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Aussichtsturm von Artorias

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Aussichtsturm von Artorias

Beitrag von Artorias am Di Dez 22, 2015 4:10 pm

Der Aussichtsturm schien von der Gilde eher weniger benutzt zu werden. Wenn es keinen Grund gab ihn zu nutzen, war es umso besser. Der Magier Artorias, welche die Anwesenheit von zu vielen Menschen scheut, hatte den Turm für sich entdeckt und in Beschlag genommen. Wenn er mal in der Gilde ist, befindet er sich meistens dort. Entweder in dem kleinen Häuschen oder er sitzt oben auf dem Dach, besieht sich des Geschehens. Umgeben ist der Ort von vielen Pflanzen und Bäumen. Einfach eine wundervolle Landschaft. Zudem kann man sehen, dass eine Seite durch hohe Berge geschützt wird, die andere Richtung gibt freien Blick auf die einzige Möglichkeit die Gilde zu erreichen. Welchen also auch die Feinde wählen müssten und schnell ertappt werden würden. Sogar der ehemalige Eingang ist zu gewuchert. Deshalb klettert der recht fitte Abyss Magier einfach hinauf. So konnte man das Problem eben beheben. Falls es Besuch gab, würde er sie schon irgendwie dort hochbekommen.

Das Innere des kleinen Häuschens, quasi seine Inneneinrichtung, sein Wohnraum, wird noch später näher beschrieben. Dort befinden sich anfangs lediglich ein Bett und ein paar Schränke. Das nötigste eben. 

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Re: Aussichtsturm von Artorias

Beitrag von Artorias am Di Dez 22, 2015 9:37 pm

Cf: Innere der Gilde

Kaum zu glauben. Artorias war nun ein vollwertiges Mitglied einer Magiergilde. Hätte man ihm das noch alleine vor ein paar Tagen gesagt, hätte er denjenigen oder diejenige für verrückt erklärt. Doch irgendwie hatte er das Gefühl, dass diese Entscheidung vielleicht nicht so schlecht für ihn war. Immerhin musste Artorias ja nicht immer da sein, hatte aber im Notfall ein Dach über dem Kopf und die Möglichkeit erhalten, sich mit Aufträgen für Fallen Angels, Geld zu verdienen, was man immer gebrauchen konnte. Auf eine Art und Weise würde sich das sicherlich vorteilhaft entwickeln. Eine nette Bekanntschaft machte er jedenfalls auch schon. Sie war ja auch die Person, die ihn hierher brachte und wohl in Kürze eine Mission mit ihm ausführte. Davor wollte er nur noch sein neues, persönliches „Quartier“ in Beschlag nehmen. Dafür kam ein ruhiger und verlassener Ort, Abseits der anderen in Frage. Ein alter Aussichtsturm, umgeben von schönem Grün war sein Ziel. Nachdem er über die sanfte Wiese lief, vorbei an all den schönen Bäumen und Pflanzen, stand er vor dem Gebilde aus Stein und Holz. Von Unten sah es dann doch recht hoch aus, aber nichts was der Abyss Magier nicht erreichen könnte. Er atmete kurz tief durch und trat nochmal einige Schritte zurück. Dann setzte er an, sprintete los, rannte 2 Meter des Turms quasi gerade noch, griff sich dann einen kleinen Vorsprung im Gemäuer an dem er sich festhalten konnte. Das war wohl nochmal gutgegangen. Nun hing er da, einfach in der Luft, die Beine baumelten herunter, nur seine Hände umfassten den herausschauenden Stein, sodass er nicht schmerzhaft nach unten fiel. Diese Position war allerdings ziemlich kraftkostend, weshalb er so nicht lange verharren konnte.  Rasch suchte er das Gemäuer nach der nächsten Gelegenheit ab, sich festzuhalten. Da der Turm nicht riesig war, hatte er keinen unmöglichen Weg vor sich.

Artorias nahm seine Kraft zusammen, wippte etwas nach oben und unten, holte Schwung. Mit einem Mal stieß er sich ab, flog etwas hoch und griff sich an dem Holz fest, dass das kleine Häuschen auf dem Stein befestigte. Von dort aus, war es nur noch ein kleines Stück, das er in einem Katzensprung überwinden konnte. Eine kleine Tür gab ihm Einlass zum Turm. Vorsichtig trat er herein. Es standen ein paar leere Schränke herum, ein altes Bett. Alles war verstaubt und karg. Als wenn 100 Jahre keine Menschenseele mehr dort gewesen wäre. In einer Ecke fand sich noch ein kleiner Tisch wieder, zusammen mit 2 Holzstühlen. Auf dem einen ließ er sich nieder, holte einen Moment lang tief Luft, entspannte erstmal.  „Hier muss echt was getan werden“ sprach er leise aus und seufzte genervt, während er den Arm auf seinem Knie abstützte, seinen Kopf auflehnte. Als er aufstand und sich zum kleinen Fenster begab, staunte er über die wundervolle Aussicht die sich vor seinen Augen wiederfand. Er genoss diesen Eindruck einige Minuten lang. Kurzerhand kletterte er einfach heraus, schwang sich aufs Dach und hielt sich dann an der Spitze fest, stand quasi. Eine frische Brise zog ihm dort oben durchs Gesicht und Haare. Irgendwie spürte er fast schon die Freiheit, welche sich ihm gerade bot. Ein unglaublich gutes Gefühl. Danach hatte er sich lange gesehnt. Zwar war er in einer Gilde, aber bisher schränkte sie ihn nicht in seinem Dasein ein.


 Erstmal musste er zurück zu Tharja gehen, die vielleicht schon auf ihn wartete. Um herunterzukommen, musste er quasi den gleichen Weg wählen, mit dem er herauf gekommen war, nur wesentlich langsamer und vorsichtiger. Unten angekommen, besah er sich nochmal der schönen Natur. Entdecke eine Art Wasserfall mit einem kleinen Bach hinter seinem Turm. Das würde sicherlich noch einige Vorteile bieten. Zur Körperpflege sowieso. Dieser ganze Ort war einfach rundum schön anzusehen.  Wenn er mal in der Gilde war, dann hatte er jetzt ganz sicher einen guten Ort für sich selbst gefunden, bei dem er sich ungestört ausruhen konnte. Nun näherte er sich wieder dem Gildengebäude. Um die Einrichtung seines neuen Aufenthaltsortes und alles weitere, konnte er sich ja nach der Mission mit der Schwarzhaarigen kümmern. Er war gespannt wie sein erster Auftrag in einer Gilde verlaufen würde und was ihn erwartete. Eigentlich hoffte er , dass es ohne große Auseinandersetzungen vonstattenging. Immerhin war ihm das benutzen seiner Magie nicht ganz geheuer.
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Re: Aussichtsturm von Artorias

Beitrag von Gast am So Jan 03, 2016 6:24 pm

Manchmal kam es wie es kommen musste. Jäger war ausserhalb Cytras Bann in der Gilde unterwegs. Was jetzt schon fast zur Tagesordnung gehört, weil sie eher damit beschäftigt war, mit sich selber klarzukommen. Jäger war nur gerade nicht zu gebrauchen. Solange sie nicht stirbt, ist er völlig in Ordnung damit was sie tut und was nicht. Er torkelte in seiner Menschlichen Form durch die Gänge, als ihn jemand ins Auge sticht. Ein Mann, den sie hier noch nie gesehen hatte. Natürlich sah man Jäger auch nicht jeden Tag ohne Cytra herumgeistern, so hielten die meisten auch von ihm Abstand, aber das kümmerte ihn nicht. Nichtsdestotrotz verwandelte er sich in seinen Schatten und war dabei, den Fremden zu verfolgen.

Er sah nicht gerade so aus, als ob er die ganze Halle zerstören kann, aber er hat wenigstens das Zeichen der Gilde gerade erhalten. Also wird er auch nichtsdestotrotz zu den guten gehören. Da war sie wieder, diese menschliche Ader, die er hatte wenn er in der Menschenform ist.. Diese Zweifel.. Und auch wenn es ihm mehr gefiel in dieser Form zu leben, so war sie die unbrauchbarste. Dennoch war sie gerade jetzt die Brauchbarste, denn dieser Artorias war gerade auf dem Weg zum Turm. Den Turm? Den hat nichtmal Jäger von Innen gesehen, und da was dort spuckt, wollte er sich sowieso nicht nähern. Spuk? Er ist ein Dämon! Wovor sollte er Angst haben? Seine Menschenform eben.

Und gerade als er eine kleine Pause unten am Turm machen wollte, stolzierte der Magier gerade nach draussen. Wahrscheinlich gerade noch in Gedanken versunken und nicht beobachtungsfähig, einen kleinen Dämon zu erkennen.

Hey! Hier unten! Du bist neu hier was? piepsig aber trotzdem ernstgemeint war die Stimme des Wichteldämons. Jäger will nicht unnötig Magie verbrauchen und so entschloss er sich, die Wichtelform zu verwenden.

