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Raststätte zum rollenden Rad

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Raststätte zum rollenden Rad

Beitrag von Gast am Mi Jun 25, 2014 4:05 pm

das Eingangsposting lautete :

Die Raststätte zum rollenden Rad ist ein kleiner, recht einfacher Schuppen. Man findet ihn, wenn man die Stadt in Richtung Landesinnere verlässt. Am Rande einer der Hauptstraßen, die aus der Stadt heraus führen. Der Laden sieht zwar aus, als würde er mal wieder eine ordentliche Sanierung verdienen, doch besonders ausladend und ekelerregend ist er auch nicht wirklich. In die Jahre geraten könnte man sagen. Seinen Namen drückt das Etablissement durch ein simples Zeichen aus. An der Front des Gebäudes, gleich über der Tür, ist ein großes Wagenrad befestigt. Nicht so, dass es fixiert ist, ganz im Gegenteil. Es wurde mit der Achse an der Hauswand befestigt. Dadurch ist es in seiner Bewegung nicht eingeschränkt. Von dem Hausinneren sorgt ein spezieller Mechanismus dafür, dass sich das Rad langsam aber sichtbar bewegt, also dreht. Rollt eben. Die Raststätte zum rollenden Rad hat eine große, verglaste Panorama Front. Beinahe die komplette Wand besteht aus Fenstern, sodass man einen freien Blick nach draußen und von dort hinein hat. Die Bedienungen des Ladens sind, ebenso wie die Geschäftsführung, sehr Kundenfreundlich und man sieht ihnen an, dass sie Spaß an ihrem Job haben. Hier ist der Kunde wirklich noch König und jeder wird mit einem gewissen Maß an Respekt behandelt.

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Re: Raststätte zum rollenden Rad

Beitrag von Gast am Fr Aug 29, 2014 5:44 pm

Mit Sicherheit war es kein fester Schlaf, den Artorias dort im Wald führte. Wirklich guten, erholenden und gesunden Schlaf, hatte er schon lange nicht mehr gehabt. Nie konnte man wissen, was auf einen lauern würde. Da er kein eigenes Zuhause hatte, übernachtete er an Orten, wo er jederzeit überrascht werden könnte. Das schärfte einfach seinen Sinn für Vorsichtig. Bei jeder kleinen Annäherung an ihn, selbst das pulsieren von einer magischen Aura in seiner Nähe, ließ er aufschrecken. Es reichte zwar, um nicht all zu Müde zu sein, wenn er aufwachte, doch das Gefühl komplett munter zu sein, hatte er schon lange nicht mehr gehabt. Eigentlich noch nie, soweit er sich erinnern kann. Vor seinem geistigen Auge spielten sich wieder Bilder ab, Bilder von der Vergangenheit. Er sah Bergwerk, all die Menschen die dazu getrieben wurden, niedere Arbeiten zu verrichten. Die Quälerei und Tyrannei blieb nie aus. Bis zu dem Tag an dem sie ausbrachen. Oft hatte Artorias solche Szenen in seinem Kopf, wenn er versuchte zu ruhen, meistens raubte es ihm seine Nerven. So konnte er gar nicht anders, als aufzuwachen. In diesem Fall, war es etwas anderes. Im Unterbewusstsein spürte er, dass eine magische Präsenz sich ihm näherte, irgendwas kam auf ihn zu, auch wenn die Aura nur klein schien, im Vergleich zu manchen, welche er selbst schon spüren durfte. Er versuchte unbewusst, sich weiter zu entspannen, einfach nicht die Augen zu öffnen. Doch als dann ein Geräusch ertönte, welches er klar hören konnte, öffnete er blitzartig die Augen. Als er die Lieder aufschlug, stieß er aus Versehen ein kleines Stück seiner eigenen Aura aus, was einen Windstoß nach sich zog, welcher die Baumkronen zum wackeln brachte, aber nicht all zu stark war. In seinem Blickfeld fand sich nun eine junge Dame wieder. War sie der Auslöser des Geräusches und Trägerin der magischen Aura? Jedenfalls sah sie nicht grade gefährlich aus, bekanntlich trügt der Schein einen oftmals. Schweigend beobachtete er sie, längst hatte auch sie Artorias registriert. Sein ausdrucksloser Blick weilte auf ihr, mehrere Minuten lag. Er musterte sie einfach, versuchte so festzustellen, ob sie eine Bedrohung sein konnte, oder er für sie, vieleleicht eine größere darstellen konnte. Niemals wollte er jemanden einfach gefährden, wenn man ihm gar nichts antat. Etwas zögernd erhob er das Wort. "G...gibt es ein Problem? Hast du dich verlaufen?" fragte er nach. Aufdringlich wirkte er nicht, eher verwundert, dass die Beiden sich so gegenüber befanden, aber die Situation aufgeklärt war. Wenn es nichts wichtiges war, könnte sich der Mantelträger erheben und augenblicklich wieder verschwinden, was ihm auch wirklich lieber war. Seine Ruhe hatte er zwar nicht wirklich bekommen, aber möglicherweise gab es in der Nähe noch einen Ort, an welchem er rasten konnte. Als er bemerkte, dass er noch immer unwillkürlich seine Aura ausstrahlte, beendete er es auf der Stelle. "Tut mir leid, wenn ich dir einen Schrecken eingejagt habe. Ich würde lügen, wenn ich sagen würde, dass du das selbige nicht getan hättest" gab er ihr noch in einer ruhigen Tonlage zu verstehen. Wiedermal zog ein etwas stärkeres Wind auf, ließ die schwarzen, langen Haare im Wind wehen. Das rascheln der Blätter sorgte hingegen für einen angenehmen Klang in den Ohren des Abyss. Langsam erhob er sich, blieb aber an den Baum gelehnt stehen. Nun kamen der Mantel erst zur Geltung, gepaart mit dem außergewöhnlichen gelben Handschuh, den er trug. Natürlich die Stiefel nicht zu vergessen. Das Mädchen sah recht normal aus, das einzige was auffiel, war ihre in der Sonne glitzernde Haarspange. Ob sie diese nur so trug, oder hatte es Bedeutung? Wie dem auch sei, so recht wollte es der Schwarzhaarige gar nicht wissen. Nun trat wieder ein Schweigen ein. Mehr hatte Artorias in diesem Fall gar nicht zu sagen. Was sollte er auch zum Ausdruck bringen? Die Person die vor ihm stand, kannte er überhaupt nicht. Nun, durch den Wind, lockerte sich einer der Äpfel am Baum und viel direkt vor die Füße von Artorias. Kurz zögerte er, doch dann hob er ihn schließlich auf und wischte ihn kurz an seinem Mantel nochmals ab. Fragend blickte er sie an. " Möchtest du auch einen?" durch die Höhe des Baumes, war es für sie fast unmöglich, sich einen Apfel zu holen, bedingt durch ihre eigene Körpergröße. Das fragte er sie einfach nur aus reiner Höflichkeit, denn wie bereits erwähnt, sie schien nicht so, als wenn sie ihm gleich an die Kehle sprang. Zur Not konnte Artorias noch flüchten, oder im Ernstfall selbst kämpfen dazu wird es hoffentlich nicht kommen, waren die Gedanken in diesem Augenblick.

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Re: Raststätte zum rollenden Rad

Beitrag von Gast am Mo Sep 01, 2014 5:09 pm

Es war ein Moment zum fürchten. Die Baumkronen des recht hochgewachsen Waldes verdunkelten die Umgebung. Der Wind, welcher diese zum rascheln brachte, hier und dort kleine Äste zum brechen brachte, Früchte gen Erde beförderte und somit für eine breit gefächerte Geräuschkulisse sorgte, trug nicht unwesentlich zu Ayanes Unbehagen bei. Dazu noch diese eigenartige Aura. Diese unangenehme Präsenz. Als Ihr Blick plötzlich auf einer Person lag, welche gemütlich an einem Baum lehnte, setzte ihr Herz einen Schlag aus. Vielleicht lag es daran, dass sie die gesamte Zeit sehr fokussiert durch den Wald lief und dann auf einmal jemand in ihrer direkten Nähe auftauchte. Dieser Fremde, es war ein junger Mann, lehnte wie der Zufall es wollte, direkt an dem Baum, an dem die Blonde sich stützte. Dies erschreckte sie so sehr, dass sie aus einer Art Fluchtreflex heraus, unverzüglich auf Abstand ging. Rückwärts, um den Blick nicht von der vermeintlichen Gefahr abwenden zu müssen. Das sie dabei auf einen kleinen Ast trat, den ihr Auge so natürlich nicht erfassen konnte, war ein recht ungewolltes Nebenprodukt. Ayane sprang auf, schaute zu Boden. Doch ihr Blick wanderte gleich darauf wieder zum Fremden, welcher nun 'erwachte'. Ein Ruck ging durch den Körper der jungen Magierin. Ein Impuls negativer Energie. Die Aura, welche sie schon die ganze Zeit spürte, flammte für den Bruchteil einer Sekunde auf. Keine Frage, sie ging von dem jungen Erwachsenen aus, der vor ihr lag. Gebannt schaute er zu der Blonden herüber, blickte sie schweigend an. Es war ein unangenehmes Schweigen. Ayane wusste nicht, was nun geschehen würde. War er feindlich gesinnt? Würde ein Kampf folgen? Dieses Schweigen förderte den Mangel an Informationen. Die Ungewissheit nagte an dem verunsicherten Mädchen. Ayanes Herz raste, ihr Atem jedoch stockte. Aus Reflex hatte sie ihre Hände nach vorne gezogen und mit ihren Handflächen nahm sie eine abwehrende Haltung ein. Nach einer gefühlten Ewigkeit, in der die beiden sich lediglich anstarrten, musterten und analysierten, ergriff der Fremde das Wort. Er fragte, ob es ein Problem gebe und ob sie sich verlaufen hatte. Ein gutes Zeichen. Wenn man sich einen Zeiger vorstellte, der zwischen „Freund“ und „Feind“ pendelte, so würde er wohl nun leichte Ausschläge zum positiven machen. Sicher war sich Ayane natürlich nicht, doch handelte es sich schon einmal nicht um einen groben, fiesen Banditen, der gleich auf sie einschlagen würde. Ihre Abwehrhaltung verließ die Wassermagierin dennoch nicht. „N-Nein. Also, Ich habe mich nicht verlaufen!“, machte sie sogleich klar. Noch immer war sie etwas überfordert von der Situation, ordnete ihre Gedanken. Dabei verdrängte sie sogar für den Moment, aus welchem Grunde sie eigentlich vor Ort war. Kurze Zeit später sprach der Fremde weiter. Er entschuldigte sich dafür, ihr einen Schrecken eingejagt zu haben, stellte jedoch ebenso klar, dass er dabei nicht alleine war. Sie hingegen hatte dafür ihn selbst ebenso erschreckt. Gewissermaßen konnte also keiner der beiden dem jeweils anderen etwas vorwerfen.Plötzlich versiegte das unangenehme Gefühl. Die Aura verschwand von dem einen auf den anderen Augenblick. Während der junge Mann sich nun langsam erhob fühlte sich Ayane der Pflicht. „Ja, also... Das wollte ich nicht. Verzeiht mir. Ich habe nur...“ Ja was hat sie nur? „Ich wollte nicht stören!“ Was erzählte Ayane dem Fremden nun? Ihre Intention? Sie war auf der Suche nach Beatrix, ihrer Freundin. Vielleicht konnte der Fremde ihr ja sogar weiter helfen. Möglicherweise hatte er sie gesehen oder sogar getroffen. Aber sollte sie schon mit der Sprache herausrücken? Ayane zögerte. „Ich hatte nur dieses eigenartige Gefühl.“ Ein Gefühl, welches sie neugierig machte. Diese eigenartige Aura. Diese dunkle, furchterregende Aura und dennoch. Sie schreckte das Mädchen nicht ab, im Gegenteil. Sie weckte ihre Neugierde. Nun hatte die Blondine das was sie wollte. Sie fand den Ursprung der eigenartigen Energie. Ein recht junger Mann mit dunklem Haar, gekleidet in einen roten, grade zu zerfetzten Mantel. Er erweckte den Eindruck eines Reisenden, der bereits viel durchgemacht hatte. Auf den ersten Blick hätte er genau so gut ein Gesetzloser sein können, doch machte er bisher nicht den Eindruck danach, als sei er sonderlich böse. Ayane beruhigte sich etwas, entspannte sich. Zumindest soweit es die Situation zuließ. Ein heftiger Windstoß durchquerte den Wald. Langsam wurde die Geräuschkulisse um die Bäume herum lauter. Zuerst war das Rascheln der Blätter deutlicher, lauter und intensiver zu vernehmen, als dann der Wind auch bis an den Boden heran reichte. Die 'Lumpen' des Fremden flatterten nur so im Wind, genau so wie seine eher längeren Haare. Sogleich nahm Ayane die Hand hoch, hielt sich ihr eigenes Haar aus dem Gesicht, welches es dem seinen gleich tat und ebenso im Wind tanzte, genau wie Rock und Bluse. Der unsichtbare Stoß hatte darüber hinaus einen Apfel vom Baum gelockert. Von dem Baum, an dem der Schwarzhaarige, nun stehend, lehnte. Die rote Frucht fiel zu Boden, kam gleich zum erliegen. Der Mann, welcher zuvor, für Ayane gut erkennbar, ihre Haarspange ins Auge gefasst hatte, schaute dem Apfel nun hinterher. Einen Moment lang blickte er ihn lediglich an, entschied jedoch dann, ihn aufzuheben. Kurzerhand nahm er seinen zerfetzten Umhang zur Hand und wischte darüber, um den Apfel für den Verzehr vorzubereiten. Des weiteren lockerte er die Situation etwas auf. Er fragte das Mädchen, ob sie auch einen wollte. Eine Geste, welche das Bild des Fremden weiter ins rechte Licht rückte. „Oh... Ja, gerne.“ Ayane zögerte zunächst, entschied sich jedoch dann dazu, das Angebot anzunehmen. Der Mann war sichtlich älter als Ayane selbst, doch fiel ihr auf, dass auch er sich in der aktuellen Situation allzu sicher fühlte. Der Moment war gekommen. Während die Wassermagierin darauf wartete, dass der Fremde sein Angebot wahr machen würde und ihr einen Apfel reichte, stellte sie sich vor. „Also... Ich ehm... Ich heiße Ayane. Sagt, darf ich euch etwas fragen?“ Natürlich war dies lediglich eine rhetorische Frage und sie fuhr augenblicklich fort. „Wie lange wandert ihr schon in den umher liegenden Gebieten? Ich suche jemanden... Vielleicht könnt ihr mir weiter helfen.“ Gespannt beobachtete sie den Schwarzhaarigen, ließ mit ihrem Blick nicht von ihm ab und schaute, wie er vorging. Ihre Stimme, ihr Tonfall machten klar, dass Ayane die Frage, beziehungsweise die eventuelle Antwort auf eben diese wichtig war. Sie hatte keinerlei Anhaltspunkte darauf, wo Beatrix sich nun befand, geschweige denn, ob es ihr gut ging oder sie überhaupt noch lebte. Im schlimmsten Fall geriet sie gerade tatsächlich an einen Banditen und die Rothaarige ist genau diesem bereits zum Opfer gefallen. Aus diesem Grund analysierte das Mädchen die Reaktion des Fremden haargenau.Im Normalfall war Ayane ein aufgewecktes junges Mädchen, welches keinerlei Probleme hatte, auf Fremde zuzugehen. Doch die momentane Lage, die Umgebung und Atmosphäre hemmten sie. Bewegten sie zur Vorsicht.

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Re: Raststätte zum rollenden Rad

Beitrag von Gast am Do Sep 04, 2014 10:13 pm

Wahrlich verwirrend war die Situation , in welcher sich Artorias soeben befand. Vor wenigen Sekunden noch, hatte er die Augen geschlossen, gönnte sich eine minimale Auszeit, doch selbst diese wurde gestört. Rasch wurde er in die kalte und herzlose Realität zurückgeholt, dass nur durch dieses Mädchen. Sie stand dort einfach, unschuldig, ihre blonden Haare wehten im Wind. Was hatte sie hier zu suchen? War sie aus Versehen hier vorbei gekommen, oder war es pure Absicht? Lange müsste er auf die Antwort sicher nicht warten, auch wenn Artorias sich mit seinen Worten sichtlich zurückhielt. Allerdings war er derjenige, der als erster seine Stimme erhob, um ihr ein paar Worte entgegen zu bringen. Diese wurden recht schnell von der jungen Dame erwidert. Er konnte die Erkenntnis gewinnen, dass sie sich nicht verlaufen hatte, sondern ein komisches Gefühl in sich trug. Zudem entschuldigte sie sich sogar, für ihre kleine Störung. Wortlos nahm es der Schwarzhaarige hin, das sollte aber nicht so bleiben. Ihr Gefühl, konnte er es gewesen sein ? "Dieses Gefühl, kam es von mir ? Du bist nicht die erste, die es verspüren musste" antwortete er kalt, blickte ein wenig zur Seite. Danach schwiegen sie beide erstmal, die Situation schien etwas verfahren. Genau dann fiel Artorias wieder ein, dass er der Dame einen Apfel anbot. Sogleich fasste er an einen Ast, zog ihn etwas herunter und pflückte schließlich einen schönen Apfel. "Ich hoffe du kannst fangen" rief er zu ihr herüber und warf die Frucht vorsichtig mit einem Schwung in die Richtung der Blonden. Ab dort, war es erneut Ruhig um sie. Sie hatten sich einfach nicht viel zu sagen, das musste man so ausdrücken. Wie auch? Der eine wusste gar nicht, wer der andere war. Diese Begegnung war eh nur purer Zufall gewesen, da konnte man nicht erwarten sofort ein prickelndes Gespräch miteinander zu führen, mit Artorias würde sich dies sowieso als schwierig gestalten. Also musste die Situation, wohl oder übel, so hingenommen werden. Das junge Mädchen hingegen, war da anderer Meinung. Frei heraus, bat sie Artorias darum, ihm eine Frage stellen zu dürfen. Kurz dachte er über die Bitte nach, aber zu einer Antwort war er nicht verpflichtet, von daher gab es keinen Grund, sich die Frage nicht mal anzuhören. Mit einem kurzen Nicken, gab er seine Erlaubnis. Prompt kam auch schon die Frage, zumindest nachdem sie sich mit dem Namen Ayane vorgestellt hatte, Artorias vermied es noch, seinen Namen preiszugeben, dafür war auch später Zeit. Das was sie wissen wollte, bezog sich darauf, ob der Mantelträger ein Reisender war, damit auch, wie lange er schon in dieser Gegend umher ging, um herauszufinden, ob er eine ihr bekannte Person sah. Nachdenklich kraulte er sich am Kinn, sammelte ein paar Erinnerungen vergangener Tage. Nach langem hin und her, kam er dazu, ihr doch zu antworten. "Die Zeit meiner Reise, ist fast unbegrenzt. Ich befinde mich generell fast mein ganzes Leben auf der Reise. Hier in der Umgebung, bin ich vielleicht seit 4 oder 5 Tagen unterwegs. Personen sind mir hingegen kaum welche entgegengekommen.." natürlich wollte er ihr damit nichts schlecht machen, aber die Wahrheit sollte er schon erzählen, falsche Hoffnungen machten nämlich auch nichts besser, im Gegenteil sogar. Daher sprach er direkt heraus, aber es konnte ja sein, dass ihre gesuchte Person, im Moment wohlauf war, zumindest sollte man davon ausgehen. "Wie lange hast du sie jetzt schon nicht mehr gesehen? Dann weißt du doch, wie weit sie ungefähr gekommen sein kann" gab er ihr als Tipp, hielt dann wieder inne. Normalerweise würde Artorias ja jetzt einfach wieder gehen, sich einen anderen Ort aussuchen, um nach ein wenig zu ruhen, doch anscheinend wurde Ayane mit ihrem Problem nicht ganz alleine fertig. Jedenfalls war er eigentlich nicht der Tipp dafür, anderen zu helfen, ein wenig konnte nicht schaden. Auch wenn es nur auf seine eigene Art und Weise geschah, mehr konnte man einfach nicht von ihm erwarten. Vielleicht war er ja doch ein bisschen nützlich für sie, obwohl ihm das recht egal wäre, an sich interessierte er sich auch nicht für ihr Problem, doch sie erweckte ein wenig Mitleid. Wenn jemand wusste, wie man mit Problem alleine dastand, dann war es doch der Schwarzhaarige im roten Mantel. Die Sache war nur, dass ihm selbst dabei niemand half. Dabei war wohl sogar noch etwas jünger als die Dame gegenüber. "Achja, ich will ja nicht unhöflich sein. Nenn mich Artorias" dabei gab er ihr einen kurzen Gruß mit der Hand.

