleben, es war nicht möglich. Mehrmals brandmarkte der Erzbischof die Rote, ehe er das Stück Metall fallen ließ, zu einer Peitsche griff, da sah sie ihn, Beatrix konnte Edward sehen! Wie ein Verrückter peitsche der alte Greis auf Bea ein, sodass sie wieder vor Schmerzen aufschrie, doch sah sie wirklich Edward, ihren Freund und Retter? Konnte das möglich sein, war es möglich? Immer wieder, immer härter wurden die Peitschenschläge, welche die zärtliche Haut von Beatrix blutig peitschte, sodass sich unter Beatrix auch schon eine kleine Lache aus Blut manifestierte, denn sie blutete stark, doch war sie auch stark, physisch zumindest, sie wusste, da stand Edward, sie bildete es sich nicht ein! Der Erzbischof verließ die Zelle, ließ der Inquisitorin eine Zeit um Erholen, denn umbringen wollte er sie nicht, hörte dabei natürlich auch die sadistisch-katholischen Gesänge der Priester, das war die perfekte Chance, zu Edward zu reden, sie musste es versuchen, sie hoffte einfach, dass er sie hörte, doch er drehte sich um, er wollte gehen. „N..e...in.. Ed…war….d….re….tte…..mi…ch….b…it…te“ versuchte sie leise vor sich her zu murmeln, sprach so laut wie sie konnte, doch der Schmerz war zu stark, sie konnte es nicht aushalten, sie verlor beinahe ihr Bewusstsein, so drehte er sich um, lief auf Beatrix zu, doch schien er nie anzukommen, so verlor sie auch ihr Bewusstsein, nun war sie absolut hilflos, nun konnten die Priester an ihrem Körper alles machen, sie würde es nicht mitkriegen.
 



Verwirrt sah die rote zu Boden, was war gerade passiert? Für sie war es ein Blackout, eine Gedankenlücke, es war etwas passiert, doch sie konnte sich nicht daran erinnern, bemerkte nur, dass Edward aufgeregt war, als wäre etwas Schlimmes passiert, so war auch sein Gesichtsausdruck, was hatte sie verpasst? Die Rote bemerkte, dass Edward den Arm um sie legte, warum das? Warum machte er so etwas? Was war in der Zeit geschehen, warum konnte sie sich nicht erinnern, verdammt? „Was.. was ist gerade geschehen, Edward. Irgendwie.. irgendwie.. schmerzt mein ganzer Körper..“ murmelte sie leise vor sich hin, zog ihr Oberteil ein wenig in die Höhe, bemerkte sofort die Narben auf ihrer Haut, welche eigentlich schon verheilt hätten sein müssen. „Unmöglich… unmöglich.. nein… nein..  das… kann nicht sein.“ Stotterte sie überrascht und gleichzeitig fassungslos vor sich hin, sie hatte keine Narben mehr, seitdem sie das 16. Lebensjahr erreichte, durch den Alterungprozess von Edward, war sie nochmal ein paar Jahre älter geworden, nein. Die Narben konnten unmöglich wieder da sein, so fiel sie einfach an die Schulter von Edward, fing an zu weinen, es war zu viel für sie, diese Narben machten sie fertig, denn sie waren überall, langsam aber sicher wurden überall die Narben sichtbar, als wären sie erst vor kurzem zugefügt worden, als hätte sie die Tortur vor kurzem wieder erlebt. Was ist in diesen Momenten passiert, an welche sie sich nicht erinnern konnte? WAS IST PASSIERT? WARUM SIND DIE NARBEN DA? Fragen über Fragen türmten sich in ihrem Kopf an, umso lauter wurde das Weinen, das Heulen, sie wollte nicht mehr, sie konnte nicht mehr, es war zu viel, sie verzweifelte, sie war so drauf, wie sie Edward und die anderen nie sehen sollte, am Boden verzweifelt, jederzeit bereit zu sterben, denn auf diese Narben, auf diese Erinnerungen hatte sie keine Lust, einfach keine Lust. Tränen kullerten über ihre Wangen, immer mehr, immer schneller, wie ein Wasserfall, welcher sich in der Regenphase befand, als würde er niemals aufhören, wie eine Quelle, welche sprudelnd das Quellwasser aus dem Erdboden drückte, einfach wie eine Frau, ein Mädchen, ein verzweifeltes Mädchen, welches doch einfach nur vergessen möchte, welches doch einfach nur glücklcih sein möchte, nicht permanent von ihrer Vergangenheit gejagt und bestraft werden möchte. Sie wollte doch einfach nur sie selbst sein, war das so schwer?!

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Re: Vor dem Gildengebäude

Beitrag von Toshiro am Sa Jun 06, 2015 11:57 am

Noch immer war die Gruppe auf dem Weg zu ihrem Ziel, der Stadt die niemals war, Caldium genannt. Auf dem Weg dorthin, wechselten sie eher sporadisch Worte miteinander. Dafür kamen sie meist nach vorne, direkt zum Weißhaarigen, um etwas mit ihm zu besprechen, mehr oder minder wichtig. Dabei redete er von Edward und Beatrix. Beide ergriffen die Initiative um Toshiro etwas mitzuteilen, unterschiedlicher Intentionen. Lange hielt sich das ganze dabei sowieso nicht. Deshalb war er nach recht kurzer Zeit auch wieder für sich alleine. Die letzten Worte der Rothaarigen nahm er so hin, sagte aber nichts großartiges mehr dazu, sondern nickte nur ein wenig. Er war sich allem schon bewusst, zumindest das meiste was dort erneut in seine Ohren drang. Dennoch war es wichtig, um den Zusammenhalt des Teams besser fördern zu können. Wenn sie nicht perfekt aufeinander abgestimmt waren, konnte schnell mal etwas schief gehen. Bei einer Mission dieser Wichtigkeit war das nicht grade unbedingt vorteilhaft. Aber nun ja, alles weitere würde man sowieso am Abend sehen, bei der Rast, wenn die Gruppe zusammen saß und sich vielleicht sogar unterhielt. So konnte man sich etwas austauschen und Vertrauen gewinnen. Toshiro würde sein Ding schon durchziehen, da konnte sich jeder ganz gewaltig sicher sein. Für die Rettung von Toto gab er mindestens 120% vollen Einsatz. Das hatte wohl auch mittlerweile jeder in der Gruppe mitbekommen. Man bemerkte es auch schnell daran, wie Toshiro sich im Moment verhielt. Er war mehr als angespannt und sein Kopf voller Gedanken, die er absolut kaum einordnen konnte. Wenn die Mission erfolgreich lief, würde mehr als nur ein großer Stein von seinem Herzen abfallen. Bis dahin war es noch ein langer Weg, den er mit der Gruppe gemeinsam gehen musste.


