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Straßen von Kunugi

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Straßen von Kunugi

Beitrag von Kamiro am Fr Jul 17, 2015 4:12 pm

An diesem Ort wandelt man auf den Straßen von Kunugi, die quer durch die gesamte Stadt laufen. Kurz bevor man die Tore der Stadt betritt, läuft man automatisch auf den Hauptstraßen, die einen zu jedem Geschäft oder Laden in Kunugi führen können, wenn man will. Man muss ihnen nur den Richtungen entsprechend folgen. Hier ist Tagsüber immer recht viel Betrieb. Wenn es sich dem Abend neigt, sind sie eigentlich meist leer und verlassen. Man kann dann gemütlich durch die Stadt schlendern. 

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Re: Straßen von Kunugi

Beitrag von Kamiro am Sa Jul 18, 2015 6:57 pm

Cf: See inmitten des East Forest

Die beiden Gesprächspartner fanden einen optimalen Spagat zwischen ernsten Themen, Emotionen und Scherzen, mit denen sie sich etwas neckten. Das Spektrum ihres Gespräches war einfach breit gefächert und sorgte dafür, dass sie sich nicht peinlich anschweigen mussten. Sie kannten sich zwar noch nicht gut genug um über alles frei zu reden, weshalb sie darauf achten mussten was sie von sich preisgaben, konnten aber dennoch genügend Worte finden um das Interesse des anderen zu wecken. Insgesamt konnte man wohl sagen, dass sie damit einen guten Grundstein legten, eine vernünftige Basis schufen, für einen weiterführenden Kontakt, ohne dass sie bereits nach diesem Treffen wieder ohne weiteres auseinandergingen. Sie touchierten die Grenze zwischen Dingen die persönlich waren und Dinge die man ohne Bedenken äußeren konnte. Dabei verpackten sie markante Details einfach, wenn sie Dinge äußerten die doch einen ernsteren Hintergrund hatten. Wenn sie die genaue Geschichte des anderen wissen wollten, mussten sie ihren Kontakt erst erweitern, bevor das möglich war. Angefangen mit ihren Beweggründen für das Erscheinen an diesem Ort, ihr weiteres Vorhaben, Dragonslayer, der Tod im Zusammenhang damit in welchen Situationen man einem Feind das Leben nehmen würde und zu guter Letzt natürlich das Thema Familie. Viele verschiedene Bereiche die sie kurz mal anschnitten und ein wenig ansprachen, es aber nicht allzu sehr vertieften, denn dafür gab es wohl noch andere Gelegenheiten. Immerhin schienen beide Lust darauf zu haben, einen netten Abend miteinander in dem Restaurant zu verbringen. Inwiefern sie danach weiterhin etwas miteinander zu tun haben würden, lag an ihnen selbst. Allerdings gaben sie sich vereinzelte Signale dafür, dass es zwischen ihnen doch viel besser lief, als damals in diesem Urwald. Alleine die Anzahl der Lächeln und Blickkontakte, die sie nicht abbrachen, zeigten doch deutlich, dass es ihnen nicht unangenehm war, miteinander zu reden. Auch wenn sie an einigen Themen etwas länger zu knabbern hätten und ein paar mehr Worte daran verloren, als bei anderen. So auch bei der Magie, die Kami zu nutzen pflegte.

Ein Dragonslayer war durchaus nicht zu unterschätzen in seiner Kraft und Möglichkeiten. Allerdings waren es im Grunde auch nur Menschen die sich auch so verhalten konnten. Sie waren der Herr über ihre magischen Fähigkeiten und in der Lage, frei zu entscheiden, was sie damit anrichteten. Nicht jeder war gleich in seinem Verhalten. Sie hatte alle nur eins gemeinsam: Sie wuchsen bei einem Drachen auf und mussten danach selbst sein, wie sie sich in der Welt, in der Zivilisation integrierten. Da konnte es schon mal vorkommen, dass man auf welche traf, die das nicht so gut konnten. So war es unter Umständen auch bei Kibe der Fall, denn sie hielt nicht allzu viel von der Sorte Magier. Das Risiko einen Slayer bei sich zu haben, war höher als wenn man jemandem gegenüberstand, der kaum Magie besaß, ein normaler Mensch war. Worte mit denen sie vollkommen Recht hatte. „Das hat aber auch was Gutes. Wenn du einem Dragonslayer begegnest der weiß, wofür er seine Kräfte verwendet, hast du jemanden auf deiner Seite, der bis zum bitteren Ende alles dafür geben würde, dass du gesund und munter bist. Glaube mir“ Sagte er grade noch als sie hinzufügte, sich ja an seiner Seite keine Sorgen machen zu müssen. Dabei musste Kami schmunzeln. Diese Worte sagten ihm doch sehr zu, obwohl sie eine Vergangenheit hatten in der sich der Anzugträger nicht besser benommen hatte, als viele andere Dragonslayer denen ihre Magie zu Kopf gestiegen war. „Und das obwohl ich damals keinen guten Eindruck hinterlassen habe. Diesmal treffe ich die richtigen Entscheidungen, sei dir sicher. Wir haben uns sicher nicht umsonst am See wiedergetroffen“ stellte Kami fest, lächelte und ließ weitere Spekulationen offen.