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Re: Raststätte zum rollenden Rad

Beitrag von Gast am Fr Okt 24, 2014 3:04 pm

Eigentlich wollten sich die beiden, also Adria und Nelliel, grade auf machen ihren Auftrag auszuführen, doch etwas kam ihnen dazwischen. Besser gesagt, etwas kam Nel dazwischen, denn in dem Moment, in dem sie los gingen, ereilte ein weiterer Bote die zwei Damen. Er überreichte der Türkishaarigen einen Brief. Kurzerhand las sie ihn sich durch und vertröstete Adria. Sie habe noch etwas zu tun und würde später nachkommen. Adria solle ihr bloß “etwas“ übrig lassen, denn sie wollte auch noch ihren Spaß haben. Die Rothaarige war von dieser Einstellung alles andere als zufrieden. Die Jüngere sah es schon als spaßig an, mit dem Leben anderer zu spielen... Bedrückt und etwas abwesend blickte die Dragonslayerin zur Seite. ~ Dazu sollte es nicht kommen... ~ Das hat Adria wirklich nicht gewollt, als sie Nelliel damals mit zur Alianz genommen hatte. Allgemein hätte die junge Frau sich damals mehr Gedanken um ihre 'kleine Schwester' machen sollen. Adria wollte sich am liebsten selbst ohrfeigen. Sie wollte doch auf sie Acht geben, sich um sie kümmern. Und nun? Nach einem kurzen Augenblick schaute sie ihr wieder ins Gesicht. „Na gut. Ich werde schon mal langsam vorgehen, du wirst mich schon finden. Keine Angst, ich überstürze nichts, ehe du nicht da bist. Aber mach nicht zu lange, ja?“ Die Slayerin würde sich gemütlich auf den Weg machen, kein schnelles Tempo an den Tag legen. Bis Cedar dauerte es ohnehin eine Weile. So wahr Nelliel also nicht noch einen Tag brauchen würde, für was auch immer sie vorhatte, würde es schon hinhauen. Gemächlich schritt Adria an ihrer Freundin vorbei. „Also bis dann.“, sprach sie und hob zur Verabschiedung noch einmal die Hand. Dann führte sie ihr Weg weg vom Hauptquartier der Allianz. Langsamen Schrittes wanderte sie durch Wiesen und Wälder. Für die Magierin hatte es etwas sehr beruhigendes, etwas schönes. Sie genoss die Natur, diese Ruhe, welche auf sie einwirkte. Auch ließ sie entspannt die Sonne von oben auf sich herunter brennen, tankte etwas Energie. Wer wusste schon, um was für einen Gegner es sich handeln würde? Vielleicht war es ja von Vorteil noch einmal Kraft zu sammeln. Während der Reise, die Adria ein Stück weit alleine antrat, versank sie in Gedanken. Diese schweiften von Nelliel, über die Allianz, bis hin in die Vergangenheit, zu Xandro und Artorias. Wie es ihnen wohl erging? Ob sie es Adria übel nahmen, 'was' aus Nelliel wurde? Eine unwissende, mordlustige Kampfmaschine... Sie wusste nicht einmal wirklich was sie tat, dachte nicht über ihre Handlungen nach. Übel nehmen konnte man es ihr auf keinen Fall. Ihr nicht... Dann blieb ihr Gedanke an Artorias heften. So lange hatte Adria ihn nicht mehr gesehen. Seit damals, als er heimlich die anderen, so auch Adria verließ, um sie vor sich selbst zu schützen. Aus Reflex wanderte die Hand der Slayerin zu einer kleinen Gürteltasche und glitt hinein. Sie ertastete ein kleines Stück Papier, den Brief des Magiers. Sie hütete ihn wie einen Schatz, vergewisserte sich täglich, dass sie ihn noch bei sich trug. „Ach ja...“, seufzte sie in die verlassen wirkende Ferne. Weit und breit niemand außer ihr zu sehen. Wie weit sie wohl schon gekommen war? Sicher war sie nicht mehr weit entfernt von Cedar. Wo Nelliel wohl blieb? Nach einiger Zeit näherte sich die Rothaarige einem großem Wald. Der Weg auf dem sie wandelte führte direkt darauf zu. Bereits aus der Ferne wurde klar, dass die Bäume jegliche direkte Sonnenstrahlung abfingen. Im Wald selbst war es recht schattig. Ein leichtes Gefühl von Unbehagen bäumte sich in der Solarslayerin auf, als sie plötzlich etwas hörte. Aus der Ferne näherte sich etwas, besser gesagt jemand. Das musste Nelliel sein! Keine Frage, rasant rauschte sie schon an Adria vorbei. Der Wind, der dadurch entstand, ließ das Haar der Magierin tanzen und es behinderte ihre Sicht. Mit einer Hand strich sich Adria die Haarsträhnen aus dem Gesicht. „Da bist du ja wieder. Hast du alles erledigt? Was hattest du denn überhaupt noch zu tun?“, erfragte sie und ging, nachdem sie für eine Weile stehengeblieben war, wieder weiter. Gemeinsam mit ihrer jüngeren Freundin machte sich Adria nun auf den Weg in das Innere des Waldes. Die Mission würde bald beginnen. Hier irgendwo sollte dieser Fremde sein, wie sah er doch gleich aus? „Rotes Cape, gelbe Handschuhe, oder wie war das?“ Fragend wanderte ihr Blick zur Seite, an der Nelliel neben ihr voranschritt. Nach einigen Minuten begann die Slayerin mit ihren Sinnen etwas zu spüren. „Ich glaube er ist dort vorne irgendwo. Ich spüre eine Kraft. Weit ist er nicht mehr weg!“ Eine Kraft war schon zu spüren, sicher würde Nelliel es auch bald bemerken. Von nun an sollten sie vorsichtiger sein, zumindest nach Adrias Auffassung. Wie Nel das handhabte wusste sie nicht. Allgemein ging sie ja etwas anders vor, das war kein Geheimnis mehr.
Vorsichtig also ging Adria weiter. Sie konzentrierte sich darauf nicht aufzufallen, mied es auf Äste zu treten und durch ihr Zerbersten laute Geräusche zu produzieren. Auch stieg Puls etwas. Adria war etwas aufgeregt, geheime Missionen, Attentate waren eigentlich nicht ihr Spezialgebiet. Sie selbst bevorzugte den offenen Kampf. Mit ordentlicher Kampfkraft in den Konflikt springen, so ging sie üblich vor.
Nach weiteren Minuten der unauffälligen Fortbewegung kamen Adria und Nel zu einer Baumgruppe. Die magische Energie, diese Aura wurde zunehmend stärker und so langsam traf auch ein intensiverer Geruch auf die Rezeptoren der feinen Slayernase. „Nur noch wenige Meter, bereite dich vor.“, flüsterte Adria zu ihrer Partnerin. Vorsichtig steckte sie ihren Kopf an den Bäumen vorbei und was erblickte sie da? Diese Person. Sie kannte den Mann, der da vor ihr stand. Doch dieser Mann war nicht alleine. Ein kleines, jüngeres Mädchen stand an ihrer Seite. Ein blondes junges Ding. Auch eine Magierin, wie Adria kurz darauf bemerkte, doch ihre Aura war verschwindend schwach. Sie ging neben der Aura des Magiers komplett unter und dieser Magier... Das war doch... „Artorias?...“, flüsterte die Rothaarige fassungslos. Danach blieb sie stumm. War er es wirklich? Eigentlich bestanden kaum Zweifel, ihre Nase täuschte sie eigentlich nicht. Dann noch das Aussehen des jungen Mannes. Es ähnelte dem Artorias, den sie kannte. War er es wirklich? Und was hatte es mit diesem Mädchen auf sich? Reisten sie gemeinsam? Artorias hatte seine Freunde verlassen, weil er niemanden an seiner Seite dulden konnte. Er lief Gefahr sie zu verletzen oder gar zu töten. Darum, nur darum verließ er Adria und die anderen doch damals, oder etwa nicht? Warum wanderte er nun an der Seite dieses kleinen Göres? Für den Moment blendete die Slayerin alles komplett aus, so auch Nelliel und ihre Reaktion. Gedanken schossen der Magierin kreuz und quer durch den Kopf. Alle möglichen Gedanken, sie war verwirrt, konnte nicht mehr klar denken.






Ayane

Langsam klärte sich die Situation etwas. Der Fremde schien keine böse Absicht zu verfolgen. „Ja, ich bin mir recht sicher, dass dieses Gefühl... Es muss von euch gekommen sein. Ihr wisst also davon?“, beantwortete sie die Frage des Schwarzhaarigen.
Sein Angebot, ihr einen Apfel zu reichen machte er wahr. Vorsichtig und in einem hohen Bogen warf er eine der schmackhaften Früchte zu ihr herüber und sie fing sie mit beiden Händen auf. „Habt Dank.“, entgegnete sie, ehe sie zu ihrem Anliegen überging. Sie hatte eine Frage, eine in ihren Augen enorm wichtige Frage. Schließlich war Ayane aus einem speziellen Grund an den Ort zurückgekehrt, sie war auf der Suche nach Beatrix, ihrer Freundin. Der Mann war nicht abgeneigt sich ihre Frage anzuhören, bestätigte mit einem Nicken, dass er ihr die Frage gewährte. Als Antwort entgegnete er ihr, dass er sogar dauerhaft auf der Reise sei. Er wirkte gar wie ein Heimatloser, einer, der sein Leben lang auf der Reise war, was er ihr auch bestätigte. In der unmittelbaren Umgebung hingegen sei er seit etwa 4 oder 5 Tagen erst. Doch das an sich reichte ja eigentlich, viel länger lag das Ereignis mit Beatrix ja auch gar nicht zurück, eigentlich müsste es sogar genau in den Zeitrahmen hineinpassen. Voll Hoffnung rissen Ayanes Augen weiter auf. Doch gleich danach zerschlugen sich ihre Hoffnungen auch wieder. Der junge Mann meinte, dass ihm kaum Personen begegnet seien. „Oh...“, antwortete Ayane nur enttäuscht und ihr Blick fiel etwas bedrückt zu Boden. Jedenfalls versuchte er ihr dennoch etwas zu helfen, ging weiter auf ihr Anliegen ein. Die Enttäuschung etwas verarbeitet schaute Ayane wieder auf. „Das müsste etwa... 3 Tage her sein. Ja, 3 Tage ungefähr, vielleicht auch ein oder zwei mehr. Mit etwas Glück ist sie euch begegnet. Feuerrotes Haar, etwa so groß.“ Die Blonde hob eine Hand in etwa auf die Größe, auf die sie Beatrix schätzte. Kurz darauf nannte der Fremde seinen Namen, was dem Mädchen in Lächeln auf die Lippen zauberte. „Also sind wir jetzt beim 'Du'?“, grinste sie und reichte ihm ihre Hand. „Na wenn du(?) sie nicht gesehen hast... dann ist da wohl auch nichts dran zu machen. Dann muss ich wohl weiter suchen.“, fügte sie an, als sie plötzlich jemanden im Augenwinkel herankommen sah. Nicht weit von ihnen nährte sich eine Person. Eine Rothaarige junge Frau stand zwischen den Bäumen, schaute etwas verwirrt drein. Doch es war definitiv nicht Beatrix, dass konnte Ayane recht schnell sagen. Bis auf die Haarfarbe ähnelte sie der Magierin die sie suchte kein bisschen. Leider.

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Re: Raststätte zum rollenden Rad

Beitrag von Gast am So Okt 26, 2014 7:08 pm

cf.: Das Innere des Hauptquartiers

Mit einem Lächeln hatte sich Nelliel vorerst von ihrem neuen Partner verabschiedet, hatte sich aus dem Fenster gestürzt um so möglichst wenig Zeit zu verlieren. Adria war sicherlich schon vorgegangen und hatte sicher auch einiges an Vorsprung zurückgelegt. Nel musste sich beeilen Mit einem guten Gefühl begann sie ihre Reise auszunehmen ohne zu wissen was auf sie und Adria warten würde. Jedoch hatte Spade und seine Art ein recht gutes und sorgenfreies Gefühl in ihr zurückgelassen außerdem war sie im Moment echt glücklich. So versuchte sie konstant ihre Geschwindigkeit zu halten. Anders als Adria kam die Grünhaarige nicht in den Genuss die Reise, die Natur und die Aussicht zu genießen. Sie konnte kaum darüber nachdenken, immerhin hieß es für sie, Adria einzuholen noch bevor diese am Zielort ankam. Bei der Geschwindgikeit die die junge Frau an den Tag legte musste sie besonders auf die Kopfbedeckung achten, die sie sich ausgebort hatte. Mit einer Hand hielt sie den Hut daher fest, damit er nicht direkt davonflog. Der König würde ihr diesen Verlust niemals verzeiehen und sie hatte ohnehin ihr Wort gegeben, Acht zu geben. Sie war generell jemand, die ihr Wort hielt und dies auch von anderen verlangte. Nach einer ganzen Weile spürte sie dann endlich Adrias wohlbekannte Präsenz, rauschte an dieser vorbei ehe sie zu stehen kam. Sie hatte es tatsächlich geschafft. Dafür war sie nun aber Kräftemäßig echt ein wenig angeschlagen, denn die Dauerhafte Nutzung ihrer Geschwindigkeitsfähigkeit, verbrauchte einiges an Energie, gerade auf Langstrecken. Ein wenig außer Atem kam sie an und grinste Adria direkt an, streckte ihr die Hand aus und machte direkt ein Peace Zeichen. Sie sprühte nur so vor positiver Energie. Adria hingegen blieb eher ruhig, lief dann aber weiter. Die Rothaarige fragte direkt ob und was sie erledigen musste. Die Neuigkeiten konnte Nel natürlich nicht für sich behalten und musste Adira natürlich darüber in KEnntnis setzte auch wenn das bedeutete, dass sie eventuell sogar Rivalinen wurden, wenn auch auf eine freundschaftliche und weniger feindlich basierende Art und Weise. "Ich war beim Kreuzkönig, der Fürst hat beschlossen, dass ich seine neue Partnerin also das Kreuass werden soll. Außerdem hab ich ihm gleich mal gezeigt woran er bei mir ist." erzählte sie freudig und deutete dabei auf den auffälligen Hut auf ihrem Kopf um den zweiten Teil ihrer Ausführung noch einmal zu unterstreichen. "Ich sag ja, er ist ein komischer Vogel." grinste sie dann und lief voll motiviert neben Adria her. Nun war sie wirklich über die Reaktion der Älteren gespannt zumal sie auch sehr viel Wert auf ihre Meinung lag. Nun musste es aber weitergehen. So setzten die beiden ungleichen 'Schwestern' ihren Weg fort und kamen bald in einen Bereich des Waldes, wo eine deutliche magische Energie zu spüren war. Sie war irgendwie bedrückend, so dass Nel etwas ernster wurde und irgendwie kam es ihr so vor als hätte sie diese Energie schon einmal gespürt, vor langer Zeit. Jedoch konnte sie sich nicht mehr recht daran erinnern. Jedoch anders als Adria ließ Nel sich davon nicht so aus der Fassung bringen. Das Adria sie darauf hinwies, dass sie sich vorbereiten sollte, war für Nel unnöig da sie extra für solche Dinge eingesetzt wurde. Rasch sprang Nel fast lautlos in einen der Bäume um sich so fortzubewegen. Doch was dann geschah konnte Nel nicht so ganz einordnen. Für Adria war das was sie zu sehen bekam wohl etwas zu viel. Während Nel alles von oben betrachtete, streckte Adria ihren Kopf hinter einem Baum hervor und schien fast schockiert. Das Erste was Nel zu Gesicht bekam waren zwei Personen, ein blondes Mädchen und ein Schwarzhaariger Mann. Nun ja, der Mann passte auf die Beschreibung der Zielperson, jedoch war dieses Mädchen irgendwie nicht eingeplant. Mist, Zeugen können wir nicht gebrauchen. schoss es der Grünhaarigen direkt durch den Kopf. Unschuldige sollten eigentlich nicht mit einbezogen werden doch ließ es sich in diesem Fall wohl nicht ändern. Doch bevor Nel überhaupt weiterdenken konnte, dran ein bestimmter Name in ihre Ohren und geistesgegenwärtig blickte sie zu Adria, die diesen Namen ausgesprochen hatte. Der Jüngeren entging es nicht, dass die Rothaarige in diesem Moment völlig neben sich stand. Sie war so von der Rolle, dass sie ihre Deckung komplett vernachlässigte, so dass sie von den beiden zwangläufig entdeckt wurde. Zumindest blickte das blonde Mädchen genau in die Richtung in der Adria stand. Kacke...sie ist aufgeflogen. zischte Nel innerlich. Sie hingegen war in den Kronen der Bäume unauffälliger und demnach unentdeckt. "Adria, konzentrier dich! Du gefährdest alles, reiß dich zusammen!!" sprach Nel so leise es ging in einem ziemlich ernsten und mahnenden Ton, den man von ihr in der Form überhaupt nicht gewohnt war. Das Adria diese Person als Artorias betitelte schien die Grünhaarige zunächst garnicht wirklich zu interessieren, denn für sie sah der Mann aus wie viele. Sie konnte den Mann dort nicht wirklich zuordnen. Kein Wunder, immerhin war Nelliel damals noch ein Kleinkind als der Älteste die Gruppe verließ. Außerdem hatte Artorias sich sicherlich über die Jahre ebenso verändert wie sie und die anderen auch. Zudem war zu viel Zeit vergangen und ihre Erinnerungen an ihn verblassten immer mehr, sein Gesicht hatte sie kaum noch vor Augen, alles war verschwommen. Adria hingegen musste sich wohl noch bewusst besser erinnern können. Doch was mit ihr los war, konnte Nel nicht wissen und auch nicht erahnen. Das sie vielleicht sogar eifersüchtig war, kam ihr nicht in den Sinn, so hatte sie mit diesem Thema nie etwas zutun gehabt zumal Artorias für sie auch nicht mehr als ein großer Bruder war. "Adria, der Typ da sieht aus wie jeder Dritte..." murmelte sie ihrer Schwester zu, hoffte so sie wieder ins Diesseits der Gedanken zu bringen. Ungewöhnlich ruhig und ernst ging sie dabei an die Sache heran.