Nach einer bisher problemlosen Fahrt, musste natürlich auch mal eine Pause für alle Beteiligten eingelegt werden. Deshalb beschloss Toshiro, das bei Einbruch der Dunkelheit auch zu tun. Nachdem sich die Sonne vom Horizont verabschiedete, suchte er ein geeignetes Plätzchen aus und brachte die Kutsche zum Stillstand. Es war in der Nähe eines kleinen Waldes und war optimal zur Rast geschaffen. Kurzerhand stiegen alle aus, Toshiro ging vorerst seines Weges, suchte nach Feuerholz, um natürlich ein Lagerfeuer für die Nacht zu machen und für den Rest des Abends. So konnten sie gemütlich beisammen sitzen und sich unterhalten, das was Edward nämlich angesprochen hatte. Den Zusammenhalt fördern eben. Im Wald unterwegs, passierte dem Weißhaarigen etwas, was er so schnell nicht vergessen konnte. Wieder war da der Geist seines Vaters. Ein Anblick der den Kansou Magier nicht unbedingt glücklich stimmte. Warum tauchte er wieder auf, was wollte er von ihm? Es war nicht das erste Mal, dass er den Weißhaarigen aufsuchte. Mehr oder minder unerwünscht natürlich. Obwohl er einmal dabei half, wohl Kyos Leben zu retten. Toshiro war ihm schon dankbar dafür, aber den Rest ungeschehen machen, konnte das leider auch nicht. Deshalb brachte es den Kansou Magier nur noch mehr durcheinander, als er es schon vorher war. Wut baute sich in ihm auf, Trauer kam dazu. Er musste es runterschlucken, einige Meter von ihm entfernt saß eine Gruppe, die er nun mal leiten musste. Da war keine Zeit für private Angelegenheiten. Kurz ließ er seiner Wut freien Lauf, was ein Bluten seiner Hand zur Folge hatte. Vorsichtig schlich er zurück, ließ sich nichts anmerken. Schnell wurde das Holz platziert und von Yuuto zum Brennen gebracht. Nach und nach platzierten sie sich die anwesenden Magier dann dort, waren noch etwas in sich gekehrt. Auch Toshiro, der sich gegen einen Baumstamm lehnte und mit seinen Gedanken beschäftigt war. Doch er musste sich zusammenreißen, schließlich wollte er ja selbst, dass alle ein wenig zusammenwuchsen, da gehörte er eben dazu, also hob er seine Stimme an um den Leuten ausdrücklich klar zu machen, was passieren würde, wenn sich jemand gegen die Gruppe stellte. Aber auch, dass die Menschen die sich um dem Feuer versammelt haben, sowas wie seine Familie waren, für die er kämpfte und sie ihm wichtiger war, als so vieles in seinem Leben. Sie kannten seine Worte an, erwiderten sie und waren glücklich darüber, ein Teil der verlorenen Seelen Gilde zu sein. Jeder von ihnen war ein Teil des Puzzles das nur komplett sein wahres Ausmaß zeigen konnte. Um das zu erreichen, musste sie ein Team sein, besonders auf dieser schweren Mission, musste alles klappen. Alle für Toto, so sah es aus. Edward schlug also vor, dass sich jeder nochmal näher vorstellte, einfach dass man persönlicher wurde und einen leichten Überblick über den jeweils anderen erhielt. Er begann damit, Beatrix folgte. Nun war es still, das Feuer knisterte, keiner schien weitermachen zu wollen. Da ergriff der Weißhaarige mit sanfter Stimme das Wort„Toshiro Hiyuga. Kansou Magier und schon seit ich ein kleiner Junge bin, Mitglied von Lost Souls. Der Gilde und Toto habe ich alles zu verdanken. Ich bin glücklich dass meine Schwester und ich noch am Leben sind, deshalb habe ich diesen Auftrag in die Wege geleitet, um Toto die letzte Ehre zu erweisen, indem er einen solchen Tod nicht erleiden muss. Mit meiner Magie, werde ich versuchen meine Gegner bis zu meinem letzten Atemzug zu bekämpfen, wenn ich muss. Ich bin bereit so weit zu gehen. Ich gebe nie auf“ machte er klar, seine letzten Worte wurden dabei etwas leiser. Mit einem trüben Blick, schaute er zuerst in das Feuer, dann auf seine Hand. So viel zu seiner Person, mehr gab es als kurzen Überblick nicht zu sagen. Viele kannten den Weißhaarigen, zumindest gaben sie es vor. Dabei nur oberflächlich. Wenige Menschen wussten wirklich, was wirklich hinter dem schroffen Kansou Magier steckte, welche verlorene Seele in ihm wohnte. So ging es weiter, das Gespräch lief nicht unbedingt flüssig, aber immerhin ein Anfang. Bis Edward wohl mit einer kleinen Geschichte um die Ecke kam. Er nutzte seine Magie um sich selbst altern zu lassen, seine Story authentischer zu machen. Die Stimmung und Atmosphäre für so etwas waren definitiv gegeben. Also begann er zu reden.
 
Es ging um Caldium, das Ziel ihrer Reise…und die Kreatur welche sie einst bewohnte, oder es vielleicht immer noch tut? Zumindest verbannt unter den Gemäuern. Ein Drache dessen Gestalt so mächtig und furchteinflößend war, dass selbst die stärksten Magier Fiores die Flucht ergreifen würden. Man konnte ihn nicht bezwingen, nur für weitere ja in Zaum halten, bevor er wieder freigelassen wurde um seine Feinde zu vernichten. Eine Bestie der man wahrlich nicht begegnen wollte. Das Ganze war natürlich eher als Spaß an den Jüngsten der Gruppe gerichtet, hatte aber dennoch einen äußerst glaubhaften Hintergrund, den man ernst nehmen musste. Niemand konnte genau sagen, was dort lauerte, also mussten sie mit allem rechnen, selbst wenn es um Hyperion den Drachengott ging. „Interessant. Wirklich. Sehr sogar. Ich stelle mich drauf ein, einer geflügelten Echse die Schuppen abzuziehen, wenn ich muss. Keine Sorge Yuuto, auch wenn wir unsere Differenzen haben, sei dir sicher. Auf dieser Mission lasse selbst ich, dich nicht im Stich. Wenn du mich brauchst, werde ich da sein und dir dein Leben retten, falls du es nicht alleine schaffst. Verlass dich drauf, Nervensäge“ äußerte Toshiro deutlich und blickte den kleinen Blondhaarigen dabei direkt an. „Das gleiche gilt natürlich auch für alle anderen. Beatrix, Edward…und natürlich auch für dich Kyo. Ich habe euch gebeten, mich auf diesen Weg zu begleiten, und ich werde nicht zulassen, dass ich denselben Weg zurück ohne euch bestreiten muss.“ Fing er an, war dabei aber noch nicht ganz am Ende seiner Ausführungen. „Ihr werdet wohl alle ein unterschiedliches Bild von mir haben, ich will auch gar nicht wissen, welches genau das ist. Behaltet es in euren Köpfen und denkt daran, dass ich das, was ihr für mich übrig habt, wohl erwidern werde. Auch ich habe meine Ansichten zu den einzelnen Gruppenmitgliedern, aber es tut nichts zur Sache. Denn auf dieser Mission, ist jeder gleich“ damit beendete er das, was er vorerst sagen wollte und blieb ruhig an seinem Baumstamm angelehnt sitzen.


Ein kurzer Moment verging, bis plötzlich eine Stimme ertönte, die der Weißhaarige nicht zuzuordnen wusste. Es war eine Männerstimme die meinte, dass ein gewisser Kiseki Menschen wie den Weißhaarigen schätzte, die sich so für die Gilde opferten. In Windeseile sprang er auf, zog Yamato geschwind und platzierte sie frontal an der Kehle des Unbekannten. „Ich rede nicht viel um den heißen Brei. 3 Fragen. Wer bist du, was machst du hier und woher kennst du meinen Namen?“ mit eiskalter Stimme drangen diese Worte aus ihm, die Klinge fest im Griff, jederzeit bereit bei einer falschen Bewegung des Mannes, ihm den Todesstoß zu versetzen. Eiskalt und ohne zu zögern, würde er Feinde sofort eliminieren. Hier konnte er doch gleich mal unter Beweis stellen, dass er die Gruppe schützte, vor alles und jedem, der sich ihnen in den Weg stellte. Eigentlich hatte Toshiro andere Sachen zu tun, wollte vielleicht doch noch versuchen, ein paar Momente der Ruhe zu bekommen, um am nächsten Morgen wieder fit zu sein, wenn sie aufbrechen würden, die letzten Kilometer in Richtung Caldium. Denn der morgige Tag, könnte einer sein, der alles veränderte. Auf welche Art und Weise dies geschah, blieb abzuwarten. Alles war Still, der Wind der Nacht pfiff durch die Baumkronen, sag sein Lied. Das Feuer loderte, stieß ein paar Funken ab. Alle saßen sie dort, nur Toshiro stand gewarnt und bereit für den Kampf. War es ein gutes oder ein böses Ohmen. Da bemerkte der Weißhaarige rasch, dass sich noch eine Person zu der Runde gesellte, sah genauso aus, wie der Typ den er vor der Klinge hatte. "Na super. Hätte nicht gedacht, dass ich vor Caldium noch ein paar Leute in die Schranken weisen muss" kam es kalt aus ihm, weiterhin die Klinge fest im Griff, gewillt und bereit zu töten, wenn er musste.
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Re: Vor dem Gildengebäude

Beitrag von Gast am So Jun 07, 2015 3:00 am

Für Yuuto sind schon Stunden vergangen in der Kutsche, doch eigentlich waren sie noch lange nicht an ihrem ziel. Um sich irgendwie die Zeit zu vertreiben redete er mit dem Zeitmagier Edward, das Gespräch fing eigentlich von Edwards Seite an, doch Yuuto hatte nix gegen eine nette Unterhaltung einzuwenden. ,,Na gut.. dutzen ist mir eh irgendwie angenehmer, baut eine freundlichere Atmosphäre auf, ich denke da kannst du mich verstehen oder?" Sagte Yuuto nachdem Edward ihm angeboten hat das sie das sietzen lassen, trotzdem änderte sich das Thema sehr schnell von dutzen zu Toshiro, obwohl es eigentlich gar keine offensichtliche Überleitung gab. "Toshiro.. ja naja ich glaub ich weiß nicht mehr als du, ich hab ihn durch seine Schwester, Fumiko kennengelernt.. sie hat mich damals... naja was heißt damals, sie hat mich vor nicht allzu langer zeit in diese Gilde geholt, irgendwie traf ich da auf Toshiro... aber wirklich verstehen tuen wir uns beide nicht.. wir kommen irgendwie miteinander aus, aber ich denke er würde selbst über seinen eigenen Schatten springen und mir helfen wenn wir dadurch Toto retten können" Erklärte der Blonde und so zog sich die Kutschenfahrt hin, ihre kleine Unterhaltung fuhr fort für eine nette weile und ehe sich Yuuto es versah machten sie eine Pause, oder eher eine Übernachtung denn die Sonne ging unter und alle wollten wohl aus dieser Kutsche raus. Also hielt Toshiro an und ging Feuerholz sammeln, alle kümmerten sich über ihre Probleme Yuuto mit eingeschlossen. 