Nun waren sie wieder zu einigen Scherzen bereit, zogen sich mit kleinen Sprüchen und Bemerkungen etwas auf, aber auf die eher unpersönliche und dezente Art und Weise. In der Zukunft würde sich wohl noch zeigen was aus den beiden werden würde, welche Wege sie einschlugen und wo sie am Ende blieben. Dass Kibe sich schon für das richtige entscheiden würde, war Kami bewusst, wobei sie nur darauf achten musste, bei Gesundheit zu bleiben. Wenn sie nicht einer der Magier werden wollte, der das 40. Lebensalter nicht mal erreichte. Dabei versprach sie ihm sogar, dass sie auf sich Acht gab. „Das will ich doch hoffen. Sonst habe ich niemanden mehr, der mich zusammenflickt wenn ich mal wieder in der Klemme sitze. Außerdem fehlt mir dann die Gelegenheit, dir aus der Patsche zu helfen, wenn du es am dringendsten brauchst“  dabei grinste er wieder schweigend, behielt es bei, bis sie ihn erneut mit einigen Worten versuchte aus der Reserve zu locken. Die Gelegenheit ihn jetzt umzuhauen, in dem Status in dem er sich befand, war fast schon verlockend. Wobei sie dann zeigen musste, ob sie wirklich dazu in der Lage wäre, jemand anderes einfach so zu verletzen.  Schließlich konnte sie dann auch alleine essen gehen. Ihrer Aussage nach, würde sie das auch tun, basierend auf dem Geld in Kamis Brieftasche. Daraufhin schüttelte er lachend den Kopf. „So schnell wirst du mich nicht los

Langsam aber sicher erkannte der Dragonslayer die Umrisse der Stadt vor seinen Augen, sie waren unmittelbar davon entfernt. Es musste bereits etwas Zeit vergangen sein, in der sie sich so frei unterhielten. Wobei die Zeit irgendwie im Flug vergehen zu schien. Woraufhin Kibe anmerkte, dass sie sich beeilen sollte, das Wetter würde nicht mehr lange mitspielen, sofern Kami mithalten konnte. „Selbst wenn ich nur ein Bein hätte, würde ich dich schon einfangen. Obwohl, wer weiß wie oft du deine Geschwindigkeit schon unter Beweis stellen musste“ entgegnete er und schenkte ihr das Grinsen zurück, lief etwas zügiger. Also dauerte es auch nur noch ca. 5-10 Minuten, als sie die Tore der Stadt Kunugi passierten und auf den Straßen dessen wandelten. „Willkommen in Kunugi, würde ich sagen. Kann mich nicht daran erinnern, schon mal hier gewesen zu sein. Ein nettes Lokal finden wir trotzdem, wenn wir uns ein wenig umsehen“ dabei lief er weiter, schaute immer mal nach Links und Rechts, hielt Ausschau nach einem Restaurant, zuvor erstmal ein Kleidungsgeschäft. Es waren zwar außer ihnen nicht mehr viele Leute zu fortgeschrittener Stunde unterwegs, doch die die es waren, schauten Kami sofort an, klebten mit ihren Blicken in seinem Gesicht und auf seinem Oberkörper. Natürlich waren das Pflaster und das blutige Hemd die Auslöser dafür. Der Schwarzhaarige ignorierte ihre Blicke und das heimliche Geflüster und Geläster gänzlich, es kümmerte ihn nicht. Um diese Uhrzeit sollten die Geschäfte eigentlich noch nicht geschlossen haben, was Kami die Hoffnung gab, nicht in diesem Fetzen an Kamis Seite speisen zu müssen. Als er so durch die Gegend schlenderte, erstreckte sich dann doch ein recht vornehm aussehendes Geschäft mit verschiedener Kleidung vor ihm. Kami ging prompt zum Eingang, ergriff die Türklinke. „Würdest du mich kurz begleiten? Du verstehst doch was von Mode, denke ich. Eine Frauenmeinung kann da nicht schaden“ Dabei deutete er auf das Pflaster in seinem Gesicht und zog die Mundwinkel nach oben, war kurz davor einzutreten.

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Re: Straßen von Kunugi

Beitrag von Kibe Asano am Sa Jul 18, 2015 8:51 pm

cf: See inmitten des East Forest

„Schließe nicht von dir auf andere.“, riet ihm die Nekromantin mit einem recht kaltem Lächeln. Dabei bezog sie sich auf seine Aussage bezüglich des Beschützerinstiktes der Dragonslayer innewohnen sollte. Kibe war davon nämlich keineswegs überzeugt. Es mochte zwar sein, dass Kami so reagierte, aber damit konnte er nicht für alle sprechen. Ebenso wie die Taten eines einzelnen nicht für eine ganze Gruppe von Menschen sprechen konnte. Es sei denn, sie war im Einverständnis aller getroffen wurde. Und, dass es einen Dragonslayer-Verband geben sollte, wäre ihr neu gewesen. Dementsprechend registrierte sie seine Aussage zwar, doch nahm sie nicht für bare Münze. In diesem Fall bezog sie es also einfach auf seine eigene Persönlichkeit. Dieser kurze Ansatz von Emotionslosigkeit war auch relativ schnell wieder verschwunden, als ob es nie dazu gekommen wäre. Der Rest der Unterhaltung verlief auch ohne weitere Belehrungen ihrerseits. Stattdessen schenkte sie lieber seinen nächsten Worten ihre volle Aufmerksamkeit, sah ihn dabei sowohl belustigt als auch etwas ungläubig an. Kein guter Eindruck ist sehr milde formuliert. Aber ich bin gütig und schreibe es einfach mal deinem jugendlichen Leichtsinn zu.“. Das klang ja beinahe, als wäre sie Jahrzehnte älter als der Schwarzhaarige. Und dabei dürften sie sich im selben Alter befinden. Kibe selbst sah sich nur in solchen Situationen als recht reif an, spielte nur in alltäglichen Momenten ein wenig verrückt. Jeder hatte so seine Aussetzer und einen konnte sie durchaus verschmerzen. Mal ganz davon abgesehen, dass ihre Begleitung beinahe so klang als glaube sie ans Schicksal. Die Nekromantin hingegen schrieb es dem bloßen Zufall, und unter diesen Umständen ganz spezifisch dem Glück zu.