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Re: Raststätte zum rollenden Rad

Beitrag von Gast am Mo Okt 27, 2014 12:34 pm

Seicht wehte der Wind noch immer durch diesen Ort. Es war angenehm, man konnte es hier aushalten. Besonders für jemanden wie Artorias kam das grade gelegen, außer dass er hier wirklich noch auf Personen stieß. Was bedeuten musste, dass ganz in der Nähe irgendein Ort war, an dem sich mehrere aufhalten konnten. So erklärte er sich das irgendwie zumindest. Obwohl die Kleine neben ihm, nicht ganz so schlimm war wie viele andere Menschen , was wohl daran lag dass sie mehr oder minder auch noch ein Kind war. Dafür aber ziemlich höflich. Ayane jedenfalls bestätigte dass das Gefühl vom Schwarzhaarigen kam, natürlich wusste er auch davon. "Leider, aber ich kann nicht viel dagegen machen. Meine Magie ist mein größter Feind, aber manchmal notwendig" gab er ihr zu verstehen, mehr wollte er nicht darüber preisgeben, ließ Platz für Spekulationen. Anschließend bedankte sie sich für den Apfel und fing ihn sicher auf. "Nicht der Rede wert" kommentierte er und schwieg daraufhin wieder. Noch immer war er dabei gegen den Baum gelehnt, blieb dort auch gemütlich weiterhin stehen. Allerdings gab es immer noch ein ungeklärtes Problem, und zwar war die Suche nach Ayanes Freundin noch nicht beendet, da sie noch nicht genügend Anhaltspunkte hatte. Leider hatte Artorias keine Personen gesehen, die auf ihre Beschreibung hin passten. Sie war also Rothaarig und etwas größer als die Blonde selbst. "Tut mir leid, aber ich habe eine solche Person noch nie in meinem Leben gesehen, ich hoffe du hast dennoch Glück und findest sie ganz schnell wieder. Weißt du, Freunde sind manchmal wichtiger als man denkt, verlieren will man sie um keinen Preis. Dessen bin auch ich mir wohl bewusst" ließ er sie wissen und hoffte sie ein wenig aufmuntern oder auch ermutigen zu können. Dabei dachte er etwas nach. Sie suchte eine Rothaarige Person. Rote Haare, dabei musste er sich sofort an Adria erinnern, und seine anderen Freunde von damals, Xandro und Nelliel. 

Zum Abschluss der Konversation reichte sie ihm noch die Hand, nahm an dass sie jetzt dabei waren, sich mit Du anzureden, da Artorias sie sowieso schon die ganze Zeit duzte war das kein Problem. "Sicher, damit habe ich kein Problem" machte er ihr daraufhin klar, blickte sie einen kurzen Moment lang an, bevor sein Blick wieder gen Himmel gerichtet war. Sie durfte nicht aufgeben, musste weiter machen, nur dann hatte sie eine Chance ihre Freundin wiederzusehen. Wenn sie die Flinte ins Korn warf, konnte sie nichts erreichen. Der Abyss Magier wusste wie schmerzhaft es war, die wichtigsten Personen in seinem Leben zu verlieren, besonders dann wenn man dazu gezwungen war zu gehen, obwohl man sonst hätte bei ihnen bleiben können. Der Gedanke dass sie da draußen waren, unwissend was sie machten oder wie es ihnen ging, machte ihn manchmal fertig. Genau in diesem Moment, nahm er eine Präsenz war, die sich den beiden anwesenden Personen näherte. Es waren Auren, kein Zweifel, Magier waren auf dem Weg hierher. Artorias war gespannt, blickte in die Richtung aus der sie zu kommen schienen. "Wenn du das auch spüren solltest, sei vorsichtig" gab er dem blondhaarigen Mädchen zu verstehen. Er konnte schließlich nicht sagen ob es eine Bedrohung war die da kam, oder eben nicht. Schritt für Schritt, immer näher kamen sie, blieben vorerst nicht stehen. Von weitem konnte bereits eine Person erkennen, aber nur schwummerig. Ihre Auren wurden deutlicher, logisch wenn sie sich ihm weiter näherten, aber die eine die er sehen konnte, blieb stehen, standen sich von weitem gegenüber. "Ich denke du meintest diese Aura, nicht wahr?" flüsterte Artorias ernst zu seiner momentanen, spontanen Begleitung, schaute sie aber nicht einmal an. Dabei strahlte er seine dunkle, finstere und kalte Aura aus, hielt sie nicht wirklich zurück. Wenn sie sprechen könnte, würde sie wohl sagen :"Nähere dich nicht" aber das machte sie in einem Menschen auch klar, sobald er sie spürte. Jemand mit gesundem Menschenverstand würde nicht mal auf die Idee kommen, auch nur im selbem Umkreis zustehen, wie eine Person mit solch einer Aura. Es ging nicht darum wie viel Kraft oder Energie sie ausstrahlte, sondern einzig und allein das unwohle Gefühl dass sie einem gab. Was wollten diese Leute? Waren sie auf der Durchreise ? Oder hatten sie wirklich vor, Artorias und die Kleine anzugreifen? Das Problem war, dass sie es nicht wissen konnten und so auf Nummer Sicher gingen, einfach den menschlichen Instinkten entsprechend. Er versuchte irgendwie zu erkennen, was es für Menschen sein könnten, obwohl es schwer fiel. Anhand des Körperbaus, waren es wohl Frauen mit denen er es zu tun hat, aber er sah nur eine Person dort stehen, keine 2.. Komisch, dann war er jetzt schon inmitten von 3 weiblichen Gestalten, ein unbekanntes Gefühl. Sie hatte etwas längere Haare, aber mehr erkannte er allerdings nicht. Mit Sicherheit würde sich das ganze aber auflösten, sollten sie wirklich noch die Dreistigkeit besitzen, näher  zu kommen. "Ich habe wirklich keine Ahnung was diese Menschen von uns wollen. Vielleicht ist es wohl besser, wenn du gehst und deine Freundin suchst, solange du noch kannst. Ich wünsche dir viel Glück und Erfolg, es war nett dich kennengelernt zu haben. Man sieht sich ja bekanntlich immer 2 mal im Leben" sprach er zu ihr, drehte seinen Kopf in die Richtung von Ayane. Nun stand er nicht mehr lässig am Baum, sondern tätigte ein paar Schritte nach vorne.

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Re: Raststätte zum rollenden Rad

Beitrag von Gast am Mi Okt 29, 2014 12:59 am

Es dauerte seine Zeit, doch letztendlich fand Nelliel ihren Weg zurück zu Adria. Sie hatte ihre Aufgabe erledigt und stieß nun wieder dazu um ihren Auftrag zu erledigen. Natürlich war die Ältere darin interessiert, was Nel erlebt hatte. Auch wenn sie nicht zwingend damit rechnete eine Antwort zu bekommen, da es ja vielleicht ein Geheimnis der Allianz war, in das nur wenige und bestimmte Personen eingeweiht waren. Doch die Türkishaarige sprach frei heraus, verheimlichte nicht wo sie war. Beim Kreuzkönig, berichtete sie. Nel sollte die neue Partnerin eben dieser Person werden. Stolz präsentierte sie außerdem eine Kopfbedeckung, die allem Anschein nach dem Kreuzkönig gehörte. „Du hast doch nicht...“ Doch, hatte si So wie sich die Geschichte anhörte klaute das dreiste Mädchen ihm doch tatsächlich den Hut. „Na Glückwunsch jedenfalls zu deiner Beförderung.“, sprach Adria dann ruhig, während sie weiterhin gelassen den Weg entlang schritt. Dabei entwich ihr sogar ein leichtes Lächeln. Dabei schoss ihr sogar noch etwas anderes in den Sinn. „War es das dann mit deiner jetzigen Aufgabe?“, fragte Adria gleich hinterher, mit deutlich gewecktem Interesse. Mit etwas Glück wurde aus ihrer kleinen Schwester doch keine Mordmaschine mehr. Wenn alles gut ging, so bekam sie ab nun andere Aufgaben zugeteilt als Personen 'zum Schweigen zubringen'.
Als dann Adria wenig später die weit entfernte Macht spürte, wollte sie ihre Freundin natürlich gleich darauf aufmerksam machen, schließlich halfen der Rothaarigen ihre ausgeprägten Sinne dabei bereits früher als der Durchschnitt Dinge, Personen, Auren ausfindig zu machen.
Letztendlich fanden sie 2 Personen in dem Wald. Eine mehr als geplant. Neben der Person, welche recht schnell als Zielperson auszumachen war, befand sich noch ein kleines Mädchen. Doch etwas sollte alles crashen. Die Slayerin erkannte den Mann. Den Magier. Das Opfer, welches es zu töten galt. Kein Zweifel, diese Person erkannte sie sofort wieder. Auch wenn sie dabei wohl auf sich alleine gestellt war, denn Nel teilte ihre Ansicht nicht. Sofort verließ Adria ihr Versteck, ging ins freie Sichtfeld des Magiers über und wurde von ihm und dem Mädchen gesehen. Ihr Flüstern erhörte der Schwarzhaarige natürlich nicht, dafür war er noch viel zu weit weg. Adria musste schon lauter sprechen und dabei ließ sie sich auch kein bisschen von ihrer Freundin zurückhalten. Nelliels Worte drangen nicht zu ihr vor, beziehungsweise sie hörte sie, nahm sie jedoch nicht wirklich voll war. Sie war wie in einem Tunnel. „Doch, doch. Das ist er. Glaub mir. Das ist Artorias.“, sprach sie zur Seite, dachte gar nicht daran, wie sie das Versteck der Türkishaarigen und damit ihre Anwesenheit verriet. „Artorias. Artorias!“. Ihre Stimme wurde lauter und langsam, ruhig und mit gehobenen Händen, einem fassungslosen Gesicht ging sie auf die beiden Personen zu. „Erkennst du mich nicht? Ich bin es. Adria.“ Die Magierin begriff die Situation noch nicht wirklich. Sie war ganz hin und weg. Er stand vor ihr. Artorias stand vor ihr, einfach so. Nach all diesen Jahren fügte das Schicksal sie wieder zusammen. Ein leicht verzweifeltes Lächeln zierte ihre Lippen. Nun sag es doch! Er sollte sagen, dass er sie erkannte. Niemals konnte er sie vergessen haben, sie und Nel, welche ebenso zugegen war, wenn auch noch versteckt (?) 'Diese Menschen'. Er bezeichnete Adria als einen fremden Menschen? „Was sagst du denn da? Sag nicht du hast mich vergessen!“ Das Lächeln schwand und wich mehr der Verzweiflung. „Es ist schon ewig her, ich weiß...“
Beständig ging sie auf die beiden zu. Warum sie eigentlich zugegen war hatte Adria bereits vollkommen vergessen, oder besser gesagt verdrängt. An den Auftrag, das Attentat dachte sie kein bisschen mehr. Sie verarbeitete. Es waren so viele Emotionen die wie wild geworden durch ihren Kopf schossen. Vor allem! Wer war dieses Mädchen? Was machte sie an seiner Seite? Hatte er seine Magie unter Kontrolle bekommen? War die Gefahr gebannt, wegen der er die Gruppe einst verließ? Kurz wandte Adria ihren Blick von dem Schwarzhaarigen ab, beäugte die Blonde kritisch. „Wer ist das?“, fragte sie. „Ist sie deine Kameradin?“ Noch immer war der Slayerin die Situation noch nicht ganz bewusst. Was war außerdem mit Nelliel? Sie musste Artorias doch auch erkennen, oder etwa nicht? Ist es wirklich schon so lange her? Okay, sie war damals noch jünger als jetzt, wie sollte es auch anders sein. Die Magierin wusste nicht, wie es bei den anderen war, doch in ihrem Gedächtnis hatten sich unzählige Bilder aus der Vergangenheit eingebrannt. Bilder die sie vergessen wollte, doch niemals konnte. Darunter jedoch auch Bilder, die sie nie vergessen würde, Bilder von den anderen, Bilder davon, wie sie glücklich weiter leben konnten. Bilder von Artorias. Sicher, er hatte sich verändert, alle hatten sich verändert. Doch diese Aura... Dazu noch die dunkle Präsenz, welche aufkeimte. Sie ging eindeutig von ihm aus, doch Adria störte sich an dem bedrohlich wirkenden Gefühl nicht. Sie hatte keine Angst, kein Unbehagen ergriff Oberhand. Warum auch? Es war doch Artorias der vor ihr stand. Sein Geruch... Es gab keine andere Möglichkeit. Er war es. Wenige Meter trennten sie noch davon, ihm direkt gegenüberzustehen.




Ayane
Der Fremde war gar nicht mal so unfreundlich. Er hatte sogleich ein offenes Ohr für das Anliegen der Magierin. Er hörte sich die Frage an, versuchte zu helfen. Auch das Angebot des Apfels wies darauf hin, dass er kein schlechter Kerl war. Die in Ayanes Augen etwas gewagte Frage nach dem 'Du' beantwortete er auch freundlich. Er habe kein Problem damit, man hatte sich vorgestellt und duzte sich nun. Doch etwas änderte die Atmosphäre. Artorias wirkte plötzlich etwas konzentrierter als zuvor. Er schien etwas wahrgenommen zu haben. Verwundert schaute sich die Blonde um. Sie ließ ihren Blick durch die Gegend wandern, doch erkannte nur den Wind, wie er sich dadurch bemerkbar machte, dass er durch die Blätter der Bäume huschte, sie zum rascheln brachte und die Baumkronen sich im Wind bogen, versuchten ihm standzuhalten. Dann die Frage. Spürte sie es auch? Nein, Ayane spürte nichts. Wobei... Da bahnte sich etwas an. Erneut plötzlich: Wie als legte jemand einen Schalter um. Diese Aura. Die Präsenz, welche Unwohl in der jungen Magierin hervorrief. Sie kehrte zurück. „J-Ja. Das war es!“, sprach sie erschrocken, versuchte sich ruhig zu halten, doch es fiel schwer. Es war wirklich unangenehm von dieser Energie umringt zu sein. Hastig schaute sich Ayane erneut um. Sie fühlte sich umzingelt. Beobachtet. Doch was war es nur? Dann erhaschte sie den Blick auf eine Person. Dort näherte sich jemand, eine rothaarige Frau. Zu ihr musste diese andere Aura gehören. Die magische Aura, welche Ayane kurz zuvor doch erkannt hatte. Sie nannte Artorias sogar recht schnell beim Namen. Er schickte die Wassermagierin weg. Sie solle weiter suchen, man sehe sich ja bekanntlich immer 2 mal im Leben... Versuchte er sie abzuwatschen? Wollte er sie plötzlich loswerden? Ahnte er Gefahr? „Wer ist das Artorias? Sie nennt dich beim Namen?“ Ayane verstand das alles nicht so recht. Die Frau schien den Magier zu erkennen, doch er sie nicht? Oder spielte er es nur vor. Störte Ayane? Dem Blick der Rothaarigen zufolge ja. Kritisch, fast schon böse schaute sie zu Ayane herüber. Diese fühlte sich leicht bedroht, trat zurück. Erst einen Schritt, dann zwei. Wusste überhaupt einer der Anwesenden was Sache war? 'Adria' nannte die Frau sich selbst. Die Blonde fühlte sich etwas ausgeschlossen, fehl am Platze. Zwar dachte Ayane nicht daran einfach zu flüchten, doch etwas verängstigt war sie schon. Drum trat sie etwas zur Seite, suchte sich intuitiv etwas Schutz hinter dem Magier mit seiner unheimlichen Aura. Er war Ayane positiv zugewandt, so kam es jedenfalls rüber. Zur Not würden die beiden sicher Seite an Seite kämpfen. Nun wartete die Blonde ab was passieren würde. Es lag grade ganz an der Rothaarigen und Artorias die Situation aufzuklären. Zumindest dachte Ayane so, da sie von der Präsenz einer weiteren Person nichts mitbekommen hatte.

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Re: Raststätte zum rollenden Rad

Beitrag von Gast am Do Okt 30, 2014 10:23 pm

Die Reaktion der Rothaarigen brachte Nelliel ein wenig zum kichern. So als würde sie nicht fassen wollen, dass Nel ihrem König etwas gestohlen hatte. Eigentlich war es ja bloß geliehen. Mit einem fetten Grinsen quittierte sie wortlos Adrias abgebrochene Aussage, da sie es sowieso ahnte. Lediglich eine Beglückwünschung von der Rothaarigen folgte und die Frage ob es das nun mit ihren jetzigen Aufaben war, ob sich das nun erledigt hatte. Nachdenklich blickte Nel während sie lief in die Luft. "Nun ja, keine Ahnung. Du bist doch schon länger Ass, dass müsstest du doch besser wissen oder?"fragte sie nachdem sie keine wirkliche Antwort auf Adrias Frage wusste. Aber eigentlich war es auch nicht so wichtig aber wenn man danach ging was Spade ihr gesagt hatte, würde sie wohl in Zukunft weniger allein unterwegs sein. Es klang jedenfalls vielversprechend und nach einer Menge Abenteuer. Der weitere Weg verlief zunächst problemlos bis Adria völlig abschaltete. Während sich die Grünhaarige in einem der Bäume versteckt hatte war die Rothaarige mitten auf der Bildfläche erschienen ohne nur im Entferntesten an Deckung zu denken. Was mit Adria geschah wusste Nel selbst nicht so recht aber dass es an ihrer Zielperson lag war selbst fie das junge Mädchen offensichtlich. Sie entschied sich das ganze für eine Weile zu beobachten, jedoch schienen auch ihre mahnenden Worte nicht zu der Rothaarigen durchzudringen, was Nelliel leicht wütend machte. Immerhin vermasselte die Slayerin damit gerade ihren Auftrag und brachte sich selbst und auch Nel in potentielle Gefahr. Ruhig blieb Nel im Baum hocken, versuchte ihre magische Aura so gut es ging zu unterdrücken, wobei sich ihre Augenbrauen deutlich zusammenzogen. Eindringlich blickte sie zu dem Schwarzhaarigen, ihre Augen musterten ihn, jedoch machte es bei ihr nicht 'klick' Artorias sollte das sein? So wirklich glauben tat Nel es nicht aber Adria schien felsenfest davon überzeugt zu sein. Jedoch war dies nicht das Einzige was der Jüngsten Sorgen bereitete, denn nun nahm die Rothaarige auch noch das blonde Mädchen ins Visier, die sich leicht Schutz suchend hinter den Mann stellte. Irgendwie fand Nelliel diese Situation ganz und garnicht spaßig, denn auch der Mann nahm eine andere Haltung ein, eine ernstere und so spannte sich auch Nel allmählich an. Unschlüssig was sie nun tun sollte, biss sie sich auf ihre Unterlippe. Sie wusste ja nicht einmal ob sie noch unentdeckt war nachdem Adria so offensichtlich mit ihr gesprochen hatte.  Doch bevor die Situation zu eskallieren drohte entschied sich die Knochenmagierin dazu einzugreifen. Mit einem Satz sprang sie auf der Baumkrone hervor, so dass sie zwischen den Parteien landete mit dem Gesicht Adria zugewand. Mit ernsterm und ziemlich wütendem Blick sah sie die Rothaarige an, nahm ihr somit für einen Moment die Sicht auf die anderen beiden. Dabei breitete sie ihre Arme aus, streckte sie von sich um ein Stoppen zu signalisieren. Dabei hatten die beiden anderen einen direkten Blick auf die Rückseite der Grünhaarigen und die eingebrannte Ziffer auf ihrem Rücken, die sie damals Kind bekam war nun deutlich sichtbar auch wenn diese zum teil von ihren langen Haaren bedeckt wurde. Das der Mann sie daran eventuell sogar erkennen konnte ahnte das Mädchen nicht, da sie noch immer davon ausging, dass es sich nicht um Artorias handeln konnte. "Adria!!! Vergiss nicht wieso wir hier sind, verdammt!!! Das hier ist mein Auftrag und du gefährdest alles." ihre Worte waren klar und deutlich, ernst und leicht wütend und kein Stück von ihrer sorgenfreien Art war zu hören. Sie hoffte Adria somit wieder zur Besinnung zu bekommen. "Ich muss für all das hier geradestehen also reiß dich gefälligst zusammen!!! Das ist nicht unser großer Bruder!! Niemals, er ist bloß ein Auftrag und sie ist...bloß eine zufällige Zeugin...." sprach sie weiter, drehte sich dabei allerdings ein wenig, so dass sie nun Seitlich zu allen stand. Dabei blickte sie ernst zu den beiden Personen, fasste besonders das Mädchen ins Auge, wobei ihre Augen im Schatten ihrer Maske verborgen lagen. "Verschwinde solange du es noch kannst sonst werde ich dich hier und jetzt töten." eigentlich wollte sie niemand Unschuldigen mit in ihre Angelegenheiten hineinziehen, daher hoffte sie, dass ihre Worte Wirkung zeigten. Was als nächstes geschehen würde war nicht sicher, jedenfalls stand sie jetzt zwischen den Stühlen. Adria würde wohl nichts unüberlegtes tun was der Grünhaarigen schaden konnte, wie dass mit den anderen beiden allerdings aussah konnte sie schwer einschätzen. Es bestand also eine 50:50 Chance dass sie angegriffen würde.