Wie immer beschäftigte sich Edward gerade mit Beatrix, Kyo hing alleine rum und Toshiro machte sich irgendwie für die Gruppe nützlich und Yuuto? ja der lehnte sich gegen einen Baum. Toshiro kam nach einer weile wieder, etwas länger als man es sonst annehmen würde, Yuuto machte schnell ein Feuer an und setzte sich auf einem Baumstamm der zufällig in der Nähe lag, dieser schien schon lange dort zu sein, er war ausgetrocknet und Moos hing an ihm. Toshiro erklärte kurz die Regeln damit alle miteinander auskommen können, und das sich alle vorstellen sollten da mischte sich Edward ein und behauptet das er dies Toshiro vorgeschlagen hat damit sie alle sich näher kennen lernen können um ein stück weit mehr vertrauen zueinander aufzubauen. Edward fing an sich vorstellen, er stellte seine Magie ebenfalls vor und bot an gebrauchte und Kaputte Gegenstände zu Reparieren, Das konnte Yuuto zum vorteil dienen falls mal seine Treue Taschenuhr kaputt gehen wird. Dann kam Beatrix, sie stellte sich normal vor und wie Edward ebenfalls, ihre Magie, ihre Magie ist sehr für den Angriff bestimmt aber kann trotzdem auch als Verteidigung dienen, gut für die Gruppe. Dann stellte sich auch der Weißhaarige vor, Toshiro eigentlich wusste Yuuto alles was er in seiner Vorstellung erzählte. Nun war wohl der Jungspund Yuuto dran, dieser holte einmal tief Luft und wirkte selbstsicherer als vorher. "Mein Name ist Yuuto Ikari.. meine Magie ist Feuer.. auch wenn sie etwas komplex ist als es sich anhört, aber darauf will ich nun nicht stehen bleiben.. ich bin hier allen Anschein nach der Jüngste in der Gruppe, Ich bin ebenfalls hier um Toto zu helfen.. naja das ist die Grundvoraussetzung für diese Mission nicht wahr? Na gut.. das war es von mir.. nix Spannendes normal wie jeder andere." Beendete Yuuto seine Vorstellung und atmete wieder aus, er hasste es vor einer Gruppe zu sprechen, aber er musste halt da durch anders ging es ihn ja auch nicht auf der Straße bevor man ihn aufgefischt hatte. Nachdem sich alle vorgestellt hatten ergriff der Schwarzhaarige Edward die Initiative und stellte sich vor das Lagerfeuer, dank seiner Magie machte er sich zu einem alten Mann, Yuuto wusste nicht was das für einen Grund hatte aber er wird es bestimmt gleich erfahren. Denn der Grund warum sich Edward alt zauberte war ein ganz einfacher, um eine Geschichte zu erzählen und eine gute Atmosphäre zu schaffen und dies hat der Schwarzhaarige oder sollte man eher sagen Grauhaarige geschafft. Er erzählte davon das er viele Bücher las, sehr viele und dadurch hat sich viel wissen über alte Mythen, Rätseln und Geheimnisse angeeignet. Aber es sollte nicht irgendeine sein, denn natürlich handelte sie von ihrem Reiseziel, Caldium. Er fuhr fort das dort damals ein Drache lebte, ein Drache der besiegt worden war, aber nicht getötet sondern vielmehr versiegelt oder gefangen genommen, da ließ Edward dem Zuhörer seine Fantasie. Die Menschen machten sich lustig über das Monster was sie besiegt haben und ein bisschen weiter brach die erzählung ab sagte der Alte, Junge Mann Edward, die Stadt war also verschwunden und man glaubt das der Drache nicht unschuldig war. Yuuto hörte gut zu denn diese Geschichte die Edward erzählte hatte sein Interesse geweckt. ,,Ein Drache? ich denke kaum das ein Drache die größte Stadt Fiores, wenn es denn stimmt, zerstört oder sonstiges getan hat.. jedenfalls nicht alleine.. ich glaube auch kaum das es Drachen gibt.. aber es gab trotzdem eine gute Geschichte ab, nicht schlecht sie hat meine ganze Aufmerksamkeit bekommen." Lobte Yuuto Edward, Toshiro gab auch schnell sein Senf dazu ab, er meinte das Yuuto auch keine angst haben sollte wenn es dazu kommt denn er sei für ihn da, genauso wie für den Rest der Gruppe. Yuuto musste da schon ein stück weit Lächeln auch wenn die Nervensäge es irgendwie wieder ruiniert hat, aber dies war wohl dann doch mehr ein Spaß von Toshiros Seite aus. Das Eis war nun gebrochen und man konnte sich gut in der Gruppe unterhalten, für eine weile den eine Person kam aus den Schatten hervor.. sie hatte eine Brille auf und war recht schlank Toshiro war der erste der aufgesprungen ist und ihm die Klinge an den Hals hielt, Toshiro hatte nur drei fragen an ihn wer er ist, warum er hier ist und vorallem woher er den Weißhaarigen kennt. Kurze stille, eine weitere Person kam dazu, sie sah genauso aus wie die Person den Toshiro gerade das Leben bedrohte, nur eine ganz andere Haarfarbe. Yuuto sprang ebenfalls schnell auf und "zündete" seine Fäuste an, Toshiro wäre nicht der einzige der kämpfen muss.

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Re: Vor dem Gildengebäude

Beitrag von Kiseki am Di Jun 09, 2015 2:00 pm

HmmHmm.. räusperte sich Crystal, sprang von seinem Pferd, beobachtete die Situation. Die Frau war durch einen Traum hin und hergerissen und realisierte erst Momente später was hier überhaupt passiert. Toshiro, der sich von Shadow angegriffen fühlt, will seine Freunde, seine über alles geliebte Familie beschützen und stürzt sich auf Shadow. Natürlich spielte er das Spiel mit, wobei er mit einem Fuß in seinem Schatten floß. Der Jüngling, der wahrscheinlich dieses Feuer entfachte, was für Shadow Heimvorteil ist, entbrannte seine Hände und machte sich auch Kampfbereit. Der Vogel war fassungslos. Hat ihn Toshiro nicht bemerkt? Er zwitscherte und zwitscherte und wollte ihm das Briefchen von Toto übergeben, doch dieser war auf den Gnadenstoß fixiert. Nach der Frage, was sie sind, was sie hier machen und das amüsanteste war... woher sie seinen Namen kannten waren alle gespannt.. Shadow mit seiner finsteren Visage antwortete mit nur einem Wort. Toto... Crystal war sich sicher, das Toshiro nun einen Zug machen wird, den der Familienvater bereuen wird und als sein zukünftiger Freund und Helfer formte der eisige Gefährte schon einen Widerhaken aus Eis, um die Klinge zu blocken, falls Shadow das vorhatte, was in seinem Kopf vorgeht. Weil wenn Toshiro ihm den Gnadenstoß geben will, flüchtet Shadow in den Schatten nach unten und Toshiro hätte sich selbst seinem Messer zum Opfer.

Die einzige Sache die wir beschützen wollen.. IST UNSERE NEUE FAMILIE. Crystal war fassungslos.. hat das gerade Shadow wirklich gesagt?

Wahrscheinlich sind nach dieser Aussage alle überrascht. Die dunkelste Ader, die tief in Kiseki steckte.. hat eine reine Seele? Waren die Bunshins doch nicht die Persöhnlichkeiten der Person ansich? Hatte sich sein Urvater etwa zuviel versprochen? Denn einst sagte Mana zu Crystal: Sobald jemand sein tiefstes Ich erreicht hat, so vollbringt er eine Macht, dich und deine nächsten Brüder zu beschwören. Monate später war Shadow geboren. Aus der Einsamkeit und der Dunkelheit, die um Kiseki sich herumgezerrt hatte, als sein Vater starb.

Shadow noch gebannt von der Situation und vor Verzweiflung kreischend tauchte er hinab und nahm den Vogel. Öffnete den Brief. Und las.

Sehr geehrter Toshiro,
Du weißt, das du diesen Weg alleine bestreiten wolltest. Ich weiß aber, das deine Familie immer zu dir hält. Auch deine neuen Familienmitglieder achte mit Stolz. Denn sie können dir von großen Nutzen sein. Kiseki, der Ebenbilder von sich selbst erschaffen hat, ist nicht selbst hier. Aber seine Ebenbilder wissen genauso wie du, wie wichtig es ist, eine Familie zu beschützen. Von ihm habe ich auch gerade erfahren, das er Forschungen angestellt hatte über diese Pflanze. Weiteres erklären die Bunshins dir. Sein Name ist..