Nun gänzlich von irgendwelchen ernsteren Themen abgedriftet begann Kibe sich mit jeder Sekunde wohler im Umgang mit Kami zu fühlen. Dass sie beide nicht alles was sie sagten auf die Goldwaage legten war ein gutes Zeichen und eine Umgangsweise, mit der sich die Weißhaarige sehr gut arrangieren konnte. Nun musste sie sich das Lachen verkneifen und biss sich stattdessen auf die Unterlippen, schloss kurz die Augen um sich das gesagte noch mal durch den Kopf gehen zu lassen. „Aus der Patsche helfen, hm?“. Ihr Lächeln konnte man heraus hören, auch wenn sie sich größte Mühe gab möglichst neutral zu klingen. „Du hast dir wohl den Kopf angehauen. Soll ich mir das vielleicht noch einmal ansehen?“, fragte sie mit zuckersüßer Stimme, die ganz und gar nicht zu ihrer Wortwahl passen sollte. Wenn sie diesen Tonfall anschlug, nahm sie einen Auf den Arm. Dessen war sich der Dragonslayer sicherlich bewusst, daran zweifelte Kibe keine Sekunde. Sonst hätte sie die Bemerkung kommentarlos an sich vorbeigehen lassen. Er hingegen schien ihr nicht wirklich abzukaufen, dass sie ihm einfach eine verpassen würde um anschließend mit seinem Ersparten von Dannen zu ziehen. Das kam davon, wenn man half. Man wurde einfach nicht mehr ernst genommen. Gespielt frustriert schippste die junge Frau, seufzte theatralisch. „Man darf einfach keine Nächstenliebe zeigen. Jetzt ist meine ganze Reputation zunichte gemacht.“. Nicht, dass sie eine gehabt hätte...

Trotz seiner Verletzungen schaffte es der Dunkelhaarige schritt zu halten und ließ sich von der Nekromantin nicht abhängen. Er steckte das ganze besser weg, als sie vermutet hatte. Andere würden anders reagieren, sie mit eingeschlossen. Wer mochte schon Schmerzen? Mal ganz davon abgesehen, dass das wirklich nach hinten los gehen kann. Aber wer noch rumalbern konnte, konnte auch laufen. „Darauf würde ich mich nicht verlassen.“. Schließlich bestand einer ihrer Haupttaktiken aus dem Wegrennen. Darin war sie geschult und gewieft. Es brauchte ihrerseits nicht viel um eine potentielle Gefahr abzuhängen oder sich unauffällig irgendwo zu verkriechen, bis der Sturm vorüber war. Auf einer freien Fläche wie jetzt wäre das ganze wohl etwas schwieriger gewesen, das gab sie zu. Aber das waren nur Gedankenspiele, nichts dessen ernste Erwägung einen Sinn hätte. So dauerte es nicht lange bis sich durch die Straßen der Stadt liefen. Auch Kibe war noch nicht hier gewesen, schaute sich deshalb ganz genau um. Von der Architektur nichts besonderes, war das milde Klima am Abend doch etwas angenehmes. Die Straßenlaternen brannten bereits und auch in den Häusern schienen noch die Lichter. Motten waren immer mal wieder im Lichtschein zu erkennen. Wie jedes mal wenn Kibe in seine Stadt kam, versuchte sie sich erst einmal zu orientieren. Da sie diesmal aber nicht allein war, wurde sie schnell abgelenkt. Auch durch die Bewohner des Stadt, die die beiden mit den unterschiedlichsten Blicken musterten. Nun, hauptsächlich starrten sie Kami an. Verständlich, würde Kibe wohl auch tun. Deswegen konnte sie es auch keinem der Leute hier übel nehmen, widmete sich wieder lieber dem Stadtbild. Erst als der Schwarzhaarige an ihrer Seite einmal scharf abbog und sie damit aus dem Konzept brachte, schreckte sie hoch und sah ihm verwundert nach. Er steuerte direkt auf eines der Geschäfte zu, dessen Licht die Straße erhellte und Schatten auf den Asphalt malte. Der Name war mit klaren Lettern einmal auf dem Glas angebracht und über dem Eingang. Dem Schriftbild nach zu urteilen etwas modernes. Oder zumindest wollte man den Eindruck erwecken. Das erste was Kibe dabei in den Sinn kam war, dass es kein Restaurant war. Verwirrt hob sie die linke Augenbraue an, sagte aber nichts. Ohnehin kam ihr Kami damit zuvor, bat sie um ihren weiblichen Rat. Damit war er bei ihr zwar an der falschen Adressen, aber gut. „Klar. Was immer du willst.“, stimmte sie leichtfertig zu und folgte ihm in das Geschäft. Begrüßt wurden sie mit einem warmen, angenehmen Klima. Der Fußboden bestand aus Paket und im Hintergrund lief die Musik, die wohl gerade so gehyped wurde. Ohne groß aufzufallen, zumindest nicht mehr als vorher, konnten die beiden ungehindert durch die verschiedenen Kleiderständer streunen. Bis Kami halt etwas passendes gefunden hatte. Was genau er sich vorstellte konnte Kibe nicht sagen, lief ihm deshalb also einfach unbefangen hinterher. Fündig würde er hier schon werden, auch wenn es nur ein simples T-Shirt gewesen wäre. Das würde für den heutigen Abend schon reichen. Nachdem Kibe sich ein wenig umgesehen hatte, kam sie zu folgendem Schluss: „Also beiden meisten Sachen die man sich hier so kaufen kann, würde ich dir raten bei dem blutigen Hemd zu bleiben. Ist weniger erniedrigend.“. Dabei war ihr Blick an einem ärmellosen Shirt hängen geblieben, auf welchem ein überlichtete Foto von irgendeiner Straße abgebildet war und vier Buchstaben in einer serifenlosen, hellen Schrift. Ein Zusammenhang ergab sich dabei für sie nicht. Und so etwas trug man heutzutage?
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Re: Straßen von Kunugi