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Re: Aussichtsturm von Artorias

Beitrag von Tharja am Mo Jan 04, 2016 2:59 am

cf: Gildenhalle 

Nachdem Tharja im Laufschritt sämtliche Räumlichkeiten innerhalb der Gilde durchforstet hatte, waren auch die Gärten dran gewesen. Doch nirgends hatte sie Artorias, welcher nur kurz eine Bleibe für sich selbst suchen wollte, gefunden, somit war sie zu dem letzten Platz gegangen an den sie noch gedacht hatte: der alte Aussichtsturm. 
Am Weg dorthin hing sie ein paar Gedanken nach. Wieso war sie nicht eher darauf gekommen? Natürlich war ein Zimmer naheliegend gewesen, immerhin hatte Fallen Angels mehr als genug davon. Eventuell hätte sie auch noch eines der weiter entfernten Zimmer im Keller vermutet, war danach noch in die Bibliothek gerannt, im Glauben er hätte sich in einem guten Buch verloren, dabei war ein abgelegener Ort bei genauerem Nachdenken sogar noch wahrscheinlicher gewesen. Artorias war ihr nicht vorgekommen wie jemand der mitten im Gildenleben stehen wollte. Sie hielt ihn eher für die Sorte, die zwar Mitglied war, aber nicht jeden Tag vorbei schneite und Partys feierte. Wie er den Turm gefunden hatte war ihr jedoch ein kleines Rätsel. 
Man sah diesen zwar von außen, aber hatte er ihn wirklich beachtet? Hätte sie eigentlich nicht erwartet. Aber es war wirklich der letzte Platz der ihr eingefallen war. Was würde sie tun wenn er dort jetzt auch nicht war? In die Gildenhalle zurückkehren. Zwar hatte Tharja dem Barkeeper gesagt, dass sie ihn suchte, falls er auftauchen sollte, aber sicher war sicher. Vielleicht waren die Beiden ja aneinander vorbei gelaufen und hatten sich deswegen nicht gesehen. Im Moment war sie jedoch noch am Weg zum Aussichtsturm, gefolgt von einem kleinen Fuchs, dessen Tempo in den letzten Minuten signifikant nachgelassen hatte. Während Fennex zuvor noch herum gesprungen war, trottete er jetzt nur noch langsam hinter ihr her. War wohl schon wieder Zeit für das nächste Nickerchen. 
In dem Moment kam Tharja bei der Lichtung an, erblickte den Turm in seiner vollen Schönheit, genauso wie die Umgebung. Das Gebäude mag vielleicht lange nicht genutzt worden und schon etwas älter sein, jedoch konnte man nicht behaupten, dass es nicht schön anzusehen war. Früher hatte die Magierin hier oft gespielt, in den letzten Jahren war dieses Gebiet ihrer Erinnerung aber immer mehr entfohlen. Momente die sie längst als vergessen hätte abstempeln können, kamen nun zurück in ihr Gedächtnis gekrochen. Wie es dort jetzt wohl aussehen würde? 
Während Tharja an einem Baum am Anfang der Lichtung stand, etwas abseits vom Blickfeld eventueller Ankömmlinge, hatte Fennex sich wieder eingerollt und schlummerte. Gleichzeitig hatte eine Bewegung ihre Aufmerksamkeit erregt, als Artorias gekonnt von dem Turm wieder runter kletterte. Unten blieb er stehen und bedachte noch einmal die Natur, zumindest erweckte er den Eindruck bei dem Mädchen. Wieso sonst sollte er dort rumstehen? Eventuell dachte er auch nach, aber Tharja beschloss anzunehmen, dass er die Natur beobachtete. 
Eine zweite, kleinere Gestalt erweckte ihr Aufsehen. Sie hätte die Person wohl beinhart übersehen, immerhin hatte sie nur eine kleine Bewegung am Rande mitbekommen, wenn die Neugier des Mädchens sich nicht wieder in den Vordergrund gedrängt hätte. So kletterte Tharja den Baum hoch, an dem sie gerade noch gelehnt hatte, und handelte sich dort oben weiter. Kein leichtes Unterfangen, aber irgendwie gelang es dem Mädchen doch ein paar Bäume weiter zu klettern ohne sich oder andere zu verletzten oder aufzufallen - hoffte sie zumindest - und hatte nun eine bessere Aussicht auf die Lichtung. 
Wie ihr zuvor kurz in den Sinn gekommen war, handelte es sich bei der kleinen Gestalt um Cytras Dämon, zumindest glaubte sie das er einer war. Oder sie? Der Name war Jäger - so viel wusste sie. Aber auch wenn Cytra ihre Ziehmutter war, hatte Tharja mit Jäger nicht richtig viel zu tun gehabt. Sie kannte ihn, immerhin war sie schon immer da gewesen und hatte das Kommen und Gehen der Mitglieder beobachtet, jedoch war ein recht intensives Gespräch der Beiden noch nicht vorgekommen. 
Allerdings schien er sich auch gerade mit Artorias unterhalten zu wollen, also mischte sich das Mädchen nicht ein. Sie lehnte sich lediglich auf dem Ast sitzend zurück und sah hinab zu Fennex, der ihr nachgetrottet war und nun unter ihr die Geschehnisse beobachtete.
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Re: Aussichtsturm von Artorias

Beitrag von Artorias am Di Jan 05, 2016 11:44 pm

So wie es aussah, hatte Artorias nun auch seinen Platz in Fallen Angels gefunden. Er wurde fündig, ganz entsprechend seiner Vorstellungen. Ein Ort an dem er ungestört leben konnte, abseits vom Trubel und den Menschenmengen, die in so einer Gilde ja üblich waren, soweit er wusste. Viel Zeit hatte er nicht um sich umzusehen, da Tharja bereits wartete, zusammen mit dem Auftrag, den die beiden ausführen würden. Definitiv ein guter Einstieg für den Abyssmagier. Er stellte es sich gut vor, eine Mission zusammen mit ihr zu machen, der Person, die ihn in die Gilde brachte und der er, logischerweise, von allen dort am meisten vertraute und das gerne ausbauen würde. Diese Beziehungen innerhalb der Gilde waren wichtig, besonders wenn man wie Artorias war und eigentlich die Leute mied. Da konnte er diese Möglichkeit gut nutzen. Da er den alten Aussichtsturm der Gilde für sich auserkoren hatte, war diese Hürde auch überwunden und es konnte eigentlich losgehen, nachdem er dort alles eifrig untersucht hatte. Jetzt musste er nur den Weg wieder heruntergehen, besser gesagt herunterklettern. Nachdem es um die akrobatischen Fähigkeiten gar nicht so schlecht bestellt war, konnte sich Artorias eigentlich wieder dem Weg zurück widmen um Tharja entgegenzukommen. Dann konnte der Auftrag eigentlich auch schon beginnen. Allerdings kam er gar nicht soweit, etwas kam dem Abyssmagier dazwischen. Eine kleine Gestalt erschien vor ihm, wollte wohl nichts Böses, sich wohl nur ein bisschen unterhalten, den Neuling kennenlernen. Genau um diesen Fakt ging es ihm, fragte sicherheitshalber nochmal nach. Artorias schaute skeptisch nach unten. Dieses Wesen war eine Art Dämon, kein Mensch. „In der Tat. Artorias mein Name. Und du bist?“ kam es als Frage zurück, während sich der Abyss Magier etwas in die Knie begab um mit der Kreatur auf einer Höhe zu sein.

Sag mal, was bist du eigentlich? Eine Spezies wie dich habe ich noch nie gesehen“ fragte er vorsichtig und interessiert nach. „Entschuldige, falls ich dir damit zu nahe trete. Ich wollte nicht neugierig wirken“  Stellte der Neuling klar und schaute seinen Gegenüber flüchtig an, bevor er sich wieder hochbeugte und auf eine Reaktion wartete. Natürlich fragte er sich permanent, wo Tharja blieb und wusste, dass er eigentlich los musste und kaum Zeit hatte, sich mit diesem Wesen zu unterhalten. Schließlich wartete man auf ihn. Die Arbeit machte sich auch nicht von selbst. Allerdings, schien die attraktive Schwarzhaarige, ihm zuvorzukommen. Seine gut trainierten Hörorgane, vernahmen ein Rascheln in den Kronen der Bäume, obwohl es windstill war. Kurz konzentrierte Artorias sich, spürte ihre Aura in der Nähe. Was hatte sie vor. Mit einem Grinsen auf den Lippen, näherte der Mantelträger sich ihr, tat so, als wäre er zufällig zu diesem Baum unterwegs. Er lehnte sich lässig an, schaute flüchtig nach oben und entdeckte sie bereits. „Tharja? Möchtest du nicht herunterkommen? Verstecken scheint nicht deine Stärke zu sein“ scherzte er und blickte sie junge Dame an. Er wirkte von Anfang an herausfordernd, hielt seine Arme dann offen. „Komm schon, ich fang dich auf, keine Sorge. Du kommst heil herunter, so wie du auch raufgekommen bist“ Ging sie darauf ein? Eigentlich war ja nichts dabei. Natürlich konnte er sie auch so herunterspringen, wenn sie wusste wie, aber eine Landung in den Armen des Abyssmagiers war definitiv sicherer. Ganz ohne einen Hintergedanken oder sonstiges.