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Re: Raststätte zum rollenden Rad

Beitrag von Gast am Fr Okt 31, 2014 2:55 pm

Sie stand dort, tat nichts, schien einfach herüber zu starren. Was wollte sie von Artorias und Ayane ? Wo lag ihr Problem? Ruhig nahm der Abyss Magier sie Situation hin, tat nichts weiter als auf das kommende zu warten, warum sollte er auch irgendwas tun, er war nicht in der Lage dazu. Er bemerkte wie die Blondhaarige sich auf einmal schützend hinter ihn stellte, das war der Augenblick in dem die eine Frau damit begann sich zu bewegen, sie kam näher auf sie zu. Hatte die Aura als Warnung nicht gereicht? Wollte sie wirklich einen Kampf eingehen? Wenn es keinen anderen Ausweg gab, musste es wohl so sein, schließlich konnte er Ayane nicht einfach hier alleine lassen, sie würde wohl kaum überleben können. "Keine Angst" leise drangen diese Worte zu der Blondhaarigen durch, Artorias würde sie schützen, wenn er musste. Je näher die Frau kam, desto besser konnte er sie logischerweise erkennen. Langes rotes Haar, ein hübsches Gesicht und einen guten Körperbau. Die Augen von Artorias musterten die Dame die dort einfach ungeniert auf ihn zuschritt, ohne weiteres. Seine Augen wurden plötzlich groß , weiteten sich, sein Blick war verwirrt und überrascht. Sie rief seinen Namen, mehrmals sogar, er konnte es klar und deutlich hören. Sie ging davon aus, dass er sie nicht erkennen würde und stellte sich dann auch noch als Adria vor. Spätestens jetzt war bei dem Schwarzhaarigen alles durcheinander. War sie es wirklich? Hier und jetzt ? An diesem Ort trafen sie sich nach all den Jahren wieder? Das konnte doch gar nicht, der Zufall musste riesig sein. Im Moment war er wie in einer Schockstarre, wusste nicht was er tun oder sagen sollte. Egal was sie die Frau die sich Adria nannte sagte, er verstand kaum etwas. Wenn das wahr war, dass Adria hier vor ihm stand, dann wusste er einfach nicht wie er reagieren sollte, er hatte nicht den Hauch einer Idee was hier vor sich ging. Das letzte was seine Ohren wahrnahmen, war dass sie etwas empört darüber war, dass Artorias sie vergessen haben könnte , auch wenn es sehr lange her war. Er schüttelte mit dem Kopf, der Verdacht dass es wirklich Adria war, war nun immer größer. Eine Antwort konnte er aber noch nicht geben, so schaute er sich weiterhin mit einem geweiteten Gesichtsausdruck an. Auch als Ayane hinter ihm fragte, wer diese Person sei, bekam sie von dem Schwarzhaarigen vorerst keine Antwort. Aber das war ja noch nicht alles gewesen. Vorher spürte er eine 2. Aura, und jetzt sollte sich auch zeigen, woher diese kam. Aus dem nichts sprang noch eine Frau hervor, ebenfalls gut gebaut, mit langem grünem Haar. Artorias machte einen Schritt zurück, drängte Ayane etwas nach hinten. Wenn das Adria war, dann musste das…Nel sein! Verrückter ging es kaum noch, sowas erlebt man wohl nur einmal in seinem ganzen Leben. Sie kümmerte sich aber vorerst nicht um Artorias und Ayane, sondern redete auf die Rothaarige ein, die auch von ihr Adria genannt wurde. Gespannt hörte der Abyss zu was sie da von sich gab. Sie schien daran zu zweifeln, dass vor ihnen Artorias stand, und Adria mit allem ihren „Auftrag“ gefährden würde. Worum es sich dabei handelte, wusste er nicht, nur dass es sich dabei wohl um ihn selbst handelte. Er hatte eine Vermutung, wollte sie aber nicht äußern. Plötzlich drehte sie sich um, er könnte der Grünhaarigen genau ins Gesicht schauen. Kein Zweifel, sie war es. Die Narbe im Gesicht, so eine hatte kein Zweiter. Sie hatte sich äußerlich weniger verändert als vom Charakter. Ihre Worte waren an die Blonde hinter ihm gerichtet, es ging darum dass sie verschwinden sollte, solange sie noch konnte, da sie sonst Tod wäre. Solche Worte aus dem Mund von Nel ? Was war nur mit ihr geschehen? Warum tätigte sie solche Äußerungen? Adria stellte auch eine Frage an ihn, sie wollte wissen ob das seine Kameradin war. Warum sie das fragte, konnte Artorias erahnen, aber die Situation überforderte ihn.
 
 

Nun herrschte Stille, er musste sich zusammenreißen. Wenn er in der Lage dazu gewesen wäre, vor Freude zu weinen, dass er seine alten Freunde wiedersah, dann hätte er das jetzt getan, aber er konnte einfach nicht. „Starke Worte für ein kleines Mädchen, Nel. Ich hätte nicht gedacht sowas jemals aus deinem Munde zu hören“ sprach Artorias klar und deutlich, in einer relativ ausdruckslosen Stimmlage. Es sollte ihr kein Gefühl von Freundlichkeit oder Hass vermitteln, sondern einfach neutral wirken. „Du zweifelst daran, dass ich Artorias bin? Sage mir, wie viele Personen auf der Erde kennst du, die diese Aura tragen, und dazu noch deinen Namen kennen?“ fragte er keck nach, blickte sie dabei an. „Ayane, ich denke es wäre wirklich besser wenn du nun gehst, dass ist keine Angelegenheit für dich, eher meine Sache“ machte er ihr nochmal klar, lief einen Schritt ach vorne, näherte sich somit den beiden Damen. „Was hattet ihr vor? Nach all den Jahren kommt ihr hier her, trefft auf mich und findet nur kalte Worte? Euer Auftrag klingt interessant, ihr solltet mich aufklären bevor wir uns weiter unterhalten“ verlange der Schwarzhaarige und ließ seine bedrohliche Aura immer kleiner werden, wollte nicht den Eindruck vermitteln weiterhin in Kampfstellung zu sein, obwohl sich dass jeden Moment ändern könnte, unabhängig davon wer grade vor ihm stand. Wenn Nell schon so etwas zu einer Fremden sagte, davon sprach sie zu töten, was würde sie dann noch zurückhalten? Wenn jemand das Recht dazu hätte, sie zur Vernunft zu bringen, dann einer ihrer damaligen Freunde, ihr Bruder im Geiste, Artorias. Er wollte Gewissheit haben, wollte erfahren was hier überhaupt vor sich ging und was sie hier machten. Dass sie aus Zufall hier waren glaubte Artorias nicht mehr, besonders da Nel von einem Auftrag sprach, wovon auch immer dieser handeln möge war egal. Seine ganze Freude an der Situation, dass sie wieder bei ihm waren, versteckte er noch, zeigte davon nichts, zumindest bis sich das geklärt haben sollte. Auch wenn sie einst seine guten Freunde waren, die Zeit veränderte Menschen ungemein, manchmal konnte man sich einfach nicht mehr sicher sein.

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Re: Raststätte zum rollenden Rad

Beitrag von Gast am Mo Nov 03, 2014 4:49 pm

Da standen sie nun. Mitten im Walde sozusagen. Eigentlich genau der Ort, an dem die beiden Allianzmitglieder ihren Auftrag erfüllen sollten, denn dort stießen sie auf den 'Fremden', auf den die Beschreibung genau zu passen schien. Rotes, zerfetztes Cape. Gelbe Handschuhe. Genau das trug der junge Mann, dem sich die beiden Magierinnen nun entgegengestellt sahen. Doch war es bestimmt nicht irgendein fremder Magier. Das war Artorias! Bruder im Geiste, wenn es nach Adria und Nelliel ging. Die Rothaarige hatte ihn genau erkannt. Vielmehr erkannte sie seinen Geruch, seine Aura wieder, denn äußerlich hatte er sich ja schon verändert. Alle Bemühungen der Türkishaarigen waren vergebens. Die Slayerin erkannte ihn wieder und besaß keinerlei Zweifel, dass es sich bei dem Gesuchten um ihren gemeinsamen Kameraden handelte. Nell hingegen ging es um den Auftrag. Sie missachtete den Spürsinn Adrias und rückte die Mission wieder in den Vordergrund. „Vergiss doch mal den Auftrag für einen Moment.“, antwortete Adria etwas harsch. „So glaub mir doch, er ist es. Warum vertraust du mir denn nicht?!“ So langsam wurde die erste Freude über das Wiedersehen mit ihrem Freund getrübt. Wie kam die Jüngere darauf so erpicht gegen ihre Vermutung, nein, ihr Wissen, es würde Artorias sein anzukämpfen? Jedenfalls war Nelliel nun in den Vordergrund gesprungen, sie zeigte sich, redete offen auf Adria ein, ja schob sich sogar zwischen sie und Artorias, sowie das blonde Mädchen, welches hinter ihm Schutz suchte. „Nell, geh bei Seite! Was soll denn das?!“, fuhr sie ihre Freundin an. Bei einer Sache jedoch stimmten beide überein. Nelliel mahnte das Mädchen an zu fliehen. Sie solle laufen solange sie noch konnte, sollte sie an ihrem Leben interessiert sein. Das lag eigentlich ganz im Interesse Adrias. Sie störte bei dieser Zusammenkunft bloß. „Und jetzt lass mich durch.“, sprach Adria, als der Blick ihrer Freundin wieder zu ihr zurück fand. Diesmal jedoch ruhiger und weniger offensiv.
An Artorias Miene hatte sie zuvor erkannt, dass ihm so langsam klar wurde, wem er da gegenüberstand. Er war verwundert, rang mit sich selbst. Adria konnte erkennen, dass er so langsam eins und eins zusammenzählte, die Magierin musterte und erkannte. Grade dann sprang Nelliel dazwischen und störte einfach. Kurz herrschte Stille. Plötzlich erhob der Schwarzhaarige seine Stimme. Na endlich, er wusste mit wem er es zu tun hatte. Er nannte die Türkishaarige beim Namen, beim Spitznamen sogar. Seine Wortwahl ließ darauf schließen, dass er die Person kannte. Nun arbeitete auch er daran, alle Zweifel aus dem Weg zu räumen. Er sprach auf Nelliel ein. Auf eine Art und Weise, die sehr offensichtlich daraufhin arbeitete alles klarzustellen. Dann mahnte auch Artorias die Blonde, dessen Name wohl Ayane lautete dazu an, den Ort zu verlassen. Er hingegen meinte es wirklich nur gut zu ihr, wollte ihr nichts Böses. Im Gegenteil sogar, er wollte sie offensichtlich schützen. Danach sprang er auf den Auftrag an. Er verlangte nach einer Erklärung. Adria versuchte die Situation zu überspielen. „Kümmere dich nicht um diesen dämlichen Auftrag. Der ist doch längst vergessen!“ Zumindest war es so, wenn es nach der Rothaarigen ging. Niemals würde sie daran denken Artorias zu töten. Eher träte sie wieder aus der Allianz aus, ja stellte sich gar gegen sie. Nichts ging über das Band der Freundschaft, welches die Vier von damals noch immer verband. „Es gibt doch so viel anderes, worüber wir sprechen könnten. Wir haben uns ewig nicht gesehen!“ Sicher hatten alle viel neues erlebt und es wäre doch ein prima Zeitpunkt um sich auszutauschen. Okay, hauptsächlich bezog sich dieser Informationsaustausch auf Adria mit Nell und Artorias. Denn die beiden jungen Damen tauschten sich ja bereits regelmäßig aus, sahen sich immer wieder. Anders war es hingegen bei dem Schwarzhaarigen, den das Schicksal wieder mit seinen Freundinnen zusammenzuführen scheinte.




Ayane


Die Blondhaarige wusste nicht so recht was Sache war. Alles schien an ihr vorbeizulaufen. Die mittlerweile drei anderen Personen schienen sich gegenseitig zu kennen. Zumindest mehr oder weniger, denn untereinander gab es noch gewisse Zweifel. Anscheinend musste noch jemand davon überzeugt werden, dass man sich kannte. Jedenfalls hatte die Wassermagierin nicht viel mit der Sache zu tun. Allerdings gab es da etwas, was sie wieder mit einbezog und weniger ausgrenzte. Plötzlich sah sich Ayane wieder mittendrin. Die dritte Person nämlich, das wohl jüngste Mädchen der Runde, welches als letztes aus dem Nichts hinzu sprang, trug eine verdächtig auffällige Kopfbedeckung. Diesen Hut kannte sie doch! Sie hat ihn schon einmal gesehen, vor gar nicht so langer Zeit sogar. Zunächst schwieg das Mädchen, machte sich nur seine Gedanken. Selbst die Aufforderung sofort den Ort zu verlassen, da sie sonst um ihr Leben fürchten müsse, ließ Ayane kalt. Sie stellte auf stur. Naiv wie sie war, war ihr grade alles egal. Alles außer dieser Hut. Selbst Artorias riet ihr nun sich lieber aus dem Staub zu machen, doch auch diese Mahnung drang nicht weit zu Ayane vor. „Nein! Ich bleibe!“, antwortete sie plötzlich laut und patzig. „Du da! Wo hast du diesen Hut her?!“, fragte sie empört und mit einem grimmigen Gesichtsausdruck. Sicher würde sie damit keinem Angst machen, wer fürchtete sich schon vor einem kleinen, zierlichem Mädchen. Doch sie meinte es durchaus ernst. Der Hut gehörte eindeutig ihrem Bruder. Das war Spades Hut! Hatte sie ihm den Hut etwa gestohlen? Hatte sie sich mit ihm angelegt? Intuitiv griff sich Ayane zum Brustkorb. Darauf lag ein Beutelchen, welches ihr um den Hals hing. In diesem kleinen Beutel befand sich etwas Asche von Spade. Er hatte sie ihr gegeben, als er das Elternhaus das letzte Mal verließ. „Rück schon raus mit der Sprache!“, fügte sie erzürnt an. Dabei war sich Ayane keiner Gefahr bewusst. Sie wusste nicht, wie sehr sie die Situation anheizte, doch ehrlich gesagt war es ihr auch egal.

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Re: Raststätte zum rollenden Rad

Beitrag von Gast am Do Nov 06, 2014 7:23 pm

Nel war alles, naiv, kindlich, stürmisch und ziemlich frech, doch nicht dumm, wie es viele vielleicht auf den ersten Blick dachten. Natürlich war auch ihr klar, wen sie da vor sich hatte und es war ihr ebenso bewusst, was dies bedeutete. All die Jahre hatte sie die Gruppe mit ihrer Art zusammengehalten, irgendwie bei den anderen Drein die Schatten nicht überhand nehmen lassen. Sie war immer der Sonnenschein gewesen, machte stetig gute Miene zum bösen Spiel. Selbst wenn es dem Mädchen selbst schlecht ging oder sie wieder einmal große Angst und Schmerzen hatte, niemals hatte sie nur einen Augenblick gehabt an dem sie dies wirklich gezeigt hatte. Was das betraf, war sie eine wahre Vertuschungskünstlerin und dann bloß auf einem ganz bestimmten Grund. Sie wollte die Familie, ihre Familie zusammenhalten, wollte dass sie sich nicht sorgten und ein recht harmonisches Miteinander erlebten, während ihrer schweren Zeit damals. Das war ein völlig normales Verhalten für Kinder und auch Nel versuchte diesen Teil zu übernehmen ohne dabei jemals Rücksicht auf sich selbst zu nehmen. Sie ließ ihre eigenen Gedanken und Schmerzen, swohl physisch als auch psychisch total auf der Strecke. Hauptsache den anderen ging es gut und sie lächelten. Dies nagte natürlich all die Jahre stark an der nun mittlerweile jungen Frau, so dass es ihr mittlerweile immer schwerer fiel dieses Verhalten abzulegen. Doch mit der Zeit wurde ihr immer stärker bewusst, welche Auswirkungen dies auf sie selbst hatte. In ihr herrschte ein ziemliches Chaos und als Artorias damals einfach so ging, ohne etwas zu sagen, was dies etwas was Nel nie wirklich verstanden und noch weniger verarbeitet hatte. Er war für sie immer der große Bruder hinter dem sie sich verstecken konnte, der für sie da war und zu dem sie immer aufsah. Für sie brach damals eine Welt zusammen, allerdings ließ sie es aufgrund ihres Charakters, es allen recht machen zu wollen, nie heraus. Sie zeigte es nicht, tat so als würde es für sie schon in Ordnung sein. Doch in Wahrheit war dies der Zeitpunkt indem sie innerlich begann zu zerbrechen. Sie gab sich die Schuld daran, dass er gegangen war. Sie hatte es nicht geschafft die kleine 'Familie' zusammenzuhalten und dies nagte bis heute noch an ihr. Und jetzt stand dieser Mann einfach da, trat einfach wieder in ihr Leben, riss alte Wunden auf, die gerade so dabei waren sich zu schließen. Sie war verwirrt, glücklich aber auch tottraurig und wütend zugleich. Nun stand sie hier, um einiges älter und auf der Grenze des erwachsenseins, ihr Leben selbst in die Hand nehmend, fühlte sich jedoch ziemlich hilflos und überfordert. Innerlich viel sie in einen tiefen Abgrund aus dem sie allein wohl nicht mehr herauskommen würde. Erneut brach eine Welt zusammen. Die Welt die sie sich neu aufgebaut hatte, die die sie betreten hatte nachdem sie mit Adria allein durch die Weltgeschichte gereist war, bei der Allianz aufgenommen wurde. Und dazu kam noch, dass er ihr Auftrag war, dass sie ihn um die Ecke bringen sollten. Dass die keine Chance hätten wusste Nelliel selbstverständlich und dennoch war es für sie eine sehr zwiegespaltene Situation. Adria hingegen schien sich ihrer Sache ziemlich sicher zu sein, denn sie hatte bereits entschieden einen Schritt nach vorn zu gehen und die Sache mit der Allianz zu vergessen oder eher aufzuschieben. Man sah ihr an, dass sie sich freute, den Schwarzhaarigen zu sehen. Doch wieso? Wieso war sie nicht auf, wenigstens ein bisschen sauer auf ihn? Diese Fragen schossen der Grünhaarigen in diesem Moment durch den Kopf. Noch immer stand sie mit dem Rücken zu dem Schwarzhaarigen, ihr Blick war gesenkt, so dass man ihre ernste Miene nicht erkannte. Selbst Adria konnte es nicht sehen, da der Hut auf ihrem Kopf zusätzliche Schatten auf ihr Gesicht warf. Als Artorias dann das Wort an sie richtete musste sie sich zusammenreißen nicht gleich auszurasten. Machte er sich überhaupt nur einen Moment Gedanken darüber wie verletzend sein Verhalten, seine Worte waren? Natürlich hätte er solch ein Verhalten nie von ihr erwartet, immerhin hatte er sie auch nur als braves, kleines und vorallem schwaches Sonnenscheinchen erlebt und im Grunde war sie dies ja auch. Nun redete auch die Rothaarige auf sie ein, versuchte sie davon zu überzeugen endlich einzulenken und ihr den Weg bzw. die Sicht auf Artorias frei zu machen. Doch Nel dachte nicht einmal daran. Und als wäre die Situation nicht schon schlimm genug für Nel, so griftete auch noch dieses blonde Mädchen dazwischen, nachdem sie von drei Personen aufgefordert wurde, zu gehen wenn ihr ihr Leben lieb war. Sie stänkerte ziemlich los, sprach Nel auf den orangenen Hut an, der in diesem Moment durch eine Windböhe von ihrem Kopf gerissen wurde und dank dem befestigten Band nicht wegflog, sondern einfach an ihrem Rücken hinunterhing. "Du nervst echt tierisch und du störst!!" keifte die Grünhaarige zurück und man merkte ihr an, dass sie doch schon recht gereizt war. Aber wenn sie es so wollte, sollte sie auch eine Antwirt bekommen. "Aber wenn es dich glücklich macht...den Hut, tjaaaa den habe ich wohl gefunden. Fand ihn schön und hab ihn mitgenommen." natürlich war sie sich bewusst, dass es nicht der Wahrheit entsprach, jedoch konnte sie ihr schlecht die Wahrheit sagen. Was sollte sie auch schon erzählen? Nel wusste ja nicht einmal in welchem Zusammenhang sie mit dem Hut oder dessen Besitzer stand. Ein Verplappern oder Ähnliches konnte das frischgebackene Kreuzass einfach nicht leisten. Während dessen musste sie sich echt zusammenreißen nicht auszubrechen doch dies gelang der sonst so tapferen Frau nicht. Nun konnte und wollte sie es nicht mehr zurückhalten und so kam es, dass Nel zum ersten Mal in ihrem Leben weinte. Sie begann zu weinen und ihre Tränen bahnten sich ihren Weg über ihre Wangen, tropften zu hin und wieder zu Boden wenn sie nicht vom Weind mitgerissen wurden. Die Gefühle in ihr nahmen Überhand und so konnte sie auch ihre Magie nicht mehr richtig unter Kontrolle halten, denn einen solch emotionalen Kontrollverlust hatte sie bisher nie gehabt. "Ich bin aber nicht mehr das kleine schwache Kind von damals!!" sprach sie weinerlich um auf Artorias zu reagieren, dabei schrie sie es mehr oder weniger hinaus, drehte sich zu ihm, so dass sie nun von Angesicht zu Angesicht zu ihm sprechen konnte. "Du warst unser, nein eigentlich mein Auftrag. Adria sollte mich bloß begleiten aber eigentlich war es meine Aufgabe dich zu töten!"mit diesen Worten brachen die Fingerknochen hervor, verlängerten sich zu scharfen, spitzen krallenartigen Waffen. Vor Wut, von ihren Gefühlen überwältigt geschah dies, so dass sie es kaum selbst beeinflussen konnte. Zudem strömte die magische Aura aus ihr hinaus. Ihr Kopf schrie, dass sie angreifen sollte doch ihr Herz sagte etwas ganz anderes. Was das betraf war sie noch immer mit dem Herzen bei ihnen und ihre Tränenfluss wurde stärker. "Das du so ruhig bleiben kannst Adria, nach allem was er uns damals angetan hat als er einfach ging."richtete sie nun ihre Worte an die Rothaarige und wischte sich mit einer Hand durchs Gesicht. "Das verzeihe ich dir NIEE!!" diese Worte galten dann wieder dem Schwarzhaarigen und es fiel ihr wirklich schwer sich zurückzuhalten. Sie konnte ja nicht ahnen, dass Adria da ein bisschen mehr wusste.