Shadow, der Schattentaucher
Crystal, der kristallene Erschaffer
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Re: Vor dem Gildengebäude

Beitrag von Gast am Do Jun 18, 2015 10:23 pm

Sie waren nun alle am Feuer angekommen, sie machten es sich um die Wärmequelle gemütlich, denn schließlich wollte niemand frieren, niemand wollte den zwar vergangenen Regenschauer, noch den aktuell leichten, kaum merkbaren Niederschlag ausgesetzt sein, vor allem nicht die Inquisitorin, welche sich nicht gerade passend bekleidete, doch zum Glück hatte sie ja Hilfe von ihrer besseren Hälfte. Die Rothaarige freute es wirklich, dass Toshiro sie mit auf diese Reise nahm, obwohl sie wohl eine der am abwesendsten Personen hier war, schließlich war sie kaum in der Gilde, besuchte Toto nicht, erkundigte sich nicht um sein Wohlergehen, bis zu dem aktuellsten Stande, als er schwerkrank im Bette lag und auf den Tod wartete. So konnte sich das die Rote nicht eingestehen, nein, sie musste auch selbstständig etwas dagegen tun, denn wer wäre sie sonst? Irgendeine billige, nun, sie sollte das vergessen, sonst fielen sicherlich noch Beleidigungen gegen sie selbst, wieso sie das nicht besser machen konnte, doch wollte sie jetzt nach vorne blicken, alles vergessen was hinter ihr lag, alle schlimmen und unmoralischen Sachen, so auch diesen Ausrutscher mit Izaya, oder wie der hieß,  welchen sie am liebsten aus ihrem Kopf, ihrem Herzen und auch dort unten einfach herausschneiden wollte, was hatte sie sich dabei gedacht? Am besten wäre sie gleich mit irgendeinem Obdachlosen auf einer Straße oder einem Hund gekreuzt worden, sie bereute diesen Fehler einfach, zum Glück für die anderen, dass niemand davon wusste. Nachdem sich Beatrix vorstellte, übernahm Toshiro quasi das Amt, der leitende Kopf dieser Operation und zeitgleich wohl einer der stärksten und einflussreichsten der Gilde, begann zu sprechen. Als er seinen Mund öffnete, als sich seine Lippen auseinander bewegten, herrschte Stille rund um das Lagerfeuer.

Man hörte nur das Knistern und Knacksten des Holzes, welches langsam verbrannte und als Asche in die Luft stieg und das Verdampfen der vereinzelten, kleinen Regentropfen, welches ihr Ende im Feuer fanden, doch diese Geräusche waren so leise, dass man sie wahrlich überhören konnte, wenn man sprach. Doch in diesem Moment der Stille, konnte man auch Sachen hören, welche man sonst nicht hörte, war das mit dem Auge auch so? Konnte man mehr sehen, wenn man wirklich sehen wollte, oder übersah man einfach das, was einem nicht passte? Er begann seine kleine Ansprache mit seinem eigenen Namen, Toshiro Hiyuga, der Kansou-Magier der Gilde, nicht nur ein Magier, sondern DER Kansou-Magier der Gilde, schließlich war der Weißhaarige auch unter dem Titel, oder eher dem Synonym „Korudo“ bekannt, was so viel bedeute wie ‚Kälte‘. Denn Toshiro konnte wirklich offen und freundlich sein, solange man ihm nicht als Gegner hatte, denn er war mehr wie ein Magier, er lebte für die Gilde, wer selbst war die Gilde, mehr oder weniger. Toshiro verkörperte Lost Souls einfach so, dass er laut Ermessens von Beatrix, irgendwann an der Spitze stehen würde. Vielleicht in zwei, fünf oder dreißig Jahren, allerdings war er sicherlich einer der obersten Anwärter auf den Thron, wenn nicht sogar der einzige. Beatrix hielt von diesem Spitznamen, oder war es eher ein Titel nicht viel, obwohl es einen wahren Kern hatte, doch, vielleicht auch zum Glücke der Roten, fiel Beatrix nicht in den Kreis der ‚Gegner‘, denn die beiden durften sich sogar Freunde nennen, sonst hätte Toshiro nicht Falcao geschickt, welcher damals Edward und sie aufklärte.

Doch Toshiro war nicht fertig mit dem Reden, bzw. hat nicht einmal richtig angefangen, denn er erzählte auch, dass er seitdem er ein kleiner Junge war, ein Mitglied der Gilde war, quasi Lost Souls am besten verkörperte, ebenso wäre er glücklcih, dass seine Schwester noch am Leben sei, außerdem möchte er Toto die letzte Ehre erweisen, denn nach seinem Ermessen hatte er nicht so einen Tod verdient. Er wolle bis zu seinem letzten Atemzuge kämpfen, seine Gegner bekämpfen, er sei bereit so weit zu gehen und nie aufzugeben. Diese Worte, diese Worte waren wie ein Funke, welcher ein Leuchtfeuer in der Seele von Beatrix startete, schließlich fühlte sich ein wenig in den Weißhaarigen ein, so gut sie das eben konnte, sie fühlte, wie er fühlen musste? Sie wusste es nicht, sie konnte nur spekulieren, doch war es auch egal, schließlich waren sie nun einander vorgestellt, zumindest die ersten Drei, der Rest fehlte ja noch. Der Junge, diese andere Dame, welche sich erlaubte in die Nähe von Toshiro zu kommen und ihm immer diesen komischen Blick zuwarf, als wäre sie etwas in seinem Herzen, doch wahrscheinlich hatte er sie einfach eiskalt abserviert und seitdem trauert sie ihm einfach hinterher, oder war da doch etwas? Die Rote konnte es irgendwie nicht glauben, dass Korudo sein Herz öffnen konnte, doch irgendwie, wenn sie sich erinnerte, hatte er doch solche Anzeichen gemacht. Sie waren selten, versteckt, doch vorhanden. Musste sie sich nun Sorgen machen? Nun, der nächste in der Reihenfolge war nun der Junge, welchen die rote Inquisitorin zwar schon im Gildenhaus erspähen konnte, ihn allerdings mehr ignorierte, ebenso in der Kutsche, vielleicht lag es daran, dass sie ihm nicht kannte? Jedenfalls schien er nicht gerade der älteste zu sein, so begann er auch ein wenig zögernd zu sprechen, startete eben wie der Weißhaarige mit seinem Namen. ‚Yuuto Ikari‘ nannte er sich.

Seine Magie wäre das Feuer. Irgendwie hatte sich Beatrix mehr von den Jungen erwartet als nur Feuer, doch vielleicht überraschte er sie trotzdem, denn man sollte niemanden unterschätzen, das bemerkte sie auch schon selbst zu oft am eigenen Leib, so blickte sie ihn an, während dieser weiter sprach. Seine Worte klangen wahr, allerdings war ein Unterton von Unsicherheit zu erkennen, oder war er einfach nur Nervös? Nichts desto trotz, war er hier um Toto zu helfen, was sicherlich schon mal ein guter Punkt war, denn er wusste immerhin, um was es hier ging, wieso diese Operation ins Leben gerufen wurde. Beatrix, welche nach der Geschichte von Edward wegkippte, hörte nur nebenbei zu, schließlich war sie gerade mehr auf einem Trip ins Nirwana als sie hier physisch auf ihrem Gesäß auf dem Baumstamm. Passiv hörte sie Toshiro davon reden, dass er sich darauf einstelle, der geflügelten Echse, also den Drachen die Schuppen abzuziehen, wenn er das müsse, außerdem würde er auf Yuuto mehr oder weniger, trotz ihrer Differenzen zueinander aufpassen, schließlich musste er das auch machen, als Leiter der Operation und zeitgleich als wahrscheinlich stärkster, anwesender Magier. Ob Beatrix mit ihrem guten Freund mithalten konnte oder nicht, war eine gute Frage, denn die Spezialisierung der Beiden war so unterschiedlich, wie das Element Wasser zu Feuer. Vielleicht musste man es versuchen, um eine Antwort zu bekommen, allerdings sah sie es auch nicht schlecht an, dass der ‚Kalte‘ stärker war wie sie, schließlich hatte dieser, irgendwann in die Fußstapfen von Toto zu treten, denn der alte Herr wurde nicht jünger, während Toshiro’s Stärke immer zunahm, schließlich hatte er eine eiserne Moral und einen dergleichen Willen, etwas, was ein geborener Anführer braucht! Nachdem Beatrix von ihrem Traum erwachte, die Narben an ihrem Körper feststellte, war diese natürlich perplex, denn genau die gleichen Narben verheilten aufgrund der Zeit, doch sahen sie früher genau so aus, sie konnte sie nicht vergessen, das war nicht möglich, sie gingen ihr wahrlich, unter die Haut.