Noch immer blickte er sie an, während er natürlich auch noch an diese unbekannte Kreatur dachte. Vielleicht kannte die Schwarzhaarige ihn sogar besser, konnte ihm im Notfall auch Auskunft darüber geben, wer das war. So konnten sie zusammen etwas ins Gespräch kommen. Warum auch nicht? Danach würde es dann zum Auftrag gehen. Jetzt wo Artorias Tharja wiedergefunden hatte, konnten sie selbst bestimmen, wie lange sie noch warten wollten, bis sie aufbrachen. Da blieb sicherlich Zeit für ein paar Worte. Der See den Artorias hinter seinem Turm ausgemacht hatte, war sicherlich eine gute Stelle. Jetzt kam es nur noch darauf an, welche Rolle dieses Wesen spielte und was es eigentlich vom Besuch von Artorias erwartet hatte. Ihn einfach nur begrüßen? Davon ging der Mann im Mantel zumindest aus. Wirklich bedrohlich sah er ja nicht gerade aus, oder? Allerdings sollte das Äußere einen nicht beeinflussen, es konnte verdammt schnell täuschen und dann zum Verhängnis werden. Wie so oft im Leben. Dessen war er sich bewusst.
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Re: Aussichtsturm von Artorias

Beitrag von Gast am Fr Jan 08, 2016 2:53 pm

Kaum zu glauben, aber Jäger war tatsächlich doch instinktiv schlauer als erwartet. Als er nämlich auf den gesehnten Artorias gelandet ist, war dieser doch vorsichtiger als er von außen her schien. Wahrscheinlich erachtete er Jäger als höhere Spezies.
Nun dem auch sei, als Artorias den Turm wieder heruntergeklettert war, stellte sich der Chibijäger nochnicht vor, sondern war direkt auf verbale Konfrontation aus. Natürlich war er auch so nett und stellte sich dann auch vor. Mit einem lustigen Räuspern sagte er ganz vorlaut so wie er nunmal ist. Jäger mein Name ist, werter Herr. Den Namen Artorias habe ich noch nie in meinem langen Leben gehört. Hat aber etwas schattenartiges. So geheimnisvoll war Jäger nun eigentlich immer. Auch will er auch den Magier einwenig interessiert machen, wie so ein kleines Wesen so viel Menschenkenntnis aufweist.

Jäger lebte ja schon so lange, das er sagen kann, ob er einem Menschen vertrauen kann und ob nicht. Cytra vertraute er allemal. Auch wenn sie gerade nicht hier ist, spürt er auch durch den Vertrag, das sie eine schwere Zeit durchmacht, aber sie sagte ihm, er solle sich auf eigene Faust verbessern. So wird er das auch. Denn Jäger ist ein Nemesis, der nicht so leicht unterzukriegen ist und auch mehr Kampferfahrung hatte als die meisten Dämonen in seinem Alter. Und auch genug Vertragswechsel. So beschloss er nun einfach apprut und ohne Vorwarnung als Mensch sich zu verwandeln. So hast du mich bestimmt schon öfter gesehen Artorias. Ich bin ein Nemesis. Ein Dämon, der sich in verschiedene Wesen verwandeln kann, die mein Lebensweg zeigen. Beispielsweise ist die Chibi Variante, die gerade gesehen hast, mein Geburtswesen. Das, was du jetzt siehst, ist meine neueste, der Mensch. Aber bevor ich dir diese Geschichte erzähle, werde ich lieber abschweifen. Denn ehe er sich versah, hatte er auch schon Tharja im Blick gehabt. Diese hangelte sich von Baum zu Baum und das hatte Jäger schon lange im Blickfeld gehabt.

Tharja, meine kleine, ich tu dir schon nichts. Komm doch einfach runter und gesell dich zu uns starken Männern. Oder wirst du bei unserer Atmosphäre einwenig rot? Jäger war, wie normal auch in dieser Form, sehr menschlich und man würde, wenn man ihn nicht in den brennenden Körperteilen sehen könnte, normal auch meinen er wäre ein Mensch.

Komisch, das er jetzt diese Annahme gehabt hatte.

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Re: Aussichtsturm von Artorias

Beitrag von Tharja am Fr Jan 08, 2016 6:59 pm

Normaler Weise war Tharja der Meinung, sich halbwegs gut verstecken zu können. Sonst hätte sie es wohl gar nicht versucht und wäre nicht auf diesen Baum geklettert, um Artorias und Jäger nicht zu stören, die sich gerade unterhielten. Sie war der Meinung gewesen zumindest ein wenig unentdeckt zu bleiben. Und trotzdem ging der Plan nach hinten los, denn sowohl der Schwarzhaarige als auch der Wichteldämon hatten das Mädchen fast gleich, nachdem sie endlich wieder gemütlich am Baum saß, entdeckt. 
Wer sie zuerst bemerkt hatte wusste sie nicht. Zuvor hatten sich die beiden männlichen Wesen noch friedlich unterhalten, vermutlich hatten sie sich einander vorgestellt, was sie vor allem daraus schloss, dass Jäger wenig später in seiner menschlichen Gestalt da stand. Oder sie hatten sich miteinander angelegt, nur sah es dafür viel zu friedlich aus. Jedenfalls wurde sie kurz darauf entdeckt, wie sie da oben in ihrem Baum saß, woraufhin sie einige leise Flüche ausstieß, die Artorias hoffentlich nicht mehr gehört hatte, der stand nämlich kurze Zeit später grinsend unter ihrer Position. Natürlich zog er sie erstmal scherzend darüber auf, dass sich verstecken wohl nicht eine ihrer Stärken war. Tharja konnte das verstehen, sie hätte es wohl nicht anders gemacht, trotzdem schmollte sie innerlich ein wenig darüber. Allerdings hätte sie der Person am Baum wohl nicht vorgeschlagen sie aufzufangen, einfach weil das Mädchen dafür dann doch ein wenig zu schwach war. Doch die Schwarzhaarige warf sich nicht einfach in die Arme des Mannes, sondern verschränkte erstmal ihre eigenen vor ihrer Brust und setzte einen leichten Schmollmund auf. 
"Fennex entdeckt mich nie.", grummelte sie. 
Dass Fennex aber auch ein Tier und kein Mensch war, ließ das Mädchen dabei einfach mal außen vor. Stattdessen überlegte sie, wie der beste Weg nun nach unten in Artorias Arme war. Physikalisch gesehen, sollte sie wohl nicht aus dem Stand einfach runter springen. Aber was war die kleinste Distanz? Tharja beschloss, sich nicht einfach irgendwie besonders runterfallen zu lassen, sondern war gerade dabei einfach sitzend vom Baum zu hopsen, als Jäger das Wort ergriff und sie abermals aufzog, woraufhin sie inne hielt. 
Ihre Augen wurden groß während sich zeitgleich ein roter Schimmer auf ihre sonst so blassen Wangen zog. Nicht nur, dass er sie "kleine" nannte und von sich und Artorias als "starke Männer" redete, nein er spielte auch darauf an, ob Tharja etwa bei deren Gesellschaft nervös wurde und rot anlief. Was sie in einer gewissen Weise ja auch tat, allerdings nicht wegen der ach so starken Männer, sondern schlichtweg wegen seines Kommentars, das ihr leider doch ein wenig peinlich war.
"In deinen Träumen vielleicht, Jäger. Als ob ihr mich in Verlegenheit bringen könnten. Pah.", sagte sie ungläubig zu Jäger.
Mit einem finsteren Blick, der ihr schmollen jetzt noch unterstrich, stieß sie sich jetzt endlich von dem Baum ab und landete sicher in Artorias Armen, der rote Schimmer war noch immer nicht vergangen. Wie hatte es Jäger geschafft sie jetzt in Verlegenheit zu bringen? Sonst konnte sie doch auch einfach ruhig bleiben! 
"Dankeschön.", murmelte sie leise zu dem Schwarzhaarigen, vermied erst den Blickkontakt wegen ihrer rötlichen Wangen, sah dann aber doch hoch, direkt in seine Augen.
Sie musterte sein Gesicht mit einem weitgehend neutralen, vielleicht ein wenig nachdenklichen Blick, als wolle sie es sich einprägen. Jäger und seine Kommentare hatten sich aus ihrem Bewusstein verzogen, zumindest für den Moment. Zugegeben fand das Mädchen es recht bequem in Artorias Armen zu sitzen. Vielleicht sollte sie ihn immer mitnehmen, falls sie mal wieder von einem Baum runterkommen musste. Runterklettern war eben nicht immer so grazil, wie man es wollte. Da war in die Arme eines Mannes zu springen doch auf jeden Fall besser, oder etwa nicht? Noch dazu wenn er nicht unbedingt schlecht aussah. 
Tharja räusperte sich und verschob ihre Gedankengänge auf später, stattdessen warf sie einen kurzen Blick auf das Füchschen am Boden, der das Geschehen interessiert beobachtete. Sobald das Mädchen dann wieder Boden unter den Füßen hatte, strich sie sich ihren durchsichtigen Anzug und den Umhang zurecht, damit sie etwas zu tun hatte. Dann sah sie zu Jäger und stemmte die Arme in ihre Seiten. 
"Und so klein bin ich nun auch wieder nicht. Ihr hättet eben nicht so groß werden dürfen, das ist alles.", meinte sie jetzt schon weniger schmollend, ohne Röte und finsteren Blick, stattdessen mit einem Funkeln in den Augen. "Außerdem bin ich normal doch größer als du, Jäger. Oder irre ich mich, du großer starker Mann?" 
Jetzt trug Tharja wieder ihr freches Grinsen, hatte eine Augenbraue gehoben, die Arme vor beziehungsweise unter der Brust verschränkt und sah den Dämon vor ihr mit einem ebenfalls frechen Funkeln in den Augen an. Normal lief er ja auch in seiner Wichtelform herum. Da war er dann immerhin kleiner als sie, wieso das also nicht hervor heben? Immerhin hatte er sie "klein" genannt. Zugegeben, sie war nun auch nicht wirklich groß mit ihrem 1,70 metern, aber auch nicht so klein wie manch andere. 
"Also über was unterhalten sich die großen Jungs denn gerade so? Wichtige Männergespräche über die verschiedenen Biersorten?", fragte sie mit einem unschuldigen Lächeln. 
Ihre Arme waren nun hinter ihrem Rücken, die Finger hatte sie ineinander verschränkt und verlagerte ihr Gewicht abwechselnd auf Zehenballen und Ferse. Natürlich hatte Tharja den Auftrag auch noch im Hinterkopf, aber es eilte ja nicht. Sie fand es irgendwie auch ganz entspannend auf dieser Lichtung. Es war eine schöne Atmosphäre hier. Irgendwie erinnerte sie dieser Ort an den im Wald, wo sie sich so lange mit Artorias unterhalten hatte. Er sah zwar nicht genau so aus, aber es war auch diese Ruhe in der Luft gewesen.
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Re: Aussichtsturm von Artorias