Beitrag von Kamiro am Sa Jul 18, 2015 10:17 pm

Langsam aber sicher brachten sie ihre angefangen Ausführungen dann auch Stück für Stück zu Ende. Zumal ihre letzten jeweiligen Worte eh mehr freundlich und spaßig zugleich gemeint waren. Manchmal konnten sie sich gegenseitig nicht so ernst nehmen, aber auf eine äußerst positive Weise. Obwohl er damals einen Fehler begann, schien sich das Blatt zu wenden. Darauf war er aus und auf bestem Weg dorthin. Dragonslayer hin oder her, denn sie waren nicht alle gleich. Wobei sie mit Kami einen der durchaus vernünftigen Sorge abbekommen hatte, wie es sich seit heute am See dann doch zeigte. Dabei schloss er ganz und gar nicht von sich auf andere, denn er wusste ganz genau, dass es dort draußen Leute gab, die die gleiche Magie wie er besaßen, aber sie einfach missbrauchten. „Wenn man von einem Drachen aufgezogen wurde, muss man selbst sehen, inwiefern man sich anpasst. Manche sind eben selbst zur Bestie geworden, von der sie erzogen wurden“ Fügte er noch als Abschluss zu diesem Thema hinzu, einfach um den Unterschied deutlicher zu machen. Obwohl sie den Eindruck von damals noch immer im Kopf hatte, änderte das nichts daran, dass sie bereit dazu war ihre Meinung zu ändern. Sie tat es einfach als jugendlichen Leichtsinn ab. Dabei klang sie so, als wenn sie eine weise Dame wäre, mit Jahrzenten auf dem Buckel war die mit ihrer Lebenserfahrung glänzte. „Für so alt hätte ich dich nicht gehalten, dass du darüber urteilen kannst. Aber Respekt, hast dich wirklich super gehalten“  Das war ein Kompliment und ein kleiner Scherz auf ihre Kosten gleichzeitig, machte ihr klar, was er von der Aussage hielt. Aber wo sie Recht hatte, hatte sie vielleicht Recht. Der Dragonslayer handelte einfach unüberlegt, übereifrig und wusste nicht, wie es sich gehörte mit einer solchen Situation umzugehen. Wenn ihm das Gleiche am heutigen Tag passiert wäre, würde er es besser wissen. Aber die Zeit konnte man nicht zurückdrehen. Aus Fehlern lernte man.

Obwohl Kami sich wirklich ins Zeug legte einen super Eindruck als Good Guy zu hinterlassen. Zeigte sich von seiner wahren Seite, was nicht einmal gespielt war. So konnte er sein, wenn man es sich nicht mit ihm verscherzte. Seine wahre Persönlichkeit war eben doch nicht so übel unter dem schroffen und manchmal ernsten Kern als S-Klasse Magier und gefürchteter Spross eines Drachen, der unglaublich viel vernichtet hatte. Im Prinzip konnte sie nichts falsch machen, wenn sie sich auf seine Seite stellte, denn sie würde es zurückbekommen, in Form von Hilfe. Dass sie ihm geholfen hatte, war nicht umsonst gewesen, mit einem Essen war für Kami die Sache noch nicht erledigt. Allerdings schien sie nicht daran zu glauben, wiederholte seine Worte in fragendem Unterton, obwohl man etwas positiv Amüsiertes in ihrer Stimme heraushören konnte. Sie machte es doch zunichte, in dem sie fragte ob er sie vielleicht den Kopf angestoßen hatte, bot ihm an nochmal nachzugucken. Daraufhin stemmte Kami die Hände in die Hüfte, senkte den Kopf in ihre Richtung. „Keine Ahnung, puste mal. Dann geht es vielleicht wieder“ lachte er dann, als er sein Haupt wieder hochnahm um sie mit einem Grinsen anzusehen. „Ich erinnere dich dran, wenn du am Boden bist und meine Hand ergreifen musst, um wieder aufzustehen“ Damit beließ er es dabei, denn die Stadt schien in Sichtweite zu sein. Kibe würde den Duft des Essens wahrscheinlich jetzt schon mit der Nase aufnehmen können. Ihre Aussage mit der Nächstenliebe und dem Ruf den sie damit kaputt machte, wenn sie jemandem half, ließ er weitestgehend unbeantwortet. „Sonst würdest du heute Abend wohl hungern“ den Spruch konnte er sich kaum kneifen. Sie wusste sicherlich wie es gemeint war, dafür brauchte sie nur in sein Gesicht sehen. Dann wusste sie es erst Recht.