Es dauerte ein paar Augenblicke, bis sich die Rote wieder fing, bemerkte dann auch, dass Toshiro Schwert an der Kehle eines Fremden legte, was auch zu seinem Titel ‚Korudo‘ passte, denn er zögerte, er zweifelte nicht, wenn jemand das Wohl seiner Gilde, seiner Familie gefährdete. Toshiro stellte ihm drei einfache Fragen, welche sein Leben wahrlich beenden konnten, denn eine falsche Antwort und Tosh hatte sicherlich keinen Moment gezweifelt, die Klinge durchzuziehen und somit ein Blutbad anzurichten. Erneut herrschte Stille, wie zuvor, als Tosh anfing zu reden. Der Wind blies der Roten durch die Haare, ließ ihre rote Mähne hin und her wehen, ebenso die Flamme, welche loderte auf und ab. Der kleine Schauer, der Niesel tropfte ihre ins Gesicht, tropfte auch auf das Schwert von Toshiro, an welchem die Regentropfen hinunterglitten, doch ab und zu einige stecken blieben, einfach sich zu bewegen aufhörten, war das der magische Druck, welcher von ihm ausging? Doch war das nicht genug, schließlich kam noch eine zweite Person heraus, welche dem Bedrohten in Haar und Glied ähnlich sah. Doppelgänger? „Toshiro, du musst nicht alleine alles machen. Ich kann dir gerne helfen, jeder einen, wie damals, wie wir immer gegeneinander mit Holzschwertern gekämpft haben?“ lächelte die rote Inquisitorin ihm zu, hatte sich von ihrem Trauma erholt, doch bluteten die Wunden noch, schmerzten auch, doch das hatte sie einfach vergessen, denn dieses Gefühl gehörte ja zu ihrem Leben wie Wasser zum Trinken, sie war doch nichts anderes mehr gewöhnt, als verletzt zu werden. Auch Yuuto sprang auf und zündete seine Fäuste an, denn selbst er war bereit, Toshiro zu unterstützen. „Nun, scheint so, als müsstest du gar nichts machen, Toshiro.“ Fügte sie hinzu. „Yuuto war es, oder?“ fragte sie, ehe sie weiter sprach. „Sogar er möchte hier kämpfen, dir helfen. Das ist Loyalität, Treue, etwas, was wir brauchen. Aktuell 3 gegen 2, wir wären im Vorteil, außer die gnädigen Herrschaften wissen, wer vor euch steht, keine Widerworte!“ Die Rote war wirklich bereit, ihrem guten Freund auch einmal zu zeigen, für was sie doch instande war, denn beim Holzschwertkämpfen verlor sie immer, gegen den mächtigen Toshiro!

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Re: Vor dem Gildengebäude

Beitrag von Toshiro am Sa Jun 20, 2015 7:00 pm

Endlich hatten sie einen Ort erreicht, an dem sie rasten konnten. Nach einer langen Reise in einer Kutsche, wo man nur sitzen konnte, tat etwas Auslauf und dann eine angenehme Nacht sehr gut.  Als sie anhielten, gingen alle heraus und vertraten sich etwas die Beine, bevor sie sich anschließend an einem kleinen Lagerfeuer sammelten, sich etwas unterhielten, wenn auch anfangs zögerlich. Es war ein guter Plan, sich nochmal auszutauschen, sich kennenzulernen, damit den Zusammenhalt zu fördern. Unmittelbar vor der Ankunft in Caldium, dem Anfang und gleichzeitig großen Finale dieser Mission.  Jeder musste so gut es ging, mit jedem anderen auskommen. Ein Fehler im Team und alle waren mehr oder minder dem Untergang geweiht. Deshalb würde Toshiro genauestens darauf achten, dass niemand komplett gegen den Strom schwamm. Das machte er auch unmissverständlich als erstes klar, während die Truppe versammelt war.  Anschließend folgte ein Akt des gegenseitigen Vorstellen. So bekam jeder der hier anwesenden einen kleinen Überblick über seine Teampartner, wusste wer sie war und mit welchen Fähigkeiten sie bestückt waren.  Der Weißhaarige kannte die meisten temporär, wusste aber nur oberflächlich Dinge über sie, zum Beispiel bei Edward oder Yuuto. Es war nie ein eindringlicher Kontakt, den sie miteinander hatten, zumindest mehr oder weniger. Yuuto und Toshiro kannten sich durchaus ein wenig.  Jedoch waren sie nicht grade das, was man Freunde nannte. Der Kansou Magier mochte den Kleinen nicht unbedingt wirklich, aber duldete ihn in seinen Reihen. Dabei musste man auch sagen, dass Toshiro ihn am Anfang noch weniger mochte. Das lag einfach an seiner Art und einigen anderen Dingen, doch es schien sich zu bessern. Bei Edward war er sich noch nicht sicher. Er kannte ihn nicht, hatte nur einen kurzen Wortwechsel. Er war ein ruhiger und ernster Typ, zum Teil zumindest. Als er sich in einen alten Mann verwandelte und seine Geschichte über den Drachen erzählte, änderte Toshiro seine Meinung dahingehend. Einen Sinn für Humor hatte er wohl auch. Doch der Kern der in der Geschichte steckte, war ganz und gar nicht witzig, sondern wohl ernst.  Wenn in Caldium ein Drache hauste, hatten sie es mit einem Gegner zu tun, den man wohl nur äußerst schwer besiegen konnte, doch damit mussten alle rechnen. Sie wussten von Anfang an, dass dort Gefahren lauerten, die sie bis zum Ende treiben konnten. Daher stellten sich wohl alle darauf ein, Toshiro ebenso. Egal wie stark oder tapfer man war, auf dieser Mission musste man über seinen Schatten springen und alles geben, was man hatte und das für jeden.

Danach fielen noch vereinzelt ein paar Worte, nichts all zu wichtiges. Toshiro ließ seine Kameraden reden, er selbst hatte grade nichts zu sagen. Ein wenig Schlaf hätte sicherlich nicht geschadet, doch er konnte nicht. Die Gedanken in seinem Kopf ließen ihn noch nicht ruhen, sie verbrauchten seine ganze Konzentration.  Als er plötzlich eine Fremde Person bemerkte, war er schnell wieder bei der Sache, zog seine Klinge und hielt sie dem Mann unter die Kehle. Er machte sofort klar, was Toshiro von ihm wollte und was passieren könnte, wenn er nicht kooperierte. Jedoch kam nach kurzer Zeit, eine 2. Person ins Spiel. Sie sah genauso aus wie der Mann, dem Toshiro die Klinge an den Hals hielt. Nur die Farbe der Haare war nicht identisch.  Toshiro schaute sie gespannt an, war bereit sie zu bekämpfen. Yuuto und Beatrix machten sich bereit ihm zu helfen, sodass er selbst theoretisch gar nichts machen brauchte. „Keine Sorge, ich kümmere mich schon um sie“ sprach Toshiro grade, als einer der beiden das Wort ergriff, meinte dass sie ihre neue Familie beschützen wollen würden. Der Kansou Magier verengte die Augen, blickte ihn skeptisch an. „Neue Familie also“ wiederholte er es, nahm aber die Klinge nicht weg. Noch etwas verwundert von dieser Aussage, verpasste er den Moment in dem der Mann einfach in seinem Schatten versank und an einer anderen Stelle wieder rauskam. „Wenn du mit uns spielen willst, ist das dein Ende!“ warf er ihm leicht erzürnt entgegen, während er Schritt für Schritt auf ihn zuging. Da erspähte er den Falken, den er vorher wohl übersehen oder überhört haben musste, im Eifer des Gefechts. Er trug einen Brief bei sich, den der Fremde sofort verlas. Toshiro blieb stehen, hielt seine Klinge zurück.  Schnell stellte sich heraus, dass der Absender des Briefes Toto war, der seinem Schützling etwas mitteilen wollte. Allem Anschein nach waren die Fremden nun Mitglieder der Gilde, geschickt von ihrem Erschaffer, denn sie waren nur Ebenbilder. Sie hatten sogar eigene Namen. Toshiro kratzte sich daraufhin am Hinterkopf.  „Wenn ihr zu uns gehört, dann verhaltet euch einfach ruhig und tut was man euch sagt, sonst seid ihr weg von hier. Ich habe keine Zeit für irgendwelche Probleme mit Teammitgliedern. Klar?“ machte es der Anführer deutlich, wollte gar keine Antwort darauf haben. Solange sie sich der Gruppe fügten, war alles in Ordnung. Ein bisschen mehr Unterstützung war nie schlecht. Schließlich also gesellten sie sich zu der Gruppe. Toshiro steckte die Klinge ein, ging wieder zu seinem Platz an dem Baum. Seine Wunde an der Hand blutete zwar nicht mehr, dennoch verspürte er noch einen gewissen Schmerz. Nun ja, er war ja selbst schuld. An den folgenden Gesprächen beteiligte er sich weiterhin nicht wirklich, hörte nur zu, warf den anderen ein paar Blicke zu. So kam es, dass der Weißhaarige nach einiger Zeit einfach einschlummerte, die Müdigkeit und Anstrengung übermannte ihn.  