Beitrag von Artorias am Sa Jan 09, 2016 2:42 pm

Nachdem der Abyssmagier seine Bleibe erfolgreich erkundet hatte, wollte er eigentlich auf dem schnellsten Weg wieder zurück zu Tharja, um auf den Auftrag gehen zu können. Lange wollte er sie nicht warten lassen, immerhin machte das nie einen guten Eindruck. Lange rede, kurzer Sinn: Artorias nahm die Beine in die Hand, sprang vom Turm und machte sich auf, Richtung Gildenhalle. Allerdings kam ihm eine Person dazwischen. Ein kleines Etwas, ging ihm nicht mal ganz bis zur Hüfte, erhob die Stimme und sprach den Mantelträger an. Wie es den Anschein machte, wollte er nur ein nettes Gespräch beginnen, sicherstellen, ob Artorias der Neue war. Damit hatte er kein Problem, auch wenn er ein Wesen wie dieses noch nie gesehen hatte. Anscheinend aber, gehörte er ebenfalls zur Gilde und war damit ein Teil von der neuen Art Familie, die der Abyssmagier sich besorgt hatte. Wie es üblich war, der Norm entsprechend, stellten sie sich kurz gegenseitig vor, machten sich bekannt. Jäger hieß diese Kreatur also. So wie der kleine Gnom den Namen Artorias noch nie gehört hatte, kannte der Abyssmagier den Namen des Gegenübers eher als einen Beruf, nicht anders. Aber man lernte eben immer dazu. Etwas Schattenartiges passte vielleicht gar nicht mal so schlecht zu ihm.  Während er sich die Worte von Jäger noch einmal durch den Kopf gingen ließ, sie reflektierte, fiel ihm auf, dass er von einem langen Leben sprach. Also war er definitiv eine spezielle Kreatur, nichts menschliches. Vielleicht ein Dämon? Das würde sich sicherlich noch klären. Artorias wurde überrascht, als Jäger plötzlich anfing sich zu verwandeln, zu einer humanoiden Kreatur wurde. Ein Wandler? Erstaunt schaute der Mantelträger ihn an und klatschte kurz, natürlich nur aus Spaß. Jetzt war definitiv eine Erklärung fällig. Der Schwarzhaarige signalisierte das durch einen fragenden Blick.

Er war also ein Nemesis, der sich in viele Wesen verwandeln konnte, die mit seinem Lebensweg zu tun hatten. Aber er lag falsch, Artorias hatte weder ihn, noch irgendein anderes Wesen dieser Art jemals gesehen. „Ohne die ganzen Flammen, hätte ich dir den Menschen fast abgekauft“ scherzte er daraufhin und kratzte sich kurz am Hinterkopf. „Wirklich interessant, was man in diesem Königreich alles vorfindet. Sehr erfreut, deine Bekanntschaft zu machen, Jäger“ fügte er noch zu und reichte seinem neuen Gildenkollegen die Hand, fürchtete das tobende Feuer nicht. Kurz nach diesem Moment, hatte er die Aura von seiner engsten Bekannten in dieser Gilde gespürt, Tharja. Das Rascheln der Baumkronen bei Windstille hatte sie endgültig verraten. Wie lange sie wohl schon dort oben saß? Warum kam sie nicht einfach von Anfang an herunter? Eigentlich konnte das nur den Grund haben, Artorias im Gespräch mit Jäger nicht stören zu wollen. Sehr zuvorkommend von ihr, aber das wäre kaum nötig gewesen .So also, begab er sich zu dem besagten Baum, lehnte sich an den Stamm an und redete zu ihr, behielt sie ihm Blick. Schnell realisierte sie, dass sie ertappt wurde, rechtfertige sich, ehe Artorias ihr das Angebot machte, herunterzuspringen, er würde sie schon auffangen. Nachdem sie darüber grummelte, dass ihr Fuchs sie nie entdecken würde, was in dem Fall sicherlich nicht ganz stimmte, da sie einen ausgeprägten Geruchssinn hatten, willigte sie dann ein, herunterzukommen. Aber, wiedermal kam der Nemesis mit einem seiner grandiosen Sprüche dazwischen.

Langsam, ganz langsam, drehte Artorias etwas angenervt den Kopf zu ihm, eher etwas gespielt. Schließlich forderte er Tharja auf, zu ihnen, den „Starken Männern“ zu kommen. „So wie du vorhin ausgesehen hast, könntest du eher ein Haustier sein“ Dabei spielte er, unwissentlich natürlich, darauf an, dass Jäger wirklich sowas wie ein Schoßhündchen von dieser Cytra war. Mit einem Grinsen auf den Lippen, blickte er wieder hoch zu der Schwarzhaarigen. Auch von ihr kam ein Spruch in Richtung Dämon. Wohl ein typisches Eigentor für den Wandler. Ihr Blick war finster, wirkte etwas eingeschnappt. Von einem Moment auf den anderen dann, stieß sie sich ab und ließ sich prompt vom Baum fallen. Keine Herausforderung für Artorias, auch wenn es etwas plötzlich kam. Sanft und vor allem sicher, landete sie in seinen Armen, behütet. Ihre Blicke trafen sich wieder, nun aus nächster Nähe, nachdem sie sich durchrang, ihm direkt in die Augen zu sehen. Die beiden schienen sich darin zu verlieren, etwas zu suchen, was  sie zu finden gedachten. Sie hatte wundervolle, fast schon rötliche Augen. Diese wirkten anziehend, fast schon herausfordernd. Auf ihren Wangen, lag noch immer ein blasser Schimmer der Verlegenheit. Diese peinliche Stille entstand, die einen ganzen Moment ruinieren konnte. Stattdessen fuhr der Abyssmagier fort. „Deine Augen haben etwas Besonderes an sich. Die Farbe ist ungewöhnlich, aber dennoch schön. Rot, wie eine Rose. Gefährlich, aber ebenso begehrenswert“ Ein Kompliment, natürlich. Aber kein plumpes, sondern ein wenig verpack, fast schon poetisch. Nur noch knappe Sekunden, saß sie in seinen Armen, bevor er sie absetzte.