Mittlerweile waren sie in Kunugi angekommen, was der Dragonslayer anhand eines Schildes an den Toren erkennen konnte. Sofort befanden sie sich auch auf den Pfaden mit denen man den halbwegs großen Ort durchqueren konnte. Wobei sie keine Ahnung hatten, wo sich hier etwas befand. Sie liefen nebeneinander auf gut Glück her und hielten Ausschau nach einem Restaurant. Wobei Kami nebenbei seine Augen auch für ein Kleidungsgeschäft offenhielt, denn mit diesem Hemd wollte er nicht Kibes Begleitung sein. Er achtete schon darauf, angemessen herüberzukommen. Besonders in Begleitung. Dass ihn die Leute auf der Straße mit ihren Blicken durchlöcherten, konnte er nicht umgehend und abwenden, er musste damit leben. Obwohl er das ja eigentlich schon gewöhnt war. Des Öfteren warf man ihm mal einen Blick zu, und das nicht weil man ihn als attraktiv oder gut gekleidet betrachtete, sondern weil manche seinen Ruf kannten. Das reichte schon. Entweder war er bekannt als S-Klasse Magier der Säbelzähne oder als Sohn von Acnologia. Zweites bedeutete für den allgemeinen Pöbel natürlich schlechtes. Wie konnten sie auch nur auf die Idee kommen, dass der junge Mann seine Kraft dazu nutzen wollte, das Unheil zu bekämpfen anstatt dem zu dienen? Dafür reichte ihre Intelligenz nicht aus. Damit fand sich der Anzugträger ab, er wollte es sowieso nicht jedem recht machen. Während er in angenehmer Gesellschaft langsam durch die Straßen lief, fand er dann auch nach relativ kurzer Zeit ein Geschäft, dessen Pforten noch geöffnet schienen. Kami wollte dass Kibe ihn begleitete, meinte das mit ihrem Sinn für Mode eher aus Spaß, berücksichtigte dabei die Sache mit dem Pflaster. Obwohl. Wenn der Schwarzhaarige sich sie so ansah, stellte er fest, dass das was sie trug, ihr absolut stand, ein attraktives Gesamtbild schuf, obwohl die Art von Kleidung für ihn selbst nichts war. Da war er sowieso ein recht eintöniger Mensch. Aber natürlich konnte er ihr diese Art von Kompliment noch nicht direkt sagen. Wer weiß wie sie das aufnehmen würde.

„Was immer du willst“ sagte sie und willigte ein, das Geschäft zusammen mit ihm zu betreten. Er hielt ihr die Tür auf, folgte dann leise und wortlos. Sofort griff die Frau an der Kasse ein, blickte ihn mit geweiteten Augen an, als sie das vollgeblutete Hemd sah. Was sie wohl von ihm hielt? . „Kann ich ihnen helfen?“ Kami winkte nur mit der Hand ab, warf ihr einen kurzen Blick zu. Eine Frau mittleren Alters, gepflegt gekleidet und optimal ausgestattet für einen Job in dieser Branche. „Nein, ich schaue nur. Weiß eigentlich was ich will“ Klare Worte, die nur mit einem Nicken der Frau bestätigt wurden. Während Kibe sich etwas frei umsah, ein paar Klamotten durchstöberte, wusste Kami was er wollte. Er ging in die Abteilung für Business, könnte man fast meinen. Vor ihm befand sich eine breite Auswahl an Hemden, Sakkos und allem was dazugehörte. Er fasste sich ans Kinn, kraulte seinen nicht vorhandenen Bart. Mit einem Griff schnappte er sich ein Hemd, nahm den Bügel heraus und dachte nicht einmal daran, in eine Kabine zu gehen. Er zog das alte Hemd aus, zog das neue über. Mit der neuen Ware schlenderte er zu Kibe, sie bemerkte nur beiläufig, dass er in ihrer Nähe war, sprach zu ihm. Sie fand nichts Gutes in diesem Laden, aus ihrer Sicht. War wohl nicht in Kamis Abteilung gewesen. „Also ich hab was gefunden. Ich finde es gut“ meinte er und präsentierte sich etwas, drehte sich einmal. Es war ein schlichtes schwarzes Hemd, mit langen Ärmeln, aus sehr hochwertigem Stoff gefertigt. Im Kragen hing das Etikett einer bekannten Marke. „Das nehme ich“ meinte er noch kurz, während er zur Kasse ging, das Preisschild herausriss und es der Kassiererin reichte, zusammen mit dem geforderten Geld. Über den Preis wollte er nicht sprechen, er hatte die Summe ja gelesen, sie nun bezahlt. „Vielen Dank, einen schönen Abend noch“ wünschte sie mit einem Lächeln. „Ebenso“ nickte Kami dann und schaute sie zu Kibe. „Komm schon, langsam kriege ich auch gewaltigen Hunger“ lächelte er sie an und ließ sie nicht aus den Augen, während sie ihren Körper in Bewegung brachte, zu ihm lief. Das alte Hemd hielt er noch zusammengeknüllt in seiner Hand fest.