Am nächsten Morgen wachte er dafür sehr früh auf, das Feuer war herunter gebrannt, alle anderen schienen auch eingeschlafen zu sein.  Toshiro erhob sich, schaute kurz zu seiner Kyo herüber.  Er fragte sich, wie es einfach weiterging, wie er ihr zeigen konnte, wie viel sie ihm doch bedeutete. Sie musste sich dessen bewusst werden. Früher oder später, würde sie es erfahren.  Toshiro ging nun durch das kleine Waldstück, kam an einem kleinen Bach an, er machte sich frisch, trank einen Schluck vom sauberen Wasser. Anschließend setzte er sich dort ein wenig hin, lauschte dem Plätschern des Wassers und dem Zwitschern der Vögel. Er dachte etwas nach, hatte ein komisches Gefühl im Magen. Es war der Tag der Tage. Heute entscheide sich alles, das Schicksal von Toto, das Schicksal der gesamten Gruppe.  Nun war es zu spät für einen Rückzieher, sie mussten bereit sein für diese Prüfung.  Toshiro jedenfalls war es. Er stellte sich im Moment nur schon mental auf das Allerschlimmste ein. Wenn diese Mission erfolgreich verlief, er Toto retten konnte, dann konnte er sich darum kümmern, mit Kyo alles in Ordnung zu bringen, einfach glücklich zu sein. Dieser Kuss den sie sich gaben, sollte nicht umsonst gewesen sein. Unter keinen Umständen. Außerdem konnte er seine Schwester wieder in seine Arme schließen, dafür kämpfte er.  Er hatte ihr doch versprochen zurückzukehren, also musste er es einhalten.  Sie war alles was von seiner Familie noch übrig geblieben war, sie brauchte ihren großen Bruder einfach. Das wusste er natürlich selbst, es fiel ihm auch schwer sie zurückzulassen, doch es war ein Antrieb für ihn zu siegen.  Er nahm noch einen Stein, schmiss ihn ins Wasser und sah, wie er langsam versank.  Es war nun an der Zeit für ihn wieder zu der Gruppe zu gehen, die letzten Meter nach Caldium aufzubrechen. Gesagt getan, als er wieder da war, schienen die ersten langsam wach zu werden, oder es bereits zu sein. Wortlos  ging er zu der Kutsche stieg hinauf und atmete tief durch. In sich gekehrt und nachdenklich blickte er sich um ob alle bereit waren. Als dem so war, brachte er das Gefährt wieder langsam ins Rollen. Diesmal wollte sich wohl keiner mit ihm unterhalten oder sonst was, denn die letzten Stunden der Fahrt verliefen recht reibungslos. Der Weißhaarige wusste schließlich genau wo sie überhaupt hin mussten. An einer bestimmten Stelle plötzlich, fühlte Toshiro ein Kribbeln im Bauch, ihm wurde kurz schwarz vor Augen. Doch es ging allen Gruppenmitgliedern so. Es war der Effekt der aufkam, wenn man durch die magische Barriere nach Caldium fuhr. Es war etwas Besonderes. Einfach ein Pfad. Wenn man noch nie von Caldium gehört hatte, fuhr man den Pfad entlang, bis man in die nächste Stadt kam. Kannte man Caldium allerdings, durchbrach man die Barriere und gelingt in die Stadt die niemals war. Genau wie die Gruppe es eben tat. Nach einem kleinen Waldstück dann, erstreckte sich in der Ferne eine riesige Stadt, umhüllt mit großen Mauern. Nur vereinzelte Turmspitzen konnten aus ihrer Perspektive erspäht werden. Langsam aber sicher waren sie nun angekommen, am Ziel.  Es waren maximal noch 2 Minuten, dann standen sie vor den Toren Caldiums, die Schlacht um Totos Leben konnte beginnen.
 

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Re: Vor dem Gildengebäude

Beitrag von Gast am So Jun 21, 2015 1:47 am

Die Lage in der Truppe war kurz davor zu eskalieren, denn das Trupp hat zwei neue Besucher bekommen, Toshiro war der erste der einen von ihnen Festhielt und ihm drohte. Nachdem Yuuto realisierte das noch eine zweite Person dabei war sprang dieser ebenfalls und machte sich Kampfbereit. Selbst Beatrix wollte mitkämpfen und bezeichnete Yuuto als Loyal, dann sprach sie kurz zu dem Blonden der aber seinen Blick nicht von einem der beiden lassen konnte "Ja Yuuto.." bestätigte er schnell. Gerade als jeder dabei war zuzuschlagen verschwand der Typ den Toshiro noch gerade hatte in einem Schatten, doch dieser hatte noch was zusagen, das einzige was sie wohl beschützen wollen ist ihre neue Familie, Yuuto senkte seine Fäuste etwas und sah rüber zu Toshiro, dieser sollte jetzt entscheiden was zu tun ist, dieser ging gerade zu dem Falken der von sich Geräusche gab und nahm den Brief von seinem Bein. Yuuto schaute neugierig und wartete die Situation ab, Toshiro laß alles gleich laut vor und Yuuto hörte zu. Yuuto löschte seine Flammen und seufzte kurz. "zum glück ist das nicht weiter eskaliert... einen Kampf bevor wir überhaupt da sind bräuchten wir am allerwenigsten" Sagte Yuuto und setzte sich wieder hin. Der Blick des Blonden ging wieder rüber zu Toshiro dieser sagte ihnen noch das sie sich ruhig verhalten soll und wenn sie ärger machen sind sie weg vom Fenster. Yuuto dachte noch kurz nach "Doppelgänger? interessant.. und anscheinend hat jeder eine andere Fähigkeit." Dachte der Blonde und ums Lagerfeuer herum ist wieder stille eingekehrt, in dieser stille fiel Yuuto ein das er von seinem Training mit Armstrong noch etwas zu Essen gekauft hat, er selbst hatte kein Hunger aber vielleicht die anderen? Also bewegte sich der Feuermagier zu seiner Tasche und holte eine Kleine Box raus. "Wenn ihr hunger habt ich hab hier noch etwas Brot.. ist zwar sehr bescheiden aber ohne leeren Magen lässt sich keine Mission ausführen oder?" Sagte der Blonde und stellte die Box auf einen Stein wo sich jeder Bedienen konnte. Yuuto merkte mit der Zeit wie sich seine Augenlieder selber nicht mehr halten können und legte sich schlafen bevor er es hier tut "Ich geh schlafen.. wir sehen uns Morgen" sagte der Blonde und ging Richtung Kutsche, er hat schon auf der fahrt sich etwas hingelegt und es war sehr gemütlich für ihn. Er schloss hinter sich die tür und legte sich auf die eine Bank der Kutsche, während er versuchte einzuschlafen. 

Langsam wurde Yuuto wach doch er hatte noch etwas Müdigkeit in den Augen, diese rieb er sich mit einer Faust raus. Aber dort wo er eingeschlafen ist, wachte er nicht auf, er wachte woanders auf.. es war sehr Dunkel, Yuuto musste warten bis sich seine Augen an die Dunkelheit gewöhnt hatten, nach und nach konnte er alles erkennen. Er war anscheinend in einer großen Halle, aber warum lag er dort? Der Blonde bekam langsam Panik und sah sich um, er sah eine Person in der Dunkelheit oder vielmehr die Umrisse, Yuuto bekam ein ungutes Gefühl im Magen, diese Person rannte mit einer übermenschlichen Geschwindigkeit auf Yuuto zu doch bevor diese Person was machen konnte wachte Yuuto wirklich auf, es war nur ein Traum. Der Feuermagier war durch seinen kleinen Alptraum nun hellwach, alle waren auch bereits wach und machten bereits etwas. Yuuto musste kurz an die Frische Luft. Yuuto öffnete die Tür und ging aus der Kutsche raus. Er entfernte sich etwas von den anderen damit er seine Privatsphäre hatte, denn seine Blase war recht voll. Nachdem er seine Handlung beendet hatte gesellte er sich wieder zu denn anderen, sagen tut er nichts weil er sich um seinen kleinen Traum Gedanken machte. 

Auf der Fahrt sagte niemand mehr was, alle waren unter sich und Yuuto mit eingeschlossen. Sie fuhren noch eine weile zu ihrem ziel nach Caldium. An einer stelle wurde Yuuto aber ganz kurz schwach, er hatte das Gefühl als wäre er für wenige Sekunden bewusstlos gewesen, kein schönes Gefühl. Da er selbst noch nicht alles über Magie wusste musste er sich wohl an die älteren wenden. "Was war das?" Fragte er offen in die Runde und erhoffte eine Antwort und bemerkte kaum das sie schon fast an ihrem ziel, Caldium waren. 