Das erste was sie tat, war es, auf Jäger noch etwas einzuhacken, sich für den Spruch von gerade eben zu revanchieren. Dabei musste der Neuling nur etwas grinsen, fand diese Neckereien doch sehr amüsant. Es weckte  den Eindruck einer lockeren Atmosphäre. Außerdem schien dieser Nemesis gar nicht übel zu sein. Man durfte nur nicht alles auf die Goldwaage legen. Für einen kurzen Augenblick kam das alles so surreal vor. Dieses Szenario hatte er seit Ewigkeiten nicht mehr miterlebt. Es tat gut, aber war gefährlich zu gleich für ihn. Artorias durfte nicht vergessen, dass seine Magie eine tickende Zeitbombe war, die jeden Augenblick wieder ausbrechen konnte. Wenn er das nicht in den Griff bekam, würde nicht nur er eines Tages darunter leiden. Das war der Grund, warum er sich zurückhalten musste und die Lösung dessen, höchste Priorität hatte. Tharja unterbrach ihn schließlich mitten in seinem Gedankengang, mit der Frage, worüber sich die beiden unterhielten. Spielte dabei nochmal auf Jägers nette Bezeichnung an. „Wir haben uns einander vorgestellt. Jäger scheint eine schnelle Auffassungsgabe zu besitzen, identifizierte mich als Neuling schnell und wollte wohl mal hallo sagen. Zu viel mehr sind wir nicht gekommen. Jedenfalls wartet ja ein Auftrag auf uns.“ Antwortete er ihr, dachte wieder kurz nach. „Obwohl ein Bier auch nicht so schlecht wäre. Wir heben uns das für ein anderes Mal auf, Jäger“ sprach er zu ihm. Wieder eine neue Bekanntschaft gemacht. Vielleicht konnten sie ja sogar sowas werden wie… nun ja, Freunde vielleicht?
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Re: Aussichtsturm von Artorias

Beitrag von Gast am Do Jan 14, 2016 11:10 pm

Auch wenn es nur Einbildung war, aber dennoch war hier etwas zu spüren, was früher Jäger mit seiner alten Meisterin erleben musste. Liebe. Dieses Geschwätz den anderen zu lieben, ohne dem jenigen es zu sagen. Das ist wahrscheinlich schlimmer, als von einem Dämon verflucht zu werden. Und das wollte wahrscheinlich sowieso keiner. Natürlich lässt der Jäger sich nichts anmerken und verfolgte eigentlich nurnoch die Situation, bis Tharja sich sozusagen wieder dem Dämon mit kessen Wörter anbetete. Er war natürlich normal kleiner als die kleine Tharja, aber er hatte den Satz gekonnt abgewehrt. Groß oder Klein, was sein muss, muss sein. Dabei spielte er darauf ein, das Tharja so klein sein sollte, um so zierlich zu wirken. Ach den wirst du sowieso nicht verstehen. Aber mehr wollte er nicht hinzufügen.

Er und Tharja waren eigentlich soetwas wie Verwandte. Denn Sie wurde ja von Cytra aufgezogen und Jäger war eigentlich schon sehr lange bei Cytra. Er diente ihr schon bevor überhaupt Sie aufgetaucht ist. Zugegeben. Eigentlich mochte er Tharja, so als "Schwester" dennoch hatten sie die Zeit eigentlich viel zu wenig miteinander zu tun. Er würde sich wünschen, das die Beiden mehr miteinander unternehmen würden. Vielleicht würde dies durch den dritten Mann im Bunde, Artorias, klappen. Und auch er möchte mit seiner Schwester Zeit verbringen wollen. Aber erst jetzt wundert es ihn, das er so menschlich ist, in dieser Gestalt. Was ihm irgendwie Angst machte. Die Tatsache, das Artorias so gut mit ihm umgehen würde und sogar ohne Flammen ihn als Gleichgesinnten ansehen würde, hatte er sich ein klein wenig innerlich gefreut, vielleicht abseits von seiner Meisterin Freunde zu finden.

Es ist wirklich selten, hier in diesem Königreich Dämonen zu finden, die nicht aus dem Buch Zerefs entstammen. Nemesis sind sowieso eine Rasse, die schon sehr lange als ausgestorben gilt. Damit machte er sich eigentlich nur wichtig. Und eigentlich bin ich ja Cytras Haustier. Aber es gibt einfach zuviel Auslauf. Hatte er das gerade wirklich gesagt? Cytra würde ihn umhauen, wenn er das in ihrer Aufsicht erwähnen würde. Für sie sind ihre Dämonen wie gleichgesinnte. Keine Sklaven oder Diener, geschweige denn Haustiere. Und leider als Haustier wird es kein Alkohol geben. Meine Gestalt, Berserker, reagiert nicht so gut darauf. Die habe ich erhalten, als ich zu viel Alkohol getrunken hatte und mein damaliger Meister getötet worden ist. Laaange Geschichte.. und keine Lust zu erzählen. Wären natürlich die Worte darauf. Und ich glaube, ich lasse euch mal alleine, Ihr seit ja viel mit euch beiden beschäftigt. Und kaum hatte er den anderen noch zugehört, so verlasste er den Ort in seinem Schatten.

tbc:??

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Re: Aussichtsturm von Artorias