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Re: Raststätte zum rollenden Rad

Beitrag von Gast am So Nov 09, 2014 10:01 pm

Noch immer konnte der Schwarzhaarige gar nicht fassen was sich da vor seinen Augen abspielte. War das alles echt ? Träumte er nur ? Nein, dafür war es dann doch zu real. Vor ihm standen wirklich Adria und Nel, seine engen Freunde von damals, mit denen er eine harte Zeit durchlebte, diejenigen die die Zeit etwas erträglicher machten, ihm das Gefühl gaben in all dem schrecklichen doch noch eine normale Kindheit zu haben, was er aber keineswegs hatte. Nach all den Jahren der Trennung, hatte er sie zurück, sie stand hautnah vor ihm, waren wohl doch nicht so feindlich gesinnt wie erst gedacht, oder etwa doch ? Adria jedenfalls schien auf Artorias eingehen zu wollen, sich mit ihm versöhnen. Obwohl er wissen wollte, was sie hier machten, von welchem Auftrag sie sprachen, lenkte sie davon ab, da es doch so viel anderes gab, über was sie reden konnten. Damit hatte sie durchaus recht, aber dennoch interessierte den Schwarzhaarigen der Beweggrund, welche sie dazu brachte hierher zu kommen, es musste sich um etwas spezielles handeln, da war er sich sicher. Dabei fiel ihm auf, dass Ayane noch immer nicht gegangen war, irgendwas schien sie davon abzuhalten. War sie lebensmüde ? Niemand wusste wie Adria und Nel ihr gegenüber reagieren könnten, sie bekam doch schon die klare Aufforderung zu gehen, da man sie sonst töten würde, obwohl Artorias das zu verhindern wusste, musste sie dieses Risiko nicht unbedingt eingehen. Daher sollte sie lieber das tun, was man ihr sagte. 

Allerdings ging es ihr um den Hut, den Nel auf dem Kopf trug. Er schien eine Bedeutung für das Blondhaarige Mädchen zu haben, welche allerdings blieb unbekannt. Sie wirkte aber aufgebracht, fast sogar wütend und empört, wollte um jeden Preis wissen warum die Grünhaarige diesen Hut auf dem Kopf trug. Entsprechend gab es eine Reaktion von Nelliel die ziemlich genervt und laut auftrat, harte Worte aussprach. Folglich kam auch eine etwas leichtfertige Erklärung, ob man diese nun glaubte oder nicht, war jedem selbst überlassen, allerdings war das Artorias gänzlich egal, der dumme Hut interessierte ihn keinen Schimmer. Was wichtiger war, war das was danach passierte. Sie hielt Inne, eine Weile kam nichts, bis wieder Worte aus ihrem Mund drangen, sie schrie Artorias förmlich an, Tränen liefen die Wangen herunter. Er wusste nicht was er sagen oder tun sollte, stand regungslos da und hörte sich an, was sie ihm alles zu sagen hatte. Der Auftrag war es, den Schwarzhaarigen zu töten, jedenfalls sollte Adria sie nur begleiten, Nel sollte ihn zur Strecke bringen. Der Blick des Abyss Magiers verengte sich, er verstand nicht wieso und weshalb sie das tun sollten. Das was sie danach aussprach, traf ihn schon in einer gewissen Art und Weise. Sie verstand nicht warum Adria so ruhig bleiben konnte, da Artorias sie doch damals so verletzte als er ging, sie konnte ihm das nie verzeihen. Wusste sie nicht was geschah ? War ihr nicht bewusst dass er alle schützen wollte, indem er die tickende Zeitbombe wegschaffte, sich selbst eben. Dieses Bild was sich vor seinen Augen bot, war kaum auszuhalten. Sie weinte, machte ihn für alles verantwortlich. Im Moment war der Mann im Mantel ein wenig überfordert mit der Situation. Was sollte er tun ? Welche Worte konnte er ihr entgegenbringen ? Irgendwas musste er jedenfalls unternehmen, einige Dinge wieder richtig stellen. Langsam schritt er auf sie zu, dachte nicht weiter nach, was sie als nächstes machen könnte. Hatte sie ihren Auftrag verdrängt oder wollte sie es dennoch durchziehen ? Das konnte er leider nicht wissen, daher sollte er eigentlich vorsichtig mit ihr umgehen. Nun stand der etwas größere Mann vor ihr, legte seine Arme um sie und umarmte Nel einfach, wie ein großer Bruder seine kleine Schwester trösten würde, wenn es ihr nicht gut ging. Leise sprach er etwas zu ihr. "Es tut mir leid, dass du leiden musstest, nun wegen mir weinst. Ich wollte nie gehen, doch ich konnte nicht bleiben" flüsterte er schon fast. Er musste davon ausgehen, dass der Brief den Adria damals von ihm bekam, nicht an die anderen weiterging, denn ansonsten hätte Nel vielleicht nicht so reagiert, wie sie es in diesem Moment tat. "Jetzt, wo ich so nahe an dir stehe, könntest du mich töten, wenn dir danach beliebt. Andererseits könntest du auch versuchen zu verstehen, oder versuchen zu erfahren, warum ich gehen musste. Es liegt nun in deiner Hand hat. Ich werde mich nicht wehren" versicherte er ihr anschließend, löste seine Umarmung und blieb unmittelbar vor ihr stehen, betrachtete Nel, welche noch immer die scharfen Knochen aus ihren Knöcheln stießen ließ. Sein Blick wanderte auch kurz zu Adria herüber, die ihm wesentlich freundlicher gegenüber stand. Auch die Rothaarige hatte eine Entschuldigung verdient, doch zuerst musste er erst einmal Nel trösten, so dass sie vielleicht etwas runterkam, den wahren Grund erfuhr warum der Schwarzhaarige sich von der Gruppe abspaltete und ging, sie nicht mehr meldete. Nur Adria bekam einen Brief indem stand, worum es sich dabei handelte, da sie diesen für sich behielt, konnte niemand wissen was Artorias Problem war. Obwohl es nicht all zu schlimm war, dass sie ihn verheimlichte, da er auch nur ihr einen gab. Damals hatte er das Gefühl gehabt, dass sie es am besten verstehen konnte, da sie in seinem Alter war. Nun blieb abzuwarten, wie es sich entwickeln würde, wie die Gemüter sich wandelten.

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Re: Raststätte zum rollenden Rad

Beitrag von Gast am Di Nov 11, 2014 5:31 pm

Was sollte das Ganze auf einmal? Warum stellte sich Nelliel plötzlich so quer? Dieser Mann dort vor ihnen war definitiv Artorias. Adria selbst hatte daran von Anfang an keine Zweifel, doch auch ihre jüngere ‚Schwester‘ sollte es so langsam begriffen haben. Auch ihr mussten langsam die Zweifel entfallen. Es gab kaum eine andere Möglichkeit. Alleine schon die Tatsache, dass er sie mit ihrem Namen ansprach, sollte die letzten Zweifel beseitigt haben. Nun stellte sich die Frage, konnte sie es einfach nicht begreifen, oder wollte sie nicht? Letzteres schien wahrscheinlicher, wenn auch nicht verständlicher für die Rothaarige. Freute sie sich denn nicht? All die Jahre, die sie getrennt waren und nun stand er vor ihnen. Ihr Bruder, ihr Freund, Artorias. Welch Cocktail an Gefühlen sich auch immer in der jungen Magierin zusammenbraute, die Glücksgefühle sollten doch überwiegen, oder etwa nicht? Der Schwarzhaarige hatte ihnen nie etwas getan. Er war verhindert, konnte das Zusammenleben nicht einfach fortfahren. Die Slayerin war sich ziemlich sicher, dass er es getan hätte, wenn er denn gekonnt hätte. Dafür hätte sie ihre Hand ins Feuer gelegt. Auch wenn ihr die Situation etwas suspekt vorkam. Noch immer wusste Adria nicht wirklich wer dieses blonde Mädchen war. Allem Anschein nach kannte sie die Gruppe schon einmal nicht. War es eine Freundin von Artorias? Kannte er sie? Reiste sie schon länger mit ihm zusammen? Ayane, nannte er sie. Sie solle sich in Sicherheit bringen. In Sicherheit wovor? Was dachte er über Adria und Nel?! Sah er sie als Gefahr an?! Waren sie eine Gefahr für seine Freundin?! Die Rothaarige blieb an diesem Gedanken hängen. War sie ihm nun auch noch wichtig? Wichtiger als seine Freunde aus alten Zeiten? Wichtiger als die Menschen, mit denen er die wohl schlimmste Phase seines Lebens durchlebt und durchgestanden hatte? Die wohl schlimmste Lebensphase aller Beteiligten? Wer war dieses Mädchen und warum wollte er sie so dringend schützen? Zorn staute sich in ihr an. Adrias Stirn legte sich in Falten, Zornesfalten. Auch Nelliel schien sich an der Blonden zu stören. Nicht zuletzt aus dem Grund, dass sie sich mit ihr zoffte. Es ging um diesen blöden Hut. Was fand diese Ayane daran? Sie schien den Hut zu kennen. Bestimmt auch seinen eigentlichen Besitzer. Doch in welcher Verbindung stand sie zu ihm? Nelliel keifte zurück. Sie habe den Hut gefunden, für schön befunden und mitgenommen. Eine Lüge, das wusste Adria natürlich. Doch es ging sie nichts an. Das war ihre Sache. Ihre und die von dem fremdem Mädchen. Der Wind schien sich einzumischen. Fast so, als wollte er der Blonden den Hut zuspielen, riss er ihn von Nel’s Kopf. Doch er scheiterte an dem Sicherheitsbändchen des Hutes, welches ihn auf den Rücken Nelliels fallen ließ. Nun erkannte Adria es. Sie weinte. Vor Glück? War es Trauer, die sie erfüllte? Die Jüngste der Gruppe weinte. Es bildete sich eine kleine Konversation zwischen Artorias und ihr. Die Rothaarige fühlte sich fast schon etwas ausgeblendet. Sie war nicht mehr das schwächliche kleine Mädchen von damals, beteuerte sie. Adria wusste um ihre Fähigkeiten. Recht hatte sie, doch stand das überhaupt zur Debatte? Natürlich wollte Artorias nicht gehen! Er tat es nicht, weil er die anderen verletzen wollte. Er tat es, um sie zu schützen. Er tat es, weil er nicht anders konnte! Der kindliche Geist Nelliels wollte dies wohl einfach nicht wahrhaben. Sie sehnte sich nach dieser perfekten Welt, nach einer Welt, die es nicht gab. Es war eine Welt, die ihr niemand bieten konnte.
Das Mädchen offenbarte ihren Auftrag. Sie sagte, Artorias sei ihr Ziel gewesen. Nelliels Ziel, um genau zu sein. Adria war ja nur eine Begleitung bei dieser Mission. Doch so wie sie ihre Mission darstellte…. Wollte sie es provozieren? Was redete sie für einen Unsinn? Nicht Artorias war ihr Ziel. Ein fremder Mann mit eigenartiger Kleidung, den sollten sie töten. Sie wussten doch nicht wer dahinter steckte, das wollte Adria klarstellen. Artorias sollte nicht falsch  von ihnen denken. „Hör auf so einen Mist zu erzählen!“, mischte sie sich ein. Sie ballte die Hand zur Faust. „Artorias! Wir wussten doch nicht, dass du dieser jemand bist, den wir töten sollen! Wir sollten einen Fremden jagen! Hätten wir gewusst, dass…“ Sie stockte. Ihre Botschaft hingegen sollte angekommen sein. Nelliel sprach wieder zu ihr. Ruhig bleiben? Was er ihnen angetan hatte? Was hatte er ihnen denn angetan? „Er hat unser Leben geschützt! Warum sollte ich mich aufregen? Warum sollte ich ihn hassen? Weil er unser Leben verschonte und wir ihm so wichtig waren, dass er uns, sein Ein und Alles verließ? Ich habe euch gesagt was Sache war… Er tat es FÜR uns, nicht um uns zu schaden. Oder vielleicht soll ich ihn hassen, weil ich ihn nach Jahren wiedersehen durfte? Was verlangst du von mir? Was soll ich deiner Meinung nach tun?“ So wirklich verstehen konnte Adria nicht, was sie von ihr wollte. Sie verstand ihre Gedankengänge nicht. Artorias hingegen wusste was er zu tun hatte. Er ging auf die gereizte Magierin zu. Einfach so umarmte er Nelliel, obwohl sie einem Pulverfass glich, an dem eine Lunte so gut wie heruntergebrannt war. So etwas wie Eifersucht kam in ihr hoch, doch die Worte, die nun an Adrias Ohr drangen, wollte sie nicht verstehen und sie lenkten die Slayerin in eine andere Richtung. Weg von der Eifersucht. „Was redest du da! Was ist bloß los mit euch?! Nel, halte dich im Griff!“ Das konnte ja wohl nicht wahr sein. Er bot ihr nun einfach an sich töten zu lassen? Das würde sie doch nicht tun, oder? Nelliel würde das niemals tun, doch so wie sie grade drauf war… Sie konnte sich ja kaum beherrschen. Zornig sammelte Adria ihre Kraft. „Wage es nicht…“, murmelte sie zähneknirschend. Wieder formten sich beide Hände zu Fäusten. Sie setzte Magie frei. Eine Art Aura breitete sich wenige Zentimeter um sie herum aus. Hitzeflimmern. Die Temperatur stieg in diesem Bereich unzählige Grad. Es wurde so heiß, dass die Luft tanzte. Hitze hieß Bewegung. Die Slayerin wollte nicht wahrhaben was dort vor ihr geschah. Nach all diesen Jahren sah sie Artorias wieder und Nelliel drehte am Rad. Was wurde aus den Freunden von Damals? Adria schaffte einfach nicht das gesehene zu verarbeiten.
 
Ayane
 
Was sich dort vor ihren Augen abspielte war ihr zu viel. Es galt einem Familientreffen. Einer Zusammenkunft von Freunden, doch Ayane wusste von nichts. Wer waren sie überhaupt? Doch vor allem, was machte Spades Hut dort?! Und wo war er, wenn sein Hut  vor ihren Augen war? Hatte sie Spade bekämpft? War sein Hut ihre Trophäe? „Verarsch mich nicht!“, keifte sie zurück. Spade ließ sich nicht so einfach besiegen. Sie hatte ihn vor kurzem noch in Aktion gesehen, er ließ sich nicht einfach von diesem frechen Mädchen besiegen und seinen Hut abnehmen, nicht er. „Wo ist Spade? Warum hast du seinen Hut?!“ Natürlich wollte sie nicht glauben, was man ihr da auftischte. Plötzlich bebte der Boden etwas. Was war das? Eine Explosion? Ayane erstarrte. Das war doch Session! Seine Aura! Sie spürte es, er war nicht weit entfernt. Hastig drehte die Magierin sich um. Es kam von hinter ihr. In dieser Richtung lag Cedar. Die Gruppe vor ihr befand sich am Rande der Stadt. Wenn dies eine Explosion war… war er in Gefahr? Jedenfalls war es seine Aura, das stand fest. Die Magierin hatte ihn grade erst getroffen. Diese Aura erkannte sie sofort wieder. Die Vorgänge in der Stadt nahmen für kurze Zeit die Aufmerksamkeit der Wassermagierin ein. Die Näherung des Magiers an seine Freunde bekam sie gar nicht mit.