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Re: Vor dem Gildengebäude

Beitrag von Kiseki am So Jun 21, 2015 9:19 pm

Nachdem diese Situation maßlos eskalierte, musste Crystal nurnoch seufzen. Shadow hingegen machte ein derartiges Desaster aus dieser Situation, wo Kiseki wahrscheinlich sogar den Kopf geschüttelt hätte. Nachdem nämlich Shadow den Brief so emotional wie nochnie vorgelesen und beide Ihre Namen nannten, war die Umgebung wie.. komplett verändert. Toshiro hielt inne und umsah seine Familie nocheinmal, bevor er die Beiden karg in die Gruppe einlud. Sie sollten sich in die Gruppe eingliedern und auf alle hören. Sonst seien sie schneller weg als man sehen kann. Crystal war davon genauso wenig begeistert wie Shadow, aber nur so können sie Kiseki einen guten Start in die Gilde verhelfen. 

Als sie sich ans Lagerfeuer mithinsetzten, Crystal stand lieber,  meldeten sich schon die meisten als "müde" ab und entfernten sich langsam von der Gruppe um sich einen Schlafplatz zu suchen oder schliefen direkt an Ort und stelle ein. Bunshins schlafen nicht.. nicht richtig. Shadow wollte sich der Gruppe anschließen und lag sich einfach auf den Boden und machte seine Augen zu. Crystal hingegen meldete sich. Ich übernehme die Nachtwache. Sollte etwas passieren , melde ich es schleunigst. Formte nebenbei eine Art Schwert und beobachtete nurnoch die Situation.

Shadow hingegen war in die Trance verfallen, in der mehr oder weniger nurnoch als Körper anwesend aber im Geist bei Kiseki ist, sogar auch teilweise mit ihm kommunizieren kann. So bemerkte er auch, das dieser in einen Raum gekommen ist, der voller Siegel und Runen ist. Shadow kann leider nur beobachten. Auf so eine weite Entfernung ist leider Kiseki auf sich allein gestellt. Aber mit Crystal kann er sich unterhalten, so fing er mit einem komischen Thema an, was ihn beschäftigte. Du Crystal? Wie bist du überhaupt entstanden? Ich entstand ja durch ein Zirkel, der mit den verstärkten Emotionen von Kiseki heraufbeschworen wurde und wegen diesem einen Schattenmagier, der angeblich Mana auf dem Gewissen hatte. Was ist mit dir? Darüber sprechen wir nach der Mission. Die ist jetzt für Kiseki wichtiger. Wie gehts ihm eigentlich? Er ist in einer Halle. Wahrscheinlich sehr nah an seinem Ziel. Entschuldigung... Zwischenziel.. Oke, ich hoffe er überlebt das. Du bist wie seine Mutter. Und du wie sein nerviges Kind. Halt den Mund! Du hast angefangen. Kurze Stille.. Crystal seufzte noch einmal, nahm sein Schwert in die Hand und erzählte Shadow doch davon. Sehnsucht nach einer Frau... Wie bitte? Ich wurde von Mana wegen der Sehnsucht nach einer Frau die ihn liebt, geboren. Interessant. Weiter ging das Gespräch nicht. Stille brach sich auf. 

Der nächste Morgen. Crystal, noch immer topfit. Shadow so tut als ob, wachte auf und streckte sich mit seinen Händen und seinen Füßen gen erloschenes Feuer. Also ist diese Nacht nichts passiert. Aber wenn sie in diesem Caldium sind, wird keine Nacht mehr ruhig sein. Da bin ich mir sehr sicher.. Da bin ich mir sehr sicher... Ab und an dachten sie sogar gleich, obwohl sie von verschiedenen Schöpfern abstammen. Wahrscheinlich nur ein Zufall.  Crystal beobachtete jeden, wie er seine Beschäftigungen erledigte und sagte dann laut und deutlich mit einem leichten Unterton. Der einzige der sich auffällig benommen hat, war Shadow, er schnarcht leider immer so laut. Crystal merkte, wie Yuuto sich aus der Kutsche, in der er wahrscheinlich schön schlafen konnte, entfernte und seine Beschäftigungen nachging. So Bedürfnisse wie Menschen hatte Crystal hatte gottseidank nicht, dennoch würde ihn das Thema Geschlechtsverkehr reizen, das er mal in einem Buch gelesen hatte, was Mana offen hatte. Zum Glück war Crystal keine Frau sonst.. nein das wollte er sich nicht vorstellen. Der kristallende Bunshin bewegte seine Augen Zentimeter für Zentimeter, sodass er selbst den kleinsten Wesen beim Gehen verfolgen konnte. So sah er auch das Toshiro langsam aufwachte und in den Wald hineinlief um sich wahrscheinlich frisch zu machen. So verging die Zeit..

Kaum Momente ironischerweise später wollten alle aufbrechen, setzte Crystal sich neben Toshiro auf die vordere Reihe und Shadow setzte sich in den Wagen hinein. Der Wagen setzte an. Die einigen Stunden vergingen reibungslos und die Aussicht war noch sehr aufregend. Auf dem Weg hin war ihm ja die Aussicht sehr egal. Denn da hatte die Mission Vorrang. Dann bemerkte beide ein Gefühl von kurzer Instabilität in sich. War das eine Barriere? .. die Frage von Shadow erübrigte sich, als Yuuto, der es offensichtlich auch merkte auch gefragt hatte. Wir haben es beide bemerkt Yuuto. Wahrscheinlich auch die anderen. So sind sie nun schon fast am Tor der vergessenen Stadt angekommen. Einwenig Grummeln hatte Crystal schon. Werden sie ihre erste Mission ohne ihren Meister überstehen? Und wenn nicht, wird sie jemand retten?
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Re: Vor dem Gildengebäude

Beitrag von Gast am Sa Jun 27, 2015 11:01 am

Der Neue brachte frischen Wind in die Gruppe, denn der Besuch von ihm, der unangekündigte Besuch von der Person brachte auch Toshiro kurz in eine perplexe Phase, sodass dieser mit dem Schwert an der Kehle vor ihm stand, wie ein Blitz, welcher vor dem Donner kam. Auch Yuuto und Beatrix sprangen auf um ihm zu helfen, denn schließlich waren sie hier ein Team und innerhalb der Gilde für Beatrix auch noch gute Freunde und sogar ihre Familie, alleine wenn sie an Tosh und Toto dachte, wusste sie, wofür sie eben kämpfte. Auf die Frage Beatrix‘ antwortete der Feuermagier schnell, mit einem ‚Ja‘, so hatte die Rote seinen Namen nicht vergessen und so konnte sie sich sicherlich auch noch ein weiteres Mal an ihn erinnern, denn sie hatte ein Gefühl, dass dieses Team hier, irgendwann noch einmal gemeinsam kämpfen würde, doch das konnte auch nur Einbildung sein, weibliche Intuition hin oder her, das einzige was zählte war, dass man die Identität des Neuen herausfand und Meister Toto, welcher leider im Sterben lag, diese Wunderarznei überbrachte, sodass er leben konnte. Wenn nötig, würde selbst Beatrix ihr Leben dafür geben. Yuuto und Beatrix standen hinter Toshiro, sie waren jederzeit bereit um einzugreifen um einen Kampf beizuwohnen, doch der Weiße sprach davon, dass sie sich keine Sorgen machen sollten, denn er würde sich um die beiden kümmern, da sprach auch einer der, beiden? Interessant in den Augen von Beatrix war es, als plötzlich eine 2. Person ins Spiel kam, welche beinahe identisch mit dem Mann war, an welchen die Klinge von Toshiros Schwert ruhte.

Der neue sprach irgendetwas von beschützen und neuer Familie, allerdings schien Toshiro darauf nicht zu reagieren, oder dachte er im Inneren gerade nach? Die Rote beobachtete das Ganze genau, denn sie wollte ihren guten Freund nicht in einen Hinterhalt geraten lassen, nein, das könnte sie sich nicht verzeihen, denn er war der Anführer der Gruppe, die nahestehendeste zu Toto und gleichzeitig wohl auch einer der Stärksten überhaupt, denn nicht einmal Beatrix konnte ihm mehr das Wasser reichen, dafür entwickelte sich der einst kleine Toshiro zu einem mächtigen Bollwerk an Kraft, Disziplin und Willen, etwas, was einen geborenen Anführer ausmachte, deswegen folgte Beatrix ihm auch, wenn er sie brauchte, ohne Fragen zu stellen, ohne Zweifel, sie war es ihm schuldig, für alles, was er damals für sie tat. Nach einigen Momenten hatte Toshiro doch etwas zu sagen, denn wolle der Eine mit ihnen spielen, so wäre das sein Ende. Sein bitteres Ende, denn da kannte der Kansou-Magier, oder auch der Mann, der auch als ‚Korudo‘ bezeichnet wurde, die Kälte. Lag es an seinem Charakter oder an seiner bedingungslosen Loyalität zur Gilde? Vielleicht auch beides? Yuuto schien ebenso wie Beatrix auf ein Zeichen des Weißen zu warten, doch hatte er anscheinend alles unter Kontrolle, da hörte die Rote plötzlich den Mann, welcher einen Brief in der Hand hatte, denn er las ihn vor. Der Brief fing mit ‚Sehr geehrte Toshiro‘ an, also war es wohl keiner, welchen sie kurz aus der Hand als Joker zauberten, nein, denn dieser Brief hatte einen ganz besonderen Hintergrund, welcher sich im Text zwischen den Zeilen befand, denn die Ohren der Roten hörten genau hin, schließlich las der eine den Brief auch laut vor, dennoch, es ging um neue Familienmitglieder und von einem Kiseki, welcher die Ebenbilder erschuf, also waren sie nur Klone? Es war definitiv nicht schlecht, wenn dieser Kiseki, oder wie er hieß, Forschungen über die Pflanze anstellte, sich über die Wunderarznei informierte, es hatte einen Vorteil, auf jeden Fall, so freute es die Inquisitorin auch, allerdings sollte man noch mit Vorsicht reagieren, denn die Rote konnte noch nicht 100%ig kämpfen, da die Verletzungen auf ihren Beinen noch frisch waren, von diesem Traum, wie auch immer. Das machte ihr Angst.