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Re: Straßen von Kunugi

Beitrag von Kibe Asano am Sa Jul 18, 2015 11:45 pm

„Danke. Du schmeichelst mir.“, entgegnete Kibe und warf sich dabei demonstrativ das weiße Haar zurück. Natürlich wusste sie, dass Kami sie nur aufziehen wollte. Dass sie die 60er Grenze noch nicht überschritten hatte, sah man ihr an. Trotz des weißen Haares. Trotzdem hatte sie den Umstand der Erziehung nicht bedacht. Es mochte stimmen was er sagte – es hing davon ab, wie gut man sich integrieren konnte. Wobei einem das in dieser Gesellschaft doch relativ leicht gemacht wurde. Man war vieles gewohnt, beäugte es vielleicht mit misstrauischem Blick, doch gewöhnte man sich schnell an die gegebenen Umstände. Wenn Magie existierte war eben alles möglich, oder? Kibe konnte mit Toten reden, verdammt. Da war es ja wohl nicht so außergewöhnlich von Drachen aufgezogen zu werden! Nichts besonderes! Alltag eben.

Während sie sich gegenseitig aufzogen und ein verbaler Schlagabtausch dem nächsten folgte, entfernten sie sich langsam vom Wald. Auf Kibes Zweifel bezüglich seiner Nützlichkeit in brenzligen Situation reagierte er mit einem berechtigten Einwand. Ausnahmsweise wurde ihr gute Tat mal belohnt. Das war ja nicht immer der Fall. Man konnte sich nicht darauf verlassen, dass einem Jemand dankbar war, nur weil man sich nicht ganz so daneben benahm wie manch anderer. Deshalb stimmte die Nekromantin dem Dragonslayer mit einem stummen Nicken und einem Schulterzucken zu. Oftmals half man ja auch nur aus Eigennutz, weil man sich davon Seelenheil versprach. Unter anderem stimmte das auch: Kibe fühlte sich besser, wenn sie etwas für andere tun konnte. Das machte es ihr einfacher durchs Leben zu gehen, sich auch einmal daneben zu benehmen oder aber die Welt als ungerecht schimpfen, wenn etwas mal nicht so lief wie sie es wollte. In diesem Fall zahlte es sich aber überraschender Weise aus. Kami wusste scheinbar, was sich gehörte. Auch wenn sie ihn für seine blöde Antwort am liebsten vom Weg und ins Gebüsch geschubst hätte. Dann konnte er ja zusehen, wer ihm die Hand zum aufstehen hinhielt! Sie ganz sicher nicht! Pah! Glücklicherweise war er ihrem tätlichen Angriff noch einmal gerade so entkommen. Wäre das Essen nicht...

Nachdem sie sich ihren Weg durch die Straßen gesucht hatten und ein wenig die Landschaft genossen, Kibe zumindest – für so etwas ließ sie sich immer gerne begeistern, hatte sich Kami spontan dafür entschieden seine Kleidung wechseln zu müssen. Gut, vielleicht nicht unbedingt spontan, machte ja durchaus Sinn, aber er hätte die Weißhaarige vorwarnen können bevor er sich einfach verzog. Auch wenn es sicherlich ganz nett war den Blicken der anderen wenigstens für ein paar Minuten entgehen zu können und sich anschließend wieder zeigen zu können. Dass diese Blicke gar nicht unbedingt dem Hemd galten, konnte Kibe nicht ahnen. Sie wusste nicht von welchem Drachen der Magier aufgezogen wurde, hatte so schnell nicht geschaltet. Das müsste man ihr schon in Ruhe direkt erklären, sonst würde sie dafür sicherlich auch kein großes Interesse zeigen. Außerdem; warum sollte man das einer Fremden erzählen? Sobald Kami sich wieder umgezogen hatte, zogen sie sicherlich zumindest ein bisschen weniger Aufmerksamkeit auf sich, konnten ungestört ihre Suche nach einem Restaurante fortsetzen. Wieder wanderte Kibes Hand zu ihrem Magen. Gott, wenn sie nicht bald etwas zu Futtern bekäme, würde sie sicherlich die Passanten anfallen und anknabbern. Ein Grund mehr dem anderen schnell zu folgen. Leise bedankte sie sich für die Geste des Tür-Aufhaltens und sah sich ein wenig verloren um. Ihre Begleitung hingegen schien ganz genau zu wissen was er suchte und wurde ziemlich schnell fündig. Schon umgezogen kam er wieder zu ihr zurück, präsentierte sich in einem dunklem Hemd. Zur Bestätigung nickte Kibe: „Schwarz ist immer gut.“. Außerdem passten Hemden immer. Beides zusammen? Top. Allerdings wunderte sie sich doch ein wenig, wie schnell das ganze von Statten lief. Sie selbst brauchte immer ein bisschen länger um zu finden was sie suchte. Und das hing nicht damit zusammen, dass sie eine Frau war. Nachdem sie sich noch ein wenig umgesehen hatte und Kami bezahlte, forderte er sie auf, sich in Bewegung zu setzen. Das ließ sie sich nicht zwei mal sagen. In Windeseile war sie zur Stelle, quasi im selben Augenblick.“Das lass ich mir nicht zwei mal sagen.“. Würden sie sich besser kennen, würde Kibe den Schwarzhaarigen wohl zum Ausgang zerren. So beschränkte sie sich darin einfach schon mal vorzugehen, diesmal selbst die Tür aufzuhalten und mit ihm das Geschäft zu verlassen. Noch einmal musterte sie ihn, als er ihr entgegen kam. „So kann ich mich auch mit dir sehen lassen.“, witzelte sie kleinlaut und wusste selbst, dass sie für manche Etablissements einfach nicht die Kleidung trug. Schön Abend essen konnte man mit ihr nicht. Allerdings wäre das auch nichts für sie  - nicht ihre Welt. Da konnte sie mehr mit Essen aus der Mikrowelle anfangen.