Beitrag von Tharja am Do Jan 21, 2016 6:34 pm

Ursprünglich hatte Tharja nur Artorias suchen wollen, da sie vermutet hatte, dass er sich eventuell in seiner neuen Gilde verlaufen hätte. Der Gedanke war ihr selbst nicht recht logisch vorgekommen, wieso hätte er sich verlaufen sollen? Andererseits hatte sie ihm das Gebäude noch nicht gezeigt, also fand das Mädchen, dass einmal zu viel nachsehen besser war, als einmal zu spät. Schlussendlich fand sie den Gesuchten auch, bei einem alten Aussichtsturm, allerdings war er nicht alleine - Jäger war bei ihm. In der Hoffnung die beiden Männer bei ihrer Vorstellung nicht zu stören, wollte sie sich auf einem Baum verstecken, jedoch wurde sie relativ schnell von den Zweien entdeckt. Artorias, der Gentleman der er war, bot sich gleich an sie aufzufangen, jedoch wurde ihr Vorhaben von Kommentaren des Wichtel-Dämons unterbrochen. 
Das Mädchen solle doch zu den "starken Männern" kommen, meinte die Person, die gerade zuvor noch viel kleiner als die Schwarzhaarige war. Indes, sowohl Tharja als auch Artorias wussten eine Antwort darauf, spielten beide auf die vorherige Größe Jägers an. Trotz ihrer Verlegenheit freute sie sich doch, dass der Schwarzhaarige sie gewissermaßen verteidigte. Er hätte auch einfach lachen, es als den Scherz aufnehmen können, der diese Aussage wohl auch war - dennoch war es in den Augen des Mädchens eine nette Geste, dass er genau das nicht tat. Auch Jäger erwiderte etwas darauf, was er mit seiner Aussage ausdrücken wollte, verstand die Schwarzhaarige jedoch nicht. 
Wenig später, stieß sich Tharja vom Baum ab, sprang in die Arme von Artorias, der sie sicher auffing. Leise bedankte sie sich, die Verlegenheit war immer noch präsent auf ihren Wangen, doch im nächsten Moment schien sie vergessen, stattdessen wirkten die Augen des Mannes viel interessanter. Es entstand ein außergewöhnlicher Moment, die zwei Magier musterten sich gegenseitig in Stille, prägten sich die Mienen des jeweils anderen genau ein. Jäger, seine Kommentare, die Lichtung, einfach alles war vergessen, für Tharja war nur mehr dieser Blickkontakt in ihrem Bewusstsein. Doch bevor die Balance des Moments ins Peinliche kippen konnte, machte Artorias ihr ein Kompliment, drückte poetisch aus, dass ihre rötlichen Augen an Rosen erinnerten. 
Man konnte gut sagen, dass es das Mädchen unvorbereitet traf. Ein Kompliment, vor allem ein so schön in Worten verpacktes, hatte sie nicht erwartet. Dennoch freute sie sich, sah dem Magier in die Augen, wusste jedoch keine Worte. Stattdessen deuteten ihre Mundwinkel ein Lächeln an, doch viel Zeit blieb nicht um dies vollends auszubauen - wenig später stand sie doch schon mit beiden Beinen wieder fest am Boden. 
Die Situation nahm eine Wende, das Gespräch widmete sich wieder dem Anfang, als Artorias und Jäger sich vorgestellt hatten. Wie der Dämon gesagt hatte, gesellte Tharja sich zu ihnen, fragte sogleich was sie bis eben getan hatten und spielte auf eine Unterhaltung über Bier an. Der Schwarzhaarige neben ihr erklärte dem Mädchen schnell die Situation und knüpfte geschickt an ihr Kommentar mit dem alkoholischen Getränk an. Er schlug vor, dass der Dämon und er sich doch wirklich einmal auf eines treffen könnten, jedoch schien der Angesprochene nicht ganz so begeistert. Jäger erklärte zunächst etwas über "zu viel Auslauf", erwähnte, dass er eigentlich ja Cytras Haustier war. Als Tharja dies hörte, konnte sie nicht um ein kurzes Lachen herum. Hatte er sich gerade wirklich als Haustier ihrer Ziehmutter bezeichnet? Sie war sich sicher, die Rothaarige wäre davon nicht recht begeistert, umso lustiger wäre ihre Reaktion wohl in den Augen des Mädchens gewesen. Der Dämon erzählte weiter, dass es für ihn wohl keinen Alkohol gab, da er nicht recht gut darauf reagierte. Er erwähnte auch, dass Alkohol etwas mit dem Tod seines früheren Meisters zu tun hatte, woraufhin das Mädchen große Augen machte. Neugier machte sich in ihr breit. Ob er ihr einmal davon erzählen würde? Im Moment eher nicht, da er sich sogleich mit dem Kommentar, dass die beiden Magier viel zu beschäftigt mit sich selbst waren, vom Acker machte. 
Tharja sah ihm noch nach, dann drehte sie sich mit einem lang gezogenen "Okaaaay." wieder zu Artorias um. Sie ging nicht weiter auf Jägers letztes Kommentar ein. Vermutlich hatte er auf den Moment zuvor angespielt, als die beiden Magier sich eingehend gemustert hatten. 
"Jetzt kennst du also auch schon Jäger. Er ist ein ziemlich nettes Kerlchen, wenn auch etwas seltsam. Ich würde allerdings zu gerne wissen, was Cytra zu seiner Aussage gerade eben zu sagen hätte. Sie findet es nicht so rosig, wenn er sich ihr unterstellt. Hätte vermutlich ganz amüsant geendet, zumindest meiner Meinung nach.", meinte das Mädchen, mit einem belustigten Grinsen. 
Während sie sprach, ging sie auf einen kleinen Fluss in ihrer Nähe zu. Es war definitiv ein nettes Örtchen hier, Artorias hatte eine gute Wahl getroffen. Bevor das Mädchen weiter sprach, setzte sie sich jedoch ans Ufer des Gewässers, streckte ihre Beine aus und stütze sich auf ihren Händen ab, die sie seitlich und gleichzeitig etwas hinter ihr platzierte, damit sie angenehm sitzen konnte. Ihre lange Haare fielen dabei hinter ihr hinunter, sie reichten fast schon bis zum Boden. 
"So gesehen könnte man sagen, dass Jäger sogar ein wenig mit mir verwandt ist. Aber nicht übers Blut, ich bin immerhin kein Dämon. Auch wenn ich schon einmal so bezeichnet wurde.", meinte das Mädchen mit einem Lachen. "Nein, eher so etwas wie ein Adoptivbruder. Oder Ziehbruder. Wie man will." 
Während sie redete, gesellte sich auch Fennex wieder zu ihr, legte sich auf ihren Schoss und ließ sich von seiner Besitzerin übers Fell streichen. Diese sah nun wieder zu Artorias. 
"Setz dich doch zu mir. Das Dorf kommt auch sicher noch ein paar Minuten länger ohne uns aus, also können wir ruhig noch ein paar Momente lang entspannen. Immerhin ist die Lichtung ziemlich schön, ich hab fast schon vergessen wie schön. Du hast dir da einen ziemlich schönen Ort ausgesucht. Mach dich darauf gefasst, dass ich sicher mal einfach vor der Tür steh, weil es hier so idyllisch ist.", meinte sie und grinste erneut. Dann sprang Tharja zurück zum Thema "Familie", sah dabei nach vorne auf die Wasseroberfläche. 
"Wenn ich so drüber nachdenke, bin ich echt schon lange hier. Mein ganzes Leben, wortwörtlich gemeint, aber wenn ich so zurückdenke, kommt es mir gar nicht so lange vor. Früher hab ich oft auf dieser Lichtung gespielt, ganz zu Beginn noch mit meiner Mutter, dann manchmal mit Cytra, manchmal auch mit anderen aus der Gilde. Meistens dann aber mit Fennex, nachdem ich ihn gefunden hatte.", erzählte Tharja gedankenverloren. 
Sie starrte dabei verträumt auf die Spiegelung des Himmels im Wasser, fast als würde sie dort ihre Kindheit sehen. Das Mädchen dachte aber eigentlich an ihre Mutter. Wie es wohl wäre, wenn sie hier wäre? Die Schwarzhaarige atmete tief durch und riss sich von ihren Gedanken fort, um sich nicht zu tief reinzusteigern. Ihre Laune war gerade zu gut um zu kippen. Dennoch hatte sie einen traurigen Funken in ihrem Blick, als sie zu Artorias sah, ihn erneut musterte, jedoch nicht so eindringlich wie vorhin, sondern einfach ganz normal. 
"Erzähl doch mal. Hast du eine Familie?", fragte das Mädchen, ohne sich Gedanken um irgendwelche Fettnäpfchen zu machen. 
Wenn Artorias etwas nicht sagen wollte, traute sie ihm definitiv zu, dass Thema irgendwie umzulenken. Er war definitiv geschickt mit seiner Wortwahl, das hatte ihr nicht zuletzt das Kompliment von zuvor bewiesen. Der Schwarzhaarige wirkte auf sie einfach so, als könnte er gut mit Formulierungen umgehen.
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Re: Aussichtsturm von Artorias

Beitrag von Artorias am Sa Jan 23, 2016 12:45 am

Die Situation war einerseits schon ziemlich amüsant. Jäger und Tharja zogen sich gegenseitig, mehr oder minder, etwas auf. Natürlich wählte der Nemesis Dämon schon recht unpassende Worte in ihrer Gegenwart, was nicht unkommentiert lassen konnte. Während der Mantelträger, die hübsche Dame also auffing, als sie sich grazil vom Baum fallen ließ, ging das Wortgefecht auch schon los. Allerdings war es auf keiner beleidigenden Ebene, sondern eher freundschaftlich, neckend. Artorias schaute beinahe hin und her, bevor er selbst ein paar Worte dazu verlor. Eher an den Dämon gerichtet. Den restlichen Atem, sparte er sich für ein Kompliment für Tharja auf, bezogen auf ihre Augen. Das was sie zu Jäger sagten und anders herum, durfte auf keine Goldwaage gelegt werden. So ernst war es dann doch nicht. Hier und da mal ein Spaß, mehr nicht. Im Grunde genommen, schienen sie sich doch ganz passabel zu verstehen. Während der Schwarzhaarige, die Dame wieder heruntergelassen hatte, hielt er sich ein wenig zurück, ließ sie erstmal weiter reden, ohne etwas dazu zu sagen. Erst als sie explizit eine Antwort verlangte, bekam sie diese. Schließlich hatte sie gar nicht vor, das Gespräch von Artorias und Jäger zu unterbrechen. Mehr oder minder wurde sie dazu gezwungen. Nun, ganz klar, erlaubte sie sich aber auch, zu erfahren, worüber sie gerade reden wollten. Natürlich konnte es bei „großen, starken Männern“ auch um Bier gehen. Ganz klar.  Das verneinte der Abyssmagier allerdings, hielt sich die Option aber für später bereit. Allem Anschein nach aber, war das keine gute Möglichkeit für Jäger. Diese konnte mit Alkohol wohl nicht so gut umgehen.  Zu der Geschichte des Dämons, mit seinem Meister und der Berserker Gestalt, sagte der Schwarzhaarige erneut keinen Ton. Er nickte nur, verständnisvoll und als Zeichen dessen, das er es registriert hatte.

Kaum war gesagt, ging er seines Weges, ließ die „Turteltauben“ dort einfach stehen, unter dem Vorwand, dass sie sowieso genug mit sich selbst beschäftigt werden. Artorias grinste schelmisch. „Wir sehen uns! Komm mich ruhig mal besuchen“ Rief er ihm spontan hinterher. Irgendwie mochte er den Kleinen, er war ihm sympathisch, auf seine ganz eigene Art und Weise. Wenn man befreundet war, musste man ja auch nicht den ganzen Tag aufeinanderhängen, deswegen ging das schon in Ordnung. Er hatte keine Bedenken dabei, diesen Kontakt zu knüpfen. Nun jedenfalls, waren sie wieder alleine, unter sich. Tharja und Artorias. Mit einem langgezogenen „Okay“ drehte sie sich wieder zu ihm, schenkte dem Abyssmagier ihre ungeteilte Aufmerksamkeit. Sie hatte in der Tat recht gehabt. Artorias war nun bekannt mit diesem Nemesis Dämon. Sie schien ganz besonders zu interessieren, was Cytra wohl dazu sagen würde, wenn Jäger sich einfach als ihr Haustier bezeichnete. Der Mantelträger grübelte. „Vielleicht kriegen wir ja mal die Gelegenheit, sie danach zu befragen“ Während er diese Worte sprach, musste er ein wenig grinsen, schaute Tharja weiterhin an.