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Re: Raststätte zum rollenden Rad

Beitrag von Gast am Di Nov 11, 2014 7:19 pm

Langsam aber sicher schien sich die Situation aufzuheizen und sogar fast zu eskallieren. Die Gemüter von allen, abgesehen von Atroias selbst erhitzten sich so dermaßen, dass sogar Adria sich bzw. ihre Magie aufspielte nachdem Nel völlig unerwartet mehr und mehr die Kontrolle über ihre eigenen magischen Fähigkeiten verlor. Ihr Verstand spielte mit ihr und daran war nicht zuletzt auch ihre labile Psyche Schuld. Sie konnte all das hier nicht verstehen, denn eigentlich wollte sie doch nichts anderes als Ruhe und Frieden, so wie es immer war. Doch ihr Verstand hinderte die junge Magierin daran, noch einen klaren Gedanken zu fassen. Und dann brachte dieses Mädchen Ayane das Fass beinnahe zum überlaufen. In Nelliel trafen die verschiedensten Gefühlslagen und Emotionen aufeinander, glichen dem Brodeln eines Vulkans, der jeden Moment ausbrechen konnte. Sie hatte zum ersten Mal in ihrem jungen Leben, all ihre Gedanken offen herausgeschrien, hatte dem Schwarzhaarigen direkt ins Gesicht gesagt, wie sie das ganze sah. Früher wäre sie niemals dazu in der Lage gewesen. Niemand hätte wohl jemals gelaubt, dass Nel so sein bzw. werden konnte. Sie hatte sich verändert, dass war nicht zu übersehen. Nachdem sie sich ausgesprochen hatte, ihre Wut offen zeigte tat der ruhige Mann einige Schritte auf sie zu, ohne dabei auch nur einmal an seine eigene Sicherheit zu denken. Völlig selbstverständlich schloss er die Grünhaarige in seine Arme, hielt sie fest. Das Adria vielleicht komische Gedanken bekam, kam ihr nicht in den Sinn zumal sie ohnehin in diesem Moment kaum in der Lage war überhaupt etwas sinnvolles zu denken. Ihre Gefühle, ihre Gedanken, ihr komplettes Innere schien Achterbahn zu fahren. Noch immer flossen die Tränen an ihren Wangen hinunter, tropfen zu Boden und noch immer waren ihre Knochen deutlich zu sehen. Vor Anspannung bebte ihr kompletter Körper, jede einzelne Faser war bis zum Zerreißen angespannt. Jedoch drangen dann Worte zu ihr durch, eine Stimme, sanft und ruhig, wirkten fast wie Balsam auf ihrer Haut. Diese Stimme, die Tonlage waren ihr so vertraut und langsam kam ihr Verstand wieder zurück und dennoch verflog ihre Anspannung nicht. Atorias sprach zu ihr, ruhig und fast flüsternd. Er entschuldigte sich bei ihr, dafür, dass sie offensichtlich wegen ihm litt und weinte. Nie hatte sie vor den anderen geweint und es war ihr schon fast unangenehm und dennoch schreckte er nicht davor zurück, sie einfach so in die Arme zu nehmen. Wie früher... ging es ihr durch den Kopf und für einen Moment schloss sie einfach nur die Augen und langsam legte sich ihre Anspannung, ließ ihre Arme einfach hängen. Was dann geschah traf sie völlig unvorbereitet. Der Älteste machte ihr doch tatsächlich das Angebot, ihre Chance zu nutzen um ihn hier und jetzt zu töten oder andernfalls einfach zuzuhören, ihm die Chance zu geben sich zu erklären. Dies hatte wohl auch die Rothaarige gehört. Kein Wunder, besaß sie ja wesentlich bessere Gehörgänge als die anderen. Im nächsten Moment löste der Magier die Umarmung, blieb allerdings unmittelbar vor ihr stehen. "Ich kann das nicht..." entkam es der Grünhaarigen leise, fast wispernd, denn immerhin war er noch immer eine der wichtigsten Personen in ihrem Leben. Alles war ziemlich verwirrend für das junge Mädchen und so schnell ihre Anspannung auch verflogen war, so schnell kam sie zurück. Nämlich in dem Moment als Adria ihre Worte an sie richtete. Sie fragte doch tatsächlich was Nel mit dem zuvor gesagten, meinte. Was sie von ihr wollte. Wieso sie ihn hassen sollte? Ja wieso eigentlich? Wieso bleib sie so ruhig und wieso war sie so verständnisvoll zu ihm? Sogleich drängte sich der Grünhaarigen immer stärker eine Frage auf, die in ihr keimte. Ihre Stirn legte sich ebenso in Falten, wie die von Adria. Früher hatte Nel nicht mal darüber nachgedacht all das zu hinterfragen. Sie hatte sich nie wirklich die Frage gestellt, woher Adria eigentlich all das wusste, was sie ihr und Xandro damals erzählte. Die Sache mit Atorias, wieso er gegangen war. Sie hatte ihnen damals erzählt, das Atorias gegangen war, weil er musste um sie zu schützen. Wovor eigentlich? Und wieso wusste nur sie davon? Just in diesem Moment machte es klick in ihrem Kopf und es fiel ihr fast wie Schuppen von den Augen. Sie musste mehr wissen als nur das, was auch erklären würde wieso sie weniger sauer reagierte, wieso sie das alles so locker nahm. Das musste es sein, sie musste mehr über die Gründe wissen, denn es war klar, dass Xandro und Nel nicht davon wussten denn zumindest die beiden hatten sich nie persönlich von ihm verabschieden können oder anders herum. Augenblicklich senkte die Jüngere ihren Kopf, blieb jedoch vorerst zu Atorias gewand. "Wieso bleibst du eigentlich so gelassen? Ich hätte damals gern die Möglichkeit gehabt mich zumindest persönlich zu verabschieden...du kannst das nicht verstehen weil du mehr weißt, mehr als Xandro und ich nicht wahr...?" sie sprach es frei heraus, zunächst ruhig und bestimmt, versuchte sich zu kontrollieren, was ihr wirklich nicht leicht viel. Nun drehte sie sich um, um Adria direkt anzusehen. Man konnte Nel ansehen wie verwirrt sie war. "Wir waren eine Einheit!! Wir haben alles gemeinsam durchgestanden und uns geschworen immer eins zu bleiben!! Er hätte nicht gehen dürfen, er hätte uns vertrauen sollen, er hätte das alles nicht allein durchstehen müssen. WIR hätten das gemeinsam durchgestanden. Was bringt es jedem Einzelnen von uns, sein Leben in Einsamkeit und Verzweiflung zu fristen, allein gelassen...wenn wir nicht mit den Menschen zusammen sein können, die wir lieben, die uns wichtig sind??" es waren Fragen die man ihr deutlich ansehen konnte. Die Verzweiflung und Wut spiegelte sich in ihren Augen wieder. "ER mag gute Absichten gehabt haben, er mag uns beschüzt haben aber was haben wir davon, was hatte er davon?? Waren wir jemals wirklich glücklich damit? Haben wir in Frieden gelebt?? Lieber hätte ich das Risiko aufgenommen durch und mit Atorias zu sterben als ewig allein und unglücklich zu leben!!!! Welchen Sinn hat ein solches Leben überhaupt!!" ihre Worte wurden lauter, eindringlicher. Sie sprach sie von der Seele was sie in diesem Moment fühlte. "Und wieso weißt du überhaupt mehr als wir? Wieso hat man uns nicht vertraut, ich verstehe euch nicht mehr...ich dachte wir wären Freunde...Nee-san, Nii-san..." es viel ihr wirklich schwer ihre Gefühle auszudrücken doch mit den Worten gelang es ihr mehr oder weniger die Distanz zwischen ihr und Adria zu verringern. Sie schritt langsam aber stetig auf die Slayerin zu unbeeindruckt von der enormen Hitze die von der Rothaarigen ausging. Je näher die Grünhaarige der Slayerin kam, desto unerträglicher wurde dieses Gefühl und ihre Haut begann von der Hitze zu brennen. An ihren Armen und Beinen sah man es zuerst, kleine Verfärbungen die eindeutig als leichte VErbrennungen zu deuten waren. Doch Nel störte dies nicht, sie wollte bloß eine Antwort. Sie wollte bloß verstehen wieso das alles so gekommen war und wieso Adria mehr wusste als sie. Das Ayane noch immer ziemlich angepisst wegen dem Hut war, bekam Nel mehr oder weniger am Rande mit. Sie hatte natürlich die Lüge durchschaut und wetterte nun weiter. Sie wollte es nicht glauben, fragte erzürnt wo Spade sei und wieso sie dessen Hut mit sich trug. Sie kannte also den Namen von ihm, jedoch konnte Nel schlecht wahrheitsgemäß darauf antworten. Sie durfte seine Deckung nicht preisgeben, im Leben nicht. Jedoch schien dieses Mädchen ihn zu kennen, sonst würde sie wohl kaum über seine wahre Identität bescheid wissen. Es war eindeutig zu viel für Nel und langsam hatte ihr Innerstes das Maximum erreicht. Bevor sie noch weiter auf Adria eingehen konnte drehte sich die Magierin nun komplett zu der Blonden. "Ich weiß nicht was und wen du meinst. Ich kenne diese Person nicht. Außerdem geht dich das einen verdammten Scheißdreck an. Verschwinde, lass uns in Ruhe!! zickte sie nun zurück und hoffte, dass die Blonde endlich begreifen würde, dass es hier langsam brenzlig wurde. Die Erschütterungen, die aus der Nähe kamen, nahm Nel zwar wahr, jedoch störte sie sich daran eher weniger. Sie hatte deutlich andere Probleme, die es zu klären galt.

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Re: Raststätte zum rollenden Rad

Beitrag von Gast am Mi Nov 12, 2014 1:52 pm

Es war in der Tat ein komischer Augenblick. Die Stimmung war zwiespaltig. Einerseits war sie sehr angespannt, aber da war auch das Gefühl der Freude, seine alten Freunde endlich wiederzusehen, so ging es ihnen hoffentlich auch. Nach der langen Zeit sich endlich wieder ins Gesicht blicken zu können, die Stimme des jeweils anderen zu hören, all das waren Dinge die er über die Jahre so vermisst hatte. Auch wenn er wusste, dass er derjenige war der ging, obwohl er es nur tat um die anderen zu schützen. Er wollte sie weder in Gefahr bringen, noch sie sehen lassen müssen wie Artorias im Ernstfall zum Opfer des Abyss wird. Nel allerdings schien davon nichts zu wissen, weinte und wirkte verzweifelt, beinahe schon überfordert mit allem. Daher hatte der Schwarzhaarige ja versucht sie zu beruhigen, was mehr oder minder auch zu klappen schien, denn sie wehrte sich nicht gegen die Umarmung, ließ es über sich ergehen und lockerte ihre Körperspannung etwas. Adria schaltete sich dann auch in die Konversation ein, schien einige Dinge richtig stellen zu wollen. Sie wussten also nicht, dass sie den Schwarzhaarigen töten sollten, sondern nur irgendjemanden, dass es grade er war, war Zufall. Darauf gab er keine Antwort, nahm es einfach hin, versuchte es zu verstehen. Auch wenn ihm noch nicht klar war, wer oder was ihnen einen solchen Auftrag gab, einfach Menschen zu töten. Wären sie damals auch auf solche Ideen gekommen, wenn die Gruppe zusammen geblieben wäre? Fragen über Fragen, über welche sich der Abyss Magier jetzt lieber nicht den Kopf zerbrechen sollte, denn das Angebot, dass Nel ihn töten könne, stand noch offen. Sehr zum entsetzen der Rothaarigen. Nachdem sie sich mit Nel unterhielt, und versuchte Artorias ins rechte Licht zu rücken, schaltete sie ihre Magie ein und signalisierte der Grünhaarigen, dass sie Artorias nicht schaden sollte. Er warf ihr nur einen kurzen Blick zu, fokussierte dann wieder Nel und das Geschehen. Doch sie konnte es nicht, wie sie selbst sagte. Sie konnte den Menschen der vor ihr stand nicht töten, unter keinen Umständen. Zwar war der Schwarzhaarige erleichtert, dass sie sich für das richtige entschied, aber fertig war die ganze Sache damit wohl noch lange nicht. 

Sie wollte mehr wissen, wollte erfahren wieso und weshalb, da sie damals keine Ahnung davon hatte, was geschehen war. Einzig und alleine der Brief an Adria enthielt Informationen die die anderen nie zusehen bekamen, nur eine mündliche Überlieferung dessen, dass Artorias gegangen sei um sie zu schützen, wozu und wovor auch immer. Nel lag schon ganz richtig damit was sie sagte, Adria wusste mehr als Nel und Xandro zusammen. Aber das ließ sich nur schwer vermeiden. Niemand konnte Artorias bestätigen, ob die beiden das damals so verstanden hätten, und verarbeiten könnten, wie Adria das nun mal tat. Irgendwann hätten sie es ja so oder so erfahren, und dann hoffentlich verstanden, dieser Tag war für Nel nun mehr oder weniger unglücklicherweise heute gekommen. Jedenfalls war es nun nicht mehr zu ändern, eine Erklärung war man ihr definitiv schuldig. Die Worte die sie danach erst einmal aussprach, kamen tief aus ihrem Inneren. Egal was mit Artorias gewesen wäre, sie wollte ihn auf dem Weg begleiten, niemand musste das verlassen und allein durchmachen, so wie er. Lieber wäre sie gestorben, als dass die Gruppe sich auf diesem Weg aufgelöst hätte. "Es ist eine Entscheidung gewesen, die ich kurzfristig getroffen habe, nachdem wir es geschafft hatten auszubrechen. Ich habe gespürt, wie meine Magie mehr und mehr nach mir trachtete, manchmal einfach zum Vorschein kam ohne das ich es wollte, sie beanspruchte viel von mir. Ich war mir sicher, dass sie mich irgendwann töten wird. Daher hatte ich beschlossen zu gehen, irgendwann aber meinen Weg zu euch zu finden, wenn ich dieses Problem gelöst habe, mit mir selbst im Reinen bin. Ich wollte euch damit nie schaden, im Gegenteil..." kam es laut und deutlich aus dem Mund von Artorias, die Worte waren eher an Nel gerichtet, aber auch Adria konnte sich ein Bild von seiner Sicht machen. Die Frage danach, warum die Rothaarige mehr wusste, sollte sie am besten selbst beantworten, nur die Sache, dass sie eigentlich Freunde waren, konnte Artorias nicht einfach im Raum stehen lassen. "Wie waren niemals Freunde gewesen" sprach er eiskalt, blickte beide an und atmete kurz durch, wollte sie in dem Glauben lassen, von dem was er grade gesagt hatte, zumindest für einen kurzen Augenblick. "Wie waren mehr als das, wir sind ein Herz und eine Seele, das wird sich auch nicht ändern. Egal wie weit wir voneinander entfernt sind, unser Schicksal führt uns immer wieder zusammen, wir sind dafür bestimmt, uns nie aus den Augen zu verlieren, auch wenn wir unsere Wege manchmal allein gehen" fügte er hinzu, was er auch mit voller Überzeugung zum Ausdruck brachte. Nel näherte sich inzwischen Adria, ignorierte die ungebändigte Hitze die von ihr ausging, trotzte der Verbrennungen. Was der Schwarzhaarige von dem halten sollte, wusste er grade selbst nicht, es kam eben Schlag auf Schlag. Was würde nun passieren ? Konnten die Dinge geklärt werden? Dieses Treffen war jedenfalls kein normales, es hatte eine wichtige Bedeutung, das stand jetzt schon fest. Allerdings war da ja noch Ayane , die noch immer die Sache mit dem Hut klären wollte. Sie ließ sich von der vermeidlichen Lüge Nels nicht täuschen und fragte was mit einem gewissen Spade wäre, anscheinend der wahre Besitzer des Hutes. Lange ließ Nel aber mit ihrer Antwort nicht auf sich warten, sondern forderte das blondhaarige Mädchen auf endgültig zu verschwinden, der Geduldsfaden riss mehr und mehr, lange hielt er sich wohl nicht mehr zusammen. Artorias warf einen kurzen Blick nach hinten. "Vielleicht liegt ein Irrtum vor. Hüte gibt es viele auf der Welt. Ich bin mir sicher, dass er nicht diesem Spade gehören wird. Am besten gehst du zu ihm, und schaust nach dem Hut, dann dürfte es keine Probleme mehr geben, oder?" schlug er vor, wusste dabei nicht wie es zwischen ihr und Spade stand, wer auch immer er war, oder was er tat. Im Hintergrund hörte man einen lauten Knall, eine Explosion war die Ursache, Rauch stieg ans Himmelszelt auf. Wenn man sich konzentrierte, konnte man mehrere magische Auren wahrnehmen, die nicht unbedingt klein waren. Was war hier los? Gab es direkt in Cedar einen Zwischenfall? Im Moment sollte das Artorias nicht interessieren, jedenfalls solange das Problem nur Cedar betraf und man es gelöst bekam.

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Re: Raststätte zum rollenden Rad