Zum Glück musste es heute aber gar nicht mal dazu kommen. Wie Kami eben verlauten ließ hatte er mittlerweile genau so Hunger wie sie. Umso dringender, dass sie endlich mal etwas fanden. Dafür mussten sie auch gar nicht mal lange suchen. Gemeinsam liefen sie die Straße nun wieder entlang, wurden tatsächlich nicht mehr mit Blicken traktiert und konnten sich auf wichtigeres konzentrieren. Suchend glitt ihr Blick über die Häuserfassaden, bis er an einem Schild hängen blieb. Sofort hob sie ihre Hand und hielt den nun angemessen gekleideten Dragonslayer zurück, ohne ihn zu berühren. „Magst du Sushi?“, fragte sie, drehte ihr Gesicht mit großen Augen in seine Richtung.  Für eine richtige Antwort ließ sie ihm keine Zeit. „Ja? Perfekt. Da vorne ist 'ne Sushibar.“. Ohne großartig auf die andere Partei zu warten steuerte die Nekromantin ihr Ziel an. Das war vielleicht nicht das, was man unter einer warmen Mahlzeit verstand, doch aus Erfahrung wusste Kibe, dass es in der Regel auch andere Dinge außer rohen Fisch gab. Obwohl das natürlich das beste an der ganzen Sache war. Dafür wäre Kibe Kami wahrscheinlich ewig dankbar. Zumindest bis morgen.
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Re: Straßen von Kunugi

Beitrag von Kamiro am So Jul 19, 2015 12:31 am

Der Waldweg war so gut wie hinter ihnen gelassen. Es ging relativ schnell, zumindest kam es dem Slayer so vor, was wohl daran lag, dass er eine gute Unterhaltung hatte und die Zeit damit wie im Flug verging, er dachte gar nicht drüber nach, wie lange sie schon unterwegs waren. Noch viel weniger dachte er daran, was ihm in der Gilde passiert war, denn er konzentrierte sich voll und ganz auf seine Begleitung, das hatte sie verdient. Wenn er mit den Gedanken ganz woanders war und immer nur halbherzige Antworten gab, würde sie auch schnell die Lust daran verlieren, sich mit ihm abzugeben und zu reden. So allerdings fokussierte sich der Schwarzhaarige genau auf die junge Frau an seiner Seite, nahm alles auf was sie sagte und gab passende Antworten. Naja, mehr oder minder passend zumindest. Eher darauf bezogen, dass die beiden bereits soweit waren, miteinander Scherze zu treiben, sich nicht ganz so ernst zu nehmen. Es ging in ihren Worten hin und her, von einer Gefühlslage zur anderen, um ehrlich zu sein, tat das verdammt gut. Kibe gab ihm grade irgendwie das Gefühl, dass er einfach er selbst sein konnte, ohne irgendwelche Erwartungen oder sonst was, und das schätzte er. Ansonsten würde er sich nicht benehmen wie eine kleine Grinsebacke. So oft hatte er seine Mundwinkel lange nicht mehr bewegt. Aber sie ließ ihm ja quasi keine andere Wahl! Es war schon fast ein Automatismus, dieses Lächeln in seinem Gesicht, in welcher Form auch immer er es ihr präsentierte. So auch wieder, als sie auf seinen Kommentar mit ihrem Alter, reagierte indem Kibe äußerte, dass es ihr schmeichelte. Natürlich war es auf derselben spaßigen Ebene wie Kamis Worte es waren. Aber das war okay, das hatte er erwartet und enttäuscht wurde er also auch nicht. Wie sie miteinander umgingen war an manchen Stellen so, als wenn sie Freunde wären die genau wussten, wie viel sie sich beim anderen erlauben durften, obwohl das bei ihnen grade gar nicht der Fall war. Sie taten es einfach, sprachen es aus, würden dafür nicht bestraft, sondern gingen darauf immer passend ein.