Was sie allerdings daraufhin sagte, überraschte ihn etwas. Dieses Wesen sollte also irgendwie, in einer Art, mit ihr Verwand sein? Wenn Jäger mit dieser Cytra verknüpft war, dann musste das Tharja auch sein. Anders konnte er es sich nicht deuten. „Das erklärt, warum ihr euch eben nichts daraus gemacht habt, den jeweils anderen etwas auf den Arm zu nehmen“ Trug er dazu bei, schwieg wieder. In Gedanken dachte er noch weiter über diesen Fakt nach. Doch bemerkte er, wie die die junge Dame weiterlief, geradeaus zu diesem kleinen Fluss, wollte Artorias dabei haben. Dieser zögerte keinen Moment lang und folgte ihr auf Schritt und Tritt. Wieder mal, hatte sie recht gehabt. Ihr Auftrag konnte auch jetzt noch, die eine oder andere Minute auf sie warten. Solange konnten sie den Augenblick nutzen, zu entspannen und die Schönheit der Umgebung zu genießen. Sie warnte ihn sogar vor, falls sie öfter mal hier vorbeikam. Er verschränkte die Arme hinter dem Kopf, legte sich in das sanfte Gras, blickte in den Himmel „Mit dem Gedanken kann ich mich wohl anfreunden“ Sprach Artorias und grinste breit.


Es herrschte einfach eine so unglaublich gelassene und idyllische Atmosphäre an diesem Ort. Ungestört und komplett auf sie fokussiert, lauschte er still ihren folgenden Worten. Sein Kopf drehte sich zu ihr, als sie davon sprach, ihr gesamtes Leben hier verbracht zu haben. Vom Kindesbeinen an. Ob spielend auf der Wiese mit den Mitgliedern, ihrer Mutter, Cytra oder sonst wo. Eine doch recht schöne Vorstellung. Sie hatte eine wundervolle Kindheit, eine Familie, Liebe und Zuneigung. Alles was man brauchte um wohl behütet aufzuwachsen. Artorias war keineswegs neidisch, traurig oder erzürnt, weil er sowas nicht hatte, sondern freute sich wirklich darüber. Er strahlte. „Das klingt traumhaft. Wie auf einem dieser Gemälde, eine bildhaft schöne Vorstellung. Heile Welt, nicht wahr?“ äußerte er noch bevor sie ihn nach seiner eigenen Familie fragte. Innerlich hatte er damit gerechnet, dass bei diesem Gesprächsthema, auch diese Frage kam. Darauf war er vorbereitet. Dennoch war es sehr schwer, einen Weg zu finden, wie er ihr das irgendwie annährend beibringen konnte. „Nun ja, sowas wie eine Familie, hatte ich nicht“ Klartext. Die ungeschminkte Wahrheit. „Ich kannte weder Mutter, noch Vater. Die Menschen bei denen ich aufwuchs, waren keine Familie für mich. Sondern Sklaventreiber. Ich wurde erzogen, um zu arbeiten. Man hat sich zwar um mich gekümmert, aber nur zu einem bestimmten Zweck“ Erzählte er ihr unbeeindruckt. Er war damit fertig geworden, es belastete ihn weder, noch machte es ihn großartig traurig. Es war nun mal so. Allerdings wollte er auf keinen Fall diese schöne Stimmung zerstören. Auch deswegen ließ er den Fakt mit dem Quälen und den schrecklichen Experimenten aus, die ihm seine Magie bescherten. „Aber hey, jeder hat irgendein Paket zu tragen, nicht? Ich wollte ehrlich zu dir sein. Es ist gut dass du gefragt hast. So konnte ich dir das wenigstens anvertrauen. Das hat mich zu dem Menschen gemacht, der ich bin. Ich konnte von Anfang an, auf eigenen Beinen stehen“ Mit einem ehrlichen Lächeln im Gesicht, teilte er ihr das mit. Gab ihr hoffentlich ein gutes Gefühl. Ein Gefühl dass ihr sagte, ihn besser kennengelernt zu haben. Auch wenn es nur eine Information war. Jedenfalls war nun Artorias wieder an der Reihe. „Wie bist du denn aufgewachsen, so in einer Gilde? Du sagtest ja auch, dass deine Mutter hier gewesen wäre. Ist sie noch hier?“ Wollte er also kurzerhand von seiner ehesten Vertrauensperson hier, wissen.
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Re: Aussichtsturm von Artorias

Beitrag von Tharja am Mo Feb 01, 2016 4:13 pm

Tharja hatte gar nicht so erwartet, dass sie Artorias mit jemand anderen vorfinden würde, als sie sich aufgemacht hatte um ihn zu suchen. Und doch hatte sie ihn und den Wichteldämonen ihrer Ziehmutter, Jäger, auf einer ziemlich schönen Lichtung gefunden. Eine Weile hatten sich die drei miteinander unterhalten und sich gegenseitig aufgezogen, bis sich der Dämon schlussendlich verabschiedete und die beiden Schwarzhaarigen miteinander alleine blieben. 
Zuvor war noch zur Sprache gekommen, dass Cytra es sicherlich nicht gerne hören würde, wie Jäger sich gerade als ihr Haustier bezeichnet hatte. Tharja meinte nur, dass sie dies gerne mitbekommen hätte, für sie selbst wäre es immerhin recht witzig gewesen. Als Artorias dann noch meinte, dass die beiden ihre Ziehmutter ja fragen könnten, lachte sie noch einmal kurz auf. Ihr gefiel es, dass er scheinbar einen ähnlichen Humor hatte, zumindest musste sich das Gegenteil noch beweisen.
Tharja erzählte weiter, dass Jäger in einer Art und Weise mit ihr verwandt war. Natürlich nicht blutsverwandt, das ginge gar nicht. Das Mädchen war immerhin kein Dämon und anders wäre eine Blutsverwandschaft nun auch nicht möglich. Artorias fragte nicht weiter nach, aber er sagte noch, dass sie sich daher also so leicht auf den Arm nehmen konnte. Während der Magier dies sagte, hatte es sie es sich am Ufer des Gewässers auf der Lichtung bequem gemacht. Gemeinsam mit ihrem Fuchs saß sie dort und plauderte munter weiter.
"Eigentlich kennen wir uns gar nicht so gut. Aber gut genug um uns aufzuziehen sicherlich. Wir sind immerhin in einer Gilde und durch Cytra auch mehr oder minder verbunden. Außerdem ist er ganz nett und meinte es ja nicht ernst, sondern nur als Scherz.", meinte sie und grinste breit. 
Tharja bat Artorias, dass er sich doch zu ihr setzten sollte. Es war ihr lieber wenn ihr bei ihr saß, wenn die beiden miteinander redeten, einerseits, weil es für sie einfach dazu gehörte sich anzusehen beim reden, andererseits, weil sie seine Gesellschaft mochte und es sich besser Plaudern ließ wenn man gemütlich herumsaß. Gleichzeitig mit der Aufforderung, dass er sich setzten sollte, machte sie ihm aber noch klar, dass sie diese Lichtung mochte und definitiv öfter mal aufkreuzen würde. Doch dem Magier schien das nichts zu machen, er grinste und meinte, dass er sich damit wohl anfreunden konnte, woraufhin Tharja kurz auflachte. 
"Ich nehme dich beim Wort. Sollte ich dir also einmal auf den Geist gehen, hast du keine Ausrede mehr.", meinte sie neckend. 
Dann nahm das Gespräch eine Wendung, als Tharja erzählte, wie sie früher mit ihrer Mutter, Cytra und Fennex hier gespielt hatte. Eine wahrlich schöne aber bittere Erinnerung für die Magierin, immerhin war ihre Mutter nun leider nicht mehr hier. Was sie wohl zu Artorias gesagt hätte? Dieser schien ihre Ansicht zu teilen, dass es sich dabei um eine schöne Situation handelte, wenn er auch den bitteren Kern dieses Gedankens noch nicht kannte. Er sprach davon, dass ein solcher Moment schön wäre, wie ein Gemälde. Tharja nickte und seufzte dann leise. 
"Ja. Fast schon surreal.", meinte sie leise. 
Doch um sich abzulenken, fragte das Mädchen anschließend nach seiner Familie. Dass sie damit wohl ein sensibleres Thema ansprach, konnte sie noch nicht wissen. Erst als er meinte, dass er eine Familie in dieser Art nicht gehabt hatte, schwante ihr übles. Ihr Gesprächspartner erzählte, von einer nicht allzu schönen Kindheit. Seine Erzieher waren Sklaventreiber gewesen, keine wirklichen Bezugspersonen. Tharja änderte ihre Haltung, setzte sich gerade hin und sah ihn mit einer Mischung aus Überraschung und einem gewissen Ärger an, allerdings nicht weil sie schlichtweg wütend war oder so etwas, sondern weil es sie ärgerte, dass jemand, der ihr so sympathisch war so etwas durchmachen musste. Ihrer Meinung nach verdiente so etwas keiner, aber Artorias schien das gar nichts mehr auszumachen. Um die Stimmung wieder aufzulockern sprach er dann davon, dass er so von Beginn an auf eigenen Beinen stehen konnte und immerhin hatte doch jeder eine Bürde zu tragen. So gesehen hatte er recht, dennoch fand sie es irgendwie ungerecht. Tharja nickte. 
"Ich danke dir für dein Vertrauen. Nicht jeder spricht gerne über seine Vergangenheit, wie du schon sagtest, hat jeder sein Päckchen zu tragen.", sprach Tharja. 
Sie wollte nicht unnötig in seiner Vergangenheit herumstochern, am Ende hätte sie dabei noch einen Nerv getroffen oder ähnliches. So mancher Mensch hätte wohl auch gesagt, dass ihm Artorias Schicksal leid tat, aber das Mädchen tat dies nicht. Immerhin würde es doch auch nichts ändern, oder? Und er schien damit klar zu kommen. Stattdessen musste sie nun eine Frage beantworten, mit der sie wohl rechnen hätte können. Natürlich wollte Artorias nun wissen, was mit ihrer Familie war. 
Tharja lächelte kurz und lehnte sich dann wieder in ihre ursprüngliche Position zurück. 
"Nein, meine Mutter ist nicht mehr hier. Sie war Magierin in dieser Gilde und starb bei einem Auftrag als ich fünf Jahre alt war. Ein paar Erinnerungen habe ich an sie, das Meiste sind aber Erzählungen der anderen Gildenmitglieder. Von da an wurde ich von Cytra und Seraphin aufgezogen, deswegen ist Jäger auch so etwas wie mein Ziehbruder. Für mich haben die Worte Gilde und Familie eine ganz andere Bedeutung, so gesehen ist die Gilde meine ganze Familie. Ich bin sozusagen Fallen Angels Tochter.", meinte das Mädchen erst in die Richtung des Flusses, sah Artorias dann aber mit einem kleinen Lächeln an.
"Angeblich war sie mir ziemlich ähnlich. Zumindest soll ich wie ihr exaktes Ebenbild aussehen. Ich glaube, sie hätte dich gemocht.", meinte Tharja dann und sprach damit eher schon ihre eigenen Gedanken aus, immerhin hatte die Sache ob ihre Mutter den Magier mochte oder nicht, nichts mit der eigentlichen Frage zu tun. 
Doch nun war es gesagt und es gab kein zurück mehr. Tharja beschloss eine neue Frage zu stellen um das Gespräch am Laufen zu halten und um weg von ihrer Vergangenheit zu gehen. Vielleicht würde Artorias noch Fragen stellen, dann würde sie diese ehrlich beantworten, aber sie wollte den Schwarzhaarigen noch näher kennenlernen. Also musste ein neues Thema her.
"Gibt es eigentlich irgendeinen Ort den du gerne mal besuchen würdest? Oder hast du ganz Fiore schon gesehen?", fragte sie mit einem Lächeln.
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Re: Aussichtsturm von Artorias