Beitrag von Gast am Do Nov 13, 2014 10:58 pm

Ob die Lage nun endgültig eskalieren würde blieb unklar. Jedenfalls war sie noch immer sehr angespannt. Eine falsche Handlung und ein Streit würde entfacht werden, der nachhaltige Konsequenzen mit sich ziehen würde. Zwei Fronten, vielleicht auch drei, standen sich gegenüber. Artorias, welcher sich seinen zwei Schwestern im Geiste nach Jahren der Abwesenheit, mehr oder weniger absichtlich zeigte, bildete eine dieser Fronten. Dann waren dort noch Nelliel und Adria. Nelliel schien das Ganze zu überfordern. Sie wusste nicht so recht wie sie reagieren sollte, brach in Tränen aus und reagierte zornig. Die Rothaarige hingegen freute sich, dass sie den Magier nach all diesen Jahren gesund und munter wiedersah. Wie ihre Freundin handelte, vor allem da sie so negativ reagierte, gefiel ihr gar nicht. Dass sie es sogar wagte den Auftrag wieder ins Spiel zu bringen brachte Adria zum Kochen. Sie wägte es doch nicht etwa ab ihm etwas zu tun, oder doch? Das konnte sie nicht, nicht die Nel, die Adria kennlernte. Nicht die Adria, die sie durch ihr Leben begleitet hatte und die sie gewissermaßen hat aufwachsen sehen. Doch der Slayerin kamen Zweifel auf. Sie vertraute ihrem Bauchgefühl nicht. Die Stimme die sagte, es würde alles okay sein und ihre kleine Schwester stelle schon keinen Mist an. Adria ließ diese Stimme verstummen. Sie wollte auf Nummer sicher gehen. Zornig wie sie war, begann ihre Magie zu wirken. Die Temperatur um sie herum stieg. Adria fing an zu dampfen. Zornig knirschte sie mit den Zähnen. Sollte Nelliel es wagen Artorias anzugreifen, so war sie unmittelbar mitten im Geschehen. Sie würde eingreifen, darauf fokussierte sie sich bereits. Das Blondhaarige Mädchen, diese Ayane, blendete sie dabei aus. Nicht aus mangelndem Respekt, sondern einfach durch den Ernst der Lage. Die Wassermagierin spielte in ihren Gedanken grade keine große Rolle, sie stellte keine Gefahr dar.
Natürlich hätte Nelliel damals gerne die Möglichkeit gehabt sich von Artorias zu verabschieden, wobei es wohl kaum eine schöne Szene gewesen wäre. Auch Adria hatte sich die Jahre über gewünscht ihn noch einmal gesehen zu haben. Er verließ die Gruppe in der Nacht, zumindest bevor die ersten Sonnenstrahlen an das Lager der Vier gelangten. Ob eine Verabschiedung besser gewesen wäre ließ sich schwer sagen. Die Geister schieden sich, was dies betraf. Vielleicht war es durch die abrupte Flucht des Magiers einfacher mit der Situation klarzukommen, doch das war wohl ohnehin Ansichtssache. Doch die andere Aussage der Jüngeren entsprach einfach nicht der Wahrheit. Sie könne es nicht verstehen… Adria könne es nicht verstehen, wie es Nel und Xandro erging. Was war das für ein Schwachsinn? Die Slayerin fühlte sich nicht anders. Okay, sie erfuhr von der Sache als erste, auch bekam sie im Gegensatz zu den anderen einen Brief, in dem der Magier sich erklärte, doch die Informationen gab sie an die anderen beiden weiter. Alles, was nicht persönlich an Adria gerichtet war, erzählte sie den anderen. Der Brief an sich jedoch ging sie nichts an. „Mehr wissen? Nein, das ist Schwachsinn. Ich konnte mich auch nicht von ihm verabschieden! Ich erhielt auch nur eine Nachricht, habe ihn nicht mehr sehen können! Du weißt doch gar nicht wovon du sprichst! Ich könnte euch nicht verstehen… Du hast doch keine Ahnung!“ Die Emotionen Adrias kochten über. Sie konnte nicht verstehen was dort von ihr behauptet wurde, was ihr vorgeworfen wurde. Auch in ihren Augen bildeten sich Tränen. Doch waren es keine, die aus der Trauer heraus geboren wurden. Es waren eher die Emotionen an sich, ihr schwankendes Gemüt, die für die Feuchtigkeit ihrer Augen sorgten. Auch rollten diese Tränen nicht. Adria hielt sie zurück.
Eine Einheit… Das waren sie in der Tat. Jeder stand für den anderen ein und niemals hätte einer der Vier etwas auf den anderen kommen lassen. Doch war es ja nicht das Misstrauen Artorias, den anderen gegenüber. Misstrauen spielte eine große Rolle bei seiner Entscheidung, doch war es das Misstrauen sich selbst gegenüber. Das Misstrauen, welches er seinen Fähigkeiten und seiner Magie schenkte. Es war seine Bürde, seine Entscheidung, die Nelliel da in Frage stellte. Doch ihren Punkt verstand die Magierin noch immer nicht. „Und darum bist du wütend auf ihn? Weil er eine Entscheidung fällte, die dir nicht gefällt? Eine Entscheidung, die wohl möglich dein Leben verschonte? Glaubst du etwa er hatte Spaß daran? Glaubst du er war glücklich damit?“ Doch etwas anderes hatte Adria viel stärker getroffen. Es rüttelte an ihr, ließ sie kurz inne halten. Sie wusste gar nicht wie sie darauf reagieren sollte. Hatte sie richtig gehört oder waren es Hirngespinste die sie ereilten? Was sprach die Jüngere grade? Ein unangenehmes Gefühl machte sich  in ihr breit. Es war ganz anders als der Zorn oder Trauer. Es schmerzte. Es fühlte sich an, als hätte Nel ihr einen Dolch direkt ins Herz gerammt. „Einsamkeit?...“, flüsterte sie. Die Hitze die von ihr ausging ließ nach, sie schwand. Doch dies war nur von kurzer Dauer. Es war wie die viel besagte Ruhe vor dem Sturm. Nun ging es mit der Slayerin drunter und drüber. „Einsamkeit? Alleine gelassen?!“ Die Hitze begann erneut zu drücken. Viel stärker als zuvor. Die Magierin wollte nicht wahrhaben, was sie da grade gehört hatte. „Was war ich denn für dich? Ich habe mein Bestes gegeben immer für dich da zu sein. Ich habe dir zur Seite gestanden wann immer es möglich war. Bedeutet dir das gar nichts?! Was bin ich für dich? Luft? Nichts? Einsamkeit?!“ Dass etwas fehlte konnte sie ja begreifen. Arotias fehlte, Xandro ging darauf ebenso seine eigenen Wege, doch Adria schwor sich damals bei ihr zu bleiben. Sie wollte ein Auge auf Nel haben, sie nicht alleine lassen, sie nicht der Einsamkeit überlassen und nun solche Worte. Nun kam Adria nicht mehr drum herum. Tränen kullerten vereinzelt ihre Wangen herunter, doch weit kamen sie nicht. Noch bevor sie auch nur ansatzweise vom Gesicht hätten tropfen können, verdampften sie durch die Hitze die Adria ausstrahlte. Sie war verletzt. Nicht körperlich, sondern seelisch. Die Worte der Jüngeren schmerzten. Nun hatte Adria es sich von der Seele geschrien. Sie war fertig, sie wollte nicht mehr. Auf die Frage hin, woher sie überhaupt mehr wusste, antwortete sie halb abwesend, ohne viel Ausdruck. „Ein Brief.“, doch war ihre Rage keineswegs verflogen. „Doch ich weiß nicht mehr als du! Ich habe euch gesagt was ich wusste!“ Hatte sie es nicht verstanden? Adria hatte alle Informationen weitergegeben. Was sonst noch in dem Brief stand waren rein persönliche Worte, an sie direkt gerichtet. Doch diese hatten grade zu keinen informativen Wert. Dass die Grünhaarige nun von einem Vertrauensbruch ausging konnte Adria nicht nachvollziehen. Hatte sie das Mädchen jemals belogen? Artorias hingegen stellte die Aussage richtig. Zunächst führte er die beiden Magierinnen in die Irre. Sie seien keine Freunde, sagte er. Geschockt wendete Adria ihren Blick von der Jüngeren ab, schaute Artorias erschrocken an. Das große Fragezeichen über ihrem Kopf hätte man sich bildlich ausmalen können. „Was…“ Gehaucht entfuhr ihr das Fragewort. Fraglich ob es den Schwarzhaarigen überhaupt erreichte. Doch er sprach der Beziehung zwischen ihnen mehr zu, nicht weniger. Es war mehr als Freundschaft, dass die Vier verband, das stellte er klar. Ein Stein fiel der Rothaarigen vom Herzen. Doch die Situation wurde zunehmend merkwürdiger. Langsamen Schrittes bewegte Nel sich nun auf sie zu. Die enorme Hitze die von ihr ausging ignorierte die Grünhaarige dabei. Adria wusste nicht wie sie reagieren sollte. Was tat sie da? Sie verletzte sich doch. Warum tat sie sich absichtlich weh? Was wollte sie damit bezwecken. Adria war für den Moment sogar so geschockt, dass sie gar nicht daran dachte ihre Magie wieder zu zügeln. Es wäre die logische Handlung gewesen, sie wollte Nelliel nicht wehtun, doch von logischem Denken war die Slayerin grade weit entfernt. Sie handelte ihren Gefühlen entsprechend. Ihr Missverständnis versteinerte sie für den Moment, nahm ihr die Fähigkeit klar zu denken und die Gefahr für Nel, die von ihr selbst ausging zu unterbinden. Mit weit aufgerissenen Augen stand sie nur da und beobachtete fragend, erschrocken über die Handlung der jungen Dame.
 
Ayane
Die Situation vor der Blonden geriet aus dem Ruder. So weit weg Ayane auch anfangs stand, nun hatte sie noch viel mehr Abstand dazu gewonnen. Sie war fehl am Platze. Dort standen drei Menschen vor ihr, Magier, die eine gewisse Verbindung zueinander hatten. Bei einem Bilderrätsel der Magnolia Post, wäre sie definitiv der zu findende Fehler gewesen. Ayane verstand ohnehin nur die Hälfte, wenn überhaupt, von dem was sich dort vor ihr abspielte. Vielleicht grade darum, weil sie die Situation mit einem solchen Abstand beobachtete, nicht tiefer einstieg. Vielleicht grade darum bemerkte sie das Beben, die Explosion in Cedar. Ein Wink des Schicksals? Sie spürte die Aura ihres Bruders, also die von Session, nicht aber die von Spade. Hatte das etwas zu bedeuten? Direkt vor ihr dieses Mädchen mit dem Hut von Spade, kurz darauf die Aura von Session, doch nicht die von Spade. War ihm wirklich etwas zugestoßen? Vielleicht sollte sie nach Session suchen, ihm die Situation schildern und ihn nach Informationen fragen. Wie diese Grünhaarige aussah wusste sie nun. Wenn sie wirklich für ein Unglück verantwortlich war, das Spade betraf, dann würde Session sie sicher anhand einer Beschreibung ausfindig machen und zur Rechenschaft ziehen. Ayane war im Inbegriff zu gehen, sich abzuwenden, da sprach Artorias zu ihr. Sie solle lieber gehen. Nachdenklich, etwas abwesend antwortete sie. „Ehm, ja. Mach’s gut.“ Kurz darauf fügte sie noch an, als hätte sie es fast vergessen. „Und danke für deine Hilfe.“ Gleich darauf lief sie los, drehte sich nicht mehr um. Sie lief ihrer Nase nach und die Zeigte in Richtung Session. Sie zeigte in die Richtung, aus der sie seine Aura wahrnahm. ~ Was machst du hier? ~, fragte sie sich. Vor allem aber, was hatte diese Explosion zu bedeuten? Fragen über Fragen. Ihr Bild von der Situation war denkbar unklar. Sie konnte nur Vermutungen anstellen. So schnell sie konnte lief Ayane nach Cedar rein. Schon bald hatte sie die Gruppe um die drei Freunde hinter sich gelassen. Sie waren außer Sicht- und Hörreichweite. Ja die junge Magierin hatte sie schon beinahe komplett vergessen. Ihr Fokus lag auf dem was vor ihr war. Mit einem so schnellen Wiedersehen hatte sie nicht gerechnet. War Session in Gefahr? Diese Explosion…
 
Ayane tbc: Cedar, zu Session und Ulq

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Re: Raststätte zum rollenden Rad

Beitrag von Gast am So Nov 16, 2014 12:56 pm

Es war zum verzweifeln. Die Situation war ohnehin schon bis zum zerreißen angespannt und jetzt drehte auch Adria langsam aber sicher am Rad, nur weil Nel in ihrem Wahn Dinge sagte, die die Rothaarige sehr trafen. Es war klar, dass wenn die beiden Frauen aufdrehten, Artorias echten Problemen entgegenstand. Doch erst einmal sollte die Situation etwas entschärft werden, was bei den momentan erhitzten Gemütern garnicht so leicht werden sollte. Nachdem Nel sich von Artorias entfernt und ihm gesagt hatte, dass sie ihm nichts tun oder ihn gar töten könnte schien das erst einmal für ihn zumindest eine Erleichterung zu sein. Adria jedoch fand das ganze garnicht lustig und so begann auch sie vor Wut aufzugehen, ihre Macht zu entfalten. Die Worte des Schwarzhaarigen klangen weniger wie eine Erköärung sondern viel mehr nach einer Rechtfertigung für seine Entscheidung. Doch für Nel machte es keinen Unterschied, für sie gab es keine Entschuldigungen. "Du bist egoistisch, Artorias!! Wir hätten das gemeinsam....als Familie durchgestanden aber es hätte nicht so enden müssen! gab sie ihm zu verstehen, noch immer waren ihre Worte von Tränen begleitet als Ausdruck ihrer gemischten Gefühle. Trauer, Wut, Freude, einfach alles. Für sie, die stets positiv dachte, hätte es eine Möglichkeit irgendeine Lösung gegeben, wie die vier trotz allem, weiterhin zusammenleben können. Doch scheinbar war sie damals nicht stark genug gewesen, die Gruppe zusammenzuhalten und große Vorwürfe keimten ihn ihr auf. Bedrückt blickte sie gen Boden und ballte ihre Hände zu Fäuste, sie wollte all das nicht wahrhaben. Nicht so. Als Artorias das die Sache mit der Freundschaft und Verbundenheit der Vier ansprach, sah man Adria direkt an, wie sie auf seine anfänglichen Worte einstieg, indem er betonte, dass sie niemals Freunde gewesen sein. Er ging sogar einen Schritt weiter und meinte, sie wären ein Herz und eine Seele, immer verbunden. Schöne Worte, doch bei der Grünhaarigen kam nichts davon an. So etwas in der Art hatte sie als Kind auch gedacht, doch all diese Worte, dieses Gefühl wurden durch die Ereignisse in der Vergangenheit überschattet. Daraus entwickelte sich die Nelliel, die nun vor ihnen stand. Sie glaubte nicht mehr an diese schönen Worte, so naiv war sie lange nicht mehr. "Nii-san, du redest wie ein Kind...wenn du soetwas sagst...dabei weißt du doch selbst genau, dass es nicht so ist...und nie wieder so sein wirst. Das sind bloß Illusionen, wir sind schon lange nicht mehr Eins...wir wandeln schon lange nicht mehr auf dem selben Pfad. Adria und Ich, wir tun schlimme Dinge, wir haben uns einer Seite angeschlossen, der du niemals folgen kannst." diese Worte drangen langsam und ruhig aus ihrem Mund, so als wäre sie von einer auf die andere Sekunde zu einem völlig anderen Menschen geworden, als würde eine andere Person aus ihr sprechen. Es war die Wahheit, sie für ihren Teil hatte bereits solche Taten begangen und es war kein Geheimnis, dass die Allianz eher für das Contra der Welt stand, soviel verstand selbst Nelliel. Nun musste sie nur noch Adria wieder irgendwie besänftigen, weshalb sie auf sie zuging ungeachtet von der enormen Hitze die sie ausstrahlte und die langsam aber sicher leichte bis starke Verbrennungen an Nelliel verursachten, je näher sie ihr kam. Es schmerzte, doch die Grünhaarige biss ihre Zähne zusammen, ließ die Worte von Adria einfach auf sich zukommen. Erst als sie nah genug an sie herangekommen war blieb sie stehen, blickte der Rothaarigen in die Augen und legte ihre Arme um diese. Die Hitze war unerträglich und selbst ihre Haare und ihr Gesicht trugen ihre Schäden mit sich. Und nun verdampften auch ihre Tränen. "Adria Nee-Chan, ich bin dir dankbar für alles...das du als Einzige damals geblieben bist, mich nicht allein gelassen hast. Und dennoch....als Artorias damals als erster ging, brach für mich meine Welt zusammen, eine Welt die ich mir in meiner kindlichen Art geschaffen hatte. Ich war nicht stark genug unsere 'Familie' zusammenzuhalten. Damals begann alles, auch obwohl du immer da warst, ich fühlte mich immer einsam. Das hat nichts mit dir zutun." langsam aber sicher beruhigte sich das Gemüt der Jüngsten wieder und sie redete zum ersten Mal offen über einen Teil ihrer Gefühle. Zum einen war sie sauer auf alle aber eigentlich war sie natürlich auch froh, dass sie sich trafen. Und dennoch war sie nicht naiv genug um erneut solche Dinge zu glauben. Langsam ließ sie wieder von Adria ab, wich etwas zurück, da ihr die Hitze und die Schmerzen zu groß wurden. Die nächsten Worte galten beiden gleich. "Ich bin nicht mehr die, die ich einst war. Ich habe die Welt von damals verloren, ich kann nicht mehr zurück, meine Gedanken und meine Gefühle, die von einem Kind, habe ich nicht mehr. Artorias, ich weiß mittlerweile, dass ich stets in einer Illusion gelebt habe..." mit diesen Worten wendete sie sich von beiden ab, ließ sie einige Schritte hinter sich. "Ich gehe, ich habe hier rein garnichts mehr verloren, die heile Welt von damals gibt es nicht mehr und ich habe noch etwas wichtiges zu erledigen. Adria, wir sehen uns...und Artorias, ich..." mit der Anspannung die sie die ganze Zeit hatte, die nun verschwand bemerkte sie auch die körperliche Anstrengung, so dass sie ihre Worte kaum aussprechen konnte. Die Wunden, die von Adrias Hitze ausgegangen waren, schlossen sich nicht, so wie es für Nel eigentlich üblich war. Etwas erschrocken sah das Mädchen an sich hinunter, realisierte erst jetzt, dass sie überall Verbrennungen hatte, selbst im Gesicht. "Was ist hier los? Wieso regeneriere ich mich nicht? ging es ihr schlagartig durch denk Kopf. Normalerweise sorgten ihre Fähigkeiten und Zellen für eine sehr schnelle Heilung, doch dies blieb aus, was sie sich nicht erklären konnte. Im nächsten Moment spürte sie auch schon, die Schwäche in sich, ihr Körper wurde schwer, so dass ihre Knie einfach unter ihrem Gewicht nachließen und sie erschrocken zu Boden ging. Mit letzter Kraft fing sie sich mit den Händen ab, startte mit geweiteten Augen auf ihre Hände. Sie zitterte? Wieso, war es Angst oder lag es einfach an ihrer momentanen körperlichen Schwäche? Oder war es einfach eine Folge von Adrias Magier, der sie direkt ausgesetzt war? Bevor sie diese Gedanken zuende bringen konnte, verdunkelte sich auch schon ihre Umwelt und wie ein nasser Sack fiel ihr Körper leblos zu Boden. Die ganze Aufregung, die Ereignisse hatten sie tatsächlich dazu gebracht, dass ihr Körper nun komplett kapitullierte und sie zusammenbrechen ließ. Eigentlich hatte sie es so nicht gewollt und doch konnte sie sich nicht dagegen wehren.

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Re: Raststätte zum rollenden Rad

Beitrag von Gast am Do Nov 20, 2014 10:10 pm

Es schien sich einfach rein gar nichts mehr zu ändern. Die Lage war verzwickt, zumindest stellte die Jüngste im Bunde das Ganze so dar, ohne mit sich reden zu lassen. Der Schwarzhaarige hatte versucht sie zu beruhigen, wohl wissend wie schlecht es ihr mit der gesamten Situation ging, auch dass er damals vielleicht einen Fehler gemacht hat. Dennoch konnte er nicht zulassen, dass sich seine geliebten Freunde für ihn aufgeopfert hätten, nur um ihn bei ihm zu sein. Das hätte ihm noch mehr in der Seele weh getan, als die Einsamkeit. Es wurde immer schlimmer und schlimmer, eine Diskussion, oder auch ein Streit bahnte sich an, die kaum noch aufzuhalten war. Auch Adria ging bis an ihre Gefühlsgrenze, das es für sie so rüberkam, als hätte sie der Grünhaarigen während der gesamten Zeit nie so viel bedeutet, wie ein 3. Rad am Wagen. In die Auseinandersetzung wollte er sich nicht einmischen, auch wenn es mehr oder minder um ihn gingen, es fielen jede Sekunde mehrere Wörter, ohne dass er überhaupt Einfluss darauf hatte. Auch die Rothaarige gab sich ihren Emotionen hin, begann damit zu weinen. Das Treffen lief einfach vollkommen aus dem Ruder, jeder hatte eine andere Sicht der Dinge, die sich nicht mit der der des anderen übereinstimmen ließ. Allerdings war Nel noch eine Stufe schlimmer, sie beschuldigte Artorias teilweise mit Dingen die er so nicht auf sich sitzen lassen könnte, sie wirkte wie eine Pseudo- Erwachsene die tat, als wenn sie reif wäre und Ahnung hätte, wie das Leben funktionierte und Dingen nun anders spielten. Dabei wusste sie rein gar nichts, war im Geiste noch immer das Kind von Früher, was sie zu überspielen versuchte, das war klar. Sie brauchte sich nicht geben, als wäre sie stark und robust, obwohl sie es nicht in allen Belangen war. "Ich habe nichts mehr zu sagen. Was bringt es, von Adria verteidigt zu werden, wenn es auch ihr nicht gelingt, dir die Wahrheit zu überbringen. Glaube ist frei wählbar, du musst nichts von dem für Wahr halten, was wir sagen, kannst auf deine Sicht verharren. Damit habe ich schlussendlich kein Problem" versicherte er ihr mit ernster Miene. Wenn sie versuchte ernster, anders zu wirken, konnte Artorias das genau so , mit voller Überzeugung. 