So waren sie schneller in der Stadt, als Kami überhaupt damit gerechnet hatte. Die nächste Herausforderung bestand nun darin, ein Lokal zu finden in dem sie speisen konnten, Kami hatte es ihr versprochen, er hatte sie eingeladen. Aber eine Kleinigkeit gab es da noch zu tun, ansonsten würde der Schwarzhaarige kaum an ihrer Seite etwas zu sich nehmen können. Er brauchte dringend ein neues Oberteil. Ansonsten würde man ihn vielleicht sofort wieder rausschmeißen. Das dezent peinliche Pflaster in seinem Gesicht spielte dabei keine Rolle, es störte ihn eher weniger. Es blieb da einfach so lange kleben, bis es sich selbst vom Acker machte, oder wie auch immer. Irgendwann würde es sein Gesicht schon verlassen, irgendwie … irgendwo. Es kam gelegen, dass Kamis „Adleraugen“ ein Geschäft erspähten dass zu dieser Zeit noch geöffnet hatte. Nun blieb ihm keine Wahl, außer schnell sein blutiges Hemd gegen ein neues einzutauschen. Natürlich wollte er Kibe nicht draußen stehen lassen, einerseits hätte er gerne ihre Meinung erfahren. Es tat immer gut von einer Frau bestätigt zu werden, was das Aussehen betraf. Aber jedes Kind weiß ja, der Charakter zählt. Zum anderen meinte sie selbst, dass das Wetter schlechter wurde. Nachher stand sie dort einfach und es fing einfach an zu regnen! Deshalb beugte Kami dem ganzen vor, hielt ihr die Tür auf und ließ sie rein, wofür er ein Dankeschön erntete. Gesagt, getan. Die Kassiererin begrüßte die beiden potenziellen Käufer, konnte sich aber einen wertenden Blick auf Kamis Oberkörper nicht sparen. Das war ihr aber wohl auch egal, solange er ordentlich Kohle daließ. Während Kibe wahllos an irgendwelchen Kleidungsstücken hängen blieb, wusste Kami eigentlich schon genau was er wollte, machte das der Dame an der Kasse auch klar. So kam es auch, dass er ein passenden Hemd für sich fand, es einfach griff, ohne einen Blick auf den Preis zu werfen. Er hatte in seinem Leben genug Hemden gekauft um zu wissen, ob er ungefähr genug Geld dabei hatte, um sich ein Hochwertiges zu kaufen. Es kleidete ihm, zumindest seiner Meinung nach. Schwarz, langärmlig und gut sitzend, samtig weich an seiner verletzten Haut. Den ersten Knopf ließ er oben offen. So suchte er seine Begleitung auf um sich ihr gleich mal in seiner neuen Beute zu präsentieren. Gespannt wartete er, was sie dazu zu sagen hatte. Natürlich erwartete er keine Lobesrede.

Dabei blickte sie auf ihn, meinte dass die Farbe seines Oberteils immer gut wäre. Zumindest trug sie dasselbe auch an sich. Da hatte sie wohl Recht. Falsch machen konnte man damit immer wenig. Es war schlicht, ohne großartige Muster, also kaum Fläche und Gründe für Kritik. „Das stimmt. Scheint auch deine Farbe zu sein.“ Stellte er fest und schaute nochmal genauer auf sie. Nun hatte er alles was er wollte, das Hemd gehörte offiziell ihm, nachdem er zügig bezahlte. Sein Hunger machte sich auch bemerkbar, weshalb er Kibe dazu aufforderte, ihren musternden Blick auf das Inventar zu unterlassen und mit ihm mitzugehen, denn nun begann die Suche nach einem Restaurant, der Hauptgrund warum sie in Kunugi waren. An ihrer Aussage zweifelte er nicht, er hatte es bereits im Kopf, sprach es nur nicht aus. Sie brauchte keine 2. Aufforderung dazu, mitzugehen wenn es Essen gab. Allerdings äußerte sie noch etwas, was dem Slayer besser gefiel als ihr Kommentar zu der Farbe des Oberteils. Sie meinte, dass sie sich nun auch wieder mit ihm an seiner Seite sehen lassen konnte. Ein Lächeln zierte sein Gesicht, während er wieder einen Moment lang den Blickkontakt suchte, der Moment gab es eben her.  „Naja, meistens glänzt eher die Frau an der Seite eines gestandenen Mannes. Pech habe ich heute Abend wohl nicht“ gab er daraufhin ein bisschen schmeichelnd zurück, doch definitiv auf dezente Art und Weise. Er wusste eben was sich gehört. Diesmal war sie diejenige, die ihm die Tür offenhielt, ein Stückchen vorging. So wartete er nicht lange damit, Kibe sofort zu folgen. Ihr Spürsinn nach etwas essbarem, erfasste auch daraufhin schnell ein geeignetes Lokal für ihr Abendbrot. Die Frage ob er Sushi mochte, brauchte er nicht mal beantworten, denn dort war eine Sushibar die sie besuchen wollte. „Ich habe dir gesagt, du darfst entscheiden. Wenn du Sushi magst, mag ich es auch“ Bei dieser Antwort lachte er ein bisschen. Er hatte es zwar noch nicht oft gegessen, aber mal probiert. Sicherlich würde es ihm schon zusagen. Solange er Kibe damit glücklich machte, reichte ihm das eigentlich. Seinen Appetit konnte er damit sicher stillen. Vielleicht würde es ja sogar noch besser schmecken als erwartet. „Na los, worauf warten wir? Gehen wir rein“ meinte Kami während er das Lokal betrat, Kibe erneut die Tür aufhielt, wie es sich gehörte. Sein Blick wanderte herum, es machte einen positiven Eindruck. Hier konnte er sich einen netten Abend mit ihr vorstellen. Sein Blick glitt nach hinten, prüfte ob sie da war, blieb kurz an ihr hängen, bevor er wieder nach einem Plätzchen für sie schaute.



Tbc: Kabuki Sushibar

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