Tosh kratzte sich am Hinterkopf und sprach, dass, wenn sie zu uns gehörten, sie sich einfach ruhig verhalten sonst wären sie weg, denn hier wäre kein Platz für Raufereien untereinander, allerdings betraf das auch Edward, Yuuto, die komische Tante, welche versuchte sich für Toshiro schön zu machen…, für diese Kyo oder wie sie auch immer hieß, für Toshiro, Beatrix und jetzt auch für Crystal und Shadow, die Neuankömmlinge. Die Klinge des Schwertkämpfers fand ihren Platz wieder in der Scheide, denn er vertraute ihnen, dass sie keinen Blödsinn machten, zumindest soweit, solange kein Streit innerhalb der Gilde ausbrach und ging wieder zu seinem Platz beim Baum, anscheinend wollte er ein wenig alleine sein. Nachdem der eine der beiden Doppelgänger den Brief vorlas, seufzte Yuuto und war glücklcih darüber, dass das nicht weiter eskalierte, denn ein Kampf vor Caldium wäre wohl das Schlimmste, was der Gruppe passieren konnte, das konnten sie nicht brauchen und gleichzeitig auch nicht verantworten. Nun war die ganze Situation wieder beim Alten, keiner tötete sich, keiner schlug oder bekämpfte sich, keiner brauchte die lebenswichtigen Reserven ihrer Magie auf, denn sie hatte ein ungutes Gefühl, dieses Caldium hörte sich nicht angenehm an, sondern im Gegenteil, es kam sicherlich einiges an Turbolenzen und Kämpfen, so waren sie auch wirklich bereit? Würden sie es nicht auf die leichte Schulter nehmen, trotz so eines wichtigen Auftrages, Toto zu retten? Der Blonde, dieser Yuuto schien in den Augen von Beatrix ein netter Typ zu sein, denn er teilte sein Essen mit den beiden, auch, wenn es nur ein trockenes Brot war, allerdings war es etwas, was Yuuto gehörte und er teilte es mit dem ‚Fremden‘, sodass diese sich auch ein wenig stärken konnten. Das hätte sicherlich nicht jeder getan. Kurz danach meldete er sich müde und ging schlafen.

„Ja, gute Nacht, Yuuto. Ruh‘ dich ein wenig für Morgen aus, ich denke, wir werden unsere Kräfte brauchen.“ Antwortete die Inquisitorin ihm noch und dann verschwand er auch schon in der Kutsche, in welche auch Edward ging um zu schlafen. Er war seit der Geschichte ein wenig verstummt, als wäre er nicht anwesend. Nun war noch Beatrix hier, denn Tosh war am Baum, Yuuto in der Kutsche, so konnte die Rote noch etwas Zeit für sich verbringen. Nur was sollte sie machen? Der leichte Nieselschauer war zum Glück vorbei, so konnte sie sich auch dort bewegen, wo kein Blätterdach sie vor den Regenschauer beschützte, allerdings waren die meisten Sachen noch etwas nass, feucht, sodass die Kleidung der Inquisitorin nass werden würde, sollte sie sich setzen oder sonstiges, doch das ihr ziemlich egal, solange sie nicht krank wurde passte alles. Mit Anlauf und der Hilfe ihrer Handschuhe kletterte die Rote auf einen hohen Baum, suchte einen gemütlichen Ast und legte sich auf diesen. Natürlich befestigte sie sich noch ein wenig, denn in der Nacht aus so einer Höhe direkt mit dem Gesicht auf die Erde zu prallen war nicht der Moment in dem sie wach werden wollte, den sie sich wünschte. Im Hintergrund bemerkte sie noch, dass sich Crystal für die Nachtwache meldete, ob das gut war? Konnte die Rote ihm schon vertrauen? Das Vertrauen von Beatrix war ja so oder so stark geschwächt, denn sie war misstrauisch gegenüber beinahe jeder Person, außer Edward und Toshiro, doch gab es auch außerhalb der Gilde noch Personen, welche ihr viel bedeuteten, wie ihre Freundin Ayane. Ob es ihr gut ging? „Ayane..“ flüsterte sie noch ein wenig, hoffte, dass es ihr gut ging, ehe sie mit den Augen in den Horizont sah, die Sterne beobachtete und irgendwann einschlief.
 
Sonnenstrahlen prasselten auf das Gesicht der Roten, erhellten ihre Mine und ließen ihre roten Haare wie einen Sonnenuntergang glänzen, allerdings wachte mit diesen Strahlen auch die Rote auf und wurde sofort geblendet, wollte sich einen Ast greifen doch verfehlte sie ihn und fiel in die Tiefe. Zum Glück sicherte sie sich noch, so hing sie wie gefangen auf dem Ast in der Höhe, zum Glück sah sie niemand. Zum Glück war die Befestigung nur an den Beinen, so konnte sie mit einem schnellen Angriff das Seil durchtrennen, sich auch mit den Händen am Baum festhalten, denn stürzen wollte sie immer noch nicht. Ein paar Augenblicke dauerte es, bis sie dann zu den anderen stoßen konnte, wo allerdings noch nicht alle wach waren, doch das störte sie nicht. Es dauerte noch ein paar Minuten bis sie sich auf den Weg machen würden, doch in dieser Zeit reservierte sich die Rote schon mal einen Platz auf der Kutsche, denn ausnahmsweise wollte sie nicht in ihr sein, sondern an ihrem Heck, dort platzierte sie sich ein Kissen auf welches sie sich setzte und konnte nun nach hinten sehen, während sich die Kutsche nach vorne bewegte. Nach einer Zeit bewegte sich diese Kutsche auch. Das Plätschern eines Flusses in der Nähe beruhigte die Rote ein wenig, die herumziehenden Weidetiere wie Kühe oder Ziegen konnten auch von ihren Augen erspäht werden, ebenso wie Vögel, Vögel welche gerade bewusstlos vom Himmel fielen? Was war hier los? Ehe sie sich diese Frage beantworten konnte durchstieß sie ein herber Schock, als wäre sie gerade psychisch aufgespießt geworden. Es schmerzte sehr, was war das? Befand sich die Kutsche gerade unter Beschuss? Es war ein Schiebeholz auf der hinteren Seite der Kutsche, welches offen war, so hörte sie jemanden sprechen, wahrscheinlich war es, Shadow? Oder Crystal?

Nun denn, jedenfalls sprach dieser von einer Barriere und das es sicherlich auch die anderen bemerkt hätten. Also war die Inquisitorin nicht die Einzige, was das spürte so war sie beruhigt und verblieb verstummt am Hinterteil der Kutsche, auf ihrem Kissen sitzen, sie versuchte sich im Inneren ein wenig zu sammeln, sich vorzubereiten auf einen großen Kampf, welchen man vielleicht nicht gewinnen konnte, zumindest mit ihrer Stärke nicht, doch musste sie, sie war bereit, für Toshiro, für Toto, für Lost Souls. Ihr verdammtes kleines, weibliches Leben würde sicherlich einmal Sinn machen, wenn sie sich für die Gilde engagierte und nicht nur auf ihre Kosten lebte, denn das war es nicht wert! Sie hatte den Willen ihn zu retten und so wollte sie das auch so machen, komme was wolle! Sie griff sich an ihren Oberschenkel, wo das Gildenwappen zu sehen war, dachte daran, wie Toto es damals hinzufügte. Damals, als sie nur ein Kleid anhatte und er ihre Unterwäsche sah, wie dumm und mädchenhaft sie damals noch war. Sie lächelte. Diese früheren Zeiten sollten nicht enden, sie wollte ihn wiedersehen, ihren Meister und ‚Vater‘, denn der alte Toto, für sie war er immer die Person, zu welcher die Rote aufsah, für sie, war er ihr Vater!
 

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Re: Vor dem Gildengebäude

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