Allerdings bemerkte er, wie Nel schwankte, in Adrias magischer Aura schien es ihr nicht gut zu gehen, oder überforderte sie einfach die ganze Lage hier? Schwer zu sagen, so einfach nachfragen konnte er jetzt auch noch. Grade kündigte sie noch an gehen zu wollen, doch sie bewegte sich kaum. Artorias hätte es hingenommen, dass sie gegangen wäre, es war ihre Entscheidung was sie tun und lassen wollte. Allerdings wollte sie noch ein paar Worte an ihn richten, kam aber anscheinend nicht mehr vollkommen dazu, denn sie fiel bewusstlos zu Boden, blieb liegen. Der Schwarzhaarige wusst erst gar nicht was er tun sollte, starrte auf den Körper der Grünhaarigen, blieb aber wie angewurzelt stehen. Sollte er helfen? Oder konnte er überhaupt helfen? Warum sollte er ? Was würde das denn bringen? Nel war anders zu ihm, schien es nicht mehr zu akzeptieren, also das was in der Vergangenheit geschehen war, obwohl es Artorias so nie gemeint hatte, wie sie im Endeffekt dastehen ließ. Er tat nichts, bliebe rüber zu Adria. "Du solltest ihr helfen" sprach er einfach frei heraus. "Ich bin dazu nicht in der Lage" fügte er wahrheitsgemäß hinzu, wollte nicht wirklich viel Worte an sie verlieren, wusste dass es nicht grade einfach war, in solch einer Situation irgendwas vernünftiges zu sagen oder zu tun. Mittlerweile war auch das blonde Mädchen verschwunden, wohin auch immer sie ihr Weg führte, vielleicht traf Artorias sie eines Tages wieder. "Vielleicht ist es jetzt auch besser, wenn ich wieder gehe. Dieses Treffen hat doch nur mehr Chaos gebracht, als die Zeit in der wir getrennt waren. Ich habe Xandro vermisst, Nel vermisst und natürlich dich. Es verging fast kein Tag an dem ich nicht eines deiner seltenen Lächeln von damals in meinem Kopf gesehen habe. Weißt du, sowas schmerzt einem, wenn man weiß, dass diese Dinge meilenweit von einem entfernt sind. Pass gut auf Nel auf" brachte er grade so heraus, konnte Adria dabei nicht wirklich ansehen. Es war wohl besser, dieses Treffen zu beenden, die Dinge nun so zu lassen, wie sie sich ergaben, denn etwas zu ändern ging nun kaum, auch wenn Adria nicht so dachte wie Nel. Natürlich machte ein erneuter Abschied auch nichts besser, aber viel schlechter machen konnte er nun auch nichts mehr. Allerdings würde es ihm wieder schwer fallen, einfach zu gehen, ohne die Sicherheit und sein Gewissen auf seiner Seite zu haben. Die Grünhaarige hatte ja auch erwähnt, dass sie nun auf einem Pfad wanderten, den er nicht gehen konnte, sie taten schlimme Dinge. Was das in etwa bedeutet, konnte er sich ungefähr ausmalen. Er wollte es auch gar nicht exakt wissen, das beunruhigte ihn nur zusätzlich. Bevor er nun ging, konnte er nicht anders, als ihnen nochmal in die Gesichter zu schauen, als drehte er sich um, ließ seinen Blick über Nel schweifen, bis er die Augen von Adria traf. Dort blieb er auch, wirkte wie eingefroren, bändigend. "Aus dir ist eine attraktive Frau geworden, das es so kommt, war mir früher schon klar. Unsere kleine Nel ist auch nicht mehr die, welche sie mal war. Doch ich trage noch immer das selbe Monster, die selbe Last von früher in mir" leider war es so, es ging so gut wie nicht zu ändern. "Deswegen, werde ich wohl nun auch gehen, in Gewissheit dass ihr noch am Leben seid" ließ er sie wissen, drehte sich nun wirklich um und lief die ersten Schritte in eine unbekannte Richtung. Um das ganze nochmal zu demonstrieren, breite sich um ihn ein Stück seiner Magie aus, der Nebel umgab einen kleinen Bereich, verzog sich schnell wieder. Die Natur die sich dort befand, war abgestorben und karg, nichts war mehr davon übrig, und das in binnen von 5 Sekunden.

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Re: Raststätte zum rollenden Rad

Beitrag von Gast am Sa Nov 22, 2014 1:18 pm

Nelliel hielt an ihren Gedanken fest, biss sich förmlich hinein. In ihren Augen war es nur schlecht, dass Artorias damals gegangen war. Sie akzeptierte auch den Grund dafür nicht. Die Jüngste war hin und hergerissen zwischen Trauer und Wut. Dass sie dann auch noch ihre Zugehörigkeit der Allianz ausplauderte, besser gesagt klar machte, dass sie 'böse Dinge' taten, hieß Adria keineswegs gut. Doch andererseits hätten sie den Schwarzhaarigen auch angelogen, hätten sie es vor ihm verheimlicht. Dann wandte sich die Magierin Adria zu, welche aus Zorn und Unverständnis ihre Magie entweichen ließ. Die Luft um sie herum kochte und dennoch... Nelliel näherte sich ihr. Sie missachtete die Schäden, ihren Schmerz. Immer weiter näherte sie sich Adria, ihre Haut begann zu verbrennen, doch es störte sie nicht. Die Rothaarige war völlig perplex. Sie verstand nicht was da vor sich ging. Warum tat sie das? Mittlerweile erreichte die Grünhaarige ihre Freundin. Trotz der enormen Hitze legte sie sogar ihre Arme um sie, umarmte sie. Adria war verwirrt. Genau deswegen achtete sie gar nicht darauf ihre Magie zu zügeln. Weiter und weiter entströmte sie, schadete der jüngeren Magierin. Nelliel versuchte ihre Worte zu korrigieren. Die Aussage von zuvor hatte die Slayerin hart getroffen, doch sie war allem Anschein nach nicht so gemeint, wie sie gesprochen wurde. Der Verlust von Artorias überwog in den Augen des Mädchens die Präsenz Adrias. Bei allem was diese versuchte für Nel zu tun, konnte sie niemals die Kluft schließen, welche Artorias hinterlassen hatte. Die Augen der Solarslayerin waren weit geöffnet. Ihre ohnehin verdampfenden Tränen versiegten. Adria war noch immer zutiefst verletzt, doch versuchte sie die Gefühle der Jüngeren irgendwo zu verstehen. Nelliel jedenfalls ließ langsam wieder von ihr ab, ließ sie wieder alleine und begann erneut zu sprechen. Sie sagte, sie sei nicht mehr das naive Mädchen von damals, sie habe sich geändert. Eine Tatsache die für Adria nur schwer zu erkennen war. Stets behielt sie sich das kleine, lächelnde Mädchen in Erinnerung. Sie bemerkte kaum wie Nelliel reifte, wie sie wuchs, nicht nur körperlich. Plötzlich wandte sie sich ab. Sie kehrte Artorias und Adria den Rücken zu und kündigte ihren Abschied an. Sie habe noch etwas zu erledigen. „Du kannst doch nicht...“, sie konnte doch nicht einfach abhauen. Wollte sie das alles nun einfach so stehen lassen? Artorias hingegen machte seinen Standpunkt klar. Er war der Meinung, dass er Nel nicht mehr wie ein Kind behandeln müsse, nun wo sie sich selbst nicht mehr als eines sah. Er gab auf, sah keinen Sinn mehr darin sich zu rechtfertigen. Das Mädchen sollte glauben was sie wolle. Auf einmal stockte sie. Die Grüne blieb stehen, schritt nicht weiter. Irgendetwas in ihrer Körperhaltung erweckte in Adria das Gefühl, dass etwas nicht in Ordnung war. Kurze Zeit später klappte die Jüngste sogar zusammen, fing ihren Sturz grade so mit den Händen ab. „Nel! Was ist mit dir?!“, brüllte Adria. Dies war der Schockmoment, der sie augenblicklich dazu brachte ihre Magie zu zügeln, die ausströmende Hitze zu unterbinden. Schnellen Schrittes eilte sie zu ihrer Freundin, sprach auf sie ein. „Nelliel! Sprich!“ Doch sprechen konnte sie nicht mehr. Mit einem Hechtsprung verhinderte die Rothaarige, dass sie auf dem harten Boden zusammenbrach. Adria packte Nel bevor sie vollständig einsackte und drehte sie auf den Rücken. „Nel!“ Keine Reaktion. Die Magierin wurde bewusstlos, doch warum? Hatte sie sich überanstrengt, sich zu viel zugemutet? Es war sicher ihre Schuld. Adria hatte ihr zu viel Schmerz zugefügt. Bei zu viel Schmerz gibt das menschliche Bewusstsein nach. Ob es tatsächlich der Grund für ihre Bewusstlosigkeit war, konnte Adria nicht sagen, doch glaubte sie fest daran. Plötzlich ertönte Artorias Stimme. Sie solle ihr helfen. Was hatte das zu bedeuten? Der Schwarzhaarige sprach sich selbst die Fähigkeit dazu ab. „Was redest du da?“, erwiderte Adria ohne jegliche Kraft in ihrer Stimme. Was tat er? Er leitete doch nicht schon wieder seinen Abschied ein... Doch, tat er. Adria wagte es nicht auch nur einen einzigen Ton herauszubringen, als der Magier sich erneut verabschiedete. Erneut bildeten sich Tränen in ihren Augen. Sofort rannten diese ihre Wangen herunter, tropften auf Nels bewusstloses Gesicht. Was sollte sie tun? Artorias war drauf und dran zu verschwinden. Nach all den Jahren sahen sie sich endlich wieder, es war ein stürmisches, ein chaotisches Wiedersehen. Und nun? Nun verschwand er einfach wieder. Die Drei konnten kaum wirklich Zeit miteinander verbringen. Es war kein schönes Wiedersehen, auch wenn die Magierin sich keineswegs wünschte es hätte nicht stattgefunden. Adria verfing sich immer weiter im Nebel der Allianz, verlor sich, verlor ihre einstige Freude, verlor sich selbst. Das Treffen mit ihrem alten Kameraden, mit ihrem alten Freund wirkte für sie wie eine Kerze in tiefster Dunkelheit. Es weckte etwas in der Rothaarigen. Es machte ihr Hoffnung.
Die Magierin wusste nicht wie sie reagieren sollte, da ergriff Artorias wieder das Wort. Still, Schluchzen unterdrückend, hörte sie sich seine Stimme an. Erst als er fertig war erhob auch Adria das Wort. „Du kannst doch nicht...“, schluchzte sie. „Geh nicht wieder. Wir haben dich so vermisst, ich habe dich so vermisst. All die Jahre warten für diese... für diese chaotischen Minuten?“ Der Schwarzhaarige ließ seine Magie wirken, zeigte ihr, dass das Finstere noch immer in ihm steckte. „Nel hatte doch zumindest teilweise Recht. Jetzt sind wir stärker geworden, wir sind gewachsen, gereift. Nun lassen wir uns nicht mehr von dem Dunklen in dir einschüchtern. Lass es uns doch gemeinsam bekämpfen. Lass uns dir helfen.“ Adria tat alles daran die Abreise des Magiers aufzuschieben. Sie wollte ihn nicht gehen lassen, sie war nicht zufrieden. Zu wenig Zeit konnte sie mit ihm verbringen. Die Slayerin hatte ihn so sehr vermisst und nach all den Jahren bekam sie nur ein paar Minuten mit ihm, konnte ihn nicht einmal in ihre Arme schließen. Nel hatte sie von ihm abgeschirmt. Die ganze Zeit war sie so nahe bei ihm und doch so weit entfernt von ihm. „Lass uns ihr zusammen helfen. Sie braucht dich, auch wenn sie es nicht so ausdrückte. Sie ist doch noch immer irgendwo ein Kind, weiß nicht was sie erzählt. Sie braucht dich...“ Ihre Stimme wurde leiser, wieder kraftloser und entwickelte sich nun eher zu einem Hauchen. „Ich brauche dich.“, flüsterte sie. Nelliel derweil lag mit dem Rücken auf ihrem Schoß. Es war anzuzweifeln, dass sie überhaupt noch etwas mitbekam.

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Re: Raststätte zum rollenden Rad

Beitrag von Gast am Mi Feb 25, 2015 6:58 pm

Sein Entschluss hatte sich nicht geändert, er blieb dabei. Nun war es Zeit für ihn zu gehen. Obwohl er die beiden Damen schon so lange nicht mehr gesehen hatte, blieb ihm nichts anderes übrig. Noch war er mit sich selbst gar nicht im reinen, hatte Angst ihnen etwas anzutun oder etwas derartiges. Zudem stimmte irgendwas nicht, die Sache mit Nel stimmte ihn nicht grade glücklich. Es schmerzte ihn, dass Adria das Ganze auch abbekam, obwohl sie keine Schuld an irgendwas hatte. Innerlich war es wieder ein Konflikt, so recht wusste er nicht was er tun sollte. Einerseits wollte er es noch genießen, dass er die Beiden wieder vor sich hatte, andererseits ließen die Umstände es nicht ganz zu. Nel war außerdem bewusstlos, nachdem sie vorher ihre Show abgezogen hatte. Man konnte nicht wirklich mit ihr reden, Artorias kam nicht an sie heran, egal was er zu ihr sagte. Das demotivierte ihn, weiterzumachen. Er hatte bereits klar gemacht dass er gehen wollte, obwohl die Rothaarige wohl etwas dagegen hatte, was sie mit ihren Worten auch zum Ausdruck brachte

Sie wollte unter keinen Umständen dass er die Gruppe erneut verließ. Mit ihren Worten versuchte sie ihn abzuhalten, sprach davon wie sehr sie ihn doch vermisste und brauchen würde. Auch Nel würde das tun, doch durch ihre kindliche Naivität konnte sie das nicht zum Ausdruck bringen. Auch wenn sich Artorias innerlich zusammenreißen musste, half es alles nichts, er musste gehen, komme was wolle. Doch er drehte noch einmal um, bewegte sich in die Richtung von Adria. Schweigend ging er zu ihr, blieb vor der jungen Dame stehen. Vorsichtig griff er mit einer Hand in ihren Nacken und zog sanft den Kopf ein wenig nach unten. Er gab ihr einen kurzen Kuss auf die Stirn. Nicht mehr und nicht weniger. Danach ließ er wieder von ihr ab. "Tut mir leid wenn ich dich mit meinem handeln verletze, oder verletzt habe. Ich weiß dass es nicht einfach ist, doch ich habe keine Wahl. Es verging kaum ein Tag, an dem ich nicht an euch dachte, ich habe euch auch so sehr vermisst, ich brauche euch auch. Doch die Zeit ist noch nicht gekommen. Daher bitte ich dich, stark zu bleiben, gib auf Nel acht. Bald sehen wir uns wieder, diesmal wird es nicht so lange dauern. Ich verspreche es dir" sprach er noch zu ihr, bevor er sich dann endgültig umdrehte und seinen Weg bestritt. Es gab kein zurück mehr, alle mussten damit klarkommen. Der Schwarzhaarige hatte noch eine Menge vor sich, aber bei Adria würde er sich bald wieder blicken lassen, er hatte es ihr versprochen. Vielleicht war es nicht so schwer, sie wiederzufinden, solange sie das einhielt, was Artorias ihr heimlich gab. Als er ihr einen Kuss auf die Stirn gab, brachte er einen Zettel mit einem Ort und einem Datum in ihrer Tasche unter. Das war das nächste Treffen, doch dann wohl nur zu 2. um sich einfach zu unterhalten, ohne Stress und Probleme. Das war wohl fürs erste das beste. Nel brauchte noch ihre Zeit, bis sie alles verdaute und verstehen konnte. Solange ließ Artorias sie in Ruhe. Mehr konnte er auch nicht tun. Jedenfalls ging er nun, ohne einen Blick zurück zu werfen. Aus der Ferne spürte Auren, aus Cedar sah man Rauch aufsteigen. Er sollte sich lieber ein wenig entfernen

tbc: Ufer der Stadt

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Re: Raststätte zum rollenden Rad

Beitrag von Gast am Do Feb 26, 2015 5:18 pm

Adria war mit der Situation völlig überfordert. Das Geschehene setzte ihr wirklich zu. Sie benötigte Zeit das alles zu verarbeiten. Das unverhoffte Wiedersehen mit Artorias, Nelliels Verhalten diesbezüglich und dann noch die Tatsache, dass ihr großer Bruder im Geiste nun von den fiesen Machenschaften wusste, in die Nel und sie verstrickt waren. Zusammengenommen war es einfach zu viel für die Rothaarige. Nun war sie zu allem Überfluss auch noch dafür verantwortlich, dass es die Jüngste im Bunde von den Beinen gehauen hatte. Es sah ganz danach aus, als hätte Adrias ungezügelte Magie Nelliel so sehr zugesetzt, dass diese ihr Bewusstsein verlor. Nun deutete sich auch noch Artorias Abschied an. Selbst die Worte der Slayerin sollten ihn nicht von seiner Entscheidung abbringen. Bevor er jedoch den Ort verließ, kehrte er noch ein letztes mal um. Er Schwarzhaarige näherte sich Adria, die wie festgewurzelt da stand. Bis auf wenige Zentimeter näherte er sich ihr. Die Magierin wusste nicht, was er vorhatte, schaute ihn nur fragend an und ließ ihn machen. Ihr uneingeschränktes Vertrauen besaß er noch immer. Daran würde sich so schnell nichts ändern. Adrias fragend dreinblickende Augen wanderten von den seinen bis hinunter zu seiner Brust, als Artorias ihren Kopf senkte um ihr einen Kuss auf die Stirn zu geben. Adria fixierte seinen Oberkörper, starrte ihn förmlich an als sie den Kontakt seiner Lippen auf ihrer Stirn spürte. Erst als er wieder von ihr abließ, schaute Adria wieder auf. So fragend wie zuvor. Die Hoffnung, dass Artorias seine Meinung noch ändern würde und vor Ort blieb, war noch vorhanden, doch dann setzte er zu sprechen an und bereits nach den ersten Worten ahnte die Rothaarige worauf seine Sätze hinauslaufen würden. Auf eine erneute Verabschiedung. Natürlich war sie bei weitem nicht so schmerzhaft wie die letzte, welche unzählige Jahre zurück lag, doch ein schönes Gefühl war es dennoch nicht. Natürlich gab Adria weiter auf Nel acht. Das war etwas, dass sich über Jahre in ihr verankerte. Dass Artorias versicherte, sie brauche nicht so lange auf ein Wiedersehen warten wie das letzte mal, gab Adria wenigstens ein leicht positives Gefühl. Dann drehte der Magier auch schon ab, kehrte seinen beiden Freundinnen den Rücken zu und verließ endgültig den Ort. Die Slayerin versuchte noch sich zu verabschieden. >> Pass auf dich auf. <<, sprach sie. Doch ihr blieb die Stimme weg, warum auch immer. Mehr als ein Hauch entwich ihrem Hals nicht. Adria verfolgte die Silhouette ihres Freundes noch, bis sie letztendlich nicht mehr auszumachen war. Er drehte sich kein einziges mal mehr um. Nun würde sie wieder warten müssen ihn wiederzusehen. Von dem Zettel, den Artorias ihr zugesteckt hatte, wusste sie noch nichts. Sie hatte nichts davon mitbekommen. Die Ablenkung war perfekt.

Natürlich bekam auch Adria die Explosionen und die bedrohlichen Auren aus Cedar mit. Einen Moment verweilte sie noch, ehe sie sich zu Nelliel beugte. Sie war noch immer bewusstlos und die Rothaarige erachtete es als das beste, sie zurück zur Allianz zu bringen. Hierzu bündelte Adria ihre magische Energie, um ihre Kraft zu steigern. Andernfalls wäre es wohl nicht grade leicht den leblos wirkenden Körper Nel's den gesamten Weg zurückzutragen. Dort angekommen könne sie sich jedenfalls ausruhen. Was die Mission anging, so waren sie wohl gescheitert. Offiziell zumindest würde Adria die Schuld auf sich nehmen. Sie würden es nicht geschafft haben, das Ziel auszuschalten.

So kam es schließlich auch. Adria trug Nel zurück und erstattete Bericht. Mehr oder weniger jedenfalls. Ein Fürst war nicht im Hause, auch konnte sie den direkten Auftraggeber nicht ausfindig machen. Aus diesem Grund setzte Adria einen Brief auf und hinterließ ihn. Nel brachte sie zur „Krankenstation“, damit sie dort wieder zu sich kommen und sich erholen zu können.

Tbc: steht noch aus

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