Beitrag von Artorias am Mo Jun 13, 2016 12:37 am

Das was sich vor seinen eigenen Augen abspielte, war so ungewohnt. Diese heile Welt. Unterhaltung, Nähe, Menschlichkeit. Dinge die er über Jahre vermisste, auch wenn sie so selbstverständlich klangen. Einfach nur sitzen, in einer Kulisse, eines Traumes gleich, reden und sich in die Augen sehen. Sekunden waren Minuten, Minuten waren Stunden. Sein Körper signalisierte ihm, dass es das war, wonach er sich lange sehnte. Doch die Realität holte ihn immer wieder ein. Der Abyss war existent und nicht unter Kontrolle gebracht. Allerdings, fernab davon, zeigte ihm dieser Moment, wie es sein könnte, wenn er alles richtig machte. Es gab ihm einen Schimmer von Hoffnung. Genauso existent wie der Abgrund in ihm, war vielleicht auch die Chance, das alles zu besiegen und zu überwinden. Dafür kämpfte er schließlich noch.  Kurz nachdem Jäger, der Dämon die Szene verlassen hatte, befand sich Artorias mit Tharja alleine an dem schönen Fleck Natur in der Nähe seines Turms, seines Wohnsitzes also. Sie war quasi die Auserkorene wenn es darum ging, eine Ansprech- und Vertrauensperson zu haben. Was wohl daran lag, dass sie die Erste war, der er hier begegnete, weil sie ihn auch dorthin brachte. Logisch. Ganz abgesehen davon, war sie ihm generell sympathisch. Eine junge, attraktive Frau, die wusste wo sie hin wollte. Um weit zu kommen, waren das wohl keine schlechten Eigenschaften. Bevor zum Auftrag aufbrachen, den sie sich beide ausgesucht hatten, nahmen sie einfach die Gelegenheit war, ihr Gespräch von vor einigen Stunden, kurz, erneut fortzuführen. Die Persönlich-Philosophische Schiene sollte es sein. Eine Ebene, auf der sich beide gut verständigen konnten.

Eben noch waren sie gedanklich bei dem kleinen Zwerg von Dämon, Jäger stehen geblieben, wanderten dann aber sprachlich weiter zu eher privateren Dingen. Schicksalen. Wenn man es so nennen konnte. Wer hatte schon die Macht darüber zu urteilen, ob das was ihnen geschah, nicht abzuwenden war, sondern so sein musste? Hatte Gott wirklich nichts Besseres für sie übrig? Das konnte doch nicht alles sein. Als er schon mal beim Thema war, Familie, erzählte er der jungen Dame sporadisch, wie er aufgewachsen war, beziehungsweise unter welchen gezwungenen Umständen. Die Details ließ er weg. Den Rest konnte sie sich denken. Ewig geheimnisvoll bleiben und nichts sagen, in Selbstmitleid zu versinken und so zu tun, als wäre er jemand auf den Rücksicht nehmen müsste, war einfach nicht seine Art. Deswegen sagte er geradeaus, was passiert war. Das war viel mehr ein Zeichen des Vertrauens und der Zuneigung, als sie davon zu verschonen und alles depressiv zu verschlucken. Es eröffnete viel mehr die Möglichkeit dazu, sie dazu zu bringen, ihre Sorgen und oder ihre Geschichte preiszugeben, Tharja also darin zu involvieren. Zum Glück hatte sie seine Offenheit genau so aufgenommen, wie sie auch gemeint war. Vertrauen. „Die Vergangenheit macht uns nun mal zu dem, was wir sind. Oder zumindest die Leute, die darin eine Rolle spielten“ erklärte er, mit einem kurzen Lächeln auf den Lippen. Sein Blick klebte weiter an ihr, ehe er Tharjas Ausführungen aufmerksam lauschte. Auch sie rückte nun mit eher familiären Angelegenheiten heraus. Es ging um ihre Mutter, nach der Artorias ausdrücklich gefragt hatte. Dass sie eine ähnlich unschöne Geschichte hatte, konnte der Mantelträger natürlich nicht riechen.

Sie war schlicht und ergreifend tot. Bei einem Auftrag umgekommen. Diese Gilde, Fallen Angels, war nun zu dem geworden, was sie gerade noch Familie nennen konnte. Die Meisterin und diese Cytra zogen Tharja schließlich auf, was den Dämon ebenfalls zu einer Art Bruder ihrerseits machte. Ihre Verbindung zu diesem Ort war stark. Der Schwarzhaarige konnte sie natürlich bestens verstehen. Obwohl sie wohl besser aufgenommen wurde, als er. Doch das Spiel keine Rolle. Ihre wahre Familie war es eben nicht. „Deine Mutter wäre sicherlich mehr als stolz, wenn sie sehne könnte, was aus ihrer liebsten Tochter geworden ist. Ihre Augen wachen von Oben sicher noch immer über dich.“ Sprach er, war aber noch nicht ganz am Ende. „Du hast hier Leute gefunden, die sich ebenfalls um dich kümmern und dich sicherlich ebenso lieben. Es war die richtige Entscheidung zu bleiben und alles für sie zu geben“ so teilte er Tharja seine Meinung mit, schaute in den blauen Himmel hinauf. Sie fuhr fort und sprach davon, dass ihre Mutter ihr wohl sehr ähnlich war und den Abyssmagier wohl gemocht hätte. Daran zweifelte er innerlich zwar, aber dieses Kompliment schmeichelte ihm doch sehr. „Dann muss sie wohl eine schöne Frau mit Geschmack gewesen sein“ Der erste Teil war, logischerweise, ebenso ein Kompliment an Tharja, der Rest eher seine Art und Weise, sich für ihre Worte zu bedanken. Das Grinsen stand ihm noch ins Gesicht geschrieben.

Schlussendlich fragte sie ihn, ob es einen Ort gab, den er gerne mal besuchen würde, falls er nicht schon alles gesehen hatte. „Die großen Städte Fiores musste ich leider auslassen. Ich habe es ja nicht so mit der breiten Masse. Ansonsten lasse ich mich gerne überraschen. Jeder Ort ist einzigartig und neu, wenn man ihn immer wieder anders betrachtet“ Sein Blick wanderte wieder zu ihr herüber. „Ich bin schon gespannt, wo uns der Auftrag genau hinführen wird